Energiesparlampe und Dimmer

Moderator #2332058
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Bei mir ging eine ESL bei Betrieb an einem Dimmer vorzeitig kaputt,
obwohl ich eigentlich darauf achtete, den Dimmer immer voll aufgedreht
zu lassen. Es kann natürlich beim Ein- und Ausschalten schon einmal
passiert sein, dass der Knopf etwas verdreht wurde. Vielleicht war auch
nur die ESL von schlechter Qualität, so dass sie auch ohne Dimmer ihr
Lebensende erreicht hätte.

Der Dimmer selbst war noch intakt, ich habe ihn dann aber vorsorglich
durch einen normalen Schalter ersetzt.
OP #2332141
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Yalu X. schrieb:
> Bei mir ging eine ESL bei Betrieb an einem Dimmer vorzeitig kaputt,

Es ist mit einem einzelnen Versuch nicht zu entscheiden, ob der Dimmer 
die Ursache war. Die Lebensdauern von billigen ESLs auch derselben 
Bauart sind extrem unterschiedlich. Bei mir hat sich schon mal eine aus 
demselben Einkauf nach 4 Wochen verabschiedet und die andere 
funktionierte Jahrelang in einem Treppenhaus.
Gast #2332151
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Uhu Uhuhu schrieb:

> Wilhelm Ferkes schrieb:
>> Hast du es schon mal versucht?
>
> Nein, sonst würde ich nicht fragen.

Was noch interessant sein könnte, wären die Unterschiede zwischen 
Phasenanschnitt- und Phasenabschnittdimmern.

Es könnte ja sein, daß man mit letzt genanntem bessere Ergebnisse 
erhält.

Damit hatte ich so meine Erfahrungen mit Niedervolt-Halogen und 
elektronischem Trafo. Es steht dort aber auch in der Anleitung, daß man 
einen Phasenabschnittdimmer braucht.

Mit einem üblichen Phasenanschnittdimmer bekam ich dort nur 
unkontrolliertes Flackern.

Obwohl der elektronische Trafo für NV-Halogen sicher etwas anderes ist, 
als die Vorschaltelektronik in ESL.

Aber, das mal nur so zur Anregung.

Sonst müßte man mal Stromlaufpläne suchen, und schauen, was da passiert. 
Ich kenne die Elektronik von beiden Geräten nicht. Die nächste defekte 
ESL werde ich mal öffnen und untersuchen. Habe noch einen potentiellen 
Kandidaten hier, von dem schon 3 Stück nur 2 Monate hielten, dieser 
Kandidat hält aber schon 2 Jahre. Große Streuung in der Lebensdauer.
#2332207
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Habe vor einiger Zeit in einen 300-W-Deckenfluter (Halogen, mit 
Schnurdimmer) mal eine "dimmbare" ESL eingesetzt.

1. Die ESL war natürlich viel dicker und trug gleich 5 cm mehr nach oben 
auf. Aber nun ja, bei einem Deckenstrahler ist das nicht so tragisch.

2. Auch im Volllastbetrieb summte diese ESL besonders stark (andere 
summen auch, aber recht leise). Dann beim Dimmen wurde das Summen/Surren 
unangehehm laut. Daher habe ich die ESL wieder zurückgegeben.



Im übrigen gibt es ne Theorie, wonach sich die Helligkeit in den 
Wohnungen auch nach dem Bruttosozialprodukt rchtet nund nicht nur nach 
der Frage ob es hell genug ist. Es sei wohl stets ein gleicher 
Prozentsatz...

Wenn wir jetzt aufgrund der ESL nun so viel Energie "sparen", dann 
machen wir halt auch mehr Lampen hin. Oder noch ne zusätzliche 
LED-Leiste, was auch immer.

Zu Schluss ist es zwar heller, aber die Energiekosten sind gleich 
geblieben.
Moderator #2332275
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Uhu Uhuhu schrieb:
>> Bei mir ging eine ESL bei Betrieb an einem Dimmer vorzeitig kaputt,
>
> Es ist mit einem einzelnen Versuch nicht zu entscheiden, ob der Dimmer
> die Ursache war. Die Lebensdauern von billigen ESLs auch derselben
> Bauart sind extrem unterschiedlich.

Natürlich. Und was schrieb ich denn oben?

> Vielleicht war auch nur die ESL von schlechter Qualität, so dass sie
> auch ohne Dimmer ihr Lebensende erreicht hätte.

Aber was erwartest du? Dass jetzt jemand für dich eine Testreihe mit je
1000 Exemplaren von 100 Lampentypen kombiniert mit 30 verschiedenen
Dimmern durchführt und danach für jede kaputtgegangene Lampe die Ursache
des Defekts eindeutig feststellt? Da fang mal besser selber damit an.
Ich male dir dann gern die Powerpoint-Folien für die Ergebnispräsenta-
tion :)
OP #2332300
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Yalu X. schrieb:
> Aber was erwartest du? Dass jetzt jemand für dich eine Testreihe mit je
> 1000 Exemplaren von 100 Lampentypen kombiniert mit 30 verschiedenen
> Dimmern durchführt und danach für jede kaputtgegangene Lampe die Ursache
> des Defekts eindeutig feststellt?

Und gerade dir hätte ich zugetraut, daß du sowas irgendwo in einer 
Schublade hast ;-)

Aber vielleicht kann man ja ein paar Hypothesen finden, wie die Dinger 
reagieren könnten. Diese ESL-Vorschaltgeräte sind doch im Prinzip 
Schaltregler - deswegen finde ich das, was Stefan geschrieben hat, 
zumindest erklärbar: das Ding regelt die fehlenden Stellen im Sinus aus, 
bis es nicht mehr geht, flackert dann, oder geht ganz aus.

Daß es den Elko so heftig streßt, daß er lautstark den Löffel schmeißt, 
wenn er längere Zeit mit gedimmten Sinuswellen gefüttert wird, ist 
denkbar, während so krasses Versagen im Normalbetrieb wohl doch sehr 
selten ist. Die leisen Versager sind dagegen ziemlich häufig, wobei nach 
meiner Erfahrung meistens durchgebrannte Glühelektroden die Ursache 
sind.

Andersrum überlegt braucht eine dimmbare ESL wohl einen 
Brückengleichrichter, einen relativ fetten Siebkondensator am Eingang 
und eine eigene Dimmschaltung, die über den An/Abschnittwinkel am 
Eingang gesteuert wird - oder sehe ich das falsch?

Und Glühelektroden sind wohl auch nicht so sonderlich brauchbar dafür.
#2332353
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Soweit ich weiß, sollen nur die LED-Lampen wirklich dimmbar sein.
Allerdings kosten LED-Lampen um die 45,-€ !
Beim mehr als 100-fachen Preis einer Glühlampe, wird vielleicht Strom 
gespart, aber auf keinen Fall spart der Kunde Geld. Der ist tot, eh die 
sich armotisiert hat.

Wenn Du dimmmen willst, horte also lieber Glühlampen.
Ich hab auch diese Dimmer mit Sensorfläche anstatt Lichtschalter. Damit 
halten Glühlampen auch deutlich länger, da das Einschalten verzögert 
erfolgt.


Peter
#2332384
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Peter Dannegger schrieb:
> ...
> Allerdings kosten LED-Lampen um die 45,-€ !
> Beim mehr als 100-fachen Preis einer Glühlampe, wird vielleicht Strom
> gespart, aber auf keinen Fall spart der Kunde Geld. Der ist tot, eh die
> sich armotisiert hat.
>...
> Peter

Hm .... das klingt wissend was du da schreibst, aber hier ist ein 
Rechenbeispiel nur für die Leuchtstofflampe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Leuchtstofflampe#Rechenbeispiel

"Bei 10.000 Betriebsstunden würde eine 60-Watt-Glühlampe eine Energie 
von 600 kWh verbrauchen. Bei einem Stromtarif von 0,20 Euro/kWh sind das 
Stromkosten von 120 Euro. Für diese Betriebsdauer müssen zehn Glühlampen 
zu 1 Euro angeschafft werden, ausgehend von einer durchschnittlichen 
Lebensdauer von 1000 Betriebsstunden für eine Glühlampe. Als 
Gesamtkosten fallen also 120 + 10 = 130 Euro an."

Klingt ebenfalls nicht, als wenn es von einem Idioten geschrieben wäre.

Ich weiß jetzt nicht, wer recht hat. Du oder Wikipedia. Glaube aber 
nicht, dass beide recht haben.
#2332407
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Jo O. schrieb:

> Ich weiß jetzt nicht, wer recht hat. Du oder Wikipedia. Glaube aber
> nicht, dass beide recht haben.

Vielleicht aber doch beide. Die Investitionssumme für die LED-Lampe 
könnte ich ja auch anlegen. Bis die 10000 Stunden vorbei sind (sagen wir 
mal 10 Jahre) kann sich aus dem Kaufpreis auch ein hübsches Sümmchen 
verzinst haben. Und ganz ohne Strom kommen die LED ja auch nicht aus.

Hinzu kommt, dass die LED-Lampe vielleicht gar nicht ihr reguläres 
Lebensende erreicht, sondern vorher runterfällt oder sonst etwas 
passiert.

Womit der Recht hat, der sagt, dass die Lampenverkäufer auf jeden Fall 
ihren Schnitt machen...
Gast #2332515
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Michael K-punkt schrieb:
> Vielleicht aber doch beide. Die Investitionssumme für die LED-Lampe
> könnte ich ja auch anlegen.

Das scheitert doch schon an was anderem: Zeigt mir bitte mal die 
LED-Lampe, die in eine gängige E14 oder E27 passt und eine 60, 75 oder 
100W-Glühlampe ersetzen kann. Die müsste dann um die 800 bis 1100lm 
bringen, bräuchte bei 80-100lm/W also 10-15W.

Ergo: Vergiss es.
Gast #2332588
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Jo O. schrieb:
> Eine 100 W Glühbirne

Es heisst Glühlampe. Das ist hier einigen nicht klar, und da muss man 
nicht zwischen den Zeilen lesen.

Jo O. schrieb:
> Diese Kosten waren und sind kaum jemandem klar.

Das ist nicht der Punkt. Es gibt einfach Einsatzgebiete, wo man 
Glühlampen technisch nicht mit vertretbarem Aufwand durch ESL ersetzen 
kann oder wo es wirtschaftlich nicht sinnvoll ist. Wegen des 
EU-Entscheids müssen auch für diese Nischen jetzt wirtschaftlich 
unsinnige Lösungen umgesetzt werden, die sich nie amortisieren werden.
#2332601
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Jo O. schrieb:
> Als
> Gesamtkosten fallen also 120 + 10 = 130 Euro an."

Und davon aber noch die LED abziehen:
http://shop.philips.de/store?Action=DisplayProductDetailsPage&Locale=de_DE&SiteID=rpeeub2c&productID=228203800

12 * 10 * 0,20€ + 54,99 € = 78,99€
Spart 40%, aber erst nach 10.000h (30 Jahren?) und wenn man nur eine 
LED-Lampe kauft.

Kosten Glühlampen jetzt wirklich schon 1,-€?
Ich hab etwa 0,29€ in Erinnerung.

Letztendlich hängt es aber von den konkreten Nutzungsumständen ab, wie 
lange eine Lampe an ist und damit, wann sich eine über 100-mal teuere 
Lampe amortisiert.
Z.B. in Küche und Flur ist bei mir nach 15 Jahren immer noch die erste 
Lampe drin. Die Betriebsdauer ist im Sommer 0h und im Winter unter 1h.
In einem Single-Haushalt ist das Verhältnis noch deutlich ungünstiger, 
da ja nur in einem Raum Licht brennt, aber für jeden Raum Lampen 
gebraucht werden.


Peter
#2332627
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Sonst müßte man mal Stromlaufpläne suchen, und schauen, was da passiert.
> Ich kenne die Elektronik von beiden Geräten nicht. Die nächste defekte
> ESL werde ich mal öffnen und untersuchen

Brauchst du nicht,
auf http://www.pavouk.org/hw/lamp/en_index.html
hat einer das für dich getan.

Ich bin der Meinung daß Standard-ESL nicht gedimmt werden können,
nachdem ich die Schaltpläne gesehen habe.

Übrigens ist mir nicht klar, warum man das Funzellicht einer ESL noch 
dimmen
will ;-)

Habe übrigens gestern mal aus Spaß die erste kaputte ESL aufgesägt,
und war überrascht wieviel Elektronik drin ist, da ist der saftige Preis
durchaus verständlich.
Gast #2332633
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Peter Dannegger schrieb:
> Spart 40%, aber erst nach 10.000h (30 Jahren?) und wenn man nur eine
> LED-Lampe kauft.

Möööp. Reingefallen. Er hat das für 100W berechnet, Du bräuchtest also 2 
LED-Lampen, das kostet dann 160 Eur, Du zahlst also noch 30 Eur drauf.

Ausserdem brauchst Du noch eine neue Leuchte, weil Du jetzt 2 Sockel 
brauchst und in die alte Leuchte die LED-Lampen nicht reinpassen. 
Nochmal 150 Eur. ;-)
OP #2332637
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Hans H. schrieb:
> Übrigens ist mir nicht klar, warum man das Funzellicht einer ESL noch
> dimmen will ;-)

Weil ein Dimmer in der Wand ist, ist es eine gute Idee, diejenigen vor 
normalen ESLs im Zusammenhang damit zu warnen - am Ende mach dieser 
schweineteure Dimmer dabei auch dicke Backen...

Peter Dannegger schrieb:
> Wenn Du dimmmen willst, horte also lieber Glühlampen.

Glühbirnen sind in dem Zusammenhang auch wegen der Lichtfarbe im 
abgedimmten Zustand die Technik der Wahl.

ESLs, die zudem noch Krawall machen, sind doch wirklich nur abartig und 
die gut dimmbaren LEDs geben wohl auch nur dann einigermaßen brauchbares 
Licht, wenn es echte RGB-LEDs sind.

Im Moment ist das viel zu teuer, aber das wird sich wohl irgendwann 
ändern.
#2332641
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Timm Thaler schrieb:
> Peter Dannegger schrieb:
>> Spart 40%, aber erst nach 10.000h (30 Jahren?) und wenn man nur eine
>> LED-Lampe kauft.
>
> Möööp. Reingefallen. Er hat das für 100W berechnet, Du bräuchtest also 2
> LED-Lampen, das kostet dann 160 Eur, Du zahlst also noch 30 Eur drauf.
>
> Ausserdem brauchst Du noch eine neue Leuchte, weil Du jetzt 2 Sockel
> brauchst und in die alte Leuchte die LED-Lampen nicht reinpassen.
> Nochmal 150 Eur. ;-)

nö, hat er nicht.
Gast #2332714
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Jo O. schrieb:
> nö, hat er nicht.

Ach, die 100W war Deine.

Stefan Helmert schrieb:
> http://www.ebay.de/itm/280727412092
> 13,18 €, ersetzt 100 W Glühbirne, bei nur 8 W Leistungsaufnahme, 30000 h
> Lebensdauer

Ein Ebay-Angebot ohne Herstellerangabe. Das ist natürlich eine 
zuverlässige Referenz.

Ersetzt 100W? Vielleicht. Ist so hell wie 100W?

>> Lichtstrom: 900-960 LM

Meine 100W haben 1100 bis 1300lm. Also NEIN.

>> Leistung: 8W
>> Lichtstrom: 900-960 LM

120lm/W. Mit diesen LEDs? Mit Elektronik? Nie im Lebbe.
Gast #2333007
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Hans H. schrieb:

> Wilhelm Ferkes schrieb:
>> Sonst müßte man mal Stromlaufpläne suchen, und schauen, was da passiert.
>> Ich kenne die Elektronik von beiden Geräten nicht. Die nächste defekte
>> ESL werde ich mal öffnen und untersuchen
>
> Brauchst du nicht,
> auf http://www.pavouk.org/hw/lamp/en_index.html
> hat einer das für dich getan.
>
> Ich bin der Meinung daß Standard-ESL nicht gedimmt werden können,
> nachdem ich die Schaltpläne gesehen habe.

Vielen Dank für den Link!

Ja, es sieht ganz so aus, daß so eine Schaltung kaum dimmbar ist. Der 
Ladekondensator wird immer versuchen, sich aus der angeschnittenen Phase 
das Maximum an Energie zu ziehen. Das könnte unter Umständen durch hohe 
Impulsströme auch dem Dimmer mal schaden, zumindest einem 
Phasenanschnittdimmer, ohne daß dessen Feinsicherung auslöst. Bzw. 
Geräusche verursachen, wie Michael K. sie beschrieb. DIAC und Snubber im 
Inneren sehen auch danach aus, als ob die Lampe schon eine Art eigene 
Phasenanschnittsteuerung hat, die mit doppelter Netzfrequenz arbeitet.

Weiter habe ich nichts analysiert. Nur mal grob geschätzt.

> Übrigens ist mir nicht klar, warum man das Funzellicht einer ESL noch
> dimmen will ;-)

Na, weil man abends nach Feierabend nicht immer gerne hell erleuchtet 
bzw. einer hellen Lichtfarbe sitzt, wie in der Bahnhofswartehalle. Man 
braucht nicht immer volle Arbeitsbeleuchtung. Da liebe ich meine 
gedimmten Niedervolt-Halogen in Abendrotfarben. Wenn ich es heller 
möchte, drehe ich eben am Dimmer.
OP #2333015
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Da liebe ich meine gedimmten Niedervolt-Halogen in Abendrotfarben.

Die Lichtfarbe hat auch direkten Einfluß auf den Schlaf-Wach-Rhytmus. 
Blaues Licht verhindert die Ausschüttung von Melatonin und die Folge 
ist, daß man schlecht einschlafen kann.

Da sich die Farbe von Glühlampen beim abdimmen in Richtung Rot 
verschiebt, sind die viel besser geeignet, als irgendwelches kaltes, 
blaues Licht, das einfach nur weniger intensiv geschaltet wird.
Gast #2333035
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Enschuldigung für die Abweichung vom Thema:
Und warum wollt ihr alle in vorauseilendem Gehorsam unbedingt ESL und 
LED benutzen?
Ich habe überall Halogenlampen im Einsatz. Ein Versuch mit einer ESL 
ging in die Hosen (4 x  7 W, wurden mit der Leuchte mitgeliefert). Eine 
Lampe ging nach ca. 500 h statt der versprochenen 8000 h den Weg alles 
irdischen.

Vorgestern wollte mir der Lampenerklärer von OSRAM im Baumarkt eine 
0,8-W-Ledbirne für den Kühlschrank aufschwatzen. Geil. Da kann man echt 
sparen.
Da ich aus Geiz die Kühlschrankbirne bei Verschrottung des ersten Teils 
heraus- und in den neuen KS reingedreht habe, ist diese jetzt seit 1977 
im Einsatz.

Wenn jemand wirlich billiges Licht haben will, hilft nur die gute alte 
konventionelle Leuchtstoffröhre. In der Firma habe ich von den ca. 30 
Stück in den letzten 10 Jahren noch keine auswechseln müssen.
Gast #2333148
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> Die Dimmerproblematik ist doch ein prima Argument gegen den
> Glühlampen-Amoklauf. Wenn es Glühbirnen nur noch in der Nähe des
> Straßenstrichs auf dem Schwarzmarkt gibt, ist es zu spät...

Naja lieber Uhu, solange es vollkompatible Halogenlampen in allen nur 
denkbaren Ausführungen gibt, besteht kein Grund zur Panik. G9, E14, E27, 
25 - 105 W, alles da. Über die damit verbundenen Preiserhöhungen kann 
man geteilter Meinung sein, aber dafür sollen sie ja angebkich auch 2000 
h halten. Ein ganz kleines wenig Energie sparen sollen sie zudem auch.

Die Alternative zur Glühlampe heißt doch Halogen und nicht LED oder ESL;
wer sich freiwillig eine ESL antut, ist selbst schuld und unterstützt 
nur die Abzockerei der Birnenhersteller.

Die Entscheidung, was man in seinen Sockel dreht, sollte man allerdings 
in einer Demokratie jedem selbst überlassen und nicht den Kartellen der 
Industrie.
Technisch ausgereifte, überzeugende und markttaugliche Erzeugnisse kauft 
der Kunde ohne grüne Markthilfe von Oben selbst.
Gast #2333153
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Hans H. schrieb:

> Habe übrigens gestern mal aus Spaß die erste kaputte ESL aufgesägt,
> und war überrascht wieviel Elektronik drin ist, da ist der saftige Preis
> durchaus verständlich.

Naaaa jaaaa!!! Das könnte man als Bastler glauben, der ab und zu mal 
Bauteile bei Reichelt oder sonstwo bestellt. Nach der Schaltung aus 
deinem Link zu urteilen, kostet die gesamte Elektronik bei Millionen 
Stückzahlen wohl kaum mehr als 30Ct.. Wenn überhaupt.

Der Rest ist Gewinn.
Gast #2333192
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Uhu Uhuhu schrieb:

> Und wie verhält sich eine runtergedimmte Halogenlampe? Der Halogenprozeß
> funktioniert nicht mehr.

Das stimmt. Es verdampft aber bei niedrigeren Temperaturen auch kein 
Glühfaden mehr, womit dann auch der Glaskolben nicht beschlägt.

Ich habe hier, wie weiter oben schon beschrieben, einige gedimmte 
NV-Halogenlampen in Betrieb. Vor einiger Zeit machte ich mir auch über 
den Halogenprozeß Gedanken, und fand im Internet dazu, daß bei 
Untertemperatur der Glühfaden versprödet. Als Gegenwehr kann man die 
Lampe sehr gelegentlich mal ein paar Minuten bei voller Helligkeit 
betreiben, damit der Glühfaden rekristallisiert, und der Halogenprozeß 
kurz einsetzt.

Übrigens leben meine Lampen nach über 10 Jahren alle noch, sehen sogar 
wie neu aus.

Aber frag mich nicht, wo ich die Info vor langer Zeit mal fand!
Gast #2333263
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> Und wie verhält sich eine runtergedimmte Halogenlampe? Der Halogenprozeß
> funktioniert nicht mehr.

Osram behauptet, dass alle Halogenlampen voll dimmbar sind. Wie sich das 
auf den Halogenprozess bzw. die Lebensadauer auswirkt, das sagen die 
Brüder allerdings nicht.
Ausprobieren.
(Firma: dm2sh) #2333362
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Gerade Glühlampen sind doch zum Dimmen extrem ungeeignet, da der 
Wirkungsgrad massiv zurückgeht, wenn sie gedimmt werden. Da sind LEDs 
noch am besten. Eigendlich müsste man den ganzen alten Scheiß mit 
Phasenanschnittsdimmer, Kondensatornetzteil etc. loswerden.

Am besten ein gutes Schaltnetzteil mit PFC und Dimmfunktion in die 
Leuchte integrieren und per Bluetooth/WLAN ansteuern. Dazu noch die 
besten LEDs, die man bekommt. Durch die drahtlose Steuerung braucht man 
keine Lichtschalter mehr. Das spart bei einem Neubau kosten (Wand 
Aufhacken, etc.) und ist dadurch evtl. billiger.

In neuen Kühlschränken werden dann LEDs fest eingebaut sein. Das spart 
die Fassung, außerdem ist die LED kleiner und nicht mit Netzspannung 
verbunden, weshalb weichere Kabel mit dünnerer Isolation in den 
Innenraum geführt werden können, dadurch gibt es weniger Kältebrücken. 
Die LEDs lassen sich besser in das Gehäuse integrieren und sparen so 
Abdeckungen. Es ist also mehr Platz für den Nutzinhalt. Der Innenraum 
kann um das Volumen kleiner gebaut werden. Der Einspareffekt tritt damit 
beim Bau des Kühlschrankes auf.

Das Problem ist, dass nicht das Konzept geändert wird. Jeder will die 
klassische Birne, die bisherige Lampenkonstruktion, den 20 Jahre alten 
Dimmer.

Jeder meckert anonym in diesem Forum herum, weil die Glühbirne verboten 
ist. Keiner traut sich öffentlich zu demonstrieren. Lieber wird ein 
stiller Protest gelebt, indem 100 Birnen auf Vorrat gehortet werden. Da 
ist man dann stolz es den "EU-Bonzen" gezeigt zu haben. ;) Man lässt 
sich von dem "System" nicht klein kriegen. ;) Man boykottiert die nur 
auf Gewinn ausgerichteten Konzerne. Es geht gar nicht um die 
Energiesparlampe, sondern um die Auflehnung gegenüber dem 
Kapitalistischen System, gegen den Euro und gegen die EU - ist es nicht 
so? ;)

Ich denke der Dumme ist, wer hunderte Glühbirnen gehortet hat. Mit dem 
Glühbirnenverbot wurden Panikkäufe ausgelöst und die Lampenhersteller 
haben mit dem Abverkauf der Glühbirnen erst mal richtig Profit gemacht. 
Dann liegen hunderte Glühbirnen in den Schränken der Kunden herum. Heute 
gibt es neben Schrott-ESL schon gute und auch gute LED-Lampen zu 
vernünftigen Preisen. In wenigen Jahren werden gute LED-Lampen auch halb 
verschenkt werden, dann sind aber noch 95 Glühbirnen im Schrank, die 
nicht genutzt entsorgt werden...
#2333377
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Ich hatte mal eine Vorschaltelektronik für Glühlampen, die dafür sorgte, 
dass die Lampen nach dem Einschalten langsam hochgefahren werden.

Eine Verlängerung der Lebensdauer der "Birnen" konnte ich allerdings 
nicht feststellen, so dass ich die Elektronik wieder ausgebaut habe als 
diese mal selbst durchgeschmort war.
#2333389
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Stefan Helmert schrieb:

> Das Problem ist, dass nicht das Konzept geändert wird. Jeder will die
> klassische Birne, die bisherige Lampenkonstruktion, den 20 Jahre alten
> Dimmer.

Nun ja, die Leute haben halt auch schon entsprechende Leuchten. In 
unsere Deckenlampe gehen ESL schon mal nicht rein, zumindest in der 
Leistungsklasse, die dann auch die Glühlampe ersetzen soll.

In unsere Küchenleuchte kommen kleine Kugel-Lampen mit 40 W. Die kleine 
Bauform trägt dazu bei, dass man nicht so direkt in die Funzel blickt. 
Auch hier gibt es keine ESL-Alternative.

Die gute alte Büroschreibtischlampe hat ne 60-W-Lampe drin. Die habe ich 
mal durch eine Megamann-Daylight ersetzt, für rund 15 Euro.  Effekt:

Die ESL hat erst mal 15 Minuten (ungelogen) gebraucht um die volle 
Helligkeit zu erreichen. Also eher eine Aufwachlampe und keine 
Arbeitslampe.

Die Messungen zur Anlaufzeit habe ich dann auch mal bei Wikipedia 
eingestellt, bei der Diskussion über ESL. Ohne großen weltanschaulichen 
Kommentar, sondern nur die reinen Fakten.

Die Graphik wurde von Wikipedia ziemlich schnell wieder gelöscht. An 
einer objektiven Information über das Pro und Contra ist man wohl auch 
dort nicht interessiert.
(Firma: dm2sh) #2333594
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>Stefan Helmert schrieb:
>> Gerade Glühlampen sind doch zum Dimmen extrem ungeeignet, da der
>> Wirkungsgrad massiv zurückgeht, wenn sie gedimmt werden.
>
>Man dimmt doch nicht wegen des Wirkungsgrades...

Dann kann man doch einfach getönte Abdeckungen auf die ESL stülpen, je 
nach dem wie hell es sein soll. ;)
#2333710
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Peter Dannegger schrieb:
> Bernd G. schrieb:
>> Vorgestern wollte mir der Lampenerklärer von OSRAM im Baumarkt eine
>> 0,8-W-Ledbirne für den Kühlschrank aufschwatzen.
>
> Dann sag ihm mal, daß dann das Fleisch im Tiefkühlfach verdirbt, weils
> dort zu warm wird.
>
>
> Peter

Wieso das denn?
Die werden doch wohl die Tiefkühlfachtemperatur mit dem Kühlaggregat 
regeln und dann die Kühlschrankzone mit der Lampe soweit erwärmen dass 
sich auch hier die gewünschte Temperatur einstellt. Andersrum ist doch 
Blödsinn.
Könnte also höchsrens passieren, dass die Kühlschrankzone zu kalt wird.

Andersrum kenne ich es übrigens:
Fleich in der Nähe der (vom Hersteller eingebauten) Lampe gammelt vor 
sich hin, da die Lampe die Temperatur in diesem Bereich zu lange zu 
stark erhöht.
Würde ich übrigens mal drauf achten, wenn ich so ein Teil hätte. Mit 
gammelnden Fleisch ist nicht zu spaßen.
Dann lieber eine LED einbauen, oder die Lampe ganz rauswerfen. Die 
braucht man nämlich nicht unbedingt (Wenn die Temparatur nicht zu tief 
sinkt)
#2333797
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Jo O. schrieb:

> Wieso das denn?
> Die werden doch wohl die Tiefkühlfachtemperatur mit dem Kühlaggregat
> regeln und dann die Kühlschrankzone mit der Lampe soweit erwärmen dass
> sich auch hier die gewünschte Temperatur einstellt. Andersrum ist doch
> Blödsinn.
> Könnte also höchsrens passieren, dass die Kühlschrankzone zu kalt wird.

...wäre das nicht was für "Witz der Woche"?

> Andersrum kenne ich es übrigens:
> Fleich in der Nähe der (vom Hersteller eingebauten) Lampe gammelt vor
> sich hin, da die Lampe die Temperatur in diesem Bereich zu lange zu
> stark erhöht.

Könnte passieren, wenn man die Kühlschranktür zu lange öffnet oder nicht 
wieder zumacht, dann wird aber der gesamte Kühlschrank warm.

> Dann lieber eine LED einbauen, oder die Lampe ganz rauswerfen. Die
> braucht man nämlich nicht unbedingt (Wenn die Temparatur nicht zu tief
> sinkt)

Seit Jahrzehnten haben die Leute ne 15-W-Birne im Küli, und jetzt auf 
einmal ist die Rede vom gammligen Fleisch....
Gast #2333860
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Jo O. schrieb:
> Fleich in der Nähe der (vom Hersteller eingebauten) Lampe gammelt vor
> sich hin, da die Lampe die Temperatur in diesem Bereich zu lange zu
> stark erhöht.

Also bei meinem Kühlschrank geht das Licht aus, wenn man den zumacht. 
Wers nicht glaubt, reinsetzen und Tür zu. ;-)
(Firma: dm2sh) #2333876
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Um der Verwirrung ein Ende zu bereiten:

"Kühlschränke der Klimaklasse SN haben daher häufig eine Heizung in Nähe 
des Thermostates im Kühlraum von ca. 8 Watt. Manchmal wird einfach die 
Glühlampe (üblich: 15 Watt) nicht ausgeschaltet, um die 
Betriebstemperatur von der Klimaklasse N auf SN zu erweitern."
(http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BChlschrank)
#2333938
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Stefan Helmert schrieb:
> Um der Verwirrung ein Ende zu bereiten:
>
> "Kühlschränke der Klimaklasse SN haben daher häufig eine Heizung in Nähe
> des Thermostates im Kühlraum von ca. 8 Watt. Manchmal wird einfach die
> Glühlampe (üblich: 15 Watt) nicht ausgeschaltet, um die
> Betriebstemperatur von der Klimaklasse N auf SN zu erweitern."
> (http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BChlschrank)

Endlich mal ein konstruktiver Beitrag statt sinnloser Besserwisserei.

Bei uns werkeln 2 Kompressoren, einer fürs Gefrier, einer für den 
Kühlschrank. Beide Kammern sind getrennt regelbar. Insofern taucht das 
Problem hier gar nicht auf.

Bei Einkompressoranlagen war ich bisher davon ausgegangen, dass man sich 
zuallererst um die Temperatur im Gefrierfach kümmert und dies die 
Einschaltzyklen des Kompressors bestimmt. Die Kühlteiltemperatur dachte 
ich wird dann durch ne Art Mischer besimmt.

Wieder was dazugelernt.

Und: Dass man mit blauen LED dem Gemüse Tageslicht vorgaukeln kann (und 
will), war ebenfalls ne nette Neuigkeit. Mir ist allerdings bisher noch 
kein Gerät untergekommen, welches diese Technik anbietet. Dabei schau 
ich schon immer, welches Gerät in Frage kommt, wenn unser AEG (1,4 kWh 
pro Tag, 20 Jahre auf dem Buckel) eines Tages die Grätsche macht...

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