Wie berechne ich die Spannung zwischen L1 und L2

#7299343
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Josch schrieb:
> Guten Abend!
>
> Wenn ich die Spannung L1 zu N mit 235,8V und L2 zu N mit 236.6V habe,
> kann ich mir die Spannung zwischen L1 und L2 berechnen ? Wie? Ich bin
> absoluter Softwareentwickler...
>
> Danke !

Wenn es nicht super genau sein muß, multipliziere jeweils die einzelnen 
Spannungen mit SQRT(3) (1.732). Durch Mittelwertbildung der errechneten 
Spannungen sollte das hinreichend genau sein.

380V = SQRT(3) x 220V.
Gast #7299350
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Kommt drauf an. Wenn der N den Sternpunkt darstellt, hat man einen 
Verkettungsfaktor von Wurzel 3, mithin eine Leiterspannung von 400V.
Wenn das irgendein altertümliches Netz ist, bei dem ein Außenleiter 
betriebsmäßig geerdet ist und den PEN darstellt,  ist die Leiterspannung 
auch 235V.
#7299464
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> Wenn ich die Spannung L1 zu N mit 235,8V und L2 zu N mit 236.6V habe,
> kann ich mir die Spannung zwischen L1 und L2 berechnen ?

Wenn man davon ausgehen kann, dass die Phasenverschiebung der beiden 
Spannungen exakt 120° beträgt:

- Überschlagsmäßig: U_12 = 1,73 x 236,2 V = 409 V
- Komplexe Rechnung: U_12 = U_1N - U_2N = 235,8 V ∡ 0° - 236,6V ∡ -120°
   = 409,1 V ∡ 30,06°

Wenn allerdings die Abweichungen z. B. durch eine Sternpunktverschiebung 
zustandekommen, wird die Phasenverschiebung nicht genau 120° betragen, 
in diesem Fall kann man es ohne weitere Angaben nicht berechnen.
Gast #7299499
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Josch schrieb:
> Wenn ich die Spannung L1 zu N mit 235,8V und L2 zu N mit 236.6V habe,
> kann ich mir die Spannung zwischen L1 und L2 berechnen ? Wie? Ich bin
> absoluter Softwareentwickler...

Ja, ja, Softwareentwickler!
Hast du die Messwerte wirklich?
Auch eine Minute später?
Und warum nicht noch eine Kommastelle zusätzlich?

Deine Differenz geht im Rauschen unter.
Gast #7299530
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> L1 zu N mit 235,8V und L2 zu N mit 236.6V

> Deine Differenz geht im Rauschen unter.

Um das etwas zu erläutern: im Gegensatz zu (statischer) Gleichspannung 
ist das Messen von (sich ja ständig ändernder) Wechselspannung[1] eine 
ziemlich komplexe Angelegenheit.  Der Wert, den ein Multimeter anzeigt, 
ist (bösgesagt) mehr oder weniger ein Schätzwert[2].  Je nach Gerät 
machen die einige Annahmen bzgl der Signalform, um aus den gemessenen 
Spitzen- oder Momentanwerten einen Effektivwert zu ermitteln.  Bei 
sauberem 50/60Hz-Sinus kommen sie da auch mal auf <1% Genauigkeit, bei 
allem anderen sind sie froh, die 1% überhaupt zu erreichen (meist 
deutlich schlechter).

Drehstrom macht die Sache nicht gerade einfacher - jetzt kommen noch 
zusätzlich Phasen- und/oder Nullpunktverschiebungen dazu.

Das einfachste wäre, dein Messgerät zwischen L1 und L2 zu klemmen und 
direkt zu messen.  Dann hast du nur einen Fehler (L1-L2 messen) statt 
drei (L1-N messen, L2-N messen, unter Annahmen rechnen).


--
[1] Zum Schlaumachen: https://de.wikipedia.org/wiki/Wechselspannung

[2] der dir gerade mal angibt, welche DC-Spannung an einem Widerstand 
die gleiche Leistung umsetzen würde - sonst wirklich nichts!  Und der 
Angabe kannst du nur trauen, wenn du sowohl Signalform als auch 
Messverfahren kennst.
#7299665
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Josch schrieb:
> Wenn ich die Spannung L1 zu N mit 235,8V und L2 zu N mit 236.6V habe

Dann kannst du auch die Spannung von L1 zu L2 messen. :-)
Da die Netzspannung um +-10% schwanken darf, hast du deine Werte mit 
viel zu vielen Stellen angegeben.
Der Wert dürfte schon in Sekunden ein anderer sein.
Wobei sich auch die Frage stellt wie genau diese Werte ermittelt wurden.

Was ist also dein eigentliches Problem?

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