Habt ihr mal diese Werkstatt-Energiesparlamen (z.B. mit 8W angegeben)
nachgemessen? Die nehmen sage und schreibe 41W auf!
Ich finde es eine Frechheit der Hersteller, den Anschlusswert dieser
Lampen gar nicht mehr auf das Gerät zu schreiben. Nur wenn man genau
sucht findet man den Hinweis, dass es sich um die abgegebene Leistung
(die des Leuchtmittels) handelt.
Mit dem allgemeinen Energiespar-Hype auf diese Weise Kasse zu machen
gehört eigentlich angezeigt, zumindest boykottiert, oder?
Thilo M. schrieb:
> Habt ihr mal diese Werkstatt-Energiesparlamen (z.B. mit 8W angegeben)> nachgemessen? Die nehmen sage und schreibe 41W auf!
Kosinus Vieh macht auch Mist.
Ne, ernsthaft: Haste mal Wirkleistung gemessen und den ganzen
Oberwellendreck verrechnet...?
Ist genau wie mit diesen LED 1W GU10 Dingern.
Die LED's selber brauchen wirklich nur ein Watt... das der Vorwiderstand
nochmals 2W verheizt davon redet keiner... hat ja auch keiner nach
gefragt...
Ich hab' ein Wirkleistungsmessgerät dazwischengeschaltet, cos-Phi meinte
1.0 dazu. Die Oberwellen habe ich nicht gemessen. Das Vorschaltgerät
fordert eben seinen Tribut. ;)
Das Kabel der Stablampen wird ja auch schön warm und weich, diese
Leistung muss auch irgendwo herkommen.
Thilo M. schrieb:
> Habt ihr mal diese Werkstatt-Energiesparlamen (z.B. mit 8W angegeben)> nachgemessen? Die nehmen sage und schreibe 41W auf!
Verbrennst du dir die Finger an an der Lampe?
Falls nein, dann passen die 41W nicht ganz.
PS: cosphi ist bei nichtlinearen Lasten relativ uninteressant. Was
interessiert ist der Leistungsfaktor (=Wirkleistung/Scheinleistung).
>Verbrennst du dir die Finger an an der Lampe?
Die Lampe heizt sich bei 20°C Umgebungstemperatur auf ca. 45°C auf. Das
Kabel hat auch ca. 45°C (dient als Vorwiderstand). Die 41W sind reine
Wirkleistung.
Uhu Uhuhu schrieb:
> Das sind aber auch keine Energiesparlampen.
Sehe ich auch so.
Aber mit diesem Argument werden sie angepriesen. '8 Watt
Werkstattleuchte' ist schlicht gelogen!
Das 'Ersatz-Glühobst' zählt nicht zu dieser Kategorie.
Thilo M. (power) wrote:
> Habt ihr mal diese Werkstatt-Energiesparlamen (z.B. mit 8W angegeben)> nachgemessen? Die nehmen sage und schreibe 41W auf!
41 Watt Scheinleistung vielleicht, aber nicht 41 Watt Wirkleistung.
> Ich hab' ein Wirkleistungsmessgerät dazwischengeschaltet, cos-Phi meinte> 1.0 dazu. Die Oberwellen habe ich nicht gemessen.
Da liegt der Hase wohl in der Würze. Tippe mal auf ungeeignete
Messmethode. Typischer Fall von
Wer misst misst Mist :)
ODer aber du hast ein "Sondermodell", dass sich der Sparsamkeit mit
Gewalt entzieht. Ne aber mal im ernst, schau mal hier
http://www.energieeffizienz.ch/files/Sparlampen_07_Schlussbericht_191107_2.pdf
wirf einen Blick auf die Stromverläufe der GÄNGIGEN ESL
Zitat: "alle Sparlampen unter 25 Watt weisen stark pulsende Ströme auf"
also mit cos phi = 1 ist da wohl nix ;)
es gibt Megaman ESL die werden mit einen cos phi von 0.98 zu haben, dank
aktiver PFC sog. HighPowerFactor (HPF) siehe hier
http://www.produits-economiques.com/produkt.php?lang=de&pm_id=1151
da wird das mit dem Messen besser klappen, aber alle anderen haben wohl
gepulste Stromaufnahmen
Andreas Breitbach schrieb:
> Was ist denn mit "Power-Jetlight 2x36W (72W)" nicht in Ordnung?> Die haben doch ganz normale Vorschaltgeräte.
Ich habe eine 'Jet Light 16W' nachgemessen. Heraus kamen 40W
Anschlussleistung. Das beißt sich mit der Werbung für die Teile und für
den Aufkleber mit den technischen Daten.
Thilo M. (power) wrote:
> Ich schrieb' doch oben, dass ich NICHT das Ersatz-Glühobst meine. Die> Handlampen wie im Link sind gemeint.
dann hättest du den Thread besser anders benennen sollen, so ergibt das
einen falschen Zugenschlag
Thilo M. schrieb:
> Ich habe eine 'Jet Light 16W' nachgemessen. Heraus kamen 40W> Anschlussleistung. Das beißt sich mit der Werbung für die Teile und für> den Aufkleber mit den technischen Daten.
Ich würde eher darauf tippen, dass du Mist misst. Denn wie ich oben
schon schrieb, ist die cosphi Angabe außer bei linearen Lasten für die
Tonne.
Afaik kann eine falsche Angabe der technischen Daten auf dem Typenschild
nämlich zu einer saftigen Strafe führen. Von daher halte ich derart
massive Abweichung für unrealistisch.
Benedikt K. schrieb:
> Thilo M. schrieb:>>> Ich habe eine 'Jet Light 16W' nachgemessen. Heraus kamen 40W>> Anschlussleistung. Das beißt sich mit der Werbung für die Teile und für>> den Aufkleber mit den technischen Daten.>> Ich würde eher darauf tippen, dass du Mist misst. Denn wie ich oben> schon schrieb, ist die cosphi Angabe außer bei linearen Lasten für die> Tonne.
Ich habe auch mit einem sehr guten Multimeter den Strom nachgemessen.
Knappe 180mA waren zu lesen. Ich denke nicht, dass ich Mist gemessen
habe.
Thilo M. schrieb:
> Ich habe auch mit einem sehr guten Multimeter den Strom nachgemessen.> Knappe 180mA waren zu lesen. Ich denke nicht, dass ich Mist gemessen> habe.
Doch, dass hast du hiermit gerade zugegeben: Mit einem Multimeter misst
du die Scheinleistung! Um die Blindleistung zu messen, müssen Spannung
und Strom zu jedem Zeitpunkt multipliziert und aufintegriert werden.
Benedikt K. schrieb:
> Thilo M. schrieb:>>> Ich habe auch mit einem sehr guten Multimeter den Strom nachgemessen.>> Knappe 180mA waren zu lesen. Ich denke nicht, dass ich Mist gemessen>> habe.>> Doch, dass hast du hiermit gerade zugegeben: Mit einem Multimeter misst> du die Scheinleistung! Um die Blindleistung zu messen, müssen Spannung> und Strom zu jedem Zeitpunkt multipliziert und aufintegriert werden.
Das Multimeter misst echt-Effektivwert. Glaube mir, das Teil misst
richtig. (METRIX MX56)
Thilo M. schrieb:
> Das Multimeter misst echt-Effektivwert. Glaube mir, das Teil misst> richtig. (METRIX MX56)
Das mag sein, aber du hast die Grundlagen nicht verstanden! Du kannst
nicht einfach Spannung und Strom getrennt messen und am Ende rechnen!
Benedikt K. schrieb:
??
Effektivwert des Stromes mit der Spannung multipliziert ergibt das, was
der Zähler aufsummiert. Das ist die Lüge der Hersteller.
Thilo M. schrieb:
> Effektivwert des Stromes mit der Spannung multipliziert ergibt das, was> der Zähler aufsummiert.
Eben nicht! Les dir mal die Grundlagen zum Thema Scheinleistung und
Wirkleistung durch!
>Les dir mal die Grundlagen zum Thema Scheinleistung und>Wirkleistung durch!!!!!!!!!!!!!!!
Du bist Vollblut-Ingenieur, oder? Alles anzweifeln und theoretisch
rechnen, ohne zum Ergebnis zu kommen. :)
Ich werde einen Zähler davorhängen und das Ganze empirisch ermitteln.
Melde mich dann wieder.
Ich geh' jetzt schlafen, hatte ein anstrengendes Fest letzte Nacht
(beleuchtet von Glühbirnen). :-)
Hi,
Verrechnungszähler der EVU's sind in der Regel Wirkleistungszähler.
Nur Großabnehmer haben Blindleistungszähler installiert.
Es ist also völlig egal welche Scheinleistung Energiesparlampen
haben. Bezahlt wird nur der Wikleistungsanteil. Der sollte klein
sein.
Aber! Der Blindleistungsanteil belastet unsere Netze, Belastungen
von denen das EVU nichts hat, da ja der "Normalverbraucher" ja
Wikleistungszähler in seiner Wohnung hat. Großabnehmer werden
durch "Anschlusbedingungen" bzw. durch den Blindleistungszähler
(Blindstrom teuer) zur Installation einer
Kompensationsanlage "gezwungen".
Wigbert
Das erinnert nich daran, wie ein Jungmeister bei der Berechnung einer
Hallenbeleuchtung (58W LS mit VVG) den fatalen Fehler gemacht hat mit
großzügigen 60W pro Leuchte zu rechnen.
Hat in der UV mächtig gebrummt und nach 5 Minuten war auch der letzte
Automat gefallen.
Eine 58W LS hat halt eine Stromaufnahme von rund 700mA und nicht 58W /
230V = 252mA.
Andreas
Habe jetzt nicht alles gelesen, aber wenn du die Leistung auch mit einem
Brennenstuhl-Leistungsmessgerät gemessen hast, dass kannst du das
Messergebnis rauchen!
Das PM430 dieser Firma taugt nur für die Tonne. Meine 11W-Lampe zeigte
auch 36W an und cos(phi)=1. In Tat und Wahrheit war der cos(phi) weit
unter 0.5 (kein Wunder bei einem induktiven Vorschaltgerät).
Deine Lampe wird schon +/-8W haben. Ich habe ausser von Brennenstuhl
auch noch andere Billig-Powermeter (<100€) ausprobiert. Resultat: Alle
Schrott, höchstens als Schätzeisen tauglich.
Das einzige Gerät, welche sich durch keine noch so komplexe Last
täuschen liess, war ein Fluke434 Mains Analyzer von der Arbeit. Kostet
aber auch nur schlappe 5000€....
mfg
rayelec
> Du bist Vollblut-Ingenieur, oder? Alles anzweifeln und theoretisch> rechnen, ohne zum Ergebnis zu kommen. :)
Und du misst einfach mal praktisch und hast dann ein Ergebnis, das aber
nicht stimmt, weil die Theorie darüber nicht verstehst, was genau dein
Messgerät liefert und wie man damit rechnet. Da kaufe ich lieber bei
Benedikt ein.
Immer langsam,
bei den sog. Werkstattleuchten wird (wurde? meine ist so) wirklich
das Anschlusskabel als Vorwiderstand benutzt. Habe gerade auch die
chin. LED-Lampe vom Lidl im selben Verdacht. Dann ist der cos phi
wirklich 1 und Scheinleistung = Wirkleistung.
Gruß, Guido
Thilo M. schrieb:
> Du bist Vollblut-Ingenieur, oder? Alles anzweifeln und theoretisch> rechnen, ohne zum Ergebnis zu kommen. :)
Ist doch wurschtegal, wer der Vollblut-Ing. ist ;-)
Lies trotzdem mal diesen Artikel durch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Scheinleistung
Bereits die erste gezeigte Formel dürfte für dich interessant sein.
Jaa, du misst U und I mit einem True RMS Messgerät...
So, habe jetzt knappe 8 Stunden den Zähler dran gehabt. Ist natürlich
nicht grade super abzulesen, aber über diese Zeit waren's umgerechnet
ca. 23W, die das Teil aufnimmt (16W angegeben).
Am Stromnetz mag der Blindleistungsanteil weniger stören, am Aggregat
betrieben (mehrere Lampen auf der Baustelle) sört das sehr wohl. ;)
So, die Fa. Brennenstuhl hat mir heute sehr freundlich die Daten der
'16W' - Lampe übermittelt:
- Wirkleistung 20W
- cos-phi 0.5
- Scheinleistung 40VA
Hätten sie auch gleich dazu schreiben können. ;)
Benedikt K. schrieb:
> Denn wie ich oben schon schrieb, ist die cosphi Angabe außer bei linearen >Lasten für die Tonne.
Hallo Benedikt.
Das kann ich so nicht stehen lassen. Ich stimme Dir zu, dass man die
Wirkleistung nicht mit einem Multimeter ermitteln kann, denn damit misst
man die Scheinleistung.
Cos (Phi) hat aber trotzdem genau die gleiche Aussagekraft wie bei
linearen Lasten.
Entwickelt man den Stromverlauf in eine Fourier-Reihe, so trägt nur
diejenige Komponente zur Wirkleistung bei, die mit der Netzspannung in
Phase ist. Multipliziert man die Spannung mit dieser Komponente, erhält
man die Wirkleistung.
Andererseits könnte man auch den Strom-Effektivwert messen und die
Wirkleistung mittels P=R+I² bestimmen, wobei man für R einen Wert
auftreiben müsste, der die Lampe charakterisiert. Dies ergibt das
gleiche Ergebnis wie die Fourier-Methode.
Die Ansteuerschaltung bewirkt eine Phasenverschiebung der
Grundschwingung des Stromes. Deshalb entsteht ja auch eine
Blindleistung.
Man könnte das Vorschaltgerät demnach mit einer Ersatz-Impedanz
"nachbilden", die genau diese Phasenverschiebung erzeugt, dass am
Schluss genau die gleiche Schein- Blind- und Wirkleistung herauskommt.
Der Leistungsfaktor ist ja bekanntlich Wirkleistung / Scheinleistung und
ist identisch mit Cos(Phi) des gerade erklärten Konstrukts.
Cos(Phi) ist also keineswegs für die Tonne. Man muss nur etwas tiefer in
die Materie eindringen, um wieder etwas damit anfangen zu können.
Gruss Daniel
Daniel R. schrieb:
> Cos (Phi) hat aber trotzdem genau die gleiche Aussagekraft wie bei> linearen Lasten.
Mein Wissen ist auf dem gleichen Stand wie Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Cos_phi
Dort steht dass cos(phi) nur bei linearen Lasten definiert ist (was ja
auch Sinn macht).
> Entwickelt man den Stromverlauf in eine Fourier-Reihe, so trägt nur> diejenige Komponente zur Wirkleistung bei, die mit der Netzspannung in> Phase ist. Multipliziert man die Spannung mit dieser Komponente, erhält> man die Wirkleistung.
Soweit alles ok.
> Andererseits könnte man auch den Strom-Effektivwert messen und die> Wirkleistung mittels P=R+I² bestimmen, wobei man für R einen Wert> auftreiben müsste, der die Lampe charakterisiert. Dies ergibt das> gleiche Ergebnis wie die Fourier-Methode.
Ab hier verstehe ich nichts mehr. Was ist R? Der Widerstand? Dann meinst
du sicherlich P=R*I². Aber selbst dann müssten R und I komplex bzw.,
sogar nichtlinear sein, oder?
> Die Ansteuerschaltung bewirkt eine Phasenverschiebung der> Grundschwingung des Stromes. Deshalb entsteht ja auch eine> Blindleistung.
Angenommen ich würde symmetrisch um den Scheitelwert der Sinusspannung
kurz rechteckförmig Strom ziehen. Ich hätte somit keine
Phasenverschiebung. Würde ich dann trotzdem cos phi ungleich 1 sein?
(Ich habs noch nie ausprobiert, würde mich aber mal interessieren, weil
dann hätte man ja keine Phasenverschiebung).
Benedikt K. schrieb:
>> Andererseits könnte man auch den Strom-Effektivwert messen und die>> Wirkleistung mittels P=R+I² bestimmen, wobei man für R einen Wert>> auftreiben müsste, der die Lampe charakterisiert. Dies ergibt das>> gleiche Ergebnis wie die Fourier-Methode.>> Ab hier verstehe ich nichts mehr. Was ist R? Der Widerstand? Dann meinst> du sicherlich P=R*I². Aber selbst dann müssten R und I komplex bzw.,> sogar nichtlinear sein, oder?
Ich bitte um Entschuldigung. Das ist ein Tippfehler. Muss natürlich R*I²
heissen.
Mit R meine ich einen reellen Widerstand, mit dem man die Lampe an sich
(also nur die Röhre)modellieren könnte. Solch eine Röhre hat in ihrem
Nennbetrieb ja annähernd ohmsche Eigenschaften (Spannung und Strom sind
einander näherungsweise proportional).
Gehen wir weiter davon aus, dass die Ansteuerschaltung eine beliebige
Strom-Signalform erzeugt (vereinfachend mal Phasenanschnitt angenommen).
Dann tritt an der Spannungsquelle eine Blindleistung auf, da der Strom
ja nicht in Phase zur Spannung, sondern erst ab dem Zündmoment gezogen
wird. Die besagte Blindleistung tritt auf, obwohl die Last rein ohmsch
ist (wie wir angenommen haben). Man nennt dies Verzerrungsblindleistung.
>>> Die Ansteuerschaltung bewirkt eine Phasenverschiebung der>> Grundschwingung des Stromes. Deshalb entsteht ja auch eine>> Blindleistung.>> Angenommen ich würde symmetrisch um den Scheitelwert der Sinusspannung> kurz rechteckförmig Strom ziehen. Ich hätte somit keine> Phasenverschiebung. Würde ich dann trotzdem cos phi ungleich 1 sein?> (Ich habs noch nie ausprobiert, würde mich aber mal interessieren, weil> dann hätte man ja keine Phasenverschiebung).
Tatsächlich ist es so, dass Du eine Phasenverschiebung haben wirst. Ich
nehme an, Du gehst nicht nur von einer Periode aus, sondern ziehst bei
jedem Scheitel einen rechteckförmigen Strom.
An der Quelle liegt die Netzspannung ja immer an. Jedoch wird nicht
immer ein Strom gezogen. D.h. Spannung und Strom sind nicht in Phase.
Auch nicht wenn sie zeitlich zusammenfallen, denn die Signalform machts.
Hier müssen wir wieder die Fourier-Reihe aus dem sack lassen. Ein
Rechteck hat nur ungerade Oberwellen, die mit 1/n abklingen. Nun ist es
wieder so, dass nur diejenige Harmonische wirkleistungsbildend ist, die
in Phase zur Spannung ist. D.h. es ist entweder ein Cosinus mit der
Netzfrequenz ODER ein Sinus mit Netzfrequenz (natürlich mit dem
Fourier-Koeffizienten davor).
Alle anderen Harmonischen (Dritte, Fünfte ... n-te) sind rein
blindleistungsbildend.
Damit wäre auch Cos(Phi) ungleich 1, obwohl die Last rein ohmsch ist.
Als Veranschaulichung habe ich beispielhaft den Stromverlauf einer
Phasenanschnitt-Steuerung mit rein ohmscher Last in eine Fourier-Reihe
entwickelt und als Bild angehängt. Zu sehen ist der Stromverlauf an der
Last (die typische Phasenanschnitt-Signalform), die Grundschwingung (der
grössere Sinus) und die 3. Harmonische (der kleinere Sinus).
Der Stromverlauf wurde mit 50 Harmonischen gezeichnet. die
Eingangsspannung ist ein Sinus (nicht im Bild). Schön zu erkennen ist
die Phasenverschiebung der Grundschwingung und natürlich auch die der 3.
Harmonischen. Die Grundschwingung ist übrigens sqrt(a1²+b1²), wobei a1
und b1 die Koeffizienten der ersten Harmonischen sind. a1 ist der Koeff
des 50Hz-Cosinus, b1 der Koeff des 50Hz-Sinus.
Gruss Daniel