Konstante 3.3V aus LiPo 2.8-4.2V erzeugen?

OP #6824955
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Gibt es eine hoch effiziente "Standard" Spannungsregler (buck/boost) 
Lösung für die Erzeugung konstanter 3,3 V aus einem LiPo Akku (2,8...4,2 
V)?
Der Ausgangsstrom liegt bei unter 1 A.
Im Grunde suche ich eine komplette Solar-Lösung für einen ESP8266 mit 
nur einer LiPo Zelle.
#6825316
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Noname N. schrieb:
> Mich würde eben interesseiren, ob es eine empfehlenswerte und
> effiziente "Standard" Lösung - also z.B. ein Modul - gibt.

Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Ein Modul kann es geben oder 
auch nicht, ganz unabhängig davon ob es effizient ist.

Und apropos effizient: das gibt es nicht. Eine Topologie, die sowohl 
rauf als auch runterwandeln kann ist immmer weniger effizient als eine, 
die nur eins können muß. Das Maximum dürfte mit einem synchronen 
Stepdown erreichbar sein. Der erfordert dann aber zwei Akkus am Eingang.

Aber vielleicht meintest du ja gar nicht "hoch effizient", vielleicht 
reicht dir ja ein Schaltregler, der mit 90% beworben wird (und der dann 
vielleicht 80% real hat). TI wurde ja schon genannt. Allerdings gibt es 
diese Regler anscheinend alle nur in sehr kleinen SMD Gehäusen.
#6825325
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Werden nur noch Boards aneinander gesetzt? Macht niemand mehr eigene 
Platinen?
Geht alles vor die Hunde. Der ganze Hirnschmalz, der früher ins Layout 
floss. Dann in "improvisierte Lötkunst". Die Skills gehen alle verloren, 
seit es für jeden Kram "Boards" gibt. Na: und "Libs" natürlich...
#6825448
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Axel R. schrieb:
> Werden nur noch Boards aneinander gesetzt? Macht niemand mehr eigene
> Platinen?
> Geht alles vor die Hunde. Der ganze Hirnschmalz, der früher ins Layout
> floss. Dann in "improvisierte Lötkunst". Die Skills gehen alle verloren,
> seit es für jeden Kram "Boards" gibt. Na: und "Libs" natürlich...

Jaja, früher war alles besser! Und früher war mehr Lametta!
Beitrag #6829413 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6829481
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XXX schrieb im Beitrag #6829413:
> Dazu gibgs Minimodule, die bis  unter 1,0 V 5 V können:

> Und das Booster liefert selbst unter Last bis 1,4 A!!


Natürlich liefert er die 1,4A - wenn überhaupt - nur unter Last. die 
interessantere Frage ist, bis zu welcher Eingangsspannung er die 1,4A an 
5V noch schafft; bei 1V am Eingang wären das ja (ohne Verluste) schon 
7A.


XXX schrieb im Beitrag #6829413:
> Und hier dann einen 3V3-Regler drangehängt

Genau, am Besten ein Linearregler, damits auch wohlig warm bleibt.
Gast #6829485
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Noname N. schrieb:
> Mich würde eben interesseiren, ob es eine empfehlenswerte
> und effiziente "Standard" Lösung - also z.B. ein Modul - gibt.

Wenn du deinem Akku etwas gutes tun willst, gehst du nicht unter 3,2V. 
Er wird es dir mit erheblich längerer Lebensdauer danken.

So gesehen tut es ein ganz normaler 3.0V Low-Drop Spannungsregler wie 
der HT7830 oder der XC6220B301.

Es geht auch mit 3,3V Spannungsreglern, weil der ESP8266 mit langsamen 
Schwankungen der Spannung mindestens bis herunter auf 2,8V klar kommt. 
Wenn du Glück hast läuft er sogar noch mit 2,5V.
Gast #6829718
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Noname N. schrieb:
> Die Abschaltspannung liegt bei ca. 2,5V.

Ruiniert das nicht den Akku sogar unabhängig vom Entladestrom?

Mir fällt jetzt aber leider auch keine simple Möglichkeit ein, das auf
>= 2,8V zu ändern, bei diesem (vmtl. übrigens ebfs. SEPIC-, und nicht
Buck-Boost-) Konvertermodul.

V. a., weil ich diesen "B5200Z" weder kannte, noch was dazu finde.

(Analysierte man den Aufbau genauer, bestünde die Option, durch eine
Modifikation der Eingangsbeschaltung, oder wahrscheinlich wäre dazu
sogar eine kleine Zusatzplatine nötig, Unterspannungsabschaltung mit
höherer Schwelle zu realisieren (P-Mosfet highside als Schalter).)
#6829764
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Noname N. schrieb:
> Dass ein LiFePo4 direkt am ESP natürlich die effizienteste Methode ist,
> ist klar.
> Ich möchte jedoch stabile 3,3V.

Wieso meinst du, dass LiFePo4 keine stabilen 3,3V liefert? Was verstehst 
du unter stabil? Gegenüber Belastungsänderungen ist es stabiler als die 
meisten
Spannungsregler. Und die langsamen kleinen Spannungsänderungen beim 
Entladen machen dem ESP nichts aus.

Wenn die Ladung per Solar stattfinden soll, stell den Regler auf 3,4 
Volt. Damit wird der LiFePO4 Akku zu ca 95% geladen und es liegt noch 
gut im Toleranzbereich des ESP.
#6829866
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Pustekuchen schrieb:
> Noname N. schrieb:
>> Die Abschaltspannung liegt bei ca. 2,5V.
>
> Ruiniert das nicht den Akku sogar unabhängig vom Entladestrom?

Das ist die Spannung während der Entladung gemessen wird!
Die nach Abschaltung wieder ansteigt und das ist das entscheidende. Das 
sollte recht zügig und auf ca. 3V erfolgen. Die chemische Reaktion 
brauchen halt was, bis das "Interne", außen an den Anschlüssen zu messen 
ist.
Gast #6829930
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Noname N. schrieb:
> Ich verwende ein S09 buck/boost Modul.
> Wirkungsgrad bei 3V3 und 100 mA am Ausgang liegt durchgehend bei
> verifizierten 80 %.

Billiger geht wohl nicht mehr.

Die Stromaufnahme des ESP Chips geht sprunghaft auf 430mA hoch und 
wieder runter. Wir werden sehen ob dieser primitive Regler da mithalten 
kann. Ich weiß aus Erfahrung, dass sogar einige Linear-Regler für den 
ESP zu träge sind.
OP #6829987
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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Billiger geht wohl nicht mehr.
>
> Die Stromaufnahme des ESP Chips geht sprunghaft auf 430mA hoch und
> wieder runter. Wir werden sehen ob dieser primitive Regler da mithalten
> kann. Ich weiß aus Erfahrung, dass sogar einige Linear-Regler für den
> ESP zu träge sind.

Wer hat schon was dagegen wenns günstiger geht? ;)

Dass die Stromaufnahme des ESP beim Senden hoch geht ist ja bekannt und 
wird primär durch den berühmten, externen Pufferkondensator abgefangen.
Unter Verwendung des S09 messe ich mit dem Oszi an den supply-pins des 
EPS8266 einen Spannungseinbruch von max. 60 mV und Überschwinger von 
max. 64 mV.
Das noch verbessern zu wollen wäre unsinnig.
Gast #6830048
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Noname N. schrieb:
> Hab jetzt eine Lösung die meiner Meinung nach recht gut ist gefunden.
> Ich verwende ein S09 buck/boost Modul.
> Wirkungsgrad bei 3V3 und 100 mA am Ausgang liegt durchgehend bei
> verifizierten 80 %.

Deshalb:

asd schrieb:
> Am einfachsten: Nimm einen linearen low-drop-Regler und verzichte auf
> den Teil der Entladekurve von 3,4 bis 2,8V runter. Da steckt nur ein
> kleiner Teil der Kapazität drin.

Rechne Dir mal durch den Wirkungsgrad durch. Schau nach, wie lange die 
Spannung über 3.6V bleibt und schau Dir auch die Restenergiemenge unter 
3.4V an, INSBESONDERE auch unter dem Aspekt, dass der Buck-Boost unter 
3.3V immer mehr Strom aus einem leeren Akku ziehen möchte.

Es gibt mehrere Fachartikel zu dem Thema, einfach mal ein wenig 
recherchieren. Einfach mal googeln. Die kommen zu dem Schluss, dass 
Buck-Boost nur unter optimalsten Voraussetzungen Sinn machen. Der S09 
gehört nicht dazu, schon allein die Diode auf dem Board versaut Dir den 
Wirkungsgrad.
OP #6830128
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> asd schrieb:
>> Am einfachsten: Nimm einen linearen low-drop-Regler und verzichte auf
>> den Teil der Entladekurve von 3,4 bis 2,8V runter. Da steckt nur ein
>> kleiner Teil der Kapazität drin.
>
> Rechne Dir mal durch den Wirkungsgrad durch. Schau nach, wie lange die
> Spannung über 3.6V bleibt und schau Dir auch die Restenergiemenge unter
> 3.4V an, INSBESONDERE auch unter dem Aspekt, dass der Buck-Boost unter
> 3.3V immer mehr Strom aus einem leeren Akku ziehen möchte.
>
> Es gibt mehrere Fachartikel zu dem Thema, einfach mal ein wenig
> recherchieren. Einfach mal googeln. Die kommen zu dem Schluss, dass
> Buck-Boost nur unter optimalsten Voraussetzungen Sinn machen. Der S09
> gehört nicht dazu, schon allein die Diode auf dem Board versaut Dir den
> Wirkungsgrad.

Stimmt, das macht absolut Sinn.
Einen ultra low dropout LDO mit möglichst <300mV @ 500mA und sehr 
niedrigem Ruhestrom als Modul zu finden scheint mir aber irgendwie 
unmöglich.
Der Standard scheinen die AMS1117 zu sein.
Gast #6830288
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Teo D. schrieb:
> Pustekuchen schrieb:
>> Noname N. schrieb:
>>> Die Abschaltspannung liegt bei ca. 2,5V.
>>
>> Ruiniert das nicht den Akku sogar unabhängig vom Entladestrom?
>
> Das ist die Spannung während der Entladung gemessen wird!
> Die nach Abschaltung wieder ansteigt und das ist das entscheidende. Das
> sollte recht zügig und auf ca. 3V erfolgen. Die chemische Reaktion
> brauchen halt was, bis das "Interne", außen an den Anschlüssen zu messen
> ist.

Chemische Reaktion, zeitliche Verzögerung? Was meinst Du damit?

Geht es Dir nicht um den Innenwiderstand der Zelle(n) [und nicht
zuletzt auch den R der Leitungen von und zu der/den selbigen]?

Beim Ladevorgang entsteht daran ein Spannungsabfall, der sich dann
aufaddiert - beim Entladevorgang eben einer, der sich subtrahiert
(zu / von der gemessenen Spannung), und das Ergebnis verfälscht.

(Es bräuchte für strombelastete Spannungsmessungen sogar direkt an
der/den Zelle(n) ["Klemmenspannung"] einen stromabh. Korrekturfaktor,
daher macht man es sich gerne einfacher und mißt (fast) unbelastet -
nur durch den Spannungsteiler-Querstrom - "im Ruhezustand".

Hat jedoch nichts mit "erst abzuwartenden chem. Reaktionen" zu tun.)

Falls Du etwas anderes meinst, verweise bitte auf die Info-Quelle.
(Meine Darlegung ist eher "Allgemeinwissen", Verweise sind unnötig.)


Noname N. schrieb:
> Ich möchte jedoch stabile 3,3V.

Die Frage bleibt: Wozu?
Jobstens Beitrag deckt sich mit dem, was ich selbst dazu denke.

Es mag möglich sein (mit, wie schon gesagt, einer Zusatz-Platine,
die rein für den Zellenschutz zuständig ist), so was zu machen.

Dann evtl. sogar mit als Inverswandler (Buck-Boost, also Flyback
ohne Isolation) beschaltetem Buck-Modul.

Aber wozu der Aufwand, würde ich einfach gerne wissen?
Gast #6830413
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Noname N. schrieb:
> Gibt es eine hoch effiziente "Standard" Spannungsregler (buck/boost)
> Lösung für die Erzeugung konstanter 3,3 V aus einem LiPo Akku (2,8...4,2
> V)?

Nein.

Hocheffizent geht bei so kleinen Ausgangsspannungen nur mit 
Synchrongleichrichter, also einer Schaltung, wo die (sicherheitshalber 
immer vorhandene) Diode mit einem Fet überbrückt wird, damit der 
Ausgangsstrom nicht noch durch die Diode mit ihrer Schwellspannung 
hindurch muß. Bei sowas kann man realiter in den Bereich so um die 
85..90% kommen.

Aber für den von dir skizzierten Einsatz (rein 2.8V...4.2V und raus 
3.3V) brauchst du einen SEPIC und bei dem sitzt die Diode üblicherweise 
an einer Stelle, die im Schalttakt floatet. Für diesen Einsatzfall sind 
zumindest mir keine Schaltregler mit Synchrongleichrichtung bekannt.

Entweder du denkst dir da eine passende Schaltung selbst aus (sofern das 
geht) oder du verzichtest auf das "hocheffizient" und baust dir einen 
SEPIC Wandler mit einer normalen Schottky-Diode. Nun kannst du dir 
ausrechnen, wieviel Leistung die Dioden schluckt im Vergleich zu der 
Last bei 3.3V Ausgangsspannung.

W.S.

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