Moin Moin, ich versuche gerade eine drei Phasen Strommessung für einen BLDC zu realisieren. Dabei ist das Design der Strommessung von dem EVSPIN32G4 Eval Board von ST (https://www.st.com/resource/en/data_brief/evspin32g4.pdf) kopiert. Zusammengefasst handelt es sich um Low-Side Shunt-Widerstände deren Spannungsabfall durch OpAmps verstärkt und dann mittels des eingebauten ADCs gemessen werden. Das Problem, welches ich habe, ist, dass ich negative Spannungen über den Shunt-Widerständen messe, wenn ich sie nicht erwarte.
Folgender Aufbau ist gegeben:
- Motor wird mithilfe der Hall Sensoren durch eine Sechs-Stufen-Kommutation betrieben
- Duty Cycle von 100% wird eingestellt, d. h. High-Side FETs schalten voll durch
- Motor dreht frei (keine Last)
- Es wird die Spannung über einem Shunt-Widerstand mittels Oszilloskop gemessen
Bei diesem Aufbau messe ich den in Abbildung 1 skizzierten Spannungsverlauf über dem Shunt-Widerstand, wenn die Phase gegen GND geschaltet wird, d. h. Low-Side FET aktiv ist.
Mit ist klar, warum ich in dem Spannungsverlauf die zwei sinusförmigen Einkerbungen erhalte (die kommen durch die vom Rotor induzierte Spannung). Warum jedoch messe ich mit dem Oszi über dem Shunt eine negative Spannung an den jeweils mit Pfeilen markierten Punkten? Sicherlich wird doch nicht vom Rotor eine so hohe Spannung induziert, dass der Strom entgegen der Motorspannung getrieben wird?!
Meine Frage an die netten Forumsmitglieder: Ist das überhaupt möglich oder muss hier ein Messfehler vorliegen? Laut meinem Verständnis kann das nämlich nicht stimmen. Könnten die OpAmps die Messung beeinflussen?
