OPAMP max. Aussteuerbereich ermittlen

Moderator #2394079
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Statt des Sinus- kann man auch ein Sägezahn- oder Dreiecksignal nehmen.
Damit ist die Nichtlinearität deutlicher erkennbar.

Des Weiteren wird man auf dem Oszi nicht nur das Ausgangs- sondern auch
das Eingangsignal (mit der gleichen Verstärkung) darstellen. Damit sieht
man schon recht feine Unterschiede.

Mit der Differenzfunktion des Oszis kann man evtl. noch mehr sehen.

In der späteren Anwendung wird man den so ermittelten Austeuerbereich
sowieso nicht voll ausnutzen, sondern etwas Reserve lassen. Damit ist
die Geneuigkeit der Bestimmung der Austeuergrenzen gar nicht so
kritisch.

Edit:

Noch besser: Man misst nicht die Ausgangsspannung des Opamp, sondern die
Differenz der beiden Eingangsspannungen. Im Normalbetrieb ist diese sehr
klein, nämlich

  Ausgangsspannung / Differenzverstärkung ± Offsetspannung

Übersteuert der Verstärker, steigt die Eingangsdifferenzspannung rasch
an.
Gast #2394087
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Wenn man es genauer haben will, kann man auch einen Sinus draufgeben und 
sich das Ausgangssignal entweder mit SpecAnalyzer oder vielleicht auch 
mit der FFT Funktion eines Oszilloskops anschauen. Man sieht dann bei 
Übersteuerung sehr schön die Linien der Harmonischen hochkommen und kann 
das Verhältnis zwischen der eigentlichen Spektrallinie und der der 
höchsten Harmonischen als Kriterium verwenden.
Gast #2394271
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>Wie kann man meßtechnisch ermitteln, innerhalb welchen
>Aussteuerbereiches ausgangsseitig ein OPAMP sinnvoll betrieben werden
>kann (unabhängig von der Angabe im Datenblatt)?

Traust du nicht dem Datenblatt? Von welchem OPamp sprechen wir 
eigentlich? Was für Signale hast du?
Gast #2396751
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>Ich habe hier keinen speziellen OPAMP oder Anwendung. Es interessiert
>mich, wie die Hersteller zu ihrer Angabe im Datenblatt kommen.

Das ist sehr sehr unterschiedlich. Manchmal wird im Datenblatt eine 
Testschaltung dafür angegeben. Bei CMOS-OPamps wird der Eingang auch 
gerne zusätzlich übersteuert, z.B. bis 100mV zwischen den Eingängen 
anliegt, sich das Teil also nicht mehr im linearen, gegenkoppelten 
Arbeistbereich befindet. Und natürlich beziehen sich die Angaben immer 
auf ganz konkrete Lasten.

Oft verschlechtern sich die dynmischen Eigenschaften bei Annäherung der 
Ausgangsspannung an die Rails dramatisch, selbst wenn man noch deutlich 
im "erlaubten" Bereich liegt. Auch ein Herangehen an die "common mode 
input voltage range limits" kann drastische Folgen haben. Gerade bei 
IORR-OPamps kann man da herbe Überraschungen erleben. Die Physik ist 
eben einfach stärker und läßt sich nicht überlisten...
#2396781
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Ich würde auch vorschlagen das datenblatt zunächst zu lesen.
Dann nochmal genau lesen und es verstehen lernen.
Da bist du schon auf der sicheren Seite.
Wenn man dann vom erlaubten Arbeitsbereich +-10% abzieht ist man noch
sicherer.

Wenn man gar +-50% abzieht ist man supersicher.


Klaus

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