Hallo,
ich benötige einen Sekundärspannung von 24 Volt. Die meisten
Ringkerntransformatoren haben zwei Sekundärwicklungen.
Welche Vor-/ Nachteile ergeben sich durch die zwei Varianten? Oder
vollkommen egal?
a. 2x12V und diese in serie, oder
b. 2x24V und diese parallel zu verschalten?
Grüße Hans
Wenn Dir egal ist, ob man damit auch in einem Fall 2 x 12 bzw. 1 x 12
(2xI), im anderen Fall auch 2x 24 bzw. 48V~ gewinnen könnte, sind die
Unterschiede gering.
Aber wenn Dir o. g. anderweitige Verw. egal ist - wieso ziehst Du dann
nur eine 24V Wicklung gar nicht in Betracht?
Irgendwie... merkwürdig. :)
Hans schrieb:> Die meisten> Ringkerntransformatoren haben zwei Sekundärwicklungen.
Ach so. Ist das so?
Ok - anderweitige Verwendung egal:
Unterschiede marginal.
Hans schrieb:> ich benötige einen Sekundärspannung von 24 Volt.
OK.
> Die meisten> Ringkerntransformatoren haben zwei Sekundärwicklungen.
Nein.
> a. 2x12V und diese in serie, oder> b. 2x24V und diese parallel zu verschalten?
c. einen Trafo mit einer 24V Sekundärwicklung kaufen
Axel S. schrieb:> c. einen Trafo mit einer 24V Sekundärwicklung kaufen
Ja, aber welchen Vorteil hätte ich?
Edit:
Bei Reichelt, Conrad u. Co.,haben die immer 2 Sekundäwicklungen.
Also da gebe ich dem TO Recht.
OK.
Wenn man dann die Gleichrichtung betrachtet ist das wieder ein anderes
Thema
War aber nicht die Frage des TO.
Thomas B. schrieb:> Sollte dann aber auch symmetrisch belastet werden.
Quark - bei der Reihenschaltung ist der Strom von selbst gleich. Bei
Parallelschaltung hängt es ausschließlich an der Sorgfalt des
Trafoherstellers, dass beide Wicklungen wirklich gleich sind.
Manfred schrieb:> Quark - bei der Reihenschaltung ist der Strom von selbst gleich. Bei> Parallelschaltung hängt es ausschließlich an der Sorgfalt des> Trafoherstellers, dass beide Wicklungen wirklich gleich sind.
Da solche Trafos wohl überwiegend maschinell gefertigt werden,
kann man m.E. schon davon ausgehen, das die Windungszahlen gleich
sind. Kleine Unterschiede bei den Wicklungswiderständen dürften
sich praktisch kaum auswirken.
Harald W. schrieb:> Da solche Trafos wohl überwiegend maschinell gefertigt werden,> kann man m.E. schon davon ausgehen, das die Windungszahlen gleich> sind. Kleine Unterschiede bei den Wicklungswiderständen dürften> sich praktisch kaum auswirken.
beim EI oder M-Kern sind die Lagen übereinander gewickelt. Alleine
dadurch wird die Drahtlänge und damit der Widerstand unterschiedlich.
Auch bezüglich der Streung ergeben sich da Unterschiede.
Dazu kommt die Grundregel: Spannungsquellen schaltet man nicht
parallel,gute schon garnicht.
Manfred schrieb:> an der Sorgfalt des> Trafoherstellers
Der Trafohersteller wird wohl nicht in Betracht ziehen, dass zwei
Wicklungen parallel geschaltet werden.
Es lässt sich aus vielerlei Gründen nicht vermeiden, dass zwei
Wicklungen auch zwei - wenn auch minimal - unterschiedliche Spannungen
besitzen.
Da sich, außer man misst selber nach, nicht bestimmen lässt, wie groß
diese Differenz ist, lässt sich auch nichts über deren Folgen sagen.
Heinz der Heizer könnte Dir aber, bei einem unsauber gewickelten Trafo,
über die Schulter gucken.
Sebastian S. schrieb:> Es lässt sich aus vielerlei Gründen nicht vermeiden, dass zwei> Wicklungen auch zwei - wenn auch minimal - unterschiedliche Spannungen> besitzen.
Das hat bei 2x12V in Reihe aber keine spürbaren Auswirkungen, bei 2x24V
parallel schon. Aus das Verpolen einer Wicklung ist bei der 12V Variante
unkritisch, bei der 24V Variante kritisch bis zur Zerstörung des Trafos.
erfghjnmkcvghj
Peter R. schrieb:> Der Trafohersteller wird wohl nicht in Betracht ziehen, dass zwei> Wicklungen parallel geschaltet werden.
Bei vielen Trafoherstellern wird diese öglichkeit sogar ausdrücklich
erwähnt.
Harald W. schrieb:> Bei vielen Trafoherstellern wird diese öglichkeit sogar ausdrücklich> erwähnt.
(Parallelschaltung)
Und nur dann würde ich es auch machen. Solche Trafos sind wahrscheinlich
bifilar gewickelt, damit die Wicklungen keinen Unterschied aufweisen.
Notfalls beim Trafohersteller fragen. Das schliesst natürlich
Billigangebote ohne Datenblatt aus.
Georg
Hans schrieb:> Welche Vor-/ Nachteile ergeben sich durch die zwei Varianten?> a. 2x12V und diese in serie
Man kann auch 12V abgreifen. Kein Problem mit unterschiedlichen
Wicklungen.
> b. 2x24V und diese parallel zu verschalten
Kein Vorteil. Nur Nachteil, wenn die Wicklungen nicht 100.0% gleich
sind, entsteht ein Verlust der vollständig im Trafo bleibt und ihn
erwärmt, daher sinkt die entnehmbare Leistung bevor er überhitzt um mehr
als die verlorene Leistung ausmacht.
der schreckliche Sven schrieb:> wenn Du eine Gleichspannung brauchst, dann weder Serie oder Parallel,> sondern so. Spart eine Diodenstrecke.
Das spart zwar eine Diodenstrecke, aber der Trafo wird dann doppelt so
schwer, weil die negative Halbwelle ungenutzt bleibt.
Konstantin schrieb:
> Das spart zwar eine Diodenstrecke, aber der Tra fo wird dann doppelt so> schwer, weil die negative Halbwelle ungenutzt bleibt.
???? Noch nie eine ZWEI-WEG-Gleichrichtung gesehen?
Hätte ich jetzt nicht gedacht, daß die Schaltung dermaßen unbekannt ist,
daß sie ohne Punkte nicht verstanden wird.
Konstantin schrieb:> Das spart zwar eine Diodenstrecke, aber der Trafo wird dann doppelt so> schwer, weil die negative Halbwelle ungenutzt bleibt.
Hä?
Wie kommst du auf so etwas?
Parallelschalten würde ich nur bei LL-Kernen.
Bei Maschinenherstellung sind die beiden Wicklungen weitgehend
identisch.
Konstantin schrieb:> Das spart zwar eine Diodenstrecke, aber der Trafo wird dann doppelt so> schwer, weil die negative Halbwelle ungenutzt bleibt.
Ganz im Gegenteil.
Man hat sogar noch mehr Leistungsreserve.
Bei gleich großem Trafo.
Thomas B. schrieb:> Macht nicht viel aus.> Eigentlich scheissegal.
Seh ich auch so. als wenn es grosse Probleme machen würde, wenn in
beiden Teilwicklungen mal wirklich 10% unterschiedliche Ströme
fliessen würden. Aber Skeptikern wird heutzutage wohl mehr geglaubt
als Pragmatikern.
Leute, es ist doch logisch, dass der Trafo doppelt so stark ausgelegt
werden muss. Es wird schließlich eine zweite Wicklung benötigt, obwohl
ich die gleiche Leistung auch mit nur einer Wicklung bereits hätte! Die
Ausgangswelligkeit ist natürlich genauso schön wie bei einem
Brückengleichrichter, das ist klar.
In Wikipedia stehts übrigens auch so ähnlich geschrieben:
Nachteilig ist, dass die Zweiweggleichrichtung
(Mittelpunktgleichrichter) einen speziellen stärker dimensionierten
Transformator erfordert, da immer nur die Hälfte des Kupfers zum
Stromfluss beiträgt.
Manfred schrieb:> Thomas B. schrieb:>> Sollte dann aber auch symmetrisch belastet werden.> Quark - bei der Reihenschaltung ist der Strom von selbst gleich.
Aber nicht wenn ich eine zweite kleinere Spannung benötige und die aus
einer der beiden 12V-Wicklungen ziehe.
Konstantin schrieb:> Leute, es ist doch logisch, dass der Trafo doppelt so stark ausgelegt> werden muss. Es wird schließlich eine zweite Wicklung benötigt, obwohl> ich die gleiche Leistung auch mit nur einer Wicklung bereits hätte!
Gut, das Deine Logik von der Physik widerlegt wird. Du brauchst zwar
zwei Wicklungen, aber diese können für die gleiche Leistung mit
wesentlich dünneren Draht gewickelt werden.
> In Wikipedia stehts übrigens auch so ähnlich geschrieben:
...und Wikepedia ist die Referenz für elektrisches Fachwissen?
> Nachteilig ist, dass die Zweiweggleichrichtung> (Mittelpunktgleichrichter) einen speziellen stärker dimensionierten> Transformator erfordert, da immer nur die Hälfte des Kupfers zum> Stromfluss beiträgt.
Falsch. Du weisst wodurch die Belastbarkeit eines Trafos festgelegt
wird? Kleiner Tipp: Es ist nicht die Nennleistung.
Konstantin schrieb:> Ich weiß was ich weiß und deshalb gehe ich jetzt Kaffee trinken und> Erdbeerkuchen mit Sahne essen.
Wenn Dein Wissen über Erdbeerkuchen grösser als das über Elektrotechnik
ist, kann ich nur "Guten Appetit" wünschen. :-)
Die 2-pulsige Mittelpunktschaltung
https://www.mikrocontroller.net/attachment/337057/Zweiweg-Gleichrichter.png
nutzt den Transformator schlechter aus, als die 2 pulsige
Brückenschaltung.
Das kann man sich z.B. wie folgt erklären:
Jede Sekundärwicklung der Mittelpunktschaltung trägt arithmetisch halb
soviel Strom, wie die Sek.-Wicklung der Brückenschaltung.
Der Effektivstrom sinkt aber nur auf das 1/√(2)-fache.
Wickelt man zusätzlich "dünner", wird es sekundärseitig noch wärmer.
(In der Energietechnik gibt es extra solche Tabellen, wie welche
Gleichrichterschaltung den jeweiligen Transformator ausnutzt bzw. um
wieviel seine Scheinleistung grösser sein muss, als die entnommene
Gleichstromleistung. Und die muss IMMER grösser sein, auch wenn kein
Ladekondensator vorhanden ist.)
Der Hase im Pfeffer ist hier, daß der Trafokern eben nicht 2x so groß
sein muß, beim Mittelpunktgleichrichter. Sondern daß, grob gesagt,
einfach nur "die Wicklung ihren Platz finden muß".
Elektrofan schrieb:> Die 2-pulsige Mittelpunktschaltung> https://www.mikrocontroller.net/attachment/337057/Zweiweg-Gleichrichter.png> nutzt den Transformator schlechter aus, als die 2 pulsige> Brückenschaltung.
"Schlechter" heisst aber nicht, "nur zur Hälfte", wie unser
"Erdbeerkuchenspezialist" meint. Hier noch ein Kommentar aus
den dse-faq zur Mittelpunktschaltung:
Amerikaner verwenden oft anders gewickelte Trafos in
Mittelpunktschaltung und kommen mit 2 Dioden aus. Wenn man dafür einen
in Europa gefertigten Trafo mit 2 Wicklungen verwendet, bei dem beide
Wicklungen für Dauerstrom und nicht nur für 50%ige Nutzung ausgelegt
sind, wodurch sich ein anderes Masseverhältnis von Eisenkern zu
Wicklungskupfer ergibt, kostet das nur unnötiges Geld für den 1.4 mal
dickeren Trafo. Als Hobbyist vielleicht egal, bei kommerzieller
Pfennigfuchserei aber wichtig. Im Umkehrschluss heisst das, das bei
amerikanischen Trafos nicht beide Wicklungen gleichzeitig voll belastet
werden dürfen, aber da der Trafo eh für 127V~ und 60Hz ausgelegt ist,
erübrigt sich dessen Verwendung meistens sowieso. Die
Mittelpunktschaltung hat nur 1 Diodenspannungsabfall, da aber bei
gleichem Kern der Wicklungswiderstand doppelt so hoch und damit der
Spannungsabfall im Belastungsfall höher ist, wird dieser Vorteil wieder
aufgehoben. Bei professioneller Auslegung wird der Trafoinnenwiderstand
zwischen Leerlaufspannung und Gleichrichterspitzenstrom eingepasst
(Section 8 in HB206 von OnSemi, auf gut Deutsch: Profis machen den Draht
so dünn wie es geht, es geht so lange die Elektronik die Effekte
ausregeln kann, und sparen damit Kupfer und senken die
Spitzenstrombelastung der Bauteile), als Bastler muss man nehmen was
angeboten wird.
Da ich von Harald zum Erdbeerkuchenspezialisten befördert wurde, hier
das Rezept:
Link
Jetzt sollte eigentlich ein Link zum Rezept führen, aber da sowieso
jeder weiß wie man einen Erdbeerkuchen mit Rhabarber und einer dicken
geschmackvollen Vanillepuddingschicht bäckt (... und der schmeckt sehr
lecker), erübrigt sich das Rezept.
Thomas B. schrieb:
> Boah,...warum nehmt Ihr das alles so ernst?> Ist doch nur scheiß Internet.> Die Realität ist wichtiger.
Du unterschätzt das.
Im Prinzip lernen zwar alle das Gleiche.
Nur das Vergessen unterscheidet sie.
Und nun vereidigt jeder seinen Wissensstand mit hauen und stechen.
Janosch wusste es schon vor langer Zeit: "und in der Nacht kommt der
Räuber Hablitzl und klaut euch auch noch den Rest. Dann habt ihr
garnichts mehr, nicht mal einen Freund".
Post Skriptum:
Wie hoch sind eigentlich diese blöden Kupferverluste?
Fakt ist, dass eine Zweiwegschaltung den Trafo um den Faktor 1,4 höher
belastet als eine Brückenschaltung bei gleichem Ausgangsstrom. Wer die
Berechnung von Effektivwerten beherrscht, weiß das.
Nur bei niedrigen Spannungen, etwa unter 5V wird die Zweiwegschaltung
günstiger, wenn man beim Vergleich zur Brücke die Spannungsverluste in
den Dioden berücksichtigt.
Ein Sonderfall für Zweiweg ist dann, wenn zwei gleichhohe Spannungen mit
entgegengesetzter Polung erzeugt werden müssen, die gleich stark
belastet werden, wie bei Komplementärendstufen. (und siehe da: in der
Schaltung taucht wieder eine Diodenbrücke auf). Da wird die
Trafowicklung wieder mit beiden Halbwellen des Sinus belastet.
Wenn ihr Schaltbilder von fertigen Geräten anschaut, werdet Ihr
vorwiegend die Kombination EINE Wicklung mit dazugehöriger Brücke
finden, wenn diese die Hauptlast des Trafo darstellt.
Peter R. schrieb:> Wenn ihr Schaltbilder von fertigen Geräten anschaut, werdet Ihr> vorwiegend die Kombination EINE Wicklung mit dazugehöriger Brücke> finden, wenn diese die Hauptlast des Trafo darstellt.
Das kommt auf die Herkunft des Gerätes an. In deutschen Geräten
ist der Graetzgleichrichter häufiger; in usamerikanischen der
Zweidiodengleichrichter.
Peter R. schrieb:> Fakt ist, dass eine Zweiwegschaltung den Trafo um den Faktor 1,4 höher> belastet als eine Brückenschaltung bei gleichem Ausgangsstrom. Wer die> Berechnung von Effektivwerten beherrscht, weiß das.
Wo hast du denn den Unsinn her?
Es ist doch Wurscht, wo die beiden Halbwellen herkommen.
Bei der Graetzschaltung hast du zwei Diodenstrecken zusätzlich als
Verlst.
Bei niedriger Spannung ist das kritischer.
Der Trafo ist natürlich billiger, wenn er nur eine Wicklung mit dickeren
Draht wickeln muß.
Im Gegensatz zu 2X dünneren Draht.
Ich schätze mal das Zeitverhältnis 1:4.
Konstantin schrieb:> Jetzt sollte eigentlich ein Link zum Rezept führen, aber da sowieso> jeder weiß wie man einen Erdbeerkuchen mit Rhabarber und einer dicken> geschmackvollen Vanillepuddingschicht bäckt (... und der schmeckt sehr> lecker), erübrigt sich das Rezept.
Wie dick bist du?
michael_ schrieb:> Wie dick bist du?
Normalerweise geht Dich das gar nichts an, aber immerhin ist meine
Speckschicht an den meisten Körperstellen so dick, dass ich überwiegend
sogar Kugelsicher bin (die Speckschicht wirkt wie eine Kugelsichere
Weste). Die einzigen Stellen, an denen ich noch verwundbar bin, sind
Knie, Hände und Kopf. Das gilt jetzt nur für kleine Handfeuerwaffen, bei
größeren Kalibern schützt auch die Speckschicht nicht mehr, das ist wohl
klar.
Konstantin schrieb:> Die einzigen Stellen, an denen ich noch verwundbar bin, sind> Knie, Hände und Kopf.
Ja, die Treffer im Kopf haben wir bereits bemerkt...
Wollte aus reiner Neugier mal einen alten eingelagerten Ringkerntrafo
vermessen.
Möchte die Leistungsaufnahme und Scheinleistung im Leerlauf bei parallel
geschalteter und
offener Wicklung messen.
Und auch mal die Spannungsdifferenz der beiden 15V-Wicklungen..
Jetzt habe ich aber festgestellt, dass sich die Isolierung der
Anschlüsse auflöst.
Was ist denn das für ein Mist, ist das normal??
Die Isolierung klebt wie Pattex, teilweise hat die rote Isolierung schon
die gelbe Isolierung verfärbt und ist weich.
Das Ding war aber schon 12 Jahre eingelagert.
(Original verpackt.)
Ist von Reichelt.
https://www.reichelt.de/Ringkerntrafos/RKT-22015/3/index.html?ACTION=3&LA=446&ARTICLE=15271&GROUPID=4539&artnr=RKT+22015&SEARCH=22015
Das Datenblatt taugt nur als Toilettenpapier deshalb habe ich in
ausgewählt.
Gruß
Thomas
Thomas B. schrieb:> OK, ich werfe den Mist weg
Das Ergebnis kann ich Dir voraussagen: Wenn beide Wicklungen im Leerlauf
parallel geschaltet werden, steigt die Stromaufnahme nicht an, weil sich
die hohe Leerlaufspannung schon bei geringster Belastung sofort
ausgleicht.
Ich hätte jetzt die Differenzspannung gemessen.
Also parallel und dann ein Ende offen u. Multimeter daran.
Was das für eine Aussagekraft hat weiß ich nicht.
Klar , wenn ich das parallel schalte ist das wieder hinfällig.
Aber man könnte doch vorher Differenzen feststellen, obwohl die minimal
und uninteressant sind.
Edit:
Ich versuche es mal.
Kostet ja nichts.
Schönen Wochenstart.(oder Urlaub)
Gruß
Thomas
Thomas B. schrieb:> Ich versuche es mal.
Ja. Dabei jede Wicklung beim Messen relativ niederohmig belasten, je
nach Spannung (ca. 470R bis 4k7), damit Du Dir keine Störungen
einfängst.
Thomas B. schrieb:> Jetzt habe ich aber festgestellt, dass sich die Isolierung der> Anschlüsse auflöst.> Was ist denn das für ein Mist, ist das normal??> Die Isolierung klebt wie Pattex, teilweise hat die rote Isolierung schon> die gelbe Isolierung verfärbt und ist weich.>> Das Ding war aber schon 12 Jahre eingelagert.> (Original verpackt.)>> Ist von Reichelt.>> https://www.reichelt.de/Ringkerntrafos/RKT-22015/3/index.html?ACTION=3&LA=446&ARTICLE=15271&GROUPID=4539&artnr=RKT+22015&SEARCH=22015>> Das Datenblatt taugt nur als Toilettenpapier deshalb habe ich in> ausgewählt.
Kannst Du oder ein anderer mir eine Alternative zu den Ringkerntrafos
von Reichelt nennen?
Ich habe mittlerweile von Reichelt drei leistungsschwächere Exemplare im
Einsatz.
Gibt es eine Empfehlung? Block? Talema?
Konstantin schrieb:> Das spart zwar eine Diodenstrecke, aber der Trafo wird dann doppelt so> schwer, weil die negative Halbwelle ungenutzt bleibt.
Der wird nicht doppelt so schwer, weil der Kern die selbe Leistung
übertragen muss. Und die Wicklung kann gegenüber einer auf beiden
Halbwellen genutzten auch dünner ausgelegt werden, weil der Strom nur
die halbe Zeit fließt und die Eigenerwärmung durch ohmsche Verluste
entsprechend nur halb so groß ist.
Peter M. schrieb:> kannst Du oder ein anderer mir eine Alternative zu den Ringkerntrafos> von Reichelt nennen?>> Ich habe mittlerweile von Reichelt drei leistungsschwächere Exemplare im> Einsatz.> Gibt es eine Empfehlung? Block? Talema?
Hallo Peter.
Unwetter ist vorbei, und Stecker sind wieder in der Steckdose :)
Ich werde in den nächsten Tagen mal schreiben.
Die Messung muss ich ja auch noch machen, obwohl das
nicht viel bringt.
Habe auch 2 Geräte mit den Richelt-Trafos im Einsatz.
Gruß
Thomas
Das Gerät mit einem vergleichbaren Trafo zeigt die gleichen Symptome,
die Isolierung sieht auch jämmerlich aus.
Primär wäre mir das egal, ist ja Kupferlackdraht und man könnte was
Neues drauf schieben, aber Sekundär mache ich mit sorgen.
Habe mal ein Scann der Kabel des eingelagerten Trafos reingestellt.
Weis aber jetzt nicht ob die Pattex-Isolierung optisch rüberkommt.
Wie geschrieben, das löst sich alles auf und klebt.
Gruß
Thomas
Edit:
Ja ich weiß, die Messwerte fehlen noch , wegen der Frage des TO.
Kommt aber noch.
Thomas B. schrieb:> Das Gerät mit einem vergleichbaren Trafo zeigt die gleichen Symptome,> die Isolierung sieht auch jämmerlich aus.
Schön sieht das nicht aus. Aber: es geht noch schlimmer. Keine Ahnung,
das genau das außer dem Glasfasergewebe noch ist (mutmaßlich: PVC mit
Weichmacher) aber bei manchen Gewebeschläuchen löst sich die
Kunststoff-Einbettung mit der Zeit auf. Gerätefüße sind auch gern mal
betroffen. Stichwort: Gummipest.
> Primär wäre mir das egal, ist ja Kupferlackdraht und man könnte was> Neues drauf schieben, aber Sekundär mache ich mit sorgen.
LOL Whut? Auch die Sekundärwicklung ist selbstverständlich Lackdraht.
Der Gewebeschlauch ist nur zusätzliche Isolation. Den könnte man im
Prinzip auch ersetzen - einfach die Isolationsfolien vom Trafo
abwickeln, bis die Sekundärwicklung frei liegt und neu isolieren. Nur
wozu? Die Isolation wird nicht beeinträchtigt sein.
Ich habe gerade letztens Gerät offen gehabt, in dem auch Ringkerntrafos
von Reichelt werkeln. Die Isolation sieht auch etwas angegriffen aus,
ist aber im wesentlichen noch in Schuß. Ich werde einen Teufel tun, da
dran zu schrauben ...
Thomas B. schrieb:> Das Gerät mit einem vergleichbaren Trafo zeigt die gleichen Symptome,> die Isolierung sieht auch jämmerlich aus.
Danke für das Bild.
Sollte ich Ringkerntrafos eher von Block kaufen?
Gibt es da eine empfehlenswerte Einkaufsquelle?
Peter M. schrieb:> Sollte ich Ringkerntrafos eher von Block kaufen?
Ja, z.B. Block, Schmidbauer, Riedel, etc.
Ich wage zu behaupten, daß Du bei kaum einem der renommierten
Hersteller "was falsch machst". (Siehe Thomas' Probleme.)
Wo genau ich welchen Trafo genau kaufe, richtet sich dann nach
den genauen Typen, die angeboten werden. Deren Außenmaße und Daten
wie Leerlaufstrom etc. lassen sich bei solchen Herstellern anhand
ausführlicher Datenblätter ja ermitteln und auswählen.
Mich würde ja auch interessieren, was genau da verwendet wurde
bei den klebrigen Trafos. Ich glaube nämlich, mich selbst an
einen ähnlichen Fall zu erinnern.
Thomas B. schrieb:> Das Gerät mit einem vergleichbaren Trafo zeigt die gleichen Symptome,> die Isolierung sieht auch jämmerlich aus.
Auch bei mir liegen Trafos in der Schublade, wo der Gewebelackschlauch
klebt und sogar Spuren in der Schublade hinterlassen hat.
Unschön, aber das hat keinen unmittelbaren Ausfall zur Folge.
Manfred schrieb:> wo der Gewebelackschlauch> klebt
Der Lack kann sich ruhig auflösen, solange das Gewebe unbeschädigt ist
funtioniert der Trafo, also wahrscheinlich noch sehr lange Zeit. Dass er
nicht mehr "schön" ist juckt ja nicht wirklich. Trafos in alten
Dampfradios aus dem letzten Weltkrieg sind auch nicht mehr schön, aber
so gut wie nie kaputt.
Georg
Georg schrieb:> Der Lack kann sich ruhig auflösen, solange das Gewebe unbeschädigt ist> funtioniert der Trafo, also wahrscheinlich noch sehr lange Zeit. Dass er> nicht mehr "schön" ist juckt ja nicht wirklich. Trafos in alten> Dampfradios aus dem letzten Weltkrieg sind auch nicht mehr schön, aber> so gut wie nie kaputt.
Hi,
es gibt offensichtlich Unterschiede in der Qualität der Gewebeschläuche,
was die Klebrigkeit anbelangt.
Die "alten", 50 und mehr Jahre alten Gewebeschläuche in den Uraltradios
scheinen länger zu halten, ohne klebrig zu werden.
Aber auch bei den neueren gibt es noch Unterschiede.
Im Bildchen ist der Gewebeschlauch, den ich zum gleichen Zeitpunkt wie
beim Kondensator rechts gekauft hatte, noch gut erhalten.
Beim Kondensator rechts im Bild klebte es fürchterlich, so dass ich ihn
nach dem Ausbau in einem Extra-Tütchen aufbewahren musste. Und, ich bin
mir nicht sicher, ob es nicht doch irgendwann einmal geknallt hätte -
mangels nachlassender, ausreichender Isolation. Hatte ihn vorsorglich
ausgetauscht, nachdem ich die "Bescherung" gesehen hatte, (und gegen
einen "echten" X2.)
OT/Kleiner Scherz: Kondensator, garantiert unzerbrechlich...
Und so, verehrtes Publikum, sieht das Ding von innen aus!/OT
Bild 2
Dann hatte ich noch festgestellt, wenn man die vor etwa einem Jahr
gekauften Gewebeschläuche biegt, platzt schon bei der Montage der Lack
ab.
Gibt es da vielleicht Vorschriften für minimale Biegeradien?
ciao
gustav
Konstantin schrieb:> Da ich von Harald zum Erdbeerkuchenspezialisten befördert wurde, hier> das Rezept:
Norddeutscher Erdbeerkuchen?
Da in dem Klima keine Erdbeeren wachsen werden sie durch Rhabarber
ersetzt?
So sieht Erdbeerkuchen aus:
http://www.kochbar.de/rezept/321857/Klassischer-Erdbeerkuchen.html
Wobei der bei uns gleimäßig mit 2 Lagen ganzer Erdberen bedeckt ist.
Boden ist ein frischer selbstgebackener Bisquitt und dazu ganz viel
frisch geschlagene Schlagsahne (aber keine aus der Dose!)
Wie schön wenn man mit einer Bäckerstochter verheiratet ist :-)
Der Andere schrieb:> Wie schön wenn man mit einer Bäckerstochter verheiratet ist :-)
Ja, das stell ich mir allerdings auch schön vor. Ich gebe zu, dass mein
Erdbeerkuchen leider überwiegend aus Rhabarber besteht. Dein
Erdbeerkuchen dagegen sieht durch die Doppelschicht richtig brachial,
saftig und lecker aus, zum Reinbeißen. :)
Manfred schrieb:> Trafos in der Schublade, wo der Gewebelackschlauch klebt
Kleben an sich ist vielleicht nicht besonders selten.
Manfred schrieb:> und sogar Spuren in der Schublade hinterlassen hat.
Genau das meinte ich. Das Material "tropft" (laaangsamst).
Ohne das Gewebe verlöre es schnell die Form.
Manfred schrieb:> Unschön, aber das hat keinen unmittelbaren Ausfall zur Folge.
Es ist halt lästig.
Konstantin schrieb:> brachial
...ist mittlerweile wahrscheinlich auch die Wirkung eurer Erdbeer-
Kuchen-Romanze auf die Leser. Wer konnte/kann, besorgt/e sich
(und mampft/e) pfundweise EK.
Folgen: Verbreitung einer EK-Sucht, und/oder EK-Knappheit?
(Geht dann noch der Rhabarber aus - Mord und Totschlag.)
Aufhören! :)
Ich habe mal den Reichelt “RKT 22015“ gemessen.
https://www.reichelt.de/Ringkerntrafos/RKT-22015/3/index.html?ACTION=3&LA=446&ARTICLE=15271&GROUPID=4539&artnr=RKT+22015&SEARCH=22015
Belastet mit 220Ohm / 10%
Spannung 1 = 16,43-16,46V
Spannung 2 = 16,42-16,45V
Differenzspannung bei Parallelschaltung = 38-40mV (ein Ende offen
gemessen)
P _Leerlauf = 1,65W
Scheinleistung = 2,21VA
Bei Parallelschaltung oder alle Enden offen war kaum
ein Unterschied festzustellen, ging wohl auch in der
Netzspannungsschwankung unter.
Netz lag bei 229,7-230,1V AC
Habe mal ein Bild von einem Sedlbauer-Trafo reingestellt. (16VA)
Damit der Minusmann weis, was Qualität ist.
Anschlüsse flexibel, Top Isolierung und mit Aderendhülsen.
Primär (Isoliert, flexibel und noch Gewebeschlauch drüber)
Gruß
Thomas
Und jetzt wäre noch die Primärwicklungsstromaufnahme interessant, einmal
mit parallelgeschalteten Sekundärwicklungen und einmal mit offenen
Sekundärwicklungen. In beiden Fällen ohne Sekundärwicklungsbelastung.
Edit:
Das Wichtigste habe ich vergessen.
Sedlbauer hat ein “richtiges“ Datenblatt
Konstantin schrieb:> nd jetzt wäre noch die Primärwicklungsstromaufnahme interessant, einmal> mit parallelgeschalteten Sekundärwicklungen und einmal mit offenen> Sekundärwicklungen. In beiden Fällen ohne Sekundärwicklungsbelastung.
Was soll das bringen?
Das geht in der Netzspannungsschwankung unter.
Thomas B. schrieb:> Was soll das bringen?
Daran kann man dann endlich erkennen, ob durch Parallelschalten der
Sekundärwicklungen zwischen den Sekundärwicklungen nennenswerte
Ausgleichsströme fließen, die sich dann in einer erhöhten Stromaufnahme
von der Primärwicklung bemerkbar machen würden! Ich denke zwar nicht,
aber weiter oben wurde danach gefragt.
Gerade ein Ringkerntrafo wäre durch seine enge Kopplung ein gutes
Prüfbeispiel dafür.
Ich hatte ja die Wirkleistung und Scheinleistung bei Parallelschaltung
und alle Enden offen gemessen.
P schwankte zwischen 1,63W-1,66W
Im Mittel lag sie bei 1,65W.
Wenn ich das übersetze bedeutet das:
1,63 Watt bei offenen Sekundäranschlüssen
1,66 Watt bei parallelgeschalteten Sekundäranschlüssen
Wie schon vermutet, wirkt sich eine Parallelschaltung der
Sekundäranschlüsse nicht nennenswert negativ aus. Eine Leistungserhöhung
von 0,03 Watt ist locker zu verschmerzen.
Thomas B. schrieb:> Wo ist eigentlich der TO geblieben?> Erst hier alles aufmischen und dann verkümmeln :)
Die Frage wurde ja schon früh beantwortet, als Mitleser aber voll dabei
;)
Aber schön wenn sich jemand sorgen um einen macht.
Yo schrieb:> ...ist mittlerweile wahrscheinlich auch die Wirkung eurer Erdbeer-> Kuchen-Romanze auf die Leser. Wer konnte/kann, besorgt/e sich> (und mampft/e) pfundweise EK.>> Folgen: Verbreitung einer EK-Sucht, und/oder EK-Knappheit?> (Geht dann noch der Rhabarber aus - Mord und Totschlag.)>> Aufhören! :)
Aufhören Herr Bäcker! Das hört sich fast schon so gut an, wie bei
Mitternachtsspitzen das Schlusswort von Wilfried Schmickler. :D