Hallo,
habe jetzt ein Solar-Panel mit 12V und 30W erstanden, das an der Garage
montiert werden soll. Damit ich bis zum Ladegerät komme, brauche ich
noch ca. 15m Kabel.
Am Panel selbst sind zwei kurze Kabel (ca. 30cm) mit 2,5mm2 Querschnitt
und MC4 Stecker bzw. Buchse.
Wie komme ich jetzt möglichst günstig über die 15m?
Sind die MC4-Stecker wasserdicht? Schließlich ist das im Außenbereich.
Muss das Kabel auch 2,5mm2 haben oder reicht dünner?
Wie kriege ich das ganze wasserdicht?
Sind Erdkabel geeignet (NYY-O)? Da läuft dann doch aber Wasser in die
Außenummantelung, oder?
Das sind viele Fragen, aber vielleicht hat hier jemand einen Tip.
Danke und Grüße
Rudi
Rudolf schrieb:> Sind die MC4-Stecker wasserdicht? Schließlich ist das im Außenbereich.> Muss das Kabel auch 2,5mm2 haben oder reicht dünner?
JA am besten Einzeladern aus dem KFZ Bereich.
OK, danke mal dafür. Es reicht also ein dünnerer Querschnitt.
Nehme ich dann einzelne Adern oder ein Kabel mit 2 Adern? Da kommt ja
dann auch wieder Wasser in die äußere Ummantelung, oder?
Und wie sieht es mit den Steckverbindern aus? Lasse ich diese MC4 dran
und besorge Gegenstücke für die Kabel? Oder schneide ich sie ab und
mache was anderes dran?
Danke an alle für die vielen Infos.
Das mit dem Kabel ist mir jetzt klar. Also zumindest was den Querschnitt
angeht.
Für den Außenbereich müssen die Kabel offenbar UV-beständig sein. Die
aus den Links von Hornbach sind das nicht. Und von den
Lautsprecherleitungen ist das nicht anzunehmen. Das gleiche gilt
vermutlich für Fahrzeugleitungen.
Oder spielt das bei der Anwendung keine Rolle? Ich will halt nicht nach
10 Jahren die Brösel der Isolierung aufsammeln müssen...
Rudolf schrieb:> Für den Außenbereich müssen die Kabel offenbar UV-beständig sein.
Der vom Hornbach hat mir einen weissen uv-undurchlässigen gewebeschlauch
empfohlen. Die kabel werden im aussenbereich da durchgezogen.
War billig.
Rudolf schrieb:> Für den Außenbereich müssen die Kabel offenbar UV-beständig sein. Die> aus den Links von Hornbach sind das nicht.
Man schiebt sie sowieso zum Schutz in ein Rohr, ich nehme schwarze
Gardena Drip Schläuche (mit einem Loch am tiefsten Punkt).
Meine Güte, kfz-Leitung, cca von Pollin, Plastikstrippe für trockene
Innenräume aus dem Baumarkt, Müll ohne Datenblatt aus der Bucht
gefischt... mc-net Expertenforum in Hochform.
Wie wäre es zum anschließen eines Solarmoduls einfach Solarkabel zu
verwenden?
https://www.conrad.de/de/p/lapp-oelflex-solar-xls-r-0023982-photovoltaikkabel-2-x-2-50-mm-schwarz-meterware-485431.html
Sicher das ist teuer, aber doch eigentlich die einzig sinnvolle
Empfehlung die man geben kann.
Daß man ein 30W Panel auch einfach mit "irgend welchem Draht" antüdeln
kann ist klar, viel schlimmes wird nicht passieren. Aber dazu braucht
man auch niemanden zu fragen - einfach machen.
sonnenschein schrieb:> Sicher das ist teuer, aber doch eigentlich die einzig sinnvolle> Empfehlung die man geben kann.
Die einzig sinnvolle Erkenntniss ist, bei 15m Entfernung schon bei 30W
nicht mehr mit 12V zu arbeiten. Sonst wird der beim Panel erkämpfte
Wirkungsgrad im Kabel wieder platt gemacht.
sonnenschein schrieb:>> Wie wäre es zum anschließen eines Solarmoduls einfach Solarkabel zu> verwenden?> https://www.conrad.de/de/p/lapp-oelflex-solar-xls-r-0023982-photovoltaikkabel-2-x-2-50-mm-schwarz-meterware-485431.html>> Sicher das ist teuer, aber doch eigentlich die einzig sinnvolle> Empfehlung die man geben kann.>>
UV beständiges Ölflex von Lapp ist in der Industrie - in Innen- und
Aussenbereichen - seit Jahrzehnten fast ein Standard und seit
Jahrzehnten auch bewährt.
Ob das nun noch besser wird, wenn Lapp-Marketing-Fuzzis da nun „Solar“
draufschreiben, wage ich mal zu bezweifeln.
Das größere Problem sind die typischen Handwerksbetriebe, die oftmals
Ölflex gar nicht kennen - und bei flexiblen Leitungen schon immer fast
pathologische Angszustände bekamen.
Was ist an "Solarkabel" besser, außer dass es teurer ist? Leute ohne
Ahnung kaufen das dann eben. Dss ist doch alles Geldmacherei. Die
sinnvollsten Antworten kamen schon am Anfang bei den ersten paar
Antworten.
Bei der Verwendung von 1,5mm2 oder 2,5mm2 unbedingt darauf achten, dass
die MC4 Stecker auch dazu passen. Meistens sind die für 4-6mm2
ausgelegt, d.h. man würde sie nicht dicht bekommen.
Dieter schrieb:> 25m 2,5mm² für 13 Euro:
Natürlich ist das billig, das ist ja auch nur Imitat.
CCA, kupferfarbene Aludrähte die beim leichtesten Rumwackeln brechen und
elektrisch so schlecht wie 1.5mm2 Kupfer sind.
Und es gibt immer noch Leute, die drauf rein fallen, die heissen Dieter.
Ich hatte neulich auch diese Frage und habe mir fix und fertige
solarkabel besorgt 12m 6mm^2 26€.
Das man auch andere Kabel nehmen kann ist mir klar, nur die sind
doppelwandig und die Stecker sind auch schon dran. Sollen sogar als
Erdkabel zugelassen sein, aber egal was die an kram abkönnen sollen, ein
Kabelkanal hilft und sieht meist besser aus.
Noch ein Grund für die Kabel war das es im Falle eines Brandes dafür
zugelassene sind und ich mit Baumarkt teilen nur unwesentlich billiger
war.
Wolfgang schrieb:> Die einzig sinnvolle Erkenntniss ist, bei 15m Entfernung schon bei 30W> nicht mehr mit 12V zu arbeiten. Sonst wird der beim Panel erkämpfte> Wirkungsgrad im Kabel wieder platt gemacht.
Es geht gar nicht um etwas Einbuße beim Wirkungsgrad. Sondern darum, daß
die Zelle im warmen Zustand sowieso kaum mehr Spannung als der Akku hat.
Nutzt man jetzt ein Kabel, das beim Nennstrom der Zelle z.B. 2V Verlust
hat, so kann man den Akku plötzlich nie mehr als mit z.B. 1/2 Nennstrom
laden. Das ist dann schon reichlich ärgerlich und an der verkehrten
Stelle gespart.
Rudolf schrieb:> Damit ich bis zum Ladegerät komme, brauche ich> noch ca. 15m Kabel.
Das ist der Kern des Problems. Bei niedriger Spannung sollten Akku und
Laderegler nicht weit weg vom Panel sein.
MaWin schrieb:> Und es gibt immer noch Leute, die drauf rein fallen, die heissen Dieter.
Steht übrigens im Link "cca". Dem TO waren andere Kabel zu teuer. Kupfer
hat halt seinen Preis.
Bei Bekannten läuft die Solarzelle in der Hütte, die einen 100 Ah Akku
auflädt, seit über 10 Jahren mit einem 10m CCA-Kabel. Also von der
Solarzelle bis zum Ladegerät, sollte die Installation fest sein. Vom
Ladegerät zum Akku, muss der TO auf Kupfer-Kabel achten, weil das viel
bewegt wird.
Uwe S. schrieb:> Nutzt man jetzt ein Kabel, das beim Nennstrom der Zelle z.B. 2V Verlust> hat, so kann man den Akku plötzlich nie mehr als mit z.B. 1/2 Nennstrom> laden.
Dann sinken die Verluste im Kabel ganz von selbst, weil der Nennstrom
gar nicht fließen kann.
Zur Kühlung der Panele ist gute Hinterlüftung sowieso wichtig.