Hallo Forum,
ich bin auf der Suche nach einem Sensor zum Messen der Bewegung einer
Windradgondel.
Die Frequenz der Bewegung kann sehr klein sein bis zu 4Hz/Minute!!!
Ich denke man benötig einen Sensor mit maximal 1G Messbereich, aber
dafür mit sehr viel Auflösung.
Kann mir jemand einen IC empfehlen, worauf ist zu achten?
Bitte beschreibe,
- was eine Windradgondel ist
- wie die Messwerte rausfallen sollen
- warum Du nur quer zur Erdbeschleunigung messen willst (Messbereich 1G)
BTW: Gibt es eigentlich Sensoren, die nur 1g messen?)
In meinem Verständnis dreht sich eine Windradgondel doch um die
vertikale Achse, eben um den Rotor genau in den Wind zu stellen.
Dazu würde ich eher einen Erdmagnetfeldsensor nehmen.
Oder einen Absolutdrehencoder da die Gondel ja wohl auf einer
Stütze/Turm montiert ist.
Windy schrieb:> ich bin auf der Suche nach einem Sensor zum Messen der Bewegung einer> Windradgondel.
Was für eine Bewegung? Wenn sich das Teil auf einem Mast dreht, kannst
du das Erdmagnetfeld messen (Eben wie ein Kompass), wenn noch mehr
Freiheitsgrade im Spiel sind, solltest du mal mehr Informationen
rausrücken.
jz23 schrieb:> Was für eine Bewegung? Wenn sich das Teil auf einem Mast dreht, kannst> du das Erdmagnetfeld messen (Eben wie ein Kompass), wenn noch mehr> Freiheitsgrade im Spiel sind, solltest du mal mehr Informationen> rausrücken.
oder einfach mal nachdenken. Die Gondel schwank, das will er
(vermutlich) messen.
Der Andere schrieb:>> Die Gondel schwank>> Was meinst du damit?
na was wohl. das der Mast nicht so fest ist, das er nicht nachgibt. Der
Mast verbiegt sich, wenn der Wind kommt. Damit bewegt sich die Gondel.
Peter II schrieb:> na was wohl. das der Mast nicht so fest ist, das er nicht nachgibt. Der> Mast verbiegt sich, wenn der Wind kommt. Damit bewegt sich die Gondel.
Ach so. Damit wird er aber die Position nicht genau genug bestimmen
können weil er zwei mal integrieren muss.
Also eher ein GPS oben auf der Gondel oder ein Lasersystem im hohlen
Mast, das ihm die Biegung des Mastes in Richtung und Stärke anzeigt.
Achim S. schrieb:> Bitte beschreibe,> - was eine Windradgondel ist> - wie die Messwerte rausfallen sollen> - warum Du nur quer zur Erdbeschleunigung messen willst (Messbereich 1G)> BTW: Gibt es eigentlich Sensoren, die nur 1g messen?)
Die Windradgondel schwankt in x und y Richtung, z.B. durch die Unwucht
des Windrades.
Der Sensor wird auf der Gondel befestigt und soll die Beschleunigung in
x und y Richtung aufzeichnen.
Peter II schrieb:> Achim S. schrieb:>> was eine Windradgondel ist>> ich musste auch überlegen.>> Wind - rad - gondel>> also der Kasten auf dem Mast wo der Generator drin ist.
Genau das!
Peter II schrieb:> Der Andere schrieb:>>> Die Gondel schwank>>>> Was meinst du damit?>> na was wohl. das der Mast nicht so fest ist, das er nicht nachgibt. Der> Mast verbiegt sich, wenn der Wind kommt. Damit bewegt sich die Gondel.
Exakt!
Windy schrieb:> Die Windradgondel schwankt in x und y Richtung, z.B. durch die Unwucht> des Windrades.
das hätte ich nun nicht gedacht. Das bedeutet doch eine extreme
Belastung der Lager. Oder ist das nicht der Normalfall? Schwanken wegen
wind ist ja noch nachvollziehbar aber wegen Unwucht? Kann man das nicht
besser auswuchten?
Der Andere schrieb:> Ach so. Damit wird er aber die Position nicht genau genug bestimmen> können weil er zwei mal integrieren muss.
Die Beschleunigungswerte werden wahrscheinlich sinusförmig werden,
zweimal Integrieren macht dann immer noch was sinusförmiges, deswegen
kann mann sich das Integrieren wahrscheinlich sparen. Es kommt auch
nicht exakt auf die Absolutwerte an, je genauer desto besser natürlich.
> Also eher ein GPS oben auf der Gondel oder ein Lasersystem im hohlen> Mast, das ihm die Biegung des Mastes in Richtung und Stärke anzeigt.
Laser geht nicht immer, da der Turm Schotten hat.
Würde GPS funktionieren, wenn ja wie?
Windy schrieb:> ich bin auf der Suche nach einem Sensor zum Messen der Bewegung einer> Windradgondel.
Wenn die Gondel frei hängt würde ich das mit einem Pendel versuchen.
Kann man zu Not noch im Ölbad dämpfen.
Wenn es im die Biegung des Mastes geht sind DMS (Dehnungsmessstreifen)
für mich mittel der Wahl. Die brauchen dann natürlich einen Träger wie
z.B eine an zwei Punkten angeschraubte Stahlstange.
Es gibt auch ein System das die Biegung mit Lichtleiter misst, das ist
aber teuer.
X4U schrieb:> Wenn die Gondel frei hängt würde ich das mit einem Pendel versuchen.
Pendel und DMS kann man natürlich auch kombinieren in dem man ein
Gewicht unten an eine Stahlstange schweißt das ganze oben an die Gondel
schweißt und dann die Biegung misst.
Wenn es noch genauer werden soll 2 Flacheisen mit Gewichten unten dran
nehmen und die 90° verdreht anschweißen. Dann X und Y Auslenkung
getrennt messen.
Peter II schrieb:> Windy schrieb:>> Würde GPS funktionieren, wenn ja wie?>> ich würde sagen nein, viel zu ungenau. Um wie viel cm bewegt sich denn> die Gondel?
GPS bekommt man so weit ich weiß auf einige mm genau, allerdings fehlt
dann die zeitliche Auflösung.
X4U schrieb:> Windy schrieb:>> ich bin auf der Suche nach einem Sensor zum Messen der Bewegung einer>> Windradgondel.>> Wenn die Gondel frei hängt würde ich das mit einem Pendel versuchen.> Kann man zu Not noch im Ölbad dämpfen.
Pendel und Auslenkung messen, macht das nicht in etwa ein
Beschleunigungssensor?
> Wenn es im die Biegung des Mastes geht sind DMS (Dehnungsmessstreifen)> für mich mittel der Wahl. Die brauchen dann natürlich einen Träger wie> z.B eine an zwei Punkten angeschraubte Stahlstange.>> Es gibt auch ein System das die Biegung mit Lichtleiter misst, das ist> aber teuer.
Sachen am Mast befestigen ist schwierig, die Messung sollte in oder auf
der Gondel erfolgen.
Das Messgerät der Wahl ist für diese Anwendung ein Laserkreisel, siehe:
https://de.wikipedia.org/wiki/Laserkreisel
Derartige Geräte gibt es mittlerweile in durchaus handlich und robuster
Ausführung als Standardprodukt zu kaufen.
Andreas S. schrieb:> Das Messgerät der Wahl ist für diese Anwendung ein Laserkreisel,> siehe:> https://de.wikipedia.org/wiki/Laserkreisel>> Derartige Geräte gibt es mittlerweile in durchaus handlich und robuster> Ausführung als Standardprodukt zu kaufen.
Soweit ich verstehe, kann ein Laserkreisel Drehungen feststellen, da die
Bewegung der Gondel im Prinzip eine Drehung um den Fußpunkt ist, könnte
es funktionieren. Man bräuchte dann zwei davon.
Peter II schrieb:> ich würde sagen nein, viel zu ungenau. Um wie viel cm bewegt sich denn> die Gondel?
Ich denke es geht um cm oder dm, das kann ich noch in Erfahrung bringen.
Lustige Anekdote, die Bewegung der Gondel war teilweise so stark, dass
der Bild-Stabilisator meines Fotoapparates aufgegeben hat und keine
Bilder mehr gemacht hat. Man kann die Bewegung also durchaus mit Ics
messen.
Peter II schrieb:> ich würde sagen nein, viel zu ungenau. Um wie viel cm bewegt sich denn> die Gondel?
Nicht unbedingt. Mit RTK GPS kommt man auf eine typische Genauigkeit von
1cm.
Bei einer Großen Windkraftanlage ist normalerweise ein
Schwingungsdämpfer unter der Gondel. Hier sollte die Auslenkung am
einfachsten gemessen werden können.
Michael
Windy schrieb:> Pendel und Auslenkung messen, macht das nicht in etwa ein> Beschleunigungssensor?
JA aber ein DMS ist ungleich genauer höher auflösend
Der Test ist auch bilig ein DMS kostet ab 10 Euro und es gibt z.B.
Messwandler die das Signal gleich in die SPS einspeisen.
Sind auch vielen Waagen drin, halten ewig und das ist etablierte
Industrietechnik. Du kannst z.B. bei Omega anrufen (weder verwandt noch
verschwägert) und dir was zusammenstellen lassen. Oder wenn es ein
Bastelprojekt ist dir die Dinger bei Conrad kaufen und selbst auswerten.
> Sachen am Mast befestigen ist schwierig, die Messung sollte in oder auf> der Gondel erfolgen.
Na dann teste doch das Gewicht am Stahlstab mit dem DMS. Must du nur
irgendwo in der Gondel fest anschrauben wo es frei hängt.
Werner H. schrieb:> Besorge Dir ein gebrauchtes Reifen-Auswuchtgerät, da sind passende> Sensoren drin. Anzeige besser 5g Unwucht.
bei 4rpm?
Windy schrieb:> Soweit ich verstehe, kann ein Laserkreisel Drehungen feststellen, da die> Bewegung der Gondel im Prinzip eine Drehung um den Fußpunkt ist, könnte> es funktionieren.
Warum nimmst nicht gleich einen Kompass?
> Man bräuchte dann zwei davon.
Was kostet denn einer so?
Windy schrieb:> W.A. schrieb:>> Nicht unbedingt. Mit RTK GPS kommt man auf eine typische Genauigkeit von>> 1cm.
Aber 2DRMS, soll heißen du weißt zu ca. 80% wo deine Position ist aber
nicht welche 80% das sind. Das ist für diese Anwendung imho "nicht so
ganz" geeignet.
>> Wie ist die zeitliche Auflösung?
Ist schon etwas her dass ich da aktiv war aber:
1cm 2DRMS wirst du wohl mit 0,01 rpm einigermaßen auflösen können, von
Genauigkeit ist dann noch nicht viel zu sehen.
Die Vermesser stehen nicht umsonst immer lange auf dem Punkt von dem aus
Sie Koppeln
Windy schrieb:> Man bräuchte dann zwei davon.
Es gibt handliche Messgeräte, in denen drei Laserkreisel senkrecht
zueinander angeordnet sind. Sie werden z.B. zur Justierung von Walzen in
Druckmaschinen eingesetzt.
Ähnlich aufgebaut sind auch Faserkreisel, die wohl deutlich
preisgünstiger als Laserkreisel sind.
Es gibt Beschleunigungssensoren in unterschiedlicher Empfindlichkeit.
Das reicht von den kleinen Chips - etwa so wie die in der
Bildstabilisierung. Es geht empfindlicher mit größeren Sensoren,
insbesondere für niedrige Frequenzen. Da gibt es z.B. Sensoren mit Piezo
und Testmasse. Sehr empfindlich wären fertige Seismometer.
Wenn die Kamera sich schon gestört fühlt, sollten die MEMs Chips wohl
ausreichen.
Größere Sensoren könnten wegen magnetischer Störungen vom Generator ggf.
schwierig werden. Ein magnetischer Kompass geht entsprechend eher nicht.
Eine Komponente der Bewegung dürft davon kommen, wenn die Flügel am Mast
vorbei kommen. In dem Moment verändert sich der Windwiderstand und man
kann also eine ggf. gar nicht so kleine Axiale Kraft erwarten. Über die
Bremswirkung dürfte man auch quer Kräfte bekommen.
kannst du nicht einfach mal ein Handy nutzen und die Beschleunigung
aufzeichnen? Dann hat man zumindest eine Vorstellung davon welche Werte
zu erwarten sind.
Haste nen iPhone? Probier mal "Physics Toolbox Accelerometer" aus. Das
gibt einen ersten Hinweis ob es mit einem handelsüblichen MEMS
accelerometer gehen würde. Mein kurzes Experiment gerade eben (langsam
ein paar cm hin- und herschwenken) sagt: ja, geht. Werte werden positiv
und negativ. Ansonsten mal im Bereich seismologischer Sensoren suchen.
Die sind sauempfindlich bis in den sub-Hz Bereich. Gibt auch Anleitungen
zum Selbstbau (federgelagerter induktiver Sensor).
Oder 2 Dehnungsmessstreifen am (im) Turm. Muss aber der Lack an der
Stelle ab.
Welchen Durchmesser hat der Turm denn (so in der Mitte) und welche Höhe?
Also für mich siehts nach einem 2Achsen-beschleunigubgssensor aus.
Entweder IC und uC, oder fertiger logger, oder z.B. im Handy. Oder
analog Sensor und Schreiber.
Alsi, wie sollen die Werte rausfallen?
Wichtige neue Frage'
Soll x/y konstant zum Rad oder konstant zur Himmelsrichtung sein? Bei
letzterem Sensor halt ganz oben aber noch im Turm platzieren.
Achim S. schrieb:> Soll x/y konstant zum Rad oder konstant zur Himmelsrichtung sein? Bei> letzterem Sensor halt ganz oben aber noch im Turm platzieren.
Der Beschleunigungssensor soll die Daten relativ zur Position des
Windrades aufzeichnen, Montage also auf Gondel und nicht im Turm.
Windy schrieb:> Der Beschleunigungssensor soll die Daten relativ zur Position des> Windrades aufzeichnen, Montage also auf Gondel und nicht im Turm.
Das eine schließt das andere nicht aus.
Um die am Turm gemessene Beschleunigung in die Richtung des Windrades zu
transformieren, benötigst du dann lediglich einen Richtungssensor (z.B.
magn. Kompass-Sensor) im oder am Turm.
Windy schrieb:> Der Beschleunigungssensor soll die Daten relativ zur Position des> Windrades aufzeichnen, Montage also auf Gondel und nicht im Turm.
Sind Gondel und Rad nicht fest verbunden?
Ich habs mal überschlägig ausgerechnet:
Turmhöhe 100m, Durchmesser 3m
Bei 1cm Auslenkung der Turmspitze dehnt sich der Turm auf der
Aussenseite um ca. 3 micrometer/m, bei 10cm Auslenkung ca. 30
micrometer/m.
Das sind ideale Bedingungen für Dehnungsmessstreifen.
So wie ich das sehe suchst du erst einmal keinen Beschleunigungssensor,
sondern einen 2-achsigen Neigungssensor. Das Beschleunigungssensoren
hierfür zweckentfremdet werden können steht außer Frage, allerdings
liefern die billigen Dinger aus Smartphones vermutlich aber nicht die
Auflösung die du benötigen wirst.
Bei 2-achsigen Neigungssensoren kann es dann, je nach Anforderung,
ziemlich teuer werden, vom 3- bis in den 4-stelligen Eurobereich. Das
kann dann von fluidischen Neigungssensoren, über optische Libellen bis
hin zu Servosystemen gehen.
Ob es nur eine Einzelstücklösung oder eine größere Anzahl an Sensoren
für viele Windräder werden soll wäre interessant. Auch der zu erfassende
Winkelbereich, welche Messwiederholrate, Auflösung, Genauigkeit,
Schnittstellen, Umweltbedingungen etc. sind wichtige Angaben. Nur mit
diesen Angaben kann man dir gezielt weiterhelfen.
-branadic-
Joe F. schrieb:> Bei 1cm Auslenkung der Turmspitze dehnt sich der Turm auf der> Aussenseite um ca. 3 micrometer/m, bei 10cm Auslenkung ca. 30> micrometer/m.
Wenn der Turm aus einer Röhre bestehen würde die sich absolut homogen
verhält.Von Materialwissenschaft hab ich gar keine Ahnung halte das aber
trotzdem ;-) für unwahrscheinlich.
Was mir bei den ganzen Beschleunigungsverfahren fehlt ist die Vibration.
Das Windrad wird sich ja kaum so sanft drehen wie die Elfe bei Peter Pan
sondern ruckeln. Das auch noch bei naturgemäß einseitiger Windlast so
dass diese Störsignale vermutlich nicht symmetrisch sind. Das ist dann
übertrieben gesagt etwas so als wenn man mit dem Auto über eine
Buckelpiste fährt und versucht mittels Kopplung die Position zu
ermitteln.
branadic schrieb:> So wie ich das sehe suchst du erst einmal keinen> Beschleunigungssensor,> Bei 2-achsigen Neigungssensoren kann es dann, je nach Anforderung,> ziemlich teuer werden, vom 3- bis in den 4-stelligen Eurobereich. Das> kann dann von fluidischen Neigungssensoren, über optische Libellen bis> hin zu Servosystemen gehen.> Ob es nur eine Einzelstücklösung oder eine größere Anzahl an Sensoren> für viele Windräder werden soll wäre interessant. Auch der zu erfassende> Winkelbereich, welche Messwiederholrate, Auflösung, Genauigkeit,> Schnittstellen, Umweltbedingungen etc. sind wichtige Angaben. Nur mit> diesen Angaben kann man dir gezielt weiterhelfen.>> -branadic-
Was spricht dann gegen dass von mir weiter oben vorgeschlagene Verfahren
mit dem Pendelersatz aus Gewicht an der Stange und DMS? Hat den Vorteil
dass es industrietauglich ist bei jeder Wetterlage und Temperatur
funktioniert und selbst von deppen per Hand getestet werden kann. Eine
abgewandelten Form hab ich mal auf Schiffen im Einsatz gehabt. Lief von
den Tropen bis ins Packeis. Das wurde dann noch im Ölbad gedämpft.
X4U schrieb:> Wenn der Turm aus einer Röhre bestehen würde die sich absolut homogen> verhält.Von Materialwissenschaft hab ich gar keine Ahnung halte das aber> trotzdem ;-) für unwahrscheinlich.
Das hat mit dem verwendeten Material und damit auch der
Materialwissenschaft nichts zu tun, sondern mit simpler Geometrie und
Statik.
Und davon habe ich Ahnung, insofern darfst du das ruhig für
wahrscheinlich halten.
Der Turm verhält sich natürlich nicht absolut homogen, das sieht man
schon an der Form, die so gewählt ist, dass im oberen Bereich evtl. mehr
Biegung auftritt, dafür aber der Windwiderstand geringer ist.
Es ging mir auch nur um eine überschlägige Abschätzung (Faktor 10), ob
mit DMS etwas zu reissen wäre, und meine Meinung ist: ja.
Zum besseren Verständnis: wenn sich das Material des Turms nicht an der
Aussenseite (windzugewandt) elastisch dehnen und an der Innenseite
(windabgewandt) stauchen würde, warum würde sich der Turm dann bei
aussetzender Windlast wieder in die Senkrechte (seine ursprüngliche
Form) bewegen?
Joe F. schrieb:> Das hat mit dem verwendeten Material und damit auch der> Materialwissenschaft nichts zu tun, sondern mit simpler Geometrie und> Statik.> Und davon habe ich Ahnung, insofern darfst du das ruhig für> wahrscheinlich halten.
Das ist doch mal ne Ansage
> Der Turm verhält sich natürlich nicht absolut homogen, das sieht man> schon an der Form, die so gewählt ist, dass im oberen Bereich evtl. mehr> Biegung auftritt, dafür aber der Windwiderstand geringer ist.> Es ging mir auch nur um eine überschlägige Abschätzung (Faktor 10), ob> mit DMS etwas zu reissen wäre, und meine Meinung ist: ja.
Gilt dass auch für Beton und was ist wenn die Wandstärke oben wesentlich
dünner ist?
>> Zum besseren Verständnis: wenn sich das Material des Turms nicht an der> Aussenseite (windzugewandt) elastisch dehnen und an der Innenseite> (windabgewandt) stauchen würde, warum würde sich der Turm dann bei> aussetzender Windlast wieder in die Senkrechte (seine ursprüngliche> Form) bewegen?
Das ist schon klar das er elastisch sein muss.
X4U schrieb:> Gilt dass auch für Beton und was ist wenn die Wandstärke oben wesentlich> dünner ist?
Da gilt das auch.
Beton alleine ist allerdings nicht zugfest, und wird daher mit Stahl
armiert.
So lässt er sich dehnen und stauchen.
Der Einfluss der Wandstärke und des Materials ist dahingehend, dass man
für eine entsprechende Auslenkung unterschiedliche Kräfte benötigt.
In diesem Fall ist aber die Auslenkung einigermaßen gegeben, daher
spielt das Material keine Rolle. Wenn der Turm aus Gummi wäre anstatt
aus Stahl, dann würde eben eine wesentlich geringere Windlast zur
gleichen Auslenkung führen.
Die geometrische Dehnung/Stauchung der Turmseiten ist jedoch allein von
der Auslenkung (Biegung) abhängig.
X4U schrieb:> as spricht dann gegen dass von mir weiter oben vorgeschlagene Verfahren> mit dem Pendelersatz aus Gewicht an der Stange und DMS? Hat den Vorteil> dass es industrietauglich ist bei jeder Wetterlage und Temperatur> funktioniert und selbst von deppen per Hand getestet werden kann. Eine> abgewandelten Form hab ich mal auf Schiffen im Einsatz gehabt. Lief von> den Tropen bis ins Packeis. Das wurde dann noch im Ölbad gedämpft.
Eine sehr gute Idee. Das erspart einem auch die Montage der DMS am Turm.
Wenn du das schon realisiert hast verstehe ich allerdings ehrlich gesagt
nicht ganz, warum du Schwierigkeiten hast das gleiche Prinzip gedanklich
auf den gesamten Turm zu übertragen... ;-)
branadic schrieb:> So wie ich das sehe suchst du erst einmal keinen> Beschleunigungssensor,> sondern einen 2-achsigen Neigungssensor. Das Beschleunigungssensoren> hierfür zweckentfremdet werden können steht außer Frage, allerdings> liefern die billigen Dinger aus Smartphones vermutlich aber nicht die> Auflösung die du benötigen wirst.
Ich denke Neigungssensoren sind nicht geeignet da die Gondel sich zwar
starkt bewegt, aber wenig neigt, da der Radius(Turmhöhe) sehr groß ist.
>> Was spricht dann gegen dass von mir weiter oben vorgeschlagene Verfahren> mit dem Pendelersatz aus Gewicht an der Stange und DMS? Hat den Vorteil> dass es industrietauglich ist bei jeder Wetterlage und Temperatur> funktioniert und selbst von deppen per Hand getestet werden kann. Eine> abgewandelten Form hab ich mal auf Schiffen im Einsatz gehabt. Lief von> den Tropen bis ins Packeis. Das wurde dann noch im Ölbad gedämpft.
Das sollte funktionieren! Man kann Gewicht und Steifigkeit des Stabes
frei variieren.
Joe F. schrieb:> Ich habs mal überschlägig ausgerechnet:> Turmhöhe 100m, Durchmesser 3m> Bei 1cm Auslenkung der Turmspitze dehnt sich der Turm auf der> Aussenseite um ca. 3 micrometer/m, bei 10cm Auslenkung ca. 30> micrometer/m.> Das sind ideale Bedingungen für Dehnungsmessstreifen.
Am Turm etwas anbringen ist schwierig, das System sollte mobil sein.
Windy schrieb:> ZF schrieb:>> Guck dir mal den ADXL355 an, ob der die Anforderungen erfüllt.>> Der sieht sehr interessant aus, 20-Bit Adc
Wow ist das Teil empfindlich!
Wenn ich mich nicht verrechnet habe, komme ich bei einer 0.25 Hz
Schwingung mit 1cm Auslenkung auf 0,00123 g Beschleunigung (horizontal)
in den Scheitelpunkten.
Das würde der ADXL355 noch mit +/- 316 Werten auflösen (die 2 g
Variante).
Könnte aber sein, dass der 2g Bereich bei stärkerem Wind nicht
ausreicht.
Aber selbst die 8 g Variante sollte das noch mit +/- 79 ADC Werten
auflösen.
Ich würde es zunächst mal mit diesem Sensor probieren.
Das Ding ist im Vergleich zu DMS (Messverstärker erforderlich) super
einfach anzuschließen, das ganze wird schön klein und transportabel.
Windy schrieb:> Am Turm etwas anbringen ist schwierig, das System sollte mobil sein.
Etwas spät diese Anforderung oder? Wie ist es mit schwimmfähig und
nachtsichttauglich?
Nimm halt ne Granitplatte und kleb 3 Wägezellen drunter (das sind auch
DMS). Oder mach auf Vollmobil und mess das ganze von unten mittels n
paar Leica disto o ä.
Viel Erfolg noch.
Joe F. schrieb:> Wenn ich mich nicht verrechnet habe, komme ich bei einer 0.25 Hz> Schwingung mit 1cm Auslenkung auf 0,00123 g Beschleunigung (horizontal)> in den Scheitelpunkten.
Also ich bezweifle das du 0,00123g bei einem Gerät mit ca. 180m
Rotordurchmesser (die Gondel ist ja nicht grundlos in 100m Höhe)
überhaupt aus dem rauschen Filtern kannst. Die ADXL sind wirklich gute
Kisten aber es gibt imho bei solchen Anwendungen einen Nachteil. Es ist
ein MEMS was bedeutet das dieses Gerät eine verschwindend geringe Masse
hat.
Da wirkt sich alles drauf aus was in der Industrie nun mal so
rumschwirrt. Vibration, Laufgeräusche Resonanzen usw usf. Das ist alles
min ein zwei Größenordungen höher als diese 0,00123g (was als Waage
gebaut 1 Millgramm und ein paar zerquetsche wären).
Damit kannst du wunderbar den asymetrischen Schneeflockenbefall des
ruhenden Systems messen aber das so etwas im Betrieb funzt wage ich
jetzt mal zu bezweifeln.
Deshalb die Massen, ob nun Granitplatte oder Pendel mit Gewicht ist
egal. Sie haben schon mal einen ganz anderen Resonanzpunkt als der
miniMEMS und filtern alles weg was zu schnell ist um Sie zu bewegen.
Dann drücken Sie bei Be- oder Entschleunigung mit einer belieben Masse
im Kilogrammbereich auf den Sensor und nicht mit Milligramm. Das sind
mal eben 5-6 Größenordnungen die du weniger empfindlich bist. Du hast
mit dieser Messung auch die Chance Piezos für die Sensorik zu arbeiten.
Die geben ein paar hundert Volt raus was den Störabstand zum Generator
(der ja vermutlich nicht weit weg ist) angenehm erhöht.
My2cts macht doch watt ihr wollt
X4U schrieb:> Windy schrieb:>> Am Turm etwas anbringen ist schwierig, das System sollte mobil sein.>> Etwas spät diese Anforderung oder? Wie ist es mit schwimmfähig und> nachtsichttauglich?>> Nimm halt ne Granitplatte und kleb 3 Wägezellen drunter (das sind auch> DMS). Oder mach auf Vollmobil und mess das ganze von unten mittels n> paar Leica disto o ä.>> Viel Erfolg noch.
Ganz oben schrieb ich, der Sensor soll an der Gondel montiert worden
sein, hat wohl der eine oder andere überlesen. Alles was nicht
angeschweisst ist, ist für mich noch mobil.
X4U schrieb:> Also ich bezweifle das du 0,00123g bei einem Gerät mit ca. 180m> Rotordurchmesser (die Gondel ist ja nicht grundlos in 100m Höhe)> überhaupt aus dem rauschen Filtern kannst. Die ADXL sind wirklich gute> Kisten aber es gibt imho bei solchen Anwendungen einen Nachteil. Es ist> ein MEMS was bedeutet das dieses Gerät eine verschwindend geringe Masse> hat.>> Da wirkt sich alles drauf aus was in der Industrie nun mal so> rumschwirrt. Vibration, Laufgeräusche Resonanzen usw usf. Das ist alles> min ein zwei Größenordungen höher als diese 0,00123g (was als Waage> gebaut 1 Millgramm und ein paar zerquetsche wären).>> Damit kannst du wunderbar den asymetrischen Schneeflockenbefall des> ruhenden Systems messen aber das so etwas im Betrieb funzt wage ich> jetzt mal zu bezweifeln.>> Deshalb die Massen, ob nun Granitplatte oder Pendel mit Gewicht ist> egal. Sie haben schon mal einen ganz anderen Resonanzpunkt als der> miniMEMS und filtern alles weg was zu schnell ist um Sie zu bewegen.>> Dann drücken Sie bei Be- oder Entschleunigung mit einer belieben Masse> im Kilogrammbereich auf den Sensor und nicht mit Milligramm. Das sind> mal eben 5-6 Größenordnungen die du weniger empfindlich bist. Du hast> mit dieser Messung auch die Chance Piezos für die Sensorik zu arbeiten.> Die geben ein paar hundert Volt raus was den Störabstand zum Generator> (der ja vermutlich nicht weit weg ist) angenehm erhöht.>> My2cts macht doch watt ihr wollt
Die MEMs werden mit Sicherheit viel Rauschen erzeugen, das Rauschen ist
aber statistisch gleich verteilt und das Nutzsignal sollte nach dem
Filtern übrig bleiben. Manchmal ist ein "Störrauschen" sogar hilfreich,
wenn das Nutzsignal kleiner ist, als die minimale Empfindlichkeit des
Sensors.
Ein Pendel aus Metall wird Vibrationen auch nicht wegdämpfen, das
Problem der Filterung gibt es also sowieso. Da das Nutzsignal aber so
eine kleine Frequenz hat, kann man es sehr leicht von Störungen
unterscheiden.
Je mehr man natürlich mechanisch wegfiltert, desto weniger muss man
nachher wegrechnen.
X4U schrieb:> Das ist alles> min ein zwei Größenordungen höher als diese 0,00123g (was als Waage> gebaut 1 Millgramm und ein paar zerquetsche wären).
1 "g" ist in diesem Fall nicht 1 Gramm, sondern 9,81 m/s^2...
Es ist ja ein Beschleunigungssensor und keine Waage.
Man kann die Beschleunigung natürlich mit einer Masse in Kraft
umwandeln, ein 1 kg Block würde bei 0,00123 g (oder 0,012 m/s^2)
Beschleunigung eine Kraft von 0,012 N erzeugen.
So eine MEMs Sensor ist zwar klein, aber damit auch einfach zu benutzen.
Wenn der Sensor von der Empfindlichkeit ausreicht spricht eigentlich
nichts dagegen. Wenn da zu viel höherfrequente Störungen drauf sind,
könnte man die ggf. mechanisch filtern - vermutlich wäre das aber nicht
nötig. Ein Bereich bis 1 G sollte alle mal ausreichen für horizontale
Beschleunigungen - vertikal wäre ein wenig mehr aber offensichtlich
schon gut.
Ein selber aufgebauter Beschleunigungssensor mit Maktroskoperischer
Testmasse und DMS (oder piezo) als Kraftsensor wäre schon etwas
aufwändiger und auf nur niedrige Frequenzen beschränkt. Auch da hat man
das Problem den richtigen Messbereich zu finden, denn auch da ist die
Dynamik begrenzt. Die Auswertung von DMS ist auch schon nicht so
einfach.
Eine einfache Version wäre übrigens eine Testmasse (einige 10 Gramm) auf
einen Lautsprecher geklebt und die Spannung dann entsprechend
verstärken. Auch da gibt es Bauvorschläge um so ein einfaches
Seismometer zu bauen.
Windy schrieb:> Je mehr man natürlich mechanisch wegfiltert, desto weniger muss man> nachher wegrechnen.
Eben, grad wenn man nicht weiß was kommt. Hauptkriterium ist für mich
das bei so einer Anwendung die Chance besteht mit einer großen Masse zu
arbeiten die bei dieser fast statischen Anwendung imho Vorteile hat.
Joe F. schrieb:> 1 "g" ist in diesem Fall nicht 1 Gramm, sondern 9,81 m/s^2...> Es ist ja ein Beschleunigungssensor und keine Waage.>> Man kann die Beschleunigung natürlich mit einer Masse in Kraft> umwandeln, ein 1 kg Block würde bei 0,00123 g (oder 0,012 m/s^2)> Beschleunigung eine Kraft von 0,012 N erzeugen.
Stimmt, danke für den Hinweis. Es ging mir darum das einfach
darzustellen. Also jetzt 12 Milligramm zu wiegen ist leichter
verständlich als 0,00123g zu beschleunigen.
Bei diese Anwendung ist ja der Vorteil faktisch eine beliebige Masse
verwenden zu können. Du kannst als ne 10 kG Granitplatte nehmen
(natürlich poliert weil es dann wichtiger aussieht ;-) ) und bist bei
120 Milligramm in diesem Szenario. Meiner bescheidenen Meinung nach sind
diese Werte aber unrealistisch zu klein.
Wenn dann unter der Platte bsp. drei Wägezellen montiert sind werden
Störungen mMn. auch von selbst rausgefiltert. Sie wirken sich ja auf
alle Sensoren gleich aus, während der Betrag der "Beschleunigung" aus
einer Richtung kommt und somit unterschiedlich ist. Mit einfacher
Differenzmessung kommen im Optimalfall schon brauchbare Signale.
Was mit Beschleunigung gemeint ist hab ich noch nicht verstanden,
vermutlich eher Gier- und Nickbewegungen da die Gondel ja nicht für
Peterchens Mondfahrt gebaut ist. Kann also sein das ich hier ein ganz
anderes Thema bearbeite als der TE.
Windy schrieb:> Ganz oben schrieb ich, der Sensor soll an der Gondel montiert worden> sein, hat wohl der eine oder andere überlesen. Alles was nicht> angeschweisst ist, ist für mich noch mobil.
Ohne feste Verbindung wird die Kraftübertragung auf deine Apparatur aber
schwierig. Das geht aber zur Not mit ein paar dicken Magneten oder
Saugnäpfen.
X4U schrieb:> Stimmt, danke für den Hinweis. Es ging mir darum das einfach> darzustellen. Also jetzt 12 Milligramm zu wiegen ist leichter> verständlich als 0,00123g zu beschleunigen.>> Bei diese Anwendung ist ja der Vorteil faktisch eine beliebige Masse> verwenden zu können. Du kannst als ne 10 kG Granitplatte nehmen> (natürlich poliert weil es dann wichtiger aussieht ;-) ) und bist bei> 120 Milligramm in diesem Szenario.
Nein, du hast es immer noch nicht verstanden.
Es geht nicht um 0,00123 Gramm, sondern g (oder meinetwegen G), also das
0,00123-fache der Erdbeschleunigung!
Der 10 Kg Block erzeugt dann eine Kraft von 0,12 N (Newton).
Wenn du das unbedingt in ein Äquivalent einer Masse bei
Erdbeschleunigung umrechnen möchtest sind das eben 12 Gramm.
Bei einer Schnellabschaltung eines Windkraftwerkes geht es aber offenbar
deutlich heftiger zu als ich vermutet hätte. Quergestellt bremsen die
Flügel recht effektiv...
https://www.youtube.com/watch?v=LAusAepeLqk&t=88
Joe F. schrieb:> Der 10 Kg Block erzeugt dann eine Kraft von 0,12 N (Newton).> Wenn du das unbedingt in ein Äquivalent einer Masse bei> Erdbeschleunigung umrechnen möchtest sind das eben 12 Gramm.
Eben, 12 Gramm sind ja schon mal was anders wie 12 Milligramm.
Nun steht aber meine schöne blankpolierte Granitplatte auf drei
Wägezellen.
Sagen wir mal jede hat einen Sensordurchmesser von 1cm²
Das sieht dann in meiner Welt so aus das die Platte von sagen wir mal
jetzt 9kg eine Kraft von 9kg / 3 = 3 kg pro/cm² ausübt. Wenn Sie jetzt
mit 1G beschleunigt wird sind das 6 kg. Das zu messen ist imho
wesentlich einfacher als 0,00xxx g.
Ich verstehe das hier nicht.
Der TO will einen einfachen Beschleunigungssensor, sagt aber nicht,
welches Interface er möchte. Und welche Informationen er braucht, bzw.
messen will.
Und darum wird ihm empfohlen, direkt was eigenes zu entwickeln.weil er
da 2€ für den billigsten Sensor sparen kann?
Windy schrieb:> ich bin auf der Suche nach einem Sensor zum Messen der Bewegung einer> Windradgondel.
Für solche Anwendungen „bastelt“ man nicht, spekuliert auch nicht über
unrealistische Messverfahren, sondern bestimmt die notwendigen
technischen Parameter und sucht einen passenden Sensor aus.
z.B.KB12VD
Ausgang: IEPE
Empfindlichkeit: 10000 mV/g
Messbereich: ±0,6 g
Eigenrauschen: 1 µg(0,5..300Hz)
linearer Frequenzbereich (±3 dB): 0,08 .. 260 Hz
Buchse: UNF 10-32, radial
Masse: 150 g
X4U schrieb:> Ohne feste Verbindung wird die Kraftübertragung auf deine Apparatur aber> schwierig. Das geht aber zur Not mit ein paar dicken Magneten oder> Saugnäpfen.
Eine Feste Verbindung ist natürlich möglich, nur eben nicht Anschweißen.
Wahrscheinlich reicht eine schwere Fußplatte, die man einfach in die
Gondel stellt.
Achim S. schrieb:> Ich verstehe das hier nicht.>> Der TO will einen einfachen Beschleunigungssensor, sagt aber nicht,> welches Interface er möchte. Und welche Informationen er braucht, bzw.> messen will.>> Und darum wird ihm empfohlen, direkt was eigenes zu entwickeln.weil er> da 2€ für den billigsten Sensor sparen kann?
Das Interface ist zweitrangig, zuerst einmal muss die Messung
funktionieren.
Es geht hier nicht um ein günstiges System, es muss funktionieren und
einfach in der Handhabung sein.
Joe G. schrieb:> z.B.KB12VD> Ausgang: IEPE> Empfindlichkeit: 10000 mV/g> Messbereich: ±0,6 g> Eigenrauschen: 1 µg(0,5..300Hz)> linearer Frequenzbereich (±3 dB): 0,08 .. 260 Hz> Buchse: UNF 10-32, radial> Masse: 150 g
Der sieht schon mal sehr interessant aus, der lineare Frequenzbereich
könnte etwas weiter runtergehen. 0,08Hz -> 12,5rpm, die Drehzahl kann
auch deutlich kleiner sein (4rpm siehe oben).
Windy schrieb:> Das Interface ist zweitrangig, zuerst einmal muss die Messung> funktionieren.
Es gibt 1000 Sensoren im SMD-Gehäuse. Mit SPI, I2C,
analog-Spannungsausgang oder sogar die direkten Thermoelement-Abgriffe.
Von unter 2€ das Stück bis in den 3-stelligen Bereich.
Temperaturkompensiert oder unkalibriert.
Oder als fertige Geräte, vom Handy angefangen bis über einfache
Datenlogger bis zu Rack-Systemen mit Gyros.
Wenn Du Deine ungefähre untere Grenzfrequenz kennst, kommt es neben der
Auflösung nur noch auf das Interface an.
Die Befestigung ist dabei praktisch kein Thema. Da reicht im einfachsten
Fall ein starker Magnet oder eine Rohrschelle.
Windy schrieb:> Der sieht schon mal sehr interessant aus, der lineare Frequenzbereich> könnte etwas weiter runtergehen. 0,08Hz -> 12,5rpm, die Drehzahl kann> auch deutlich kleiner sein (4rpm siehe oben).
Verstehe ich nicht?
4 rpm sind doch 0.06666 U/s oder 0,0666 Hz bzw. 0.08 Hz 4.8 rpm.
Wenn es trotzdem zu knapp ist, nehmen einen anderen Sensor ;-)
z.B. PCB-393B04 Der untere Frequenzbereich liegt dann bein 0.02 Hz.
Die untere Grenzfrequenz bei BS und Seismometern ist je nach DB Angabe
1%,5%,10% oder -3db :)
Natürlich kann man die Sensoren auch unterhalb dieser Frequenz
verwenden, wenn man Kalibrierdaten hat und etwas rechnet. Oder man nimmt
gleich DC fähige Sensoren (MEMS oder Servoaufnehmer).
So schön 'einfach' eine Messung der Beschleunigung (oder der
Geschwindigkeit) auch ist, so bleibt bei der im Startpost beschrieben
Aufgabe die Kopfposition zu messen, das Problem, dass der BS nicht
zwischen einer Schieflage (die Gondel stellt sich schief, aus welchen
gründen auch immer) und horizontaler Bewegung unterscheiden kann.
Es bleibt ein Inertial-Messsystem, ob die einfachen reichen weiss nur
the TO.
Henrik V. schrieb:> dass der BS nicht> zwischen einer Schieflage (die Gondel stellt sich schief, aus welchen> gründen auch immer) und horizontaler Bewegung unterscheiden kann.
Das stimmt nicht ganz: bei einer Schieflage ist die maximale
Beschleunigung immer noch 1g, bei einer (beschleunigten) Bewegung ist
sie in einer Richtung grösser als 1g, weil sich die Beschleunigung zur
Gravitation addiert*. Ob man das unter den Bedingungen des TO noch
messen kann ist eine andere Frage.
*Eine seitliche unbeschleunigte Bewegung kann man ausschliessen - die
Gondel kann ja nicht wegfliegen. Jedenfalls normalerweise.
Ich kann mir vorstellen, dass sich der Turm seitlich biegt, d.h. die
Gondel bewegt sich nach der Seite - die Neigung dabei ist allerdings
wegen der Trigonometrie unmessbar klein. Der Turm könnte auch
Torsionschwingungen ausführen, so dass sich die Richtung der Gondel
ändert, was schwierig zu erfassen ist, weil sie sich ja gesteuert drehen
kann. Mehr Freiheitsgrade im messbaren Bereich sehe ich nicht.
Georg
Henrik V. schrieb:> So schön 'einfach' eine Messung der Beschleunigung (oder der> Geschwindigkeit) auch ist, so bleibt bei der im Startpost beschrieben> Aufgabe die Kopfposition zu messen, das Problem, dass der BS nicht> zwischen einer Schieflage (die Gondel stellt sich schief, aus welchen> gründen auch immer) und horizontaler Bewegung unterscheiden kann.>
Es geht geht nur darum die Schwingung der Gondel zu Messen, die
Position(Ausrichtung) der Gondel spielt keine Rolle, da die Bewegung in
Bezug auf die Rotorachse gemessen werden soll.
> Es bleibt ein Inertial-Messsystem, ob die einfachen reichen weiss nur> the TO.
Der Vorteil bei dem System ist, dass die Gondel immer wieder durch den
Nullpunkt geht, und damit ein Fehler sich nicht aufsummieren kann.
Achim S. schrieb:> Windy schrieb:>> Das Interface ist zweitrangig, zuerst einmal muss die Messung>> funktionieren.>> Es gibt 1000 Sensoren im SMD-Gehäuse. Mit SPI, I2C,> analog-Spannungsausgang oder sogar die direkten Thermoelement-Abgriffe.>> Von unter 2€ das Stück bis in den 3-stelligen Bereich.> Temperaturkompensiert oder unkalibriert.>> Oder als fertige Geräte, vom Handy angefangen bis über einfache> Datenlogger bis zu Rack-Systemen mit Gyros.>> Wenn Du Deine ungefähre untere Grenzfrequenz kennst, kommt es neben der> Auflösung nur noch auf das Interface an.>> Die Befestigung ist dabei praktisch kein Thema. Da reicht im einfachsten> Fall ein starker Magnet oder eine Rohrschelle.
Der Sensor sollte für die Anwendung passen, wenn man dann noch die Wahl
hat, würde ich eine digitale Schnittstelle bevorzugen.
Ein fertiger Sensor im Gehäuse wäre die beste Lösung. Die Sensoren für
seismische Anwendung scheinen sehr gut geeignet.