Defektes Fluke 99 ScopeMeter Series II

OP #8025914
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Hallo liebe Gemeinde, Ich habe ein defektes FLUKE 99 ScopeMeter Series II 50Mhz bekommen. Alles in einem Koffer, die Bedienungsanleitung und die Kabel sind dabei aber dann war es auch. Leider sind keine weiteren Details dafür zubekommen. Das Steckernetzteil liefert im Leerlauf etwa 22v, das ist mit 16V 0,6A angegeben. Am Hohlstecker außen Plus innen Minus, so steht es auch in der Beschreibung. Das NT ist ein einfaches Trafonetzteil ohne Stabilisierung. Das NT ist geöffnet. Auch der Anschluss am Hohlstecker sieht sehr merkwürdig aus, ich vermute kein Original mehr. Das Batteriefach scheint für 4x NC-Akkus C Zellen ausgelegt zu sein. Vom Ackufach schienen ursprünglich zwei Kontakte mit den Befestigungsschsrauben zu einem der Boards kontaktiert zu sein. Der Ladekontakt auf der 12V Seite fehlt. Aber bei 4x Babyzellen passt die Spannung nicht...... in den Daten steht NC Akku 4,8V Ich würde gerne versuchen das Teil wieder zum Laufen zu bringen. Aber wenn die Kosten ausufern gebe ich auf. Es lässt sich das Gerät nicht einschalten, was davor damit passiert ist, kann ich leider nicht in Erfahrung bringen. Die Versorgungsspannung ist von 8-20VDC 5W angegeben, der nächste Plan wäre, das mit einer passenden Spannung zu versuchen. Denn zu dem Netzteil habe ich nicht viel vertrauen. Wenn nicht sogar durch die ca. 22v im Leerlauf schon etwas gehimmelt wurde......
Hat jemand zufällig schon einmal so ein Gerät in die Hände bekommen und könnte mir etwas weiter helfen? VG. Jörg

#8025917
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Jörg W. schrieb:

Die Versorgungsspannung ist von 8-20VDC 5W angegeben, der nächste Plan wäre, das mit einer passenden Spannung zu versuchen. Denn zu dem Netzteil habe ich nicht viel vertrauen. Wenn nicht sogar durch die ca. 22v im Leerlauf schon etwas gehimmelt wurde......

Wenn das Gerät schon für 4s NiMh Zellen ausgelegt ist, würde ich an Deiner Stelle dort ansetzen, also dort mit ~5 V versorgen.

#8025925
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Jörg W. schrieb:

Das NT ist ein einfaches Trafonetzteil ohne Stabilisierung.

Dann ist es völlig normal, dass knapp die 1,5-fache Nennspannung im Leerlauf anliegt.

Jörg W. schrieb:

Es lässt sich das Gerät nicht einschalten,

Wie auch, du hast doch gemäß deiner Ausführungen noch keine Betriebsspannung angelegt? Oder hattest du das NT doch schon angeschlossen? Ist für mich nicht eindeutig verständlich geschrieben.

Jörg W. schrieb:

Die Versorgungsspannung ist von 8-20VDC 5W angegeben, der nächste Plan wäre, das mit einer passenden Spannung zu versuchen.

Was hindert dich daran, ein auf bspw. 15 V eingestelltes Labornetzgerät anzuschließen?

#8026363
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Es gibt Geräte, die benutzen den eingebauten NC-Akku zur Stabilisierung der Betriebsspannung, sozusagen als Zenerdioden-Ersatz. Ich hatte mal ein Fluke Tisch-Multimeter, das hat es so gemacht, etliche HP-Rechner, z.B. der HP97 machen es so. Wenn man das ohne Akku mit Netzteil betreibt, bekommt dann die Elektronik eine zu hohe Spannung und kann durchaus sterben. NiCd-Akkus waren dafür gut geeignet, denn die sind zimlich unempfindlich gegen Überlsadung. Wenn du anstelle der Akkus 5V aus dem Labornetzteil anschließt und nichts funktioniert, dann wird wohl schon was gestorben sein

#8026506
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Hmm ich hab hier noch so ein Fluke 97 mit durchgebrannter Innenlagenleiterbahn im Netzteil liegen. Das hatte ich mal ohne originales Steckernetzteil als "ungeprüft" - verdächtig billig auf nem Elektronikflohmarkt mitgenommen. Da war - wohl durch Verpolung - eine den Eingangsstrom führende Leiterbahn im Schaltnetzteilbereich in der Innenlage aufgebrannt. Ich hab es dann versucht zu rekonstruieren, die Verkokungen rausgefräst, darüberliegende Bauteile des Spannungsfeedbacks des Schaltnetzteils waren auch in Mitleidenschaft gezogen worden und es mussten zwei drei SMD -Rs und Cs freiverdrahtet umziehen.. - aber es danach auch nur ein einziges Mal sauber einschalten können, danach wieder Totenstille. Liegt hier als Mahnmahl des Scheiterns herum - und dass ich nicht so viele "Superschnäppchen" mit erhöhtem Reparaturaufwandbzw. ungeklärtem Projektstatus mitnehmen werde. Also - leider auch an soetwas denken. Die schaltpläne waren ja im Netz.. Dir mehr Erfolg..

OP #8048437
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Maik .. schrieb:

Hmm ich hab hier noch so ein Fluke 97 mit durchgebrannter Innenlagenleiterbahn im Netzteil liegen. Das hatte ich mal ohne originales Steckernetzteil als "ungeprüft" - verdächtig billig auf nem Elektronikflohmarkt mitgenommen. Da war - wohl durch Verpolung - eine den Eingangsstrom führende Leiterbahn im Schaltnetzteilbereich in der Innenlage aufgebrannt. Ich hab es dann versucht zu rekonstruieren, die Verkokungen rausgefräst, darüberliegende Bauteile des Spannungsfeedbacks des Schaltnetzteils waren auch in Mitleidenschaft gezogen worden und es mussten zwei drei SMD -Rs und Cs freiverdrahtet umziehen.. - aber es danach auch nur ein einziges Mal sauber einschalten können, danach wieder Totenstille. Liegt hier als Mahnmahl des Scheiterns herum - und dass ich nicht so viele "Superschnäppchen" mit erhöhtem Reparaturaufwandbzw. ungeklärtem Projektstatus mitnehmen werde. Also - leider auch an soetwas denken. Die schaltpläne waren ja im Netz.. Dir mehr Erfolg..

Nach einem Schaltplan habe ich im Netz vergeblich gesucht. Ein Link zu Download würde mich freuen. Auf der Platine sind keine Brandspuren zu entdecken. Das mit dem NC Acku zur Spannungsstabilisierung ist ein guter Ansatz. Natürlich auch mal ein stabilisiertes Labor-NT zu bemühen. Welche nominale Spannung wäre am Eingang angebracht? Der Eingang sieht nach Längsreglern oder Schaltreglern für die einzelnen Spannungen aus.
VG.

#8049301
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Jörg W. schrieb:

Welche nominale Spannung wäre am Eingang angebracht?

Hast du doch ganz oben schon selbst geschrieben:

Jörg W. schrieb:

Die Versorgungsspannung ist von 8-20VDC 5W angegeben, der nächste Plan wäre, das mit einer passenden Spannung zu versuchen.

Und das nachfolgende sollte beachtet werden:

Sinus T. schrieb:

Es gibt Geräte, die benutzen den eingebauten NC-Akku zur Stabilisierung der Betriebsspannung, sozusagen als Zenerdioden-Ersatz.

Also wäre es vermutlich besser, mangels passender Akkus direkt die nominalen 4,8 V per Labornetzgerät an den Batterie-Anschlüssen einzuspeisen. Wenn es dann nicht tut, dann ist halt was kaputt.

#8049642
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Während meiner aktiven Zeit in der Messgerätewartung fielen reihenweise Fluke Scopemeter 9X aus: Ihre 4 Babyzellen-Akkus wurden im Stand-by bei 7 V noch mit satten 70 mA(!) totgeladen; kurz nach Ablauf der Garantie war dann Sense, und das Akkufach voller Salzkristalle...

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