Suche nach einem Relais

Gast #1565521
Lesenswert?

Hi,

suche ein Relais, besser gesagt einen Wechsler, der einen Stromkreis von 
12VAC unterbinden soll, wenn ich ca. 3-5VAC an das Relais anlege. Allein 
bei Reichelt gibt es echt sehr viele verschiedene Wechsler. Suche nun 
schon eine ganze Weile,
aber irgendwie verstehe ich die elektrischen angegebenen Werte dort 
nicht so recht. Welcher Wechsler wäre da denn jetzt gut geeignet für 
mein Vorhaben? Ich habe keine Ahnung welchen ich bestellen soll.
Könnt ihr mir da weiterhelfen?

mfg flo
Gast #1565526
Lesenswert?

Für eine Ansteuerung mit 3-5VAC musst Du die richtige Spulenspannung 
wählen.

Für den zu schaltenden Stromkreis ist die maximale Schaltspannung des 
Kontaktes UND der zu schaltende Strom wichtig.

Otto
Gast #1565609
Lesenswert?

Es ist also nur wichtig dass ich ein Relais finde, welches eine 
Spulenspannung von 3-5VAC hat?
Hat also der zu schaltende Stromkreis eine Maximalspannung von 24VAC und 
eine Stromstärke von 3A ,aber ich möchte meinen Stromkreis (12VAC) damit 
schalten geht das auch?

Bei meiner anghängten Bilddatei:

- ist die Maximalspannung die 400VAC?
- sind die 10A die Stromstärke des zu schaltenden Stromkreises?
- und sind die 12VAC die Spulenspannng?

mfg flo
Angehängte Dateien:
Gast #1565622
Lesenswert?

Ergänzung zu 3 x ja:

Die 400V sind die max. zulässige Schaltspannung
Die 10A sind der maxi. mögliche Schaltstrom

Ergänzung:

Ein bistabiles Relais bleibt solange in einer Schaltstellung, bis Du 
eine Spannung zum Umschalten anlegst. Es verfügt meißt über 2 Wicklungen 
(sozusagen eine für "ein" und eine für "aus").
Gast #1565643
Lesenswert?

Also ich möchte eine Schaltspannung von 3-5VAC.
Mit dieser Schaltspannung soll ein Stromkreis der Spannung 12VAC 
unterbrochen werden. Also sobald ich die 3-5VAC am Relais anlege, soll 
der Stromkreis (12VAC) unterbrochen werden.
Die Wahl des Relais war frei gewählt, sollte nur ein Beispiel sein, 
damit ich mal die Aussage der angegebenen el. Werte verstehe.
Naja in meinem Fall will ich dann eher ein monostabiles Relais.


Leider finde ich nichts bisher. Die meisten Relais haben 
DC-Schaltspannung, und wenn ich doch mal ein Relais mit 
AC-Schaltspannung finde, dann handelt es sich immer um mind. 
12VAC-Schaltspannung.
Eine Idee wo ich so ein Relais finden könnte? Conrad und Reichelt haben 
irgendwie nichts gescheites

mfg flo
Gast #1565655
Lesenswert?

Hi Florian

Florian schrieb:
> Leider finde ich nichts bisher. Die meisten Relais haben
> DC-Schaltspannung, und wenn ich doch mal ein Relais mit
> AC-Schaltspannung finde, dann handelt es sich immer um mind.
> 12VAC-Schaltspannung.

Genau die Anforderung nach einer Ansteuerung mit AC dürfte das 
Hauptproblem sein. Hast du mal daran gedacht deine Relais-Auswahl mit 
einem Brückengleichrichter und einem Kondensator auf die 
DC-angesteuerten Relais zu erweitern?
Mach doch aus der Wechselkspannung einfach eine Gleichspannung zur 
Ansteuerung.

mfg
Harri
Gast #1565844
Lesenswert?

Hm ich denke auch, dass ich wohl erst gleichrichten muss.
Weil kleine AC-Schaltspannungen bei Relais mehr als Mangelware sind.
Bzgl. Brückengleichrichter und Kondensator: Habe gehört, dass ich die 
beiden "Bauelemente" parallel schalten muss. Frage: Stimmt das und ist 
der Kondensator sehr wichtig oder kann man den auch weglassen? Eher 
nicht oder, weil man ja dann nur noch halbe Sinuskurven hätte wenn man 
den Spannungsverlauf betrachtet.

Mit Glecihrichtern und Kondensatoren kenne ich mich leider nicht ganz so 
aus. Was brauch ich denn für einen Gleichrichter, also auf was muss ich 
achten? Reicht so ein einfacher Gleichrichter,wie der im Bild?

Und wie schauts beim Kondensator aus? Ich hab mal geschaut bei Reichelt, 
da ist die el. Kapazität C und die Spannung V angegeben. Das niedrigste 
an Spannung was ich bisher gefunden habe sind 6,3V. Sind das maximale 
Spannungswerte oder müssen die genau mit der Spannung übereinstimmen die 
vorhanden sind? (Bei mir: 3-5VAC)
Angehängte Dateien:
Gast #1565855
Lesenswert?

Der erste Gleichrichter wäre schon gar nicht schlecht 40V dürdten 
reichen - der Kondensator bzw. Elko wird parallel zur Spule an "+" und 
"-" des Brückengleichrichters angeschlossen - auf die Polarität des Elko 
achten - richtig - die Spannung ist die max. anschliessbare Spannung - 
sei aber ein wenig grosszügiger - für 3-5V solltest Du schon einen 
10V-Elko spendieren - kostet nicht die Welt.
Gast #1565893
Lesenswert?

Meinst du den oberen Gleichrichter? (B250C800DIP)
Wie liest du denn die 40V raus?

Ähm wie wäre es dann mit folgendem Elko?
http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=444;GROUP=B31B;GROUPID=4341;ARTICLE=89766;START=0;SORT=artnr;OFFSET=16;SID=31oteg@awQAR8AAFeF-MU72cade54395f8513f79149a24daac424


Otto schrieb:
> der Kondensator bzw. Elko wird parallel zur Spule an "+" und
> "-" des Brückengleichrichters angeschlossen

Wie darf ich das verstehen? "-" vom Brückengleichrichter mit dem "+" der 
Relaisspule verbinden und den Kondensator parallel dazu schalten?


mfg flo
Gast #1565906
Lesenswert?

Da lese ich 250V heraus - ich schrieb daher: 40V dürften reichen

Sag mal, wie kommst Du jetzt anhand des von mir Geschriebenen auf diese 
Idee ?

1. Der Brückengleichrichter hat als "Ausgang" ein "+" und ein "-"
2. Der Elko hat i. A. den Minuspol gekennzeichnet
3. Die Spule eines Relais hat i. A. keine Polarität

"+" vom Brückengleichrichter -> "+" vom Elko -> Anschluss 1 der Spule,
"-" vom Brückengleichrichter -> "-" vom Elko -> Anschluss 2 der Spule.
Gast #1565931
Lesenswert?

Ne der hier ist doch schöner:

http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=444;GROUP=B319;GROUPID=4000;ARTICLE=84706;START=0;SORT=artnr;OFFSET=16;SID=31oteg@awQAR8AAFeF-MU72cade54395f8513f79149a24daac424

Werte stimmen soweit oder?



Zum Gleichrichter: B250 heißt also 250V. Das hätte ich mir denken 
können.
Der aufm Bild ist also besser nehme ich an?


Otto schrieb:
> 1. Der Brückengleichrichter hat als "Ausgang" ein "+" und ein "-"
> 2. Der Elko hat i. A. den Minuspol gekennzeichnet
> 3. Die Spule eines Relais hat i. A. keine Polarität
>
> "+" vom Brückengleichrichter -> "+" vom Elko -> Anschluss 1 der Spule,
> "-" vom Brückengleichrichter -> "-" vom Elko -> Anschluss 2 der Spule.

i.A. heißt in Abhängigkeit schätze ich mal?....
also nun verstehe ich das ganze =)


Soweit ganz gut oder? Nun noch das passende Trafo finden.


mfg flo
Angehängte Dateien:
Gast #1565942
Lesenswert?

Upps :P
wie auch immer - auf jeden Fall ist mir nun einleuchtend wie ich 
Gleichrichter, Elko und Relais "verbinde".
Danke bis hierher für die tolle Hilfe =)
ich schau mal ob ich ein hübsches Relais finde
Wenn ich eins gefunden habe werde ich es natürlich hier reinstellen

mfg flo
Gast #1566968
Lesenswert?

> Die 10A ist doch die max. Stromstärke des zu schaltenen
> Stromkreises,oder?

Ja


> Kann man so ein Printrelais auch ganz normal durch "Löten" an den
> Stromkreis anschließen?

Löte es besser auf ein Stück Lochraster-Platine. Wenn Du Kabel direkt an 
die dünne "Fähnchen" anlötest, werden diese bald brechen.

Otto
Gast #1566981
Lesenswert?

Okay gut.
Das is doch so eine Lochrasterplatine:

http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=444;GROUP=C931;GROUPID=3372;ARTICLE=8268;START=0;SORT=artnr;OFFSET=16;SID=31oteg@awQAR8AAFeF-MU72cade54395f8513f79149a24daac424

Ähm Das Relais hat ein Rastermaß von Rastermaß 3,2mm
die Platine aber nur ein Rastermaß von 2,54mm

Hab auch ein paar andere Platinen angeklickt, haben alle genau dieses 
Maß (2,54mm)^^

Ich schätze, das Maß sollte am besten übereinstimmen oder?

mfg flo
Gast #1567002
Lesenswert?

Gast #1567036
Lesenswert?

Gleichrichter: B40C1500RUND
Relais: FIN 36.11 5V (schaltet ab 3.7V DC)
Kondensator: RAD FC 180/10

Wie gross ist die Schaltspannung tatsächlich, Du schreibst 3 bis 5VAC? 
Am Gleichrichter fallen ca 0,7V ab. Könnte mit dem Relais knapp werden.
Gast #1567054
Lesenswert?

@Otto: Ja Lötausrüstung etc. hab ich schon^^
@Dietmar: Wo steht denn dass das Relais schon ab 3,7VDC schaltet?
Bzgl.Schaltspannung: ich kann das ganze variieren. Daher kein Problem.
Bzgl. Relaisanschluss: Auch über eine Lochrasterplatine? Besser 
schon,oder?

Flo
Gast #1567063
Lesenswert?

Das Relais wolltest Du doch auf die Lochrasterplatine löten - ebenso 
Brückengleichrichter und Elko - die Kabel welche über den Öffner 
geschaltet werden, solltest Du erst recht auf der Lötseite der Platine 
anlöten.
Gast #1570945
Lesenswert?

Hi,

ich habe gerade alles angeschlossen.
Doch leider funktioniert es nicht !
ich weiß nicht warum, aber sobald ich den Gleichrichter anschließe,habe 
ich an der Spannungsquelle einen Spannungsabfall von satten 4V.

5VAC an der Spannungsquelle, wenn Gleichrichter nicht angeschlossen --> 
1,2VAC an der Spannungsquelle, wenn Gleichrichter angeschlossen, hinterm 
Gleichrichter liegen nur 0,02VDC an

und jetzt kommt das Verrückte, ich habe es mal mit 18VAC versucht.
Sobald der Gleichrichter angeschlossen ist habe ich nur noch 1,3VAC.
Ein Spannungsabfall von 17V?

hinterm Gleichrichter hatte ich dann eine Spannung von 0,04VDC...

woran liegt das? ich habe das ganze genauso angeschlossen, wie Otto es 
sagte:

> Otto schrieb:
>> 1. Der Brückengleichrichter hat als "Ausgang" ein "+" und ein "-"
>> 2. Der Elko hat i. A. den Minuspol gekennzeichnet
>> 3. Die Spule eines Relais hat i. A. keine Polarität
>>
>> "+" vom Brückengleichrichter -> "+" vom Elko -> Anschluss 1 der Spule,
>> "-" vom Brückengleichrichter -> "-" vom Elko -> Anschluss 2 der Spule.

Auf jeden Fall kann das Relais bei so wenig Gleichspannung nicht 
schalten.
Was habe ich falsch gemacht?
Bitte um Hilfe

mfg flo
Gast #1571324
Lesenswert?

Ja meine Spannungsquelle ist ein Trafo^^
kann ich bis max. 17VAC erhöhen.
Spannungsquelle an die beiden ~ Symbole des Gleichrichters, vom + des 
Gleichrichters zum + des Elkos, vom - des Gleichrichters zum - des 
Elkos, dahinter ein Relais.
Gast #1571328
Lesenswert?

Günter schrieb:
> Ja meine Spannungsquelle ist ein Trafo^^
> kann ich bis max. 17VAC erhöhen.
> Spannungsquelle an die beiden ~ Symbole des Gleichrichters, vom + des
> Gleichrichters zum + des Elkos, vom - des Gleichrichters zum - des
> Elkos, dahinter ein Relais.

mfg flo^^
Gast #1571421
Lesenswert?

Okay Leute ich habe das alles nochmal überprüft.
Gleichrichter + Elko funktionieren einwandfrei.
Da passt alles. Ich habe soeben 8VDC gemessen =)

@Otto: Das mit den 17VAC realisiere ich dadurch, dass ich einen großen 
Fehlerstrom erzeuge. Mein Modell soll nämlich den FI nachstellen. Sobald 
ich einen Fehlerstrom habe, habe ich an der Sekundarseite der Spule eine 
Spannung. Diese Spannung kann ich dadurch erhöhen indem ich den 
Fehlerstrom größer werden lasse, das schaffe ich dadurch indem ich die 
Widerstände des simulierten Menschen erhöhe. Mithilfe der Spannung an 
der Sekundarseite will ich den kompletten Stromkreis unterbinden. Und da 
nur Spannung an der Sekundarseite habe, wenn ein Fehlerstrom fließt 
passt das eigentl. einwandfrei. Nun habe ich aber gemerkt, dass dieses 
Vorhaben mit einem Wechsler nicht funktionieren kann. Das liegt wohl 
daran, dass ich zwar sobald ich einen Fehlerstrom habe, den kompletten 
Stromkreis unterbreche. Aber sobald das passiert ist ja kein Fehlerstrom 
mehr da, d.h. an der Relaisspule ist keine Spannung mehr, dadurch 
schließt der Wechsler den Hauptstromkreis wieder und bäääh. Das passiert 
alles ziemlich schnell. Mit dem menschlichen Auge sieht man garnichts. 
Die Diode, die das Herz darstellen soll, leuchtet scheinbar 
ununterbrochen.

Also hab ich mir überlegt: Mach ich doch nen Gleichstrommotor der i.wie 
einen Schalter des Hauptstromkreises betätigt oder an i.einen Faden 
zieht, wodurch dann auch der Hauptstromkries untebrochen wird.
Doch das Problem ist nun folgendes:


Sobald ich an der Sekundarspule den Gleichstrommotor anschließe (6V) 
passiert garnichts. Es liegt auf einmal überhaupt keine Spannung mehr an 
der Sekundarspule an. Weder vorm Gleichrichter, noch danach.
Woran liegt das und wie kann ich das verhindern?

mfg peter
Gast #1571423
Lesenswert?

Relais müsste übrigens richtig angeschlossen gewesen sein: Über 1 (com) 
und 4 verläuft der Hauptstromkreis und über 2 und 3 der Stromkreis 
hinter meiner Sekundarspule. Habe mit Durchgangsprüfer überprüft, alles 
richtig gelötet und die 4 passt dann logischerweise auch^^

Max. kann ich bis zu 17VAC erreichen, mehr Widerstände habe ich gerade 
nicht parat^^
Gast #1571426
Lesenswert?

An der Sekundärspule des Trafos darfst Du aber keinen 
Gleichspannungs-Motor anschliessen, da hier Wechselspannung anliegt.

Der Motor würde nur ganz schnell hin- und her ruckeln und dabei brummen.

Wie gross/klein ist der Widerstand des Motors ?

Soll der Motor mechanisch einen Schalter umlegen ?

Eine dauerhafte Abschaltung kannst Du nur mittels einer Hilfsspannung 
oder auch eines bistabilen Relais erreichen.

Otto
Gast #1571432
Lesenswert?

Moment ich habe doch gleichgerichtet !
Es liegt also Gleichspannung an^^

ich hab leider keine Ahnung wie groß der Widerstand des Motors ist, der 
liegt schon länger hier rum.

Ja genau der Motor soll mechanisch einen Schalter umlegen.

Um an ein Bistabiles Relais ranzukommen müsste ich bestellen, so viel 
Zeit habe ich leider nicht mehr. wie würde das mit der Hilfsspannung 
funktionieren?

Ach ja noch was verrücktes: Ich habe an Sekundarseite der Spule mal 
17VAC verursacht und eine Halogenlampe 8W 12V angeschlossen. 
Gleichrichter und Elko weg^^. Also hätte die Lampe leuchten müssen. Aber 
nein sobald die Lampe angeschlossen war lag keine Spannung mehr an? Hab 
ich die Lampe wieder weg, konnte ich wieder 17VAC messen^^
Gast #1571438
Lesenswert?

An dem Widerstand Deines simulierten Menschen fällt je nach Last eine 
unterschiedliche Spannung ab.

Eine 12V 8W Halogenlampe zieht ca. 0,8A - schafft das Dein Trafo ?

Miss den Widerstand des Motors.

Das mit der Selbsthaltung geht leider nicht, da Du nur einen Wechsler in 
Deinem Relais hast, welcher bereits 230V schaltet.
Gast #1571451
Lesenswert?

Mein Trafo müsste das eigentlich schaffen:
Primär 4Wdg. L und 4Wdg. N. Sekundär ca. 1000Wdg.
Der Trafo war mal ein Trafo der 230V auf 12V hinuntertransformiert hat. 
Hab ihn ausgeschlachtet und die Wdg. der Primärseite entfernt und mit 
meinen 8Wdg. ersetzt.

Ja ich messe mal den Widerstand^^

Mein Wechsler muss nur 12VAC schalten, keine 230VAC, ich habe im 
Hauptstromkreis nur 12VAC^^
Gast #1571458
Lesenswert?

Du hättest diese ganzen Informationen besser Eingangs gepostet - ich 
hatte einmal nachgefragt, was Du wirklich realisieren möchtest.

Am besten, Du malst uns eine Schaltung auf.

Wie genau ist Dein Trafo in die Schaltung eingebunden ?

Wenn Du primär 12V in den von Dir beschriebenen Trafo schickst, würden 
sekundär 3kV herauskommen - oder wie ist das zu verstehen ?

Woher kommen Deine 12VAC.
Gast #1571462
Lesenswert?

Widerstand des Motors 8 Ohm.

Ich dachte nicht, dass es noch zu solchen Problemen kommt, wollte 
anfangs nur das richtige Relais für mein Modell besorgen mehr nicht.

Schaltbild kommt gleich.

die 12VAC erhalte ich durch ein Klingeltrafo.

Otto schrieb:
> Wenn Du primär 12V in den von Dir beschriebenen Trafo schickst, würden
> sekundär 3kV herauskommen - oder wie ist das zu verstehen ?

ja bei einem optimalen Spulentrafo, das ist aber in der Realität nicht 
der Fall^^
Gast #1571488
Lesenswert?

Das ist der Trafo:

http://www.detech-shop.de/oxid.php/sid/2615633182e19c0ef511340fea2f7829/cl/details/anid/94148e025779cd0a5.41756840/Klingeltrafo-4-8-12-V-2A-3-TE-505.041//listtype/search

Die Lampe soll einen gewöhnlichen Verbraucher im Haushalt darstellen. 
Sie dient lediglich zur Veranschaulichung.

Naja an die Sekundarseite des Spulentrafos wird dann entweder das Relais 
oder der Motor angebracht^^
Gast #1571494
Lesenswert?

Nee, sobald ich Schalter 1 (oben links) betätige, läuft der Stromkreis 
ganz normal vom Trafo aus zur Lampe und wieder zurück. Auf der 
Sekundarseite des Spulentrafos entsteht dabei keine Spannung, weil sich 
die Magnetfelder der L-Wdg. und N-Wdg. bei gleich großer Stromstärke 
gegenseitig aufheben.
Betätige ich aber Schalter 2 (der unten rechts), so simuliere ich ja 
einen Fehlerstrom. Nun ist der Strom der durch L und N verläuft 
unterschiedlich groß. Diese Differenz wirkt sich auch auf die 
entstehenden Magnetfelder auf der Primärseite des Spulentrafos aus. 
Diesmal heben sich beide Magnetfelder nicht mehr auf, weil sie ja 
unterschiedlich groß sind. Also wird diesmal Spannung induziert und auf 
der Sekundarseite des Spuletrafos entsteht eine Spannung mit welcher ich 
dann über ein Relais oder einen Motor den Hauptstromkreis unterbrechen 
möchte.
Gast #1571496
Lesenswert?

Otto schrieb:
> Der Trafo schafft immerhin 2A.
>
> Weshalb schliesst Du jetzt auf der Sekundärseite des selbstgebauten
> "Hochspannungstrafo" den Motor oder das Relais an - der Sinn erschliesst
> sich mir nicht.

Um den Hauptstromkreis bei einem Fehlerstrom zu unterbrechen. (= 
Funktion des Fehlerstromschutzschalters)
Gast #1571498
Lesenswert?

Du meinst auf der Sekundärseite des Spulentrafos,richtig?

Ja das ist mir bewusst, durch mein Übersetzungsverhältnis erzeuge ich 
große Spannung aber meine Stromstärke mache ich ziemlich kaputt.
Aber ich brauche ja eine relativ große Spannung, sonst funktioniert 
weder ein Relais noch ein Motor..
wenn ich das Übersetzungsverhältnis vertausche, so würde ich eine große 
Stromstärke, aber nur eine winzige Spannung erzeugen, was würde mir das 
bringen?
Gast #1571501
Lesenswert?

Naja - auf keinen Fall kannst Du mit den ca. 5mA, welche sekundär zur 
Verfügung stehen, einen Motor mit Ri=8 Ohm betreiben - das Relais könnte 
mit sehr viel Glück mit der Einschaltspitze gerade so anziehen und der 
Haltestrom ausreichen.
#1571738
Lesenswert?

Wenn Dein Relais gar nicht erst anzieht, wirst Du mit Deinem 
Loesungsansatz so bald keinen Erfolg haben. Deshalb hatte ich auch schon 
vor Stunden nach dem maximalen Strom der Spannungsquelle gefragt. In 
diesem Fall ist er einfach viel zu niedrig um ein Relais oder gar einen 
Motor zu treiben. Aus diesem Grund ist auch Deine Spannung beim 
Anschluss des Relais sofort zusammengebrochen.

Eine zusaetzliche Treiberstufe fuer das Relais wuerde das Problem zwar 
loesen, dann waere es aber kein vollwertiger Fehlerstromschutzschalter 
mehr, denn diese muessen (sollten) rein passiv agieren. Eine 
Hilfsspannung, die das Relais dann nach dem Abschalten haelt, waere 
ebenfalls tabu, Du braeuchtest also in der Tat ein bistabiles Relais.

Volker
Gast #1571852
Lesenswert?

@Volker:

Max. Srom der Spannungsquelle = 2A

Florian schrieb:
> Otto schrieb:
>> Der Trafo schafft immerhin 2A.

wurde schon beantwortet^^

benötigt ein Relais auch Strom? Ich dachte eine gute Spannung reicht 
aus? Und die habe ich ja^^

Ein Bistabiles Relais wäre die Lösung, aber das Problem ist, dass ich so 
eins bestellen müsste und soviel Zeit habe ich nicht mehr.
Daher muss ich wohl auf die Lösung mit der Hilfsspannung zurückgreifen, 
auch wenn mein Modell dann keinen

> vollwertige[n] Fehlerstromschutzschalter

mehr simuliert. Diese Hilfsspannung erreiche ich wie? Ein Batterie nach 
Brückgleichrichter//Elko in Reihe schalten?

flo
Gast #1571853
Lesenswert?

Wenn das Relais nicht anzieht und auch die gemessene Spannung nahe 0V 
beträgt (und somit keine Hoffnung besteht, hier etwas optimieren zu 
können), fällt leider sowohl die Lösung über eine Selbsthaltung als auch 
das bistabile Relais aus.

Um über eine Alternativlösung nachdenken zu können, wäre es wichtig - 
wie Volker bereits schrieb - den maximal möglichen Strom zu kennen - 
miss den Strom, indem Du an die Sekundärwicklung Dein Meßgerät hängst.

Miss auch, auf welche Spannung sich der Elko auflädt, wenn Du das Relais 
abtrennst.

Otto
Gast #1571932
Lesenswert?

Florian schrieb:
> Otto schrieb:
>> entschuldige: A AC direkt am Trafo (nicht hinter der Brücke)
>
> ja 7VAC

Ach ich Blödmann, tut mir leid.

Florian schrieb:
> Arrgh hab gerade ein Problem mit meinen Kontakten.
> Muss das erstmal in Ordnung bringen, dann messe ich und melde mich
> wieder.
Gast #1572036
Lesenswert?

Nicht mehr viel, könnte was von nem Kumpel besorgen.
Hm irgendwie schaffe ich es nicht mit meinem Multimeter eine 
Wechselspannung zu messen. Ich glaub ich muss erstmal schnell los und 
mir ein Amperemeter kaufen.

Aber ich schätze, dass ich sowieso nicht viel Ampere dort messen werde.
Angenommen wir befinden uns im kleinen Milliampere - Bereich, wovon man 
ja fast ausgehen kann...

was dann?
Gast #1572051
Lesenswert?

Einen perfekten FI-Schalter möchtest Du ja nicht bauen - es soll nur 
eine Demonstration sein.

Anstelle das Relais direkt zu schalten, könntest Du das Relais durch die 
LED eines Optokopplers ersetzten.

Der Transistor des Kopplers schaltet Dein Relais.

Der Wechsler des Relais schaltet den Strom zum Demonstrator ab und mit 
dem Schliesser baust Du eine Selbsthaltung auf, die Du durch Wegnahme 
der Versorgung oder über einen Taster (Öffner) rücksetzen kannst.

Dafür wäre ein Relais mit 2 Wechslern hilfreich - notfalls könnte man es 
auch mit einem Wechsler schaffen.

Aber alles steht und fällt damit, ob Du es schaffst, sekundär an Deinem 
Trafo hinter dem Beückengleichrichter eine LED zum leuchten zu bringen - 
ich nehme an, dass Du hier gerade auf ca. 1 mA kommst - dann bräuchtest 
Du auch keinen Vorwiderstand - ersetze das Relais durch eine richtig 
gepolte LED und schau, ob diese leuchtet.
Gast #1572212
Lesenswert?

Leider weiß ich jetzt nicht, wieviel Zeit Du zur Verfügung hast.

Mit 0,6V kannst Du so gut wie nichts reissen - hier bliebe nur eine 
Verstärkerschaltung - ist aber alles nicht in 5 Minuten fertig.

Wenn Du mechanisch geschickt bist, solltest Du überlegen, ob Du das 
nicht über eine elektromechanische Konstruktion lösen kannst 
(Elekromagnet schaltet Kontakt).

Eine weitere Alternative wäre es natürlich auch, einen "echten" FI aus 
dem Baumarkt zu verwenden.....
Gast #1572232
Lesenswert?

Nur noch heute und morgen.
Morgen Abend muss das Modell fertig sein.

Ich hätte einen echten FI da, den ich ausschlachten könnte.
Die Frage ist ob der FI auch bei solch geringen Spannungen seinen Dienst 
tut.

mechanisch wird schwer, dazu bräuchte ich ja - wie du schon gesagt hast 
- einen Elektromagneten, den ich nicht habe.

Eine Verstärkerschaltung. Dazu bräuchte Transistoren usw. hab ich recht?
Gast #1572235
Lesenswert?

Ist euch allen langweilig? Ihr laßt euch hier richtig auf den Arm 
nehmen.

Der ganze Ansatz zu einer Schaltung ist dermaßen weit hergeholt, daß ich 
mich schon fragen muß, obs an der elektrischen Vorbildung, am Verstand 
oder an der Absicht dieses Florian liegt. Tendiere zu letzterem.
Gast #1572237
Lesenswert?

Verstärker geht mit Transistoren oder OP-Amp.

Wenn Du so wenig Zeit hast und auch keine Bauteile zur Verfügung stehen, 
solltest Du lieber überlegen, wie Du den FI unverändert in Deine 
Schaltung integrieren könntest, ohne Dich dabei umzubringen.....
Gast #1572270
Lesenswert?

Mit 0,7V könntest Du es gerade schaffen, einen NPN-Transistor 
einzuschalten, welcher Dein Relais schaltet - hier bist Du gerade an der 
Grenze von "könnte funktionieren, muss aber nicht".

Mindestens erforderlich wäre ein NPN-Transistor (z. B. BC107B, BC547B), 
ein Widerstand von ca. 1k und eine Diode (z. B. 1N4148).
Gast #1572293
Lesenswert?

Aber dazu bräuchte ich trotzdem das 2wechsler-Relais nehm ich an?

angenommen ich käme noch an die ganze Bauteile:

wie soll ich sie schalten und was könnte dabei rausspringen? Also 
wieviel Volt? Könnte ich damit meinen Gleichstrommotor antreiben?
Gast #1572300
Lesenswert?

Ein 2-Wechsler Relais wäre optimal.

Du kannst mit dem Relais eine Selbsthaltung aufbauen, welche Dir im 
Fehlerfall Deinen Simulator (wie in der Realität) spannungsfrei 
schaltet.

Die Ansteuerung des Transistors in der oben verlinkten Schaltung 
(http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/1201131.htm) erfolgt von 
Deiner bereits aufgebauten Schaltung aus Brückengleichrichter und Elko.

Alternativ reicht auch eine Einzeldiode, welche auf den Pluspol des Elko 
geht.

Der erste Kontakt des Relais (Öffner) schaltet Deinen Simulator 
spannungsfrei.

Der zweite Kontakt (Schliesser) überbrückt den Transistor - das Relais 
bleibt dann an, bis Du die Versorgung unterbrichst.

Mit diesem Transistor wirst Du aber nie Deinen 8-Ohm-Motor ansteuern 
können - wahrscheinlich hast Du das Umlegen des Schalters über den Motor 
auch noch nicht mechanisch gelöst.
Gast #1572618
Lesenswert?

Hab einen Erfolg erzielt:

Konnte nun erreichen, dass ich nach dem Gleichrichter 20VDC habe (ohne 
Verbraucher)...
Bei einem Anschluss einer LED kam ich immerhin noch auf eine Spannung 
von 3VDC
An ein 2-Wechsler-Relais komme ich nicht ran, daher wird deine 
vorgeschlagene Schaltung wahrscheinlich nicht funktionieren, schätze 
ich^^

Was kann ich nun tun? Mein Kumpel kommt dann vorbei, bringt Transistoren 
und Widerstände und dioden

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren