Ich habe das E-Piano meines Sohns geschrottet.
Der Grund ist ziemlich einfach erläutert: Ich habe ein Steckernetzeil angeschlossen mit 30 V statt des Originalen mit 12 V. Die beiden Steckernetzteile sehen ähnlich aus und haben den gleichen Stecker.
Natürlich gibt es keine Eingangssicherung...
Wenn ich es jetzt einschalte, kommt das Display für ein kurzes Flackern hoch und das war's dann auch.
Kennt sich jemand mit dem Thomann SP 5600 aus oder hat sogar einen Schaltplan?
In der Kiste gibt es zwei Platinen. So wie ich es sehe, wird eine intern erzeugte 8V-Spannung nicht mehr erzeugt.
Es ist kein Schaden auf der Platine erkennbar.
Jede Hilfe ist willkommen!
Pics or It Didn't Happen.
Ne mal im ernst Fotos könnten helfen. Bitte den Link "Bildformate" beachten und scharfe Fotos hochladen. Oben und unten von beiden Platinen
So wie ich es sehe, wird eine intern
erzeugte 8V-Spannung nicht mehr erzeugt.
Hast du das nachgemessen bzw. ein Multimeter zur Hand?
Dann würde ich auf der DSP-Platine anfangen.
D43 prüfen
Q14 prüfen (dessen Funktion mir noch nicht klar ist, evtl. Standby-Funktion) und Typ ablesen
U34 könnte etwas in Richtung LM2596 sein, ein Schaltwandler. Bitte auch hier den Typ nennen. In dessen Umfeld gibt es folgendes zu prüfen:
Liegt dessen Eingangsspannung (ungefähr 12V) an? Kann an C213 oder C232 gemessen werden.
Liegt die Ausgangsspannung (8V?) des Schaltwandlers an (C221 und C231)?
Falls etwas messbar war: Welche Spannung liegt am Ausgang von U19? (schätzungsweise ist das Soll 5V oder 3,3V) und den Typ ablesen.
Ich würde das Original-Netzteil anschließen und prüfen, ob die Spannung an der Netzteilbuchse ankommt oder schon dort zusammenbricht. Ansonsten von dort aus (das ist vmtl die Platine mit all den rückwärtigen Buchsen) weiterverfolgen wo die Betriebsspannung bleibt. Wenn Du Glück hast, ist nur eine Überspannungs-Transil-Diode gestorben.
So wie ich es sehe, wird eine intern
erzeugte 8V-Spannung nicht mehr erzeugt.
Hast du das nachgemessen bzw. ein Multimeter zur Hand?
Dann würde ich auf der DSP-Platine anfangen.
D43 prüfen
Q14 prüfen (dessen Funktion mir noch nicht klar ist, evtl.
Standby-Funktion) und Typ ablesen
U34 könnte etwas in Richtung LM2596 sein, ein Schaltwandler. Bitte auch
hier den Typ nennen. In dessen Umfeld gibt es folgendes zu prüfen:
Liegt dessen Eingangsspannung (ungefähr 12V) an? Kann an C213 oder
C232 gemessen werden.
Liegt die Ausgangsspannung (8V?) des Schaltwandlers an (C221 und
C231)?
Falls etwas messbar war: Welche Spannung liegt am Ausgang von U19?
(schätzungsweise ist das Soll 5V oder 3,3V) und den Typ ablesen.
Danke für den Support!
Der Reihe nach:
Allgemein:
Die Netzteilspannung beträgt genau 12,30 V.
Auf der 8 V-Leitung kommt beim Betätigen des Einschalttasters ein kurzer Impuls auf einige V (kann ich mit dem Multimeter nicht besser messen, habe kein Oszi, vielleich sind es 8 V), die dann sofort abfallen (sieht nach einer Abfallkurve eines Kondensators aus). Das passt auch zu dem kurzen Einschaltflackern des Pianos.
Zu den Fragen:
Ja, ich habe ein Multimeter.
D43: Eine SS24 Schottky-Diode. Auf der eine Seite liegen 12,3 V an, auf der anderen 12,48 V (!!!) (Woher bitte kommen die zusätzlichen 180 mV ???)
Mit dem Diodentester des Mulimeters messe ich 40 kOhm in einer Richtung, 150 kOhm in der anderen.
Q14 ist ein MOSFET, D407 von Alpha & Omega
U34 ist ein LM2596 5.0. Die Spannung zwischne Pin 1 (V_in) und Pin 3 (GND) ist 0 V, bekommt aber beim Betätigen des Einschalttasters des Pianos einen kurzen Impuls, der auf dem Multimeter auf ca. 100 mV hochläuft und dann sofort abfällt. (Vermutlich ist er höher, kann aber das Multimeter nicht darstellen, habe kein Oszi, s.o.)
Der U19 ist ein AMS 1117 3.3. Am Pin 3 (Input) liegen 0 V an, bekommt aber beim Betätigen des Einschalttasters des Pianos einen kurzen Impuls (wie gehabt).
Genau, Strombegrenzung einstellen auf 1A, auf die +8V Schiene einkoppeln und ab 0V beginnend die Spannung erhöhen bis max 8V. Wenn diese kurzgeschlossen wird , nach einer Wärmequelle suchen.
Genau, Strombegrenzung einstellen auf 1A, auf die +8V Schiene einkoppeln
und ab 0V beginnend die Spannung erhöhen bis max 8V. Wenn diese
kurzgeschlossen wird , nach einer Wärmequelle suchen.
Alles gemacht, wie befohlen :-).
Ich komme gar nicht auf 8V, weil ich ab 5 V schon in der 1A-Strombegrenzung bin. Und nun?
Wärmequelle suchen? 5 W müssen ja irgendwo bleiben. Habe keine Wärmebildkamera... :-(
Auf der 8 V-Leitung kommt beim Betätigen des Einschalttasters ein kurzer
Impuls auf einige V (kann ich mit dem Multimeter nicht besser messen,
habe kein Oszi, vielleich sind es 8 V), die dann sofort abfallen (sieht
nach einer Abfallkurve eines Kondensators aus). Das passt auch zu dem
kurzen Einschaltflackern des Pianos.
Zu den Fragen:
Danke für die Ausführung. Mir ist noch unklar, wo die 8V aus den 12V erzeugt werden könnten.
Siehst du, wo auf der DSP-Platine die Leitung zu den beiden 8V-Pins neben den GND-Pins verläuft?
Mit dem Diodentester des Mulimeters messe ich 40 kOhm in einer Richtung,
150 kOhm in der anderen.
Vielleicht stand das Multimeter auf Widerstandsmessung? Diodenmessung sollte eine SPannung anzeigen. Das ist die Durchflusspannung der Diode für einen kleinen Teststrom.
Interessant, das ist ein P-Kanal MOSFET. Der könnte etwas mit dem Einschaltvorgang zu tun haben. Denn er scheint vor dem LM2596 zu sitzen.
Der kann auch direkt mit 12V versorgt werden. Daher auch meine Verwunderung über die 8V-Schiene oben.
Vielleicht kannst du versuchen, am Gate des MOSFET etwas beim EInschaltvorgang zu messen. Aber hier gibt es keine großen Kondensatoren, könnte mit dem Multimeter allein also schwierig werden.
Der U19 ist ein AMS 1117 3.3. Am Pin 3 (Input) liegen 0 V an, bekommt
aber beim Betätigen des Einschalttasters des Pianos einen kurzen Impuls
(wie gehabt).
Kannst du mit dem Durchgangsprüfer mal schauen, wo die beiden Regler angeschlossen sind?
Ausgenend vom Tab des Q14 die Verbindungen zu Vin des LM2596 und des AMS1117 prüfen.
Wenn das grob geklärt ist, kann der Fehler gesucht werden. Mögliche Optionen:
Schaden an der Einschalt/Standby-Schaltung am Gate des Q14
Kurzschluss auf 5V oder 3,3V
Defekter LM2596 oder AMS1117
Der LM2596 sollte eigentlich nicht defekt sien, da er bis zu 40V IEngangsspannung verträgt.
Wenn der AMS117 jedoch an den 12V hängt, dann ist er ein heißer Kandidat. Er verträgt nur bis zu 15V am Eingang.
5 W müssen ja irgendwo bleiben. Habe keine
Wärmebildkamera... :-(
Dafür sollte es auch ein Finger tun, aber aufpassen, dass du dich nicht vebrennst. Je nachdem, auf welcher Fläche diese Verlustleistung in Wärme übergeht.
Auf der 8 V-Leitung kommt beim Betätigen des Einschalttasters ein kurzer
Impuls auf einige V (kann ich mit dem Multimeter nicht besser messen,
habe kein Oszi, vielleich sind es 8 V), die dann sofort abfallen (sieht
nach einer Abfallkurve eines Kondensators aus). Das passt auch zu dem
kurzen Einschaltflackern des Pianos.
Zu den Fragen:
Danke für die Ausführung. Mir ist noch unklar, wo die 8V aus den 12V
erzeugt werden könnten.
Siehst du, wo auf der DSP-Platine die Leitung zu den beiden 8V-Pins
neben den GND-Pins verläuft?
==>> Nein, kann man leider nicht sehen. Die sind in einem der verdeckten Layer der Mulitschichtplantine.
Mit dem Ursprung der 8 V? Könnte das der U13 sein? Der ist spärlich beschriftet mit "8D 942".
Dumme Frage: Auf der EA-Platine können die 8V nicht erzeugt werden? Vielleicht speist ja die EA-Platine die DSP-Platine mit 8V, nicht umgekehrt?
Mit dem Diodentester des Mulimeters messe ich 40 kOhm in einer Richtung,
150 kOhm in der anderen.
Vielleicht stand das Multimeter auf Widerstandsmessung? Diodenmessung
sollte eine SPannung anzeigen. Das ist die Durchflusspannung der Diode
für einen kleinen Teststrom.
Interessant, das ist ein P-Kanal MOSFET. Der könnte etwas mit dem
Einschaltvorgang zu tun haben. Denn er scheint vor dem LM2596 zu sitzen.
Der kann auch direkt mit 12V versorgt werden. Daher auch meine
Verwunderung über die 8V-Schiene oben.
Vielleicht kannst du versuchen, am Gate des MOSFET etwas beim
EInschaltvorgang zu messen. Aber hier gibt es keine großen
Kondensatoren, könnte mit dem Multimeter allein also schwierig werden.
Der U19 ist ein AMS 1117 3.3. Am Pin 3 (Input) liegen 0 V an, bekommt
aber beim Betätigen des Einschalttasters des Pianos einen kurzen Impuls
(wie gehabt).
Kannst du mit dem Durchgangsprüfer mal schauen, wo die beiden Regler
angeschlossen sind?
Ausgenend vom Tab des Q14 die Verbindungen zu Vin des LM2596 und des
AMS1117 prüfen.
==>> Tab Q14 und V_in des LM2596 sind verbunden.
Zwischen Tab Q14 und Input AMS 1117 messe mich mit meinem Multimeter 4 kOhm, hochlaufend innerhalb von ca. 3 sek auf 8 kOhm. Direkte Verbindung also sicher nicht.
Ich habe noch zusätzlich die Verbindung zwischen Tab Q14 und dem In von U13 gemessen: Treffer! Die sind verbunden.
Wenn das grob geklärt ist, kann der Fehler gesucht werden. Mögliche
Optionen:
Schaden an der Einschalt/Standby-Schaltung am Gate des Q14
Kurzschluss auf 5V oder 3,3V
Defekter LM2596 oder AMS1117
Der LM2596 sollte eigentlich nicht defekt sien, da er bis zu 40V
IEngangsspannung verträgt.
Wenn der AMS117 jedoch an den 12V hängt, dann ist er ein heißer
Kandidat. Er verträgt nur bis zu 15V am Eingang.
==>> Tab Q14 und V_in des LM2596 sind verbunden.
Zwischen Tab Q14 und Input AMS 1117 messe mich mit meinem Multimeter 4
kOhm, hochlaufend innerhalb von ca. 3 sek auf 8 kOhm. Direkte Verbindung
also sicher nicht.
Ich habe noch zusätzlich die Verbindung zwischen Tab Q14 und dem In von
U13 gemessen: Treffer! Die sind verbunden.
Gut, danke.
Dann sieht die Stromversorgung vermutlich so aus:
12V -> via D34 und Q14 -> U34 (LM2596) -> 5V -> U19 (AMS1117) -> 3,3V
12V -> via D34 und Q14 -> U13 -> 8V
Nun sind laut früheren Ausführungen nach dem kurzen Einschaltimpuls keine Spannungen an 8V, 5V und 3,3V zu beobachten, korrekt?
Dann würde ich prüfen, ob Q14 nach ein paar Sekunden angeschaltet ist oder nicht.
Und anschließend die Ursache suchen. Das kann auch ein Kurzschluss sein, z.B. von U13.
Mit dem Ursprung der 8 V? Könnte das der U13 sein? Der ist spärlich
beschriftet mit "8D 942".
Stimmt, das ist gut möglich. Gerne einfach mal mit dem Durchgangstester
prüfen.
Ich habe die Widerstände zwischen den Pin "In", "Out" und "GND" gemssen:
In - Out : ca. 2,5 Ohm
In - GND : ca. 2,7 kOhm
Out - GND : ca. 2,7 kOhm
Die Pinbelegung habe ich angenommen, wie beim U19 (AMS 1117) genau weiß ich es ja nicht, weil ich kein Datenblatt habe.
Frage: Was würdest Du erwarten? Passen die Werte ungefähr?
Beim AMS 1117 sehen sie definitv wesentlich anders aus, alle im kOhm-Bereich.
==>> Tab Q14 und V_in des LM2596 sind verbunden.
Zwischen Tab Q14 und Input AMS 1117 messe mich mit meinem Multimeter 4
kOhm, hochlaufend innerhalb von ca. 3 sek auf 8 kOhm. Direkte Verbindung
also sicher nicht.
Ich habe noch zusätzlich die Verbindung zwischen Tab Q14 und dem In von
U13 gemessen: Treffer! Die sind verbunden.
Gut, danke.
Dann sieht die Stromversorgung vermutlich so aus:
12V -> via D34 und Q14 -> U34 (LM2596) -> 5V -> U19 (AMS1117) -> 3,3V
12V -> via D34 und Q14 -> U13 -> 8V
Nun sind laut früheren Ausführungen nach dem kurzen Einschaltimpuls
keine Spannungen an 8V, 5V und 3,3V zu beobachten, korrekt?
Ja, ist so.
Dann würde ich prüfen, ob Q14 nach ein paar Sekunden angeschaltet ist
oder nicht.
Die Spannungen am Q14 verhalten sich folgendermaßen:
Ruhezustand:
D: 0V,
S: 12,3V,
G: 12 V
Einschaltvorgang:
D: kurzer Spannungsimpuls ~ 1V,
S: kurzer Spannungseinbruch ~ 0V,
G: kurzer Spannungseinbruch ~ 0V
Und anschließend die Ursache suchen. Das kann auch ein Kurzschluss sein,
z.B. von U13.
Könnte es vielleicht sein, dass die Leistungselektronik die Überspannung überstanden hat, die Standy-Schaltung aber nicht? Kurzzeitig scheint ja alles hochzukommen und dann bricht alles zusammen. Als ob ein Selbsthalterelais sich nicht selbst halten kann. Ich habe keine Ahnung, wie eine solche Schaltung funktioniert (na klar nicht mit Relais...) aber könnte das sein?
Stimmt. Aber darum geht es mir im Moment nochmal gar nicht. Dass ich ein komplettes Piano mit voll funktionierendem Hammerwerk, dass auch noch super aussieht und ansonsten tadellos in Ordnung ist, zum Schrott bringen soll, will mir nicht runtergehen.
Und außerdem muss ich noch meinem Sohn beichten, der weiß davon noch nichts... :-/
zum Schrott
bringen soll, will mir nicht runtergehen.
Du hast mit den 30V das Gerät massiv beschädigt und ich befürchte einfach, das entweder Dinge kaputtgegangen sind, die du nicht ersetzen kannst oder das dir die nötigen Kenntnisse fehlen. Es hat z.B. wenig Sinn, mit dem Ohmmeter am Spannungsregler zu messen, um daraus defekt oder i.O. zu schliessen.
Messgeräte wie Oszi oder Komponententester bringen da schon mehr, hast du aber nicht.
zum Schrott
bringen soll, will mir nicht runtergehen.
Du hast mit den 30V das Gerät massiv beschädigt und ich befürchte
einfach, das entweder Dinge kaputtgegangen sind, die du nicht ersetzen
kannst oder das dir die nötigen Kenntnisse fehlen. Es hat z.B. wenig
Sinn, mit dem Ohmmeter am Spannungsregler zu messen, um daraus defekt
oder i.O. zu schliessen.
Messgeräte wie Oszi oder Komponententester bringen da schon mehr, hast
du aber nicht.
Frage: Was würdest Du erwarten? Passen die Werte ungefähr?
Hi Thomas,
sorry, das war wohl unklar. Mein Ansinnen war lediglich, dass du mit dem Durchgangsprüfer ("Piepser") schaust, ob die beiden Pins an der Stiftleiste für 8V mit einem der Pins an U13 direkt verbunden sind. Und richtig, die Belegung kennen wir noch nicht.
Die Spannungen am Q14 verhalten sich folgendermaßen:
Ruhezustand:
D: 0V,
S: 12,3V,
G: 12 V
Einschaltvorgang:
D: kurzer Spannungsimpuls ~ 1V,
S: kurzer Spannungseinbruch ~ 0V,
G: kurzer Spannungseinbruch ~ 0V
kann es auch anders sein. Zudem hast du beim Einspieseversuch an 8V ja festgestellt, dass der Strom sehr hoch ist (zu hoch).
Von deinen Messungen sehen wir:
Im Ruhezustand ist Q14 ausgeschaltet (P-Kanal Typ). Somit werden die 3,3V, 5V und 8V nicht erzeugt, das Piano ist aus.
Wenn nun beim Einschalten auch die Versorgungsspannung (Source von Q14) einbricht, deutet das auf ein Abschalten des angesteckten Schaltnetzteils aufgrund eines zu hohen Laststroms hin.
Wir sollten uns daher darauf konzentrieren, den Kurzschluss "hinter" Q14 zu finden und lassen die Standby-Schaltung ersteinmal in Ruhe.
Mein Vorschlag wäre ein Einspeiseversuch. Aber nicht auf den 8V, da sonst der Strom "rückwarts" durch U13 fließt und schon zu viel für diesen sein kann.
Neuer Einspeisepunkt wäre Drain von Q14. Spannung maximal 12V, aber wieder langsam von 0V aus hochdrehen und den Strom beobachten.
Das Original-Netzteil hat 12V/2A, richtig?
Dann würde ich wieder nur bis 1A zulassen und schauen, wie hoch die Spannung überhaupt kommt.
Anfangs um sicherzugehen nicht mehr wie 5V verwenden. Wenn der Strom da noch geringer als 1A ist, dann auch mal am Ausgang von U13 und U34 messen, welche Spannungen da anliegen.
Und einfach mal fühlen, ob U13 oder U34 warm werden. Oder ein anderes Bauteil, auch möglich.
Die Lautsprecherendstufen dürfen nicht ohne angeschlossene Boxen betrieben werden. Ziemlich sicher arbeiten die direkt mit der 12V Eingangsspannung. Es sind getastete Endstufen, also "Class D".
kann es auch anders sein. Zudem hast du beim Einspieseversuch an 8V ja
festgestellt, dass der Strom sehr hoch ist (zu hoch).
Nicht unbedingt. Die 1 A sind ja willkürlich gewählt und könnten unter Umständen noch zu klein sein.
Mein Vorschlag: den Versuch wiederholen, bis die Strombegrenzung die Spannung auf 5 V hält und dann langsam die Strombegrenzung höher einstellen.
Vielleicht ergeben sich dadurch neue Anhaltspunkte.
Mein Vorschlag wäre ein Einspeiseversuch. Aber nicht auf den 8V, da
sonst der Strom "rückwarts" durch U13 fließt und schon zu viel für
diesen sein kann.
Neuer Einspeisepunkt wäre Drain von Q14. Spannung maximal 12V, aber
wieder langsam von 0V aus hochdrehen und den Strom beobachten.
Das Original-Netzteil hat 12V/2A, richtig?
Ja, stimmt.
Dann würde ich wieder nur bis 1A zulassen und schauen, wie hoch die
Spannung überhaupt kommt.
Ich brauche 2,5V um 1A in die Schaltung zu bringen.
Anfangs um sicherzugehen nicht mehr wie 5V verwenden. Wenn der Strom da
noch geringer als 1A ist, dann auch mal am Ausgang von U13 und U34
messen, welche Spannungen da anliegen.
Und einfach mal fühlen, ob U13 oder U34 warm werden. Oder ein anderes
Bauteil, auch möglich.
Die sind beide kalt, aber ich habe das Bauteil gefunden, dass heiß ist, wo also die Energie verbraten wird: Es ist der U12, Bauteilkennzeichnung STA 369BWS von ST.
Das ist eine integrierte Audio-Endstufe mit 2x20W und (leider) einer maximalen Versorgungsspannung von 21,5V. Ich vermute, dass sie soviel Strom zieht, dass die Spannung nicht mehr hochkommt und daher sämtliche Regler nicht mehr ausreichend versorgt werden. Wenn das tatsächlich so ist, war's das vermutlich, oder?
Ich vermute, dass sie soviel
Strom zieht, dass die Spannung nicht mehr hochkommt und daher sämtliche
Regler nicht mehr ausreichend versorgt werden. Wenn das tatsächlich so
ist, war's das vermutlich, oder?
Wenn du seine Versorgungspins mal hochlegst, also heiss machst und hochbiegst, dann sollte der Rest wieder spielen. Dann kannst du immer noch überlegen, ob du die Audioeingänge des Chips anzapfst und eine andere Endstufe mit ins Gehäuse zwängst, oder ob du den Chip ersetzt.
Ich vermute, dass sie soviel
Strom zieht, dass die Spannung nicht mehr hochkommt und daher sämtliche
Regler nicht mehr ausreichend versorgt werden. Wenn das tatsächlich so
ist, war's das vermutlich, oder?
Wenn du seine Versorgungspins mal hochlegst, also heiss machst und
hochbiegst, dann sollte der Rest wieder spielen. Dann kannst du immer
noch überlegen, ob du die Audioeingänge des Chips anzapfst und eine
andere Endstufe mit ins Gehäuse zwängst, oder ob du den Chip ersetzt.
Das würde ich ja glatt machen, zumal der Chip auch nur 'n Appel und 'n Ei kostet aber da habe ich keine Chance. Das ist so mini, dass ich kaum den Versorungspin antippen konnte zur Spannungsmessung. Hochbiegen oder gar auslöten geht über meine technische Ausstattung weit hinaus und vermutlich auch über meine Feinmotorik...
Hochbiegen oder
gar auslöten geht über meine technische Ausstattung weit hinaus und
vermutlich auch über meine Feinmotorik...
Da du nichts zu verlieren hast, kannste ihn auch rausknipsen. Dazu solltest du aber wenigstens einen Elektronik Seitenschneider benutzen. Wenn der Chip raus ist, sind die Pins auch easy abzulöten.
Dazu solltest du aber wenigstens einen Elektronik Seitenschneider
benutzen.
Nein das geht auch wunderbar mit einer frischen cutterklinge. Wenn du
den Chip besorgst findet sich vermutlich auch jemand der ihn dir da rein
brät
Klaus.
OK, werde ich versuchen.
Bis hierher erst mal supervielen Danke für Euren Support! Das hätte ich alleine niemals soweit eingrenzen können. Es ist wirklich beeindruckend, wie umkompliziert ihr Euer Expertenwissen beigesteuert habt.
Sobald ich mehr weiß, melde ich mich wieder.
Dazu solltest du aber wenigstens einen Elektronik Seitenschneider
benutzen.
Nein das geht auch wunderbar mit einer frischen cutterklinge. Wenn du
den Chip besorgst findet sich vermutlich auch jemand der ihn dir da rein
brät
Klaus.
OK, werde ich versuchen.
Bis hierher erst mal supervielen Danke für Euren Support! Das hätte ich
alleine niemals soweit eingrenzen können. Es ist wirklich beeindruckend,
wie umkompliziert ihr Euer Expertenwissen beigesteuert habt.
Sobald ich mehr weiß, melde ich mich wieder.
Gute oder schlechte Nachricht zuerst?
Ok, die gute: Ich habe den DSP herausbekommen. Das Problem ist verschwunden, alle Spannungen sind dort, wo sie sein sollen und das Display zeigt brav an, was es soll.
Die schlechte: Ich habe dabei ein paar Lötpads ruiniert. Da wird niemand mehr einen Chip drauflöten. :-(
Der Klassiker: Operation gelungen - Patient tot.
Nachdem ich weiß, wo das Problem liegt,frage jetzt die Platine bei Thomann an.
Das SP5600 ist doch eine Eigenmarke vom T?
Die müssten das doch relativ rasch tauschen können?
Andere Frage: Wie macht sich die Hammermechanik?
Frage ich jetzt an, s.o.
Ich finde das Teil richtig gut. Das ist halbe Strecke zwischen smartem Keyboard und Piano. Um ein bisschen Spaß zu haben, reicht es allemal. Damit das nicht falsch überkommt, weder Rhodes noch Steinway...
Die Lautsprecherendstufen dürfen nicht ohne angeschlossene Boxen
betrieben werden. Ziemlich sicher arbeiten die direkt mit der 12V
Eingangsspannung. Es sind getastete Endstufen, also "Class D".
Oje, das gehört jetzt in die Kategorie Restauration statt Reparatur :-)
Liesse sich immer noch retten, wäre aber jetzt was für feinere Arbeitsweise.
Falls du neue Platine für akzeptablen Preis bekommst: kaufen.
Btw: es ist wirklich ein Kreuz mit den Steckernetzteilen und den Hohlsteckern. Ich pass da wirklich auf, habe aber auch schon Geräte geschrottet. Die Geräte sollten schon vor Überspannung und Falschpolung geschützt sein. Ist schon rel. viel verlangt von Nutzern die im Lauf der Zeit ne ganze Schublade von Netzteilen rumliegen haben und dann im Zweifelsfall das reinstecken was mech. passt.
Die schlechte: Ich habe dabei ein paar Lötpads ruiniert. Da wird niemand
mehr einen Chip drauflöten. :-(
Sehr schade, es wäre mit der richtigen Ausrüstung kein Problem gewesen, den Chip zu tauschen.
Hier gibt es genug Leute, die das können und auch machen würden. vermutlich sogar umsonst :-)
Ist nicht böse gemeint, aber es ist sinnvoll, jeden Tipp hier zu prüfen. Nicht alles ist für jeden sinnvoll machbar.
Ich fände es auch gut, wenn man anhand der Vorgeschichte im Thread die Kenntnisse des TO einschätzt und dann erst schreibt (oder auch nicht).
Und systematisch vorgeht, ohne etwas zu überstürzen und mit einem zweifelhaften Vorschlag eine weitere Reparatur aufs Spiel zu setzen.
Und: Das IC hat Register, in die per I²C-Bus Werte für Volume, EQ-Settings, etc. geschrieben werden.
Falls nichts davon zurückgelesen wird und fehlende Bestätigung (Acknowledge) seitens des Mikrocomputers ignoriert wird, müsste das Keyboard hochfahren.
Das wird jetzt um so nötiger sein. Da Reparatur durch Selberlöten wohl nicht mehr so aussichtsreich zu sein scheint. Ich nehme aber stark an, dass die die Platine tauschen können. Die reparieren ja einiges selber. Oder du schaust dich nach einem Ersatzteil bei einem defekten Gerät um.
Wie o.a., könntest du immer noch die Audioeingänge des Chips anzapfen
und eine eigene Endstufenplatine einbauen.
Der STA369BWS hat einen I2S Eingang.
Falls es was hilft und intern wirklich I2S zur Verfügung steht: I2S-Audio Platinen gibt es in einfacher Form für 10,- bis 20,- in der Bucht.
Ich verwende die auch in meinem Synth.
Btw: es ist wirklich ein Kreuz mit den Steckernetzteilen und den
Hohlsteckern. Ich pass da wirklich auf, habe aber auch schon Geräte
geschrottet. Die Geräte sollten schon vor Überspannung und Falschpolung
geschützt sein.
Ja denkt man, sind sie aber nicht. Im Gegenteil: Einige sind super empfindlich. Ich betreibe daher meine teuren Geräte nicht mit den Steckernetzteilen sondern einer gesicherten stabilen Versorgung, die auch eingangsseitig gegen Überspannung geschützt ist.
Ich weiss ja dass sie das nicht sind. Und ich finde es nicht in Ordnung, dass die Verantwortung auf den Nutzer abgeschoben wird. Ja, es steht drauf: "Nur Originalnetzteil verwenden".
Gerne auch in Zwergenschrift. Und immer das (falsche) Urvertrauen - wenn es passt wird es schon richtig sein :-(