Alternative zur Lötstation ZD-981

Gast #7129597
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Hallo!

Ich bin seit vielen Jahren eigentlich sehr zufrieden mit meiner ZD-981 
(nagut, ich hab auch nicht viele andere erlebt). Ersatzteile sind in den 
letzten Jahren immer wieder mal schlecht zu bekommen, zumindest bei 
Läden wie Reichelt. Insbesondere den Kolben bekomme ich gerade nicht.

In meinem jetzigen Kolben steckt eine Spitze bombenfest. Beim Versuch 
sie rauszuziehen kommt mir nur jede Menge Keramikstaub entgegen. Bei 
meinem letzten hatte ich das auch. Hinterher war wohl der 
Temperatursensor hin und sie heizte nicht mehr auf. Jetzt trau ich mich 
nicht, da gewaltsamer vorzugehen und lass die Spitze drin. Aber Meißel 
ist einfach nicht ideal für jede Arbeit.

Ich würde mir jetzt gerne eine neue Station kaufen, bei der ich mich auf 
die Verfügbarkeit von Ersatzteilen verlassen kann, und dafür nicht nach 
exotischen Kleinanbietern suchen muss.

Ich löte vor allem Lochraster, THT, aber auch gelegentlich mal 
SMD-Bauteile.

Kostenmäßig suche ich so bei 100€. Wenn bestimmte Leistungsmerkmale 
überzeugend sind, bin ich auch zu mehr bereit.

Würde mich über gute Tipps freuen. Danke.
Gast #7129677
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Leopold V schrieb:
> Schlaumaier schrieb:
>> Leopold V schrieb:
>>> zumindest bei
>>> Läden wie Reichelt. Insbesondere den Kolben bekomme ich gerade nicht.
>>
>> https://www.pollin.de/p/daytools-ersatz-loetkolben-lk-981-840313
>>
>> 15 Euro wo Problem.
>>
>> ps. Ich habe die auch.
>
> ist LK-981/LS-981 das gleiche wie ZD-981? Bzw. sind die kompatibel?

sieht ja zumindest (laut Pollin) genauso aus, nur ohne den Aufdruck.
#7130448
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Bei dem Preis kannst du auch mehrere nehmen und in jeden ne andere 
Spitze, dann wechselst du nicht mehr die Spitze sondern bloss mehr den 
Kolben.
Eventuell solltest du die sogar mit nem Hochtemperaturfett imprägnieren, 
in der Hoffnung, dass sie sich dann nicht mehr festbackt. Es gibt da 
welche, die lachen über die Temperaturen beim Löten.
#7141911
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Uli S. schrieb:
> Bei dem Preis kannst du auch mehrere nehmen und in jeden ne andere
> Spitze, dann wechselst du nicht mehr die Spitze sondern bloss mehr den
> Kolben.

So mach ich das von Anfang an. Die Kolben gab es komplett für 10€, 
soviel kostet bei anderen schon die Spitze allein. Die Station ist 
sicher kein Highend für tägliches, professionelles Arbeiten, aber im 
Hobbybereich vollkommen ausreichend. Selbst Masseflächen lassen sich 
damit problemlos löten.
#7148130
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Ja, eben die Kupferpaste, die gibts immer wieder beim Discounter im 
Angebot und sicher im Autozubehörladen. Je nach Sorte soll die sogar bis 
fast 1000° aushalten. Und dann halt dasselbe in grün mit Keramik, da 
weiss ich leider gar nicht, wo man das einkaufen kann.

Ansonsten schliess ich mich A.B. an, JBC ist einfach der Rolls unter den 
Lötkolben, oder bezogen auf die Geschwindigkeit, meinetwegen der Lambo, 
Ferrari. Wenn mans billiger mag, tuts auch ein t12, der hat auch 
ausreichend PS, wie der Rolls, aber halt nicht soviel wie der Ferrari. 
Trotzdem braucht der nur unwesentlich länger zum Aufheizen. Und die 
Spitzen lassen sich ähnlich schnell wechseln. Bloss ist das Werkzeug 
dafür nicht direkt in der Station enthalten.
Gast #7148533
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Harald W. schrieb:
> Ich habe noch irgewndwie "Kupferpaste in Erinnerung.

Das Problem festbrennender Spitzen hatten wir im Werk, ewig her. Hier 
steht noch eine sehr alte Dose "Molykote Cu-7439", die laut Aufdruck bis 
650°C steht.

Die Paste stammt aus dem grünen Programm, nicht rot wie Heimwerkermarkt.
https://www.dupont.de/products/molykote-cu-7439-plus-paste-v1.html

Im Internet findet sich Cu-7439 plus mit 300°C, während meine nur 7439 
heißt und der Link auf "7439 plus V1" zeigt, also aufpassen!

Am Entlötkolben hat die tatsächlich funktioniert, aber erstmal qualmt es 
einige Minuten, bis das Trägeröl verdampft ist.

Diese Paste hatte ich auch am Abgaskrümmer der MZ ETZ-250, dessen 
Feingewinde im Zylinder recht empfindlich ist - da war das ganz sicher 
wärmer als am Lötkolben. Die hat auch an Zündkerzengewinden Dienst 
getan.
#7148660
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Ich hab grade mal geschaut. Ihbä hat bei der Frage Keramikfett eine 
riesige Auswahl. Der erste bei dem ich nach Daten geschaut habe schreibt 
bis 1400°C.
Selbst mit nem Drittel davon ist man im grünen Bereich. Höhere 
Temperaturen wie 450° wird man wohl selten einstellen können, geschweige 
denn benötigen.
Gast #7148708
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Leopold V schrieb:
> Hallo!
>
> Ich bin seit vielen Jahren eigentlich sehr zufrieden mit meiner ZD-981
> (nagut, ich hab auch nicht viele andere erlebt). Ersatzteile sind in den
> letzten Jahren immer wieder mal schlecht zu bekommen, zumindest bei
> Läden wie Reichelt. Insbesondere den Kolben bekomme ich gerade nicht.
>
> In meinem jetzigen Kolben steckt eine Spitze bombenfest....

Auch bei warmem Lötkolben?

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