Plattenspieler Dual 741 Q Ersatzteilsuche

OP #6861242
Hallo,
ich habe hier einen tollen Plattenspieler von Dual CS741 Q.
Leider ist der sog. Schaltwinkel defekt. Hat jemand vielleicht so ein 
Teil noch in der Bastelkiste oder hat einen Kontakt, der sowas haben 
könnte. Auf dem Dual-Board und beim DualFred habe ich schon -vergebens- 
nachgefragt. Daher dachte ich, ich poste meine Anfrage hier auch nochmal
Das Teil hat die Nummer 263 870 bzw 263 869.
Im Anhang ist es die Position 36 Schaltwinkel.
Gruss,
Peter
Angehängte Dateien:
Gast #6861438
Und was ist da :genau "defekt" ?
Das ist doch nur der AUTOSTOP-Hebelarm ? der am Ende der Platte die 
Tonarm-Rückführung auslöst - oder - der Start/Stop-Schalter?
Da hängt ja noch ein Magnet dran, was ist mit dem? Funktioniert das?

Habe einen CS610Q, den hat mal einer bei den Glascontainern abgestellt, 
glaub mir, es lohnt fast nicht. Ist ein gutes System drauf, kannst das 
runternehmen und irgendwo draufbauen. Sooo gut wie früher alle getan 
haben, ist DUAL wirklich nicht. Meiner ist, würden wir heute sagen, ein 
echter Billigschrott aus Fernost .
Die guten Strobo-DUAL kannst auch heute noch kaufen zum selben Preis wie 
damals : ab 1000,- D-Mark. Heute würde man sich, wie damals, einen LENCO 
-DJ-Strobo kaufen.

Sollte er soweit funktionieren und der Sound (Nadel!) paßt soweit , 
okay. Schau mal an der Stroboskopscheibe, wie weit der Motor rundläuft. 
Falls Riemenantrieb, wie der Riemenzustand ist.
Gast #6861513
Was ist denn nun daran kaputt? Ist das aus Blech? Dann kann man das Neu 
anfertigen.. Ist es aus Kunststoff? Dann wäre es mit dem 3D-Drucker 
nachzufertigen.
Gast #6861518
Der Hebel ist leider in 3 Teile zerbrochen.
Große Kräfte muss er bestimmt nicht aushalten. Daher wäre zur Not Kleben 
sicher auch eine Option. Hat jemand Erfahrung mit diesen 
2Komponentenkleber, bei dem die eine Komponente pulverförmig und die 
andere flüssig ist? Wenn man den Videos auf Youtube Glauben schenken 
darf, klebt das ja wie doll....
#6861587
Kunstoffe kleben klappt selten. Das bekommst Du höchsten mit 
metallischer Verstärkung hin (Bohrung/Stift ect.). Zudem müßte man auch 
genau wissen, welcher Kunststoff das ist.
Stell mal ein gutes Bild des Teils hier rein. Vielleicht hat dann jemand 
eine Idee.
Gast #6861616
Versuch das Kunststoff Teil mit JB Weld (Original) zu kleben. Wenn man 
nicht genau weiß um welchen Kunststoff es sich handelt, ist das wohl der 
beste Kleber den man als Privater bekommen kann. Im Vergleich zu anderen 
handelsüblichen 2K Klebern ist JB Weld deutlich stärker und haftet sehr 
gut auf Kunststoff (verglichen z.B. mit UHU Endfest). PETG Teile aus dem 
3D Drucker halten mit JB Weld sehr gut zusammen und PETG ist kein 
einfacher Kunststoff zum Kleben.

Sonst frag im nächsten Fab Lab nach ob die dir das gegen Kleingeld 
drucken können. Sind meistens recht nette und hilfsbereite Leute dort.
Gast #6861630
RalfK schrieb:
> Versuch das Kunststoff Teil mit JB Weld (Original) zu kleben. Wenn man
> nicht genau weiß um welchen Kunststoff es sich handelt, ist das wohl der
> beste Kleber den man als Privater bekommen kann. Im Vergleich zu anderen
> handelsüblichen 2K Klebern ist JB Weld deutlich stärker und haftet sehr
> gut auf Kunststoff (verglichen z.B. mit UHU Endfest)

UHU plus schnellfest (der mit 5 Min Tropfzeit) klebt auch manche 
Kunststoffe. Und wenn man keine hohe Haftkraft braucht, ist Technicoll 
9310 Heisskleber sehr gut, für den braucht man aber eine eigen 
Klebepistole https://www.technicoll.de/klebstoff/technicoll-9310.html
Gast #6861658
Andreas B. schrieb:
> Kunstoffe kleben klappt selten. Das bekommst Du höchsten mit
> metallischer Verstärkung hin (Bohrung/Stift ect.). Zudem müßte man auch
> genau wissen, welcher Kunststoff das ist.
> Stell mal ein gutes Bild des Teils hier rein. Vielleicht hat dann jemand
> eine Idee.

Wenn man nicht gerade Polyamid hat, geht das sehr gut.
Polystyrol/ABS kann man mit entsprechenden Kleber kleben.

Polycarbonat geht mit Epoxy.

Man braucht da aber nicht das genannte überteuerte Markenzeug aus dem 
Baumarkt.

Habe mit einer Kartusche von Pollin für zweifuffzig eine Halterung am 
Drucker geklebt.
Waren auch mehrere Teile.
Gast #6862686
Peter schrieb:
> Der Hebel ist leider in 3 Teile zerbrochen.

Ist also ein billiges Plastikding.
Kunststoffe sind leider quasi irreparabel.
Das muß -bei dir- ja paßgenau sein.

Wie bitverdreher schon schrieb: Kunststoffe kleben - selten bis nicht.
Du könntest "Super-Kraftknete" nehmen und - mit ein paar Stückchen 
Draht/Stifte/Klammern oder so, als Knete-Halterung/Abrutschsicherung - 
das drüberpappen. Das wird steinhart !  Klebt, wenn du sehr rasch 
arbeitest, auch gut, wenns aber nicht hält, mußt nochmal..

Heißkleber ist immer eine Option, aber wenn er mal warm wird, wird er 
zäh. Dann verbiegt sich dein Winkel wieder.

Falls du ein bißchen Verpackungs-Styropor hast: Ein paar Tropfen ACETON 
drauf, dann wird das flüssig und klebt an den Fingern fest, gut 
durchkneten und draufpappen. Das wird dann zu glashartem POLYSTYROL. 
Wenn es nass ist, klebt es wohl gut, aber auch darauf würde ich mich 
nicht verlassen.

Je nach Form des Hebels kannst auch ein altes CD-Case (Polystyrol) oder 
irgendein dickes Plastik nehmen und mit Heißluft nachbiegen.



Fotografiers mal...
Gast #6862706
Hallo,
meine Erfahrungen mit Kunststoffklebungen entsprechen denen von @Andreas 
B.. Man hat i.d.R. beim Kleben nur einen Versuch. Auch, wenn die Klebung 
im Moment vielleicht hält, nach ein paar Tagen oder Wochen ist das Teil 
wieder defekt. Eine kleine Chance auf haltbare Verbindung besteht, wenn 
die Art des Kunststoffs bekannt ist oder sie sich identifizieren lässt. 
Den erforderlichen Klebstoff bekommt man dann oft nur mit Gewerbeschein. 
Manchmal denke ich, dass die heutigen Kleber im Handel bestenfalls 
Bastelkleber sind, also total harmlos und kindersicher. Wer schon einmal 
Schuhe mit dem dafür angebotenen Kontaktkleber repariert hat und 
anschließend in den Regen gekommen ist, weiß was ich meine. Der Kleber 
der Schuhmacher riecht genauso wie der Bastelkleber und sieht auch wie 
Schnodder aus, aber die Klebung übersteht Regen.
Vor etlichen Jahren habe ich versucht, das Gehäuse eines 386er-Laptops 
mit UHU-,Endfest zu kleben, was dazu führte, dass der Kunststoff 
zerbröselte.
Brillengestelle zu kleben, war auch so ein Abenteuer. Die Klebung hielt 
maximal ein paar Wochen. Auch zersetzte Hautfett den 
UHU-Endfest-2K-Kleber.
Die Klebung einer Yaesu- Handmikrofontaste aus Spritzguss hielt drei 
Wochen. Eine Bandagierung der Klebestelle war aus Platzgründen nicht 
möglich.
Mein letzter Klebeversuch war ein angebrochener Aufstellgriff eines R&S- 
Millivoltmeters. Leider kein Erfolg ohne Primer, da der Klebstoff nicht 
haftete.
Das defekte Teil des DUAL- Plattenspielers scheint aus Spritzguss 
gefertigt zu sein. Aber auf Grund des geringen Materialquerschnitts wird 
bei mechanischer Belastung die Klebung nicht lange halten. Evtl. lässt 
sich mit einer Bandage die Stabilität verbessern.
Ich kenne mich mit 3D-Druck und der Vorlagenerstellung nicht aus. Aber 
ein gedrucktes Neuteil wird aus meiner Sicht, wenn nicht zu aufwendig, 
die beste Lösung  sein.
MfG
Gast #6862714
HabNix schrieb:
> Ich kenne mich mit 3D-Druck und der Vorlagenerstellung nicht aus. Aber
> ein gedrucktes Neuteil wird aus meiner Sicht, wenn nicht zu aufwendig,
> die beste Lösung  sein.

Ich auch nicht , aber
Wenn du Aufwand und Material rechnest:
Früher wie heute (~200,-):  die beste Lösung.
Angehängte Dateien:
Beitrag #6863542 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6863931
Ich habe mal für einen Freund einen Technics-Plattenspieler repariert.
Der Riemen war zerbröselt, den neuen habe ich für ca. 20€ incl. Spesen 
bekommen.

Suchmaschine: =>  Hifi Phone Hause

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