Nur eine Antwort bisher... Ich hatte auf mehr gehofft, denn obwohl ich
mich prinzipiell auch mit solchen Themen befasse, weiß ich auch keine
definitive Antwort. Die Antwort von gamus scheint mir nicht zutreffend:
Es wird, soviel ich erkennen kann, lediglich ein Fehler, der bei der
digitalen (abgetasteten und quantisierten) Ermittelung von Signalen
entsteht, beschrieben. Der SFDR "entsteht" aber schon in der analogen
Domain.
Also rate ich mal:
Die SNR ist das Verhältnis von (Sinus-)Signal zu allen anderen
Signalanteilen, also Noise, THD, Nebenwellen, wenn ein (Sinus-)Signal
ansteht. Sie müsste synonym zu THD + Noise sein. Sie kann deutlich unter
Vollaussteuerung maximal sein.
Die Dynamic Range ist das Verhältnis von (Sinus-)Signal bei
Vollaussteuerung zum Noise, wenn kein (Sinus-)Signal ansteht. Sie muss
also größer als die SNR sein.
SFDR: In der deutschen Wikipedia finde ich widersprüchliche Angaben (mal
Intermodulation, mal nur Harmonische), in der englischen steht nur "the
strength ratio of the fundamental signal to the strongest spurious
signal in the output", also das, was du selber angenommen hast.
Das stärkste Störsignal (das hattest du mit dem "ersten" Störsignal
gemeint) ist üblicherweise die 2. oder 3. Harmonische des Nutzsignals,
aber egal, also nur ein Teil des Leistungsgehaltes des gesamten
Störspektrums, das bei bei der SNR ermittelt wird. Folglich muss die
SFDR > als die SNR sein.
Vielleicht stimmt's, was ich rate...