Sekundärwicklungen parallel / serie

Gast #5094522
Lesenswert?

Hallo,

ich benötige einen Sekundärspannung von 24 Volt. Die meisten 
Ringkerntransformatoren haben zwei Sekundärwicklungen.

Welche Vor-/ Nachteile ergeben sich durch die zwei Varianten? Oder 
vollkommen egal?
a. 2x12V und diese in serie, oder
b. 2x24V und diese parallel zu verschalten?

Grüße Hans
Gast #5094530
Lesenswert?

Wenn Dir egal ist, ob man damit auch in einem Fall 2 x 12 bzw. 1 x 12 
(2xI), im anderen Fall auch 2x 24 bzw. 48V~ gewinnen könnte, sind die 
Unterschiede gering.

Aber wenn Dir o. g. anderweitige Verw. egal ist - wieso ziehst Du dann 
nur eine 24V Wicklung gar nicht in Betracht?

Irgendwie... merkwürdig. :)
#5094791
Lesenswert?

Manfred schrieb:

> Quark - bei der Reihenschaltung ist der Strom von selbst gleich. Bei
> Parallelschaltung hängt es ausschließlich an der Sorgfalt des
> Trafoherstellers, dass beide Wicklungen wirklich gleich sind.

Da solche Trafos wohl überwiegend maschinell gefertigt werden,
kann man m.E. schon davon ausgehen, das die Windungszahlen gleich
sind. Kleine Unterschiede bei den Wicklungswiderständen dürften
sich praktisch kaum auswirken.
#5094807
Lesenswert?

Harald W. schrieb:
> Da solche Trafos wohl überwiegend maschinell gefertigt werden,
> kann man m.E. schon davon ausgehen, das die Windungszahlen gleich
> sind. Kleine Unterschiede bei den Wicklungswiderständen dürften
> sich praktisch kaum auswirken.

beim EI oder M-Kern sind die Lagen übereinander gewickelt. Alleine 
dadurch wird die Drahtlänge und damit der Widerstand unterschiedlich. 
Auch bezüglich der Streung ergeben sich da Unterschiede.

Dazu kommt die Grundregel: Spannungsquellen schaltet man nicht 
parallel,gute schon garnicht.

Manfred schrieb:
> an der Sorgfalt des
> Trafoherstellers

Der Trafohersteller wird wohl nicht in Betracht ziehen, dass zwei 
Wicklungen parallel geschaltet werden.
#5094817
Lesenswert?

Es lässt sich aus vielerlei Gründen nicht vermeiden, dass zwei 
Wicklungen auch zwei - wenn auch minimal - unterschiedliche Spannungen 
besitzen.
Da sich, außer man misst selber nach, nicht bestimmen lässt, wie groß 
diese Differenz ist, lässt sich auch nichts über deren Folgen sagen. 
Heinz der Heizer könnte Dir aber, bei einem unsauber gewickelten Trafo, 
über die Schulter gucken.
Gast #5094854
Lesenswert?

Sebastian S. schrieb:
> Es lässt sich aus vielerlei Gründen nicht vermeiden, dass zwei
> Wicklungen auch zwei - wenn auch minimal - unterschiedliche Spannungen
> besitzen.

Das hat bei 2x12V in Reihe aber keine spürbaren Auswirkungen, bei 2x24V 
parallel schon. Aus das Verpolen einer Wicklung ist bei der 12V Variante 
unkritisch, bei der 24V Variante kritisch bis zur Zerstörung des Trafos.

erfghjnmkcvghj
Gast #5095022
Lesenswert?

Harald W. schrieb:
> Bei vielen Trafoherstellern wird diese öglichkeit sogar ausdrücklich
> erwähnt.

(Parallelschaltung)
Und nur dann würde ich es auch machen. Solche Trafos sind wahrscheinlich 
bifilar gewickelt, damit die Wicklungen keinen Unterschied aufweisen.

Notfalls beim Trafohersteller fragen. Das schliesst natürlich 
Billigangebote ohne Datenblatt aus.

Georg
#5095072
Lesenswert?

Hans schrieb:
> Welche Vor-/ Nachteile ergeben sich durch die zwei Varianten?
> a. 2x12V und diese in serie

Man kann auch 12V abgreifen. Kein Problem mit unterschiedlichen 
Wicklungen.

> b. 2x24V und diese parallel zu verschalten

Kein Vorteil. Nur Nachteil, wenn die Wicklungen nicht 100.0% gleich 
sind, entsteht ein Verlust der vollständig im Trafo bleibt und ihn 
erwärmt, daher sinkt die entnehmbare Leistung bevor er überhitzt um mehr 
als die verlorene Leistung ausmacht.
Gast #5095115
Lesenswert?

Konstantin schrieb:
> Das spart zwar eine Diodenstrecke, aber der Tra fo wird dann doppelt so
> schwer, weil die negative Halbwelle ungenutzt bleibt.

???? Noch nie eine ZWEI-WEG-Gleichrichtung gesehen?
Hätte ich jetzt nicht gedacht, daß die Schaltung dermaßen unbekannt ist, 
daß sie ohne Punkte nicht verstanden wird.
Gast #5095117
Lesenswert?

Konstantin schrieb:
> Das spart zwar eine Diodenstrecke, aber der Trafo wird dann doppelt so
> schwer, weil die negative Halbwelle ungenutzt bleibt.

Hä?
Wie kommst du auf so etwas?

Parallelschalten würde ich nur bei LL-Kernen.
Bei Maschinenherstellung sind die beiden Wicklungen weitgehend 
identisch.
Gast #5095139
Lesenswert?

Leute, es ist doch logisch, dass der Trafo doppelt so stark ausgelegt 
werden muss. Es wird schließlich eine zweite Wicklung benötigt, obwohl 
ich die gleiche Leistung auch mit nur einer Wicklung bereits hätte! Die 
Ausgangswelligkeit ist natürlich genauso schön wie bei einem 
Brückengleichrichter, das ist klar.

In Wikipedia stehts übrigens auch so ähnlich geschrieben:

Nachteilig ist, dass die Zweiweggleichrichtung 
(Mittelpunktgleichrichter) einen speziellen stärker dimensionierten 
Transformator erfordert, da immer nur die Hälfte des Kupfers zum 
Stromfluss beiträgt.
#5095155
Lesenswert?

Konstantin schrieb:

> Leute, es ist doch logisch, dass der Trafo doppelt so stark ausgelegt
> werden muss. Es wird schließlich eine zweite Wicklung benötigt, obwohl
> ich die gleiche Leistung auch mit nur einer Wicklung bereits hätte!

Gut, das Deine Logik von der Physik widerlegt wird. Du brauchst zwar
zwei Wicklungen, aber diese können für die gleiche Leistung mit
wesentlich dünneren Draht gewickelt werden.

> In Wikipedia stehts übrigens auch so ähnlich geschrieben:

...und Wikepedia ist die Referenz für elektrisches Fachwissen?

> Nachteilig ist, dass die Zweiweggleichrichtung
> (Mittelpunktgleichrichter) einen speziellen stärker dimensionierten
> Transformator erfordert, da immer nur die Hälfte des Kupfers zum
> Stromfluss beiträgt.

Falsch. Du weisst wodurch die Belastbarkeit eines Trafos festgelegt
wird? Kleiner Tipp: Es ist nicht die Nennleistung.
Gast #5095234
Lesenswert?

Die 2-pulsige Mittelpunktschaltung
https://www.mikrocontroller.net/attachment/337057/Zweiweg-Gleichrichter.png
nutzt den Transformator schlechter aus, als die 2 pulsige 
Brückenschaltung.
Das kann man sich z.B. wie folgt erklären:
Jede Sekundärwicklung der Mittelpunktschaltung trägt arithmetisch halb 
soviel Strom, wie die Sek.-Wicklung der Brückenschaltung.
Der Effektivstrom sinkt aber nur auf das 1/√(2)-fache.
Wickelt man zusätzlich "dünner", wird es sekundärseitig noch wärmer.

(In der Energietechnik gibt es extra solche Tabellen, wie welche 
Gleichrichterschaltung den jeweiligen Transformator ausnutzt bzw. um 
wieviel seine Scheinleistung grösser sein muss, als die entnommene 
Gleichstromleistung. Und die muss IMMER grösser sein, auch wenn kein 
Ladekondensator vorhanden ist.)
#5095265
Lesenswert?

Elektrofan schrieb:

> Die 2-pulsige Mittelpunktschaltung
> https://www.mikrocontroller.net/attachment/337057/Zweiweg-Gleichrichter.png
> nutzt den Transformator schlechter aus, als die 2 pulsige
> Brückenschaltung.

"Schlechter" heisst aber nicht, "nur zur Hälfte", wie unser
"Erdbeerkuchenspezialist" meint. Hier noch ein Kommentar aus
den dse-faq zur Mittelpunktschaltung:

Amerikaner verwenden oft anders gewickelte Trafos in 
Mittelpunktschaltung und kommen mit 2 Dioden aus. Wenn man dafür einen 
in Europa gefertigten Trafo mit 2 Wicklungen verwendet, bei dem beide 
Wicklungen für Dauerstrom und nicht nur für 50%ige Nutzung ausgelegt 
sind, wodurch sich ein anderes Masseverhältnis von Eisenkern zu 
Wicklungskupfer ergibt, kostet das nur unnötiges Geld für den 1.4 mal 
dickeren Trafo. Als Hobbyist vielleicht egal, bei kommerzieller 
Pfennigfuchserei aber wichtig. Im Umkehrschluss heisst das, das bei 
amerikanischen Trafos nicht beide Wicklungen gleichzeitig voll belastet 
werden dürfen, aber da der Trafo eh für 127V~ und 60Hz ausgelegt ist, 
erübrigt sich dessen Verwendung meistens sowieso. Die 
Mittelpunktschaltung hat nur 1 Diodenspannungsabfall, da aber bei 
gleichem Kern der Wicklungswiderstand doppelt so hoch und damit der 
Spannungsabfall im Belastungsfall höher ist, wird dieser Vorteil wieder 
aufgehoben. Bei professioneller Auslegung wird der Trafoinnenwiderstand 
zwischen Leerlaufspannung und Gleichrichterspitzenstrom eingepasst 
(Section 8 in HB206 von OnSemi, auf gut Deutsch: Profis machen den Draht 
so dünn wie es geht, es geht so lange die Elektronik die Effekte 
ausregeln kann, und sparen damit Kupfer und senken die 
Spitzenstrombelastung der Bauteile), als Bastler muss man nehmen was 
angeboten wird.
Gast #5095288
Lesenswert?

Da ich von Harald zum Erdbeerkuchenspezialisten befördert wurde, hier 
das Rezept:

Link

Jetzt sollte eigentlich ein Link zum Rezept führen, aber da sowieso 
jeder weiß wie man einen Erdbeerkuchen mit Rhabarber und einer dicken 
geschmackvollen Vanillepuddingschicht bäckt (... und der schmeckt sehr 
lecker), erübrigt sich das Rezept.
Angehängte Dateien:
Gast #5095462
Lesenswert?

Thomas B. schrieb:
> Boah,...warum nehmt Ihr das alles so ernst?
> Ist doch nur scheiß Internet.
> Die Realität ist wichtiger.

Du unterschätzt das.
Im Prinzip lernen zwar alle das Gleiche.
Nur das Vergessen unterscheidet sie.
Und nun vereidigt jeder seinen Wissensstand mit hauen und stechen.
Janosch wusste es schon vor langer Zeit: "und in der Nacht kommt der 
Räuber Hablitzl und klaut euch auch noch den Rest. Dann habt ihr 
garnichts mehr, nicht mal einen Freund".

Post Skriptum:
Wie hoch sind eigentlich diese blöden Kupferverluste?
#5095479
Lesenswert?

Fakt ist, dass eine Zweiwegschaltung den Trafo um den Faktor 1,4 höher 
belastet als eine Brückenschaltung bei gleichem Ausgangsstrom. Wer die 
Berechnung von Effektivwerten beherrscht, weiß das.

Nur bei niedrigen Spannungen, etwa unter 5V wird die Zweiwegschaltung 
günstiger, wenn man beim Vergleich zur Brücke die Spannungsverluste in 
den Dioden berücksichtigt.

Ein Sonderfall für Zweiweg ist dann, wenn zwei gleichhohe Spannungen mit 
entgegengesetzter Polung erzeugt werden müssen, die gleich stark 
belastet werden, wie bei Komplementärendstufen. (und siehe da: in der 
Schaltung  taucht wieder eine Diodenbrücke auf). Da wird die 
Trafowicklung wieder mit beiden Halbwellen des Sinus belastet.

Wenn ihr Schaltbilder von fertigen Geräten anschaut, werdet Ihr 
vorwiegend die Kombination  EINE Wicklung mit dazugehöriger Brücke 
finden, wenn diese die Hauptlast des Trafo darstellt.
Gast #5095556
Lesenswert?

Peter R. schrieb:
> Fakt ist, dass eine Zweiwegschaltung den Trafo um den Faktor 1,4 höher
> belastet als eine Brückenschaltung bei gleichem Ausgangsstrom. Wer die
> Berechnung von Effektivwerten beherrscht, weiß das.

Wo hast du denn den Unsinn her?
Es ist doch Wurscht, wo die beiden Halbwellen herkommen.
Bei der Graetzschaltung hast du zwei Diodenstrecken zusätzlich als 
Verlst.
Bei niedriger Spannung ist das kritischer.

Der Trafo ist natürlich billiger, wenn er nur eine Wicklung mit dickeren 
Draht wickeln muß.
Im Gegensatz zu 2X dünneren Draht.
Ich schätze mal das Zeitverhältnis 1:4.

Konstantin schrieb:
> Jetzt sollte eigentlich ein Link zum Rezept führen, aber da sowieso
> jeder weiß wie man einen Erdbeerkuchen mit Rhabarber und einer dicken
> geschmackvollen Vanillepuddingschicht bäckt (... und der schmeckt sehr
> lecker), erübrigt sich das Rezept.

Wie dick bist du?
Gast #5095878
Lesenswert?

michael_ schrieb:
> Wie dick bist du?

Normalerweise geht Dich das gar nichts an, aber immerhin ist meine 
Speckschicht an den meisten Körperstellen so dick, dass ich überwiegend 
sogar Kugelsicher bin (die Speckschicht wirkt wie eine Kugelsichere 
Weste). Die einzigen Stellen, an denen ich noch verwundbar bin, sind 
Knie, Hände und Kopf. Das gilt jetzt nur für kleine Handfeuerwaffen, bei 
größeren Kalibern schützt auch die Speckschicht nicht mehr, das ist wohl 
klar.
#5096287
Lesenswert?

Wollte aus reiner  Neugier mal einen alten eingelagerten Ringkerntrafo 
vermessen.
Möchte die Leistungsaufnahme und Scheinleistung im Leerlauf bei parallel 
geschalteter und
offener Wicklung messen.
Und auch mal die Spannungsdifferenz der beiden 15V-Wicklungen..

Jetzt habe ich aber festgestellt, dass sich die Isolierung der 
Anschlüsse auflöst.
Was ist denn das für ein Mist, ist das normal??
Die Isolierung klebt wie Pattex, teilweise hat die rote Isolierung schon 
die gelbe Isolierung  verfärbt und ist weich.

Das Ding war aber schon 12 Jahre eingelagert.
(Original verpackt.)

Ist von Reichelt.

https://www.reichelt.de/Ringkerntrafos/RKT-22015/3/index.html?ACTION=3&LA=446&ARTICLE=15271&GROUPID=4539&artnr=RKT+22015&SEARCH=22015

Das Datenblatt taugt nur als Toilettenpapier deshalb habe ich in 
ausgewählt.

Gruß
Thomas
#5096664
Lesenswert?

Ich hätte jetzt die Differenzspannung gemessen.
Also parallel und dann ein Ende offen u. Multimeter daran.
Was das für eine Aussagekraft hat weiß ich nicht.
Klar , wenn ich das parallel schalte ist das wieder hinfällig.
Aber man könnte doch vorher Differenzen feststellen, obwohl die minimal 
und uninteressant sind.

Edit:
Ich versuche es mal.
Kostet ja nichts.

Schönen Wochenstart.(oder Urlaub)

Gruß
Thomas
#5096756
Lesenswert?

Thomas B. schrieb:
> Jetzt habe ich aber festgestellt, dass sich die Isolierung der
> Anschlüsse auflöst.
> Was ist denn das für ein Mist, ist das normal??
> Die Isolierung klebt wie Pattex, teilweise hat die rote Isolierung schon
> die gelbe Isolierung  verfärbt und ist weich.
>
> Das Ding war aber schon 12 Jahre eingelagert.
> (Original verpackt.)
>
> Ist von Reichelt.
>
> 
https://www.reichelt.de/Ringkerntrafos/RKT-22015/3/index.html?ACTION=3&LA=446&ARTICLE=15271&GROUPID=4539&artnr=RKT+22015&SEARCH=22015
>
> Das Datenblatt taugt nur als Toilettenpapier deshalb habe ich in
> ausgewählt.

Kannst Du oder ein anderer mir eine Alternative zu den Ringkerntrafos 
von Reichelt nennen?

Ich habe mittlerweile von Reichelt drei leistungsschwächere Exemplare im 
Einsatz.
Gibt es eine Empfehlung? Block? Talema?
Gast #5096758
Lesenswert?

Konstantin schrieb:
> Das spart zwar eine Diodenstrecke, aber der Trafo wird dann doppelt so
> schwer, weil die negative Halbwelle ungenutzt bleibt.

Der wird nicht doppelt so schwer, weil der Kern die selbe Leistung 
übertragen muss. Und die Wicklung kann gegenüber einer auf beiden 
Halbwellen genutzten auch dünner ausgelegt werden, weil der Strom nur 
die halbe Zeit fließt und die Eigenerwärmung durch ohmsche Verluste 
entsprechend nur halb so groß ist.
#5097676
Lesenswert?

Peter M. schrieb:
> kannst Du oder ein anderer mir eine Alternative zu den Ringkerntrafos
> von Reichelt nennen?
>
> Ich habe mittlerweile von Reichelt drei leistungsschwächere Exemplare im
> Einsatz.
> Gibt es eine Empfehlung? Block? Talema?

Hallo Peter.

Unwetter ist vorbei, und Stecker sind wieder in der Steckdose :)
Ich werde in den nächsten Tagen mal schreiben.
Die Messung muss ich ja auch  noch machen, obwohl das
nicht viel bringt.

Habe auch 2 Geräte mit den Richelt-Trafos im Einsatz.

Gruß
Thomas
#5098755
Lesenswert?

Das Gerät mit einem vergleichbaren Trafo zeigt die gleichen Symptome, 
die Isolierung sieht auch jämmerlich aus.
Primär wäre mir das egal, ist ja Kupferlackdraht und man könnte was 
Neues  drauf schieben, aber Sekundär  mache ich mit sorgen.

Habe mal ein Scann der Kabel des eingelagerten Trafos reingestellt.
Weis aber jetzt nicht ob die Pattex-Isolierung optisch rüberkommt.
Wie geschrieben, das löst sich alles auf und klebt.

Gruß
Thomas

Edit:
Ja ich weiß, die Messwerte fehlen noch , wegen der Frage des TO.
Kommt aber noch.
Angehängte Dateien:
#5098928
Lesenswert?

Thomas B. schrieb:
> Das Gerät mit einem vergleichbaren Trafo zeigt die gleichen Symptome,
> die Isolierung sieht auch jämmerlich aus.

Schön sieht das nicht aus. Aber: es geht noch schlimmer. Keine Ahnung, 
das genau das außer dem Glasfasergewebe noch ist (mutmaßlich: PVC mit 
Weichmacher) aber bei manchen Gewebeschläuchen löst sich die 
Kunststoff-Einbettung mit der Zeit auf. Gerätefüße sind auch gern mal 
betroffen. Stichwort: Gummipest.

> Primär wäre mir das egal, ist ja Kupferlackdraht und man könnte was
> Neues  drauf schieben, aber Sekundär  mache ich mit sorgen.

LOL Whut? Auch die Sekundärwicklung ist selbstverständlich Lackdraht. 
Der Gewebeschlauch ist nur zusätzliche Isolation. Den könnte man im 
Prinzip auch ersetzen - einfach die Isolationsfolien vom Trafo 
abwickeln, bis die Sekundärwicklung frei liegt und neu isolieren. Nur 
wozu? Die Isolation wird nicht beeinträchtigt sein.

Ich habe gerade letztens Gerät offen gehabt, in dem auch Ringkerntrafos 
von Reichelt werkeln. Die Isolation sieht auch etwas angegriffen aus, 
ist aber im wesentlichen noch in Schuß. Ich werde einen Teufel tun, da 
dran zu schrauben ...
Gast #5099003
Lesenswert?

Peter M. schrieb:
> Sollte ich Ringkerntrafos eher von Block kaufen?

Ja, z.B. Block, Schmidbauer, Riedel, etc.

Ich wage zu behaupten, daß Du bei kaum einem der renommierten
Hersteller "was falsch machst". (Siehe Thomas' Probleme.)

Wo genau ich welchen Trafo genau kaufe, richtet sich dann nach
den genauen Typen, die angeboten werden. Deren Außenmaße und Daten
wie Leerlaufstrom etc. lassen sich bei solchen Herstellern anhand
ausführlicher Datenblätter ja ermitteln und auswählen.

Mich würde ja auch interessieren, was genau da verwendet wurde
bei den klebrigen Trafos. Ich glaube nämlich, mich selbst an
einen ähnlichen Fall zu erinnern.
Gast #5099089
Lesenswert?

Thomas B. schrieb:
> Das Gerät mit einem vergleichbaren Trafo zeigt die gleichen Symptome,
> die Isolierung sieht auch jämmerlich aus.

Auch bei mir liegen Trafos in der Schublade, wo der Gewebelackschlauch 
klebt und sogar Spuren in der Schublade hinterlassen hat.

Unschön, aber das hat keinen unmittelbaren Ausfall zur Folge.
Gast #5099202
Lesenswert?

Manfred schrieb:
> wo der Gewebelackschlauch
> klebt

Der Lack kann sich ruhig auflösen, solange das Gewebe unbeschädigt ist 
funtioniert der Trafo, also wahrscheinlich noch sehr lange Zeit. Dass er 
nicht mehr "schön" ist juckt ja nicht wirklich. Trafos in alten 
Dampfradios aus dem letzten Weltkrieg sind auch nicht mehr schön, aber 
so gut wie nie kaputt.

Georg
#5099375
Lesenswert?

Georg schrieb:
> Der Lack kann sich ruhig auflösen, solange das Gewebe unbeschädigt ist
> funtioniert der Trafo, also wahrscheinlich noch sehr lange Zeit. Dass er
> nicht mehr "schön" ist juckt ja nicht wirklich. Trafos in alten
> Dampfradios aus dem letzten Weltkrieg sind auch nicht mehr schön, aber
> so gut wie nie kaputt.

Hi,
es gibt offensichtlich Unterschiede in der Qualität der Gewebeschläuche, 
was die Klebrigkeit anbelangt.
Die "alten", 50 und mehr Jahre alten Gewebeschläuche in den Uraltradios 
scheinen länger zu halten, ohne klebrig zu werden.
Aber auch bei den neueren gibt es noch Unterschiede.
Im Bildchen ist der Gewebeschlauch, den ich zum gleichen Zeitpunkt wie 
beim Kondensator rechts gekauft hatte, noch gut erhalten.
Beim Kondensator rechts im Bild klebte es fürchterlich, so dass ich ihn 
nach dem Ausbau in einem Extra-Tütchen aufbewahren musste. Und, ich bin 
mir nicht sicher, ob es nicht doch irgendwann einmal geknallt hätte - 
mangels nachlassender, ausreichender Isolation. Hatte ihn vorsorglich 
ausgetauscht, nachdem ich die "Bescherung" gesehen hatte, (und gegen 
einen "echten" X2.)

OT/Kleiner Scherz: Kondensator, garantiert unzerbrechlich...
Und so, verehrtes Publikum, sieht das Ding von innen aus!/OT
Bild 2

Dann hatte ich noch festgestellt, wenn man die vor etwa einem Jahr 
gekauften Gewebeschläuche biegt, platzt schon bei der Montage der Lack 
ab.
Gibt es da vielleicht Vorschriften für minimale Biegeradien?

ciao
gustav
Angehängte Dateien:
Gast #5099454
Lesenswert?

Konstantin schrieb:
> Da ich von Harald zum Erdbeerkuchenspezialisten befördert wurde, hier
> das Rezept:

Norddeutscher Erdbeerkuchen?
Da in dem Klima keine Erdbeeren wachsen werden sie durch Rhabarber 
ersetzt?

So sieht Erdbeerkuchen aus:
http://www.kochbar.de/rezept/321857/Klassischer-Erdbeerkuchen.html

Wobei der bei uns gleimäßig mit 2 Lagen ganzer Erdberen bedeckt ist. 
Boden ist ein frischer selbstgebackener Bisquitt und dazu ganz viel 
frisch geschlagene Schlagsahne (aber keine aus der Dose!)

Wie schön wenn man mit einer Bäckerstochter verheiratet ist :-)
Gast #5099558
Lesenswert?

Der Andere schrieb:
> Wie schön wenn man mit einer Bäckerstochter verheiratet ist :-)

Ja, das stell ich mir allerdings auch schön vor. Ich gebe zu, dass mein 
Erdbeerkuchen leider überwiegend aus Rhabarber besteht. Dein 
Erdbeerkuchen dagegen sieht durch die Doppelschicht richtig brachial, 
saftig und lecker aus, zum Reinbeißen.  :)
Gast #5099690
Lesenswert?

Manfred schrieb:
> Trafos in der Schublade, wo der Gewebelackschlauch klebt

Kleben an sich ist vielleicht nicht besonders selten.

Manfred schrieb:
> und sogar Spuren in der Schublade hinterlassen hat.

Genau das meinte ich. Das Material "tropft" (laaangsamst).
Ohne das Gewebe verlöre es schnell die Form.

Manfred schrieb:
> Unschön, aber das hat keinen unmittelbaren Ausfall zur Folge.

Es ist halt lästig.

Konstantin schrieb:
> brachial

...ist mittlerweile wahrscheinlich auch die Wirkung eurer Erdbeer-
Kuchen-Romanze auf die Leser. Wer konnte/kann, besorgt/e sich
(und mampft/e) pfundweise EK.

Folgen: Verbreitung einer EK-Sucht, und/oder EK-Knappheit?
(Geht dann noch der Rhabarber aus - Mord und Totschlag.)

Aufhören! :)
#5099836
Lesenswert?

Ich habe mal den Reichelt “RKT 22015“ gemessen.
https://www.reichelt.de/Ringkerntrafos/RKT-22015/3/index.html?ACTION=3&LA=446&ARTICLE=15271&GROUPID=4539&artnr=RKT+22015&SEARCH=22015


Belastet mit 220Ohm / 10%
Spannung 1 =  16,43-16,46V
Spannung 2 =  16,42-16,45V

Differenzspannung  bei Parallelschaltung  =  38-40mV (ein Ende offen 
gemessen)

P _Leerlauf = 1,65W
Scheinleistung = 2,21VA

Bei Parallelschaltung oder alle Enden offen war kaum
ein Unterschied festzustellen, ging wohl auch in der 
Netzspannungsschwankung unter.
Netz lag bei 229,7-230,1V AC

Habe  mal ein Bild von einem Sedlbauer-Trafo reingestellt. (16VA)
Damit der Minusmann weis, was Qualität ist.
Anschlüsse flexibel, Top Isolierung und mit Aderendhülsen.
Primär (Isoliert, flexibel und noch Gewebeschlauch drüber)

Gruß
Thomas
Angehängte Dateien:
Gast #5099850
Lesenswert?

Und jetzt wäre noch die Primärwicklungsstromaufnahme interessant, einmal 
mit parallelgeschalteten Sekundärwicklungen und einmal mit offenen 
Sekundärwicklungen. In beiden Fällen ohne Sekundärwicklungsbelastung.
#5099856
Lesenswert?

Edit:
Das Wichtigste habe ich vergessen.
Sedlbauer hat ein “richtiges“ Datenblatt

Konstantin schrieb:
> nd jetzt wäre noch die Primärwicklungsstromaufnahme interessant, einmal
> mit parallelgeschalteten Sekundärwicklungen und einmal mit offenen
> Sekundärwicklungen. In beiden Fällen ohne Sekundärwicklungsbelastung.

Was soll das bringen?
Das geht in der Netzspannungsschwankung unter.
Gast #5099865
Lesenswert?

Thomas B. schrieb:
> Was soll das bringen?

Daran kann man dann endlich erkennen, ob durch Parallelschalten der 
Sekundärwicklungen zwischen den Sekundärwicklungen nennenswerte 
Ausgleichsströme fließen, die sich dann in einer erhöhten Stromaufnahme 
von der Primärwicklung bemerkbar machen würden! Ich denke zwar nicht, 
aber weiter oben wurde danach gefragt.

Gerade ein Ringkerntrafo wäre durch seine enge Kopplung ein gutes 
Prüfbeispiel dafür.
Gast #5099908
Lesenswert?

Wenn ich das übersetze bedeutet das:

1,63 Watt bei offenen Sekundäranschlüssen
1,66 Watt bei parallelgeschalteten Sekundäranschlüssen

Wie schon vermutet, wirkt sich eine Parallelschaltung der 
Sekundäranschlüsse nicht nennenswert negativ aus. Eine Leistungserhöhung 
von 0,03 Watt ist locker zu verschmerzen.
Gast #5100139
Lesenswert?

Yo schrieb:
> ...ist mittlerweile wahrscheinlich auch die Wirkung eurer Erdbeer-
> Kuchen-Romanze auf die Leser. Wer konnte/kann, besorgt/e sich
> (und mampft/e) pfundweise EK.
>
> Folgen: Verbreitung einer EK-Sucht, und/oder EK-Knappheit?
> (Geht dann noch der Rhabarber aus - Mord und Totschlag.)
>
> Aufhören! :)

Aufhören Herr Bäcker! Das hört sich fast schon so gut an, wie bei 
Mitternachtsspitzen das Schlusswort von Wilfried Schmickler.  :D

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren