plusminus 18V Netzteil mit 300mA möglichst platzsparend realisieren

Gast #3479954
Lesenswert?

Moin!

Ich habe ein EQ Modul geschenkt bekommen und das möchte gerne von mir 
eine 18V Versorgung. Das Ganze soll in einem 19" Gehäuse mit 1HE 
eingebaut werden und dementsprechend ist der Platz recht knapp. Ich 
dachte zunächst an zwei 18V Steckernetzteile, deren Gehäuse ich 
aufknacke und die Platine dann ins 19" Gehäuse einbaue. Dabei wollte ich 
Beide in Reihe schalten, dessen Verbindung dann an Masse geschlossen 
wird.

Bei meinem Elektrohändler durfte ich natürlich nachmessen und musste 
leider feststellen, dass der Rest-Sinus noch zwischen 40 und 100mV RMS 
vor sich herum schwingt. Dann nützt der edle Aufbau mit selektierten 
NE5532, Vishay Dale Widerständen und PIOs nichts...

Meanwell scheint keine 18V Netzteile mit hoher Qualität zu fertigen. Ich 
finde nur 12 und 24V.

Ich frage mich derzeit ob ich einen möglichst kleinen Trafo mit 2x 18V 
nehmen sollte und dann mit 7818 und 7918 ein Netzteil schustern (Haben 
angeblich ja 110uVpp Rest-Sinus), oder doch Schaltnetzteile mit 21V, die 
ich dann mit 7818 und 7918 stabilisiere. Leider sind solche Netzteile 
auch rar. Der klare Vorteil der Schaltnetzteile liegt darin das Gerät 
auch mal in den USA verwenden zu können. Zudem benötigen die auch nicht 
so viel Platz wie ein Ringkerntrafo. Wenn ich allerdings auf 24V gehe, 
weiß ich nicht wo ich die paar Watt Verlustleistung an den 
Spannungsstabis ideal abführen sollte.

Hat da jemand einen Tipp?

Gruß, Olaf
Gast #3480060
Lesenswert?

Moin!

Die Idee mit dem LC-Filter ist gar nicht mal so schlecht. Ich sollte der 
Schaltfrequenz mal mit einem Frequenzmesser zur Leibe Rücken und 
schauen, wie groß dann Spule und Kondensator dann sein sollten. Das ist 
doch eh recht hochfrequent, oder? Meinst du ich komme da an die 110uV 
der Spannungsregler heran?
Warum sollten die Netzteile das nicht vertragen? Ich bin dadurch ein 
wenig verwirrt.

Leider finde ich zu den "Lampenmeldetrafos" nichts im Netz. Hast du da 
irgendeine Quelle dafür?

Gruß,
Olaf
#3480533
Lesenswert?

Olaf schrieb:
> Warum sollten die Netzteile das nicht vertragen? Ich bin dadurch ein
> wenig verwirrt.

Zumindest wenn man einfach einen größeren Kondensator an den Ausgang 
anschließt, kann es problematisch werden, da sich sowohl die 
Regeleigenschaften als auch das Startverhalten ändert. Darum geben 
manche Hersteller auch eine maximal möglich kapazitive Last an. Bei 
einem LC-Filter sieht das besser aus, da hier die strombegrenzende 
Induktivität in Reihe hinzu kommt.

Nun, ob Du auf eine Restwelligkeit von kleiner 100µV kommst, hängt dann 
von den Filtereigenschaften ab. Da gilt natürlich, je nierdiger die 
Grenzfrequenz und je höher die Ordnung, dest glatter die Spannung am 
Ende.
Gast #3480614
Lesenswert?

> Ich frage mich derzeit ob ich einen möglichst kleinen Trafo mit 2x 18V
> nehmen sollte und dann mit 7818 und 7918 ein Netzteil schustern

Ja, das passt gut zur Audioschaltung und ist langlebig.

Wenn du übrigens auch bei 10% Netzunterspannung +/-18V haben willst, 
brauchst du keinen 2x 18V~ Trafo, sondern eher einen 2 x 22V

((22V*0.9)*1.414)-2)*.8)-2.5 > 18V
Gast #3482179
Lesenswert?

So habe ich mir das vorgestellt: 4 Leute, 7 Meinungen. Irgendwie kann 
ich mich immer noch nicht entscheiden, was ich nehmen sollte, zumal die 
Lösungen allsamt ähnlich viel Volumen und Geld beanspruchen.

Derzeit überlege ich, ob ich nicht einfach zwei 24V Steckernetzteile 
nehmen sollte und je einen 7818er und einen 7918er dahinter klemmen 
sollte und gut. Zur Sicherheit kommen dann etwas größere Kühlkörper 
dahinter drauf und gut.

Gruß,
Olaf
Gast #3482264
Lesenswert?

Moin!

Naja, der Audioschaltung ist egal woher die Spannung kommt. Ich will ja 
dahinter sieben. Mit einem Trafo hat man auch erst mal Wechselspannung, 
die gleichgerichtet und gesiebt werden will.

Ich bin da kein Esotheriker, sondern habe ein kleines Platzproblem in 
meinem gehäuse, dass ich gerne in den Griff bekommen würde. Ich finde 
halt 80mV nicht gerade wenig an Restwelligkeit, wenn es schnell und 
einfach um den Faktor 1000 verkleinert werden kann.

Gruß,
Olaf
#3482283
Lesenswert?

Olaf schrieb:
> So habe ich mir das vorgestellt: 4 Leute, 7 Meinungen.

Gut das Du wenigstens damit gerechnet hast, weil eine kommunistische 
Einheitsmeinung wird man selten bekommen.

So, und wo liegt jetzt genau das Problem einfach die am leichtesten 
umzusetzenden Möglichkeiten zu testen und die praktikabelste zu 
verwenden? Schließ an ein LC-Filter, aufgebaut aus teilen von 
irgendeinem alten Schaltnetzteil und miss was passiert. Oder hänge einen 
Linearregler an ein Schaltnetzteil und prüfe wie heiß die werden.

Ich meine, was erwartest Du, dass sich für Dich jemand hinsetzt und die 
beste Lösung austestet?
Gast #3482470
Lesenswert?

Moin!

Naja, das Problem ist, dass ich es nicht mal eben so ausprobieren kann, 
da die Teile nicht hier rumliegen. Bin derzeit bauteiltechnisch recht 
trocken.
Da hoffte ich einfach im Vorfeld eine Richtung festlegen zu können. Ich 
habe nicht erwartet, dass mir jemand die Zeit abnimmt. Die Idee mit dem 
LC-Filter ist mir beispielsweise nicht gekommen.

Leider sind im Modul nur ein 7812 für die Relais drin. Mit denen lässt 
sich die Schaltung Bandweise umgehen. Also keine vorhandenen Regler für 
die Versorgungsspannung der OPs.

Danke aber für eure Hilfe und Hinweise! Ich werde mir morgen Pappen in 
den Größen der verschiedenen Bauteile basteln und schauen, was am besten 
ins Gehäuse passt.

Gruß,
Olaf
Gast #3482544
Lesenswert?

alles schön und gut, aber dann nicht mitm 7815/7915, sondern mit 
adäquatem Gerät:

http://www.ti.com/ww/en/analog/tps7a30/index.shtml?DCMP=hpa_pwr_tps7a30&HQS=Other+OT+tps7a30-bt2

muss man nochmal GENAU googlen, das hier vorgestellte Pärchen macht 
"nur" 150 mA. Aber so ziemlich alles ist besser, als ein 78/7915.
Als Trafo kann man einen kleinen Printtrafo von reichelt hernehmen. 
Oder, wenn man die Kohle hat, irgentwas geschaltetes von Traco.
#3482813
Lesenswert?

Olaf schrieb:
> 7818 und 7918 ein Netzteil schustern (Haben
> angeblich ja 110uVpp Rest-Sinus)

Nee, das ist die Rauschspannung, wenn sie schon eine glatte 
Eingangsspannung bekommen. Für den "Rest"-Sinus ist die PSRR (oder VSR 
oder PSR) zuständig. Die dürfte bei 50 .. 70 dB liegen. Der oben 
genannte TPS7A49 hat hier 72dB,
macht also bei 2V Rst-Welligkeit noch 0,5 mV Rest-Sinus nach dem Regler.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren