Kann man an TQFP64 Controllern mit dem Multimeter messen?

Gast #541583
Lesenswert?

Weder TQFP64-Controller noch irgendein anderes IC, in irgendeinem 
anderen Gehäuse sollte man mit dem Durchgangsprüfer testen.
Tut man es trotzdem, so gibt es zwei mögliche Ergebnisse: 1. Das Ic wird 
zerstört, oder 2. das Testergebniss ist unbrauchbar.
#541591
Lesenswert?

Daniel wrote:
> Das bedeutet mit so einem 5€ Baumarkt Multimeter das man auf
> Widerstandsmessung stellt sollte man das nicht machen?

Mich würde interessieren, wo Du bei einem IC (möglicherweise noch µC) 
Durchgang messen willst ? Das sind komplexe Schaltungen und nicht bloss 
ein Widerstand oder Diode.

Was willst Du denn messen und um welchen IC handelt es sich?

Dirk
#541600
Lesenswert?

Daniel wrote:
> Das ist ein AT90CAN.
> Der ist beim löten etwas verrutscht und ich wollte gucken ob sich
> benachbarte Beinchen berühren.
>
> Dann ist er jetzt wohl hin :-(

Eine LUPE mit Beleuchtung wäre die bessere Wahl.

Ein persönlicher TIP von mir. Um Kurzschlüsse zwischen den Pins zu 
erkennen,
nehme ich meine Digicam, stelle Sie auf Makro, das ganze etwas 
beleuchten
(nicht unbedingt das Bitzlich auf die Entfernung) gehe so bis auch einen
Zentimeter ran und mache ein Foto.
Absolut genial. Bei ca. 5 Megapixel Auflösung hast Du ein riesiges 
stehendes
Bild wie aus einem Mikroskop.
Hat mir schon sehr nützliche Dienste erwiesen.

Dirk
Gast #541601
Lesenswert?

Ich hatte das mal mit einem Analogmultimeter an einer bestückten 
Schaltung probiert. Stromlos versteht sich. Aber als während der Messung 
die Power-LED der Schaltung aufleuchtete war klar: mit dem Messgerät 
besser nicht.
#541605
Lesenswert?

Die meisten billigen Geräte, zumindest die 9V-Block-gespeisten, die mir 
so begegnet sind, verwenden eine Spannung von maximal ca. 2V für alles, 
Diodentest und Widerstandsmessung (hier ist mein Conrad-Multimeter 
vorbildlich - das nimmt nur für richtig hohe Widerstände 2V, weil er 
sonst nix mehr misst).

Und zwei Volt könnte der Controller schon aushalten, ich hab meinen 
ATmega8 (DIP fürs Breadboard) auch schon aus Versehen allen möglichen 
Kombinationen von plusminus 5V ausgesetzt und das Teil geht noch ganz 
normal (ist zumindest noch nicht auffällig geworden)...

@Dirk: Hast du Empfehlungen für Lupe mit Beleuchtung? Das, was ich 
bisher im Rentnerbedarf gesehen habe, hatte keine Beleuchtung sondern 
eine Schalterzustandsanzeige... Oder selber basteln, ein paar ultrahelle 
Weiß-LEDs um eine Lupe?
Gast #541609
Lesenswert?

Beim lesen aus dem AT90, egal ob Fuses, LockBits oder Signature, bekomme 
ich nur Nullen. Das ist wohl das Ergebnis meiner "nicht ganz 
durchdachten Aktion". Naja wenigstens kann ich mir jetzt die lange 
Fehlersuche sparen...
#541612
Lesenswert?

Hallo zusammen,
ich hab über diese Probleme bisher nicht nachgedacht und in Folge dessen 
aus dem selben Grund jede Schaltung mit SMD ICs mittles zweier Nähnadeln 
und Multimeter vorm ersten einschalten durchgemessen. Immer alle 
benachbarten Pins. Vermutlich hängt es vom Multimeter und anderen 
Randbedingungen ab, aber ich hatte noch keine Probleme. Ein verlässliche 
Execution des ICs ist so eine Messung aber definitiv nicht, wobei ich 
sagen muss, das mir die Argumente gegen diese Methode durchaus plausibel 
erscheinen.
#541616
Lesenswert?

@Johannes Slotta

die Rentnerlupen meinte ich natürlich nicht ;-).

Ich habe für so eine Fehlersuche generell eine Ständerlupe mit 
Ringbeleuchtung. Die kann man am Tisch fest machen und wie bei einer 
Telefonablage mit einem Arm nach vorne ziehen.
Die kostet natütlich mehr, als der Rentnerbedarf.
Rentiert sich aber relativ schnell. Habe jetzt eine Proffesionelle.

In meinen Anfangszeiten, hatte ich eine von ELV. Weiss nicht, ob die 
noch welche haben. Könnte auch sein, daß Pollin, Westfalia etc. sowas 
haben,
bin aber nicht sicher.

Aber das mit der Digicam und dem Makro ist echt eine feine Sache.
Habe so schon Haarrisse in Leiterbahnen gefunden.

Dirk
#541620
Lesenswert?

Daniel wrote:
> Beim lesen aus dem AT90, egal ob Fuses, LockBits oder Signature, bekomme
> ich nur Nullen. Das ist wohl das Ergebnis meiner "nicht ganz
> durchdachten Aktion". Naja wenigstens kann ich mir jetzt die lange
> Fehlersuche sparen...

Hmm, kann sein, kann aber auch nicht sein... Bei anderen Atmels hatte 
ich auch manchmal nur Nullen, aber kaputtgekriegt habe ich noch keinen. 
Bei mir lag es immer an Problemen mit dem Programmieradapter, dem ISP 
Anschluss am Atmel, oder etwas ähnlichem.

So oder so, viel Glück
#541629
Lesenswert?

@Dirk:

> Ich habe für so eine Fehlersuche generell eine Ständerlupe mit
> Ringbeleuchtung. Die kann man am Tisch fest machen und wie bei einer
> Telefonablage mit einem Arm nach vorne ziehen.

Genau so was suchte ich bisher, aber selbst die Dinger mit Ständer 
entpuppten sich bei genauem Hinsehen als Rentnerlupen, die mit einer 
einzigen winzigen Taschenlampenbirne arbeiten...

> In meinen Anfangszeiten, hatte ich eine von ELV. Weiss nicht, ob die
> noch welche haben. Könnte auch sein, daß Pollin, Westfalia etc. sowas
> haben, bin aber nicht sicher.

Danke, da guck ich mal, bei Pollin findet man ja immer mal was zum 
Bestellen :)

> Aber das mit der Digicam und dem Makro ist echt eine feine Sache.
> Habe so schon Haarrisse in Leiterbahnen gefunden.

Mit Makro hatte ich da schon so meine Probleme. In den sehr nahen 
Bereichen sind die einzelnen Stufen (die Brennweite kann nicht 
kontinuierlich variiert werden) recht grob, da hat es sich bewährt, auf 
manuellen Focus zu schalten und die Schärfe über den Abstand zum Objekt 
zu regeln. Hängt aber sicher von der Kamera ab.
#541651
Lesenswert?

Hallo Johannes,

hab mal ein kleines Bilchen gesucht, bei dem ich mal einen Haarriss
entdeckt habe (Platinenhersteller).
Das hab ich damals mit einer Digicam gemacht, die für Ihr Makro 
ausgezeichnet
wurde. Eine Richoh Capilo R2 mit 5Mp.

War mit blossem Auge kaum zu erkennen.

Die Lupe, welche ich verwende hat eine richtige Leuchtstoffröhre
ringförmig, sehr helles weiss mit optimaler Ausleuchtung.
Alles andere ist unbrauchbar.

Dirk
Angehängte Dateien:
#541718
Lesenswert?

Dass bei der 60W-Funzel alles als Wärme weggeht ist schon klar - nur hab 
ich kein Gefühl für die Ausleuchtung bei einer Leuchtstoffröhre. 
Theoretisch unterscheiden sich vom Lichtstrom her die 60W-Birne und die 
22W-Röhre kaum, von daher...

Wie dick darf bei der Klemmbefestigung denn die Tischplatte sein?
#541736
Lesenswert?

Johannes Slotta wrote:
> Dass bei der 60W-Funzel alles als Wärme weggeht ist schon klar - nur hab
> ich kein Gefühl für die Ausleuchtung bei einer Leuchtstoffröhre.
> Theoretisch unterscheiden sich vom Lichtstrom her die 60W-Birne und die
> 22W-Röhre kaum, von daher...
>
> Wie dick darf bei der Klemmbefestigung denn die Tischplatte sein?

Die Abstrahlcharakteristik von Birne und einer solchen Röhre 
unterscheiden
sich ganz enorm.
Die Glühbirne erzeugt Ihr Licht punktuell.
Die Röhre leuchtet gleichmäßig als ganzer Körper.

Vielleicht besser zum Verständniss.

Es ist eine weisse Leuchtstoffröhre mit ca. 3cm Durchmesser.
Ein Ring mit sagen wir mal 300° Umfang (nicht Temperatur).
Diese Röhre sitzt in einem Gehäuse mit einem Reflektor.

Die Linse bzw. Lupe sitzt genau in der Mitte. Durchmesser etwa 15cm.
Die Tischbefestigungen lassen hier meist Stärken bis 60mm zu.

Dirk
Gast #541795
Lesenswert?

Also echt Leute mit einem Multimeter ein Bauteil schrotten. Nenene.
Da würde ja keiner mehr ein Multimeter verkaufen ;-)

Ich hatte mit meinem Fluke83 bis jetzt noch keine Probleme.

gruss Sven
Gast #541835
Lesenswert?

Ich auch nicht. Da geht soo schnell nichts kaputt.
Nur von der Beleuchteten Lupe wird mir immmer schlecht, weil das Teil 
immer schwankt, wennn man mal gegen kommt. Ich habe mir dann einen Ring 
mit weissen LEDs an mein Mikroskop gebaut. Jetzt kann ich das (wieder) 
verwenden. Ging vorher nicht so toll - eben wegen dem fehlenden Licht. 
Diese blöde Spezialbirne gibt es nicht mehr.
Gast #541962
Lesenswert?

Hi,

mal so ganz nebenbei, der eigentliche Chip ist bei Dip- und 
SMD-Bauteilen oftmals derselbe. Die Gehäusebauform ist meist nur für die 
Kontaktierung mit der Platine designt (OK, DIP Gehäuse können evtl. 
besser Abwärme abführen etc.).
Gruß

Fred

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren