Vibrationsmessung

Gast #6325484
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Guten Tag,
Ich baue die Elektronik und die Verkabelung für einen 
Maschinenhersteller.
Auf dem letzten Modell der Maschine, die ich mit meiner Elektronik 
ausgerüstet habe kommt es vermehrt zu Problemen die ich auf zu hohe 
Vibration zurückführe.
Welches Labor bzw Unternehmen kann mir die Vibrationen erfassen?
Es handelt sich dabei um Maschinen mit Verbrennungsmotor und Hydraulik 
in der Gewichtsklasse 1000kg

Danke für die Hilfe
Gast #6325556
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Oder du baust dir ein Messgerät selbst ;)
Beschleungungssensor und ein kleiner µC zum Auswerten.

Ich habe sowas mal gemacht um einen Rüttler auf 3g Beschleunigung 
einzustellen, ist kein Hexenwerk.

Gruß
Anselm
Gast #6325577
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Anselm schrieb:
> Oder du baust dir ein Messgerät selbst ;)
> Beschleungungssensor und ein kleiner µC zum Auswerten.
>
> Ich habe sowas mal gemacht um einen Rüttler auf 3g Beschleunigung
> einzustellen, ist kein Hexenwerk.

Das nicht, aber der Kalibrieraufwand...
Beitrag #6325612 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6325619 wurde von einem Moderator gelöscht.
#6327439
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Ersten Eindruck: Phybox auf ein(altes) Wischphone und an das Gehäuse der 
Elektronik 'kleben'.
Die App kann die Daten des internen 3-Achs Beschleunigungssensors 
auslesen und speichern.

Den Sensor selber kann man im Erdschwerefeld kalibrieren.
Da es bei solchen Messungen nicht auf die letzten Prozente ankommt , 
passt das schon.  ( Was sind schon 10dB unter Freunden :) )

Oft sind es Resonanzen auf der Platine, die Schaden anrichten..


Es gibt eine Reihe von USB Accelerometern .. meist mit MEMS Sensoren
oder auch
https://www.pcb.com/products?m=633a01
Das gibt es dann auch ggf mit ISO 17025 Akkreditierten Kalibrierschein.

Aber das jemanden messen zu lassen, der das nicht zum ersten Mal macht 
ist schon nicht schlecht. Mist messen kann jeder ...
Gruß Henrik
Gast #6328727
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STK500-Besitzer schrieb:
> Umweltlabore.
> Wo du eins für deine Anforderungen findest, musst du selber
> herausfinden, da du ja keine Region genannt hast.
> Oder in den Gelben Seiten.

Hmm die Firma die die Maschinen baut ist Innsbruck.
Mir geht es aber Hauptsächlich um die Art des Labors bzw mit welchen 
Begriff ich Tante Google füttern kann
Gast #6330166
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Ich habe vor langer Zeit mit Vibrationsmessung meiner 
Spielzeug-CNC-Fräse experimentiert.

Ich habe die Vibrationen aufgezeichnet um eine Verschleiß / 
Werkzeugbruch-Überwachung zu basteln.

Hauptbestandteil waren einfache SMD-Keramik Kondensatoren (Ich glaube 
das waren 1210)
Ich habe absichtlich die Billigsten genommen da die wie es sich 
herausgestellt haben den stärksten Mikrofon-Effekt haben.

Die habe ich dann auf den Rahmen der Fräse geklebt und dann über 
OPV-verstärkt & gleichgerichtet die Amplitude & Frequenz gemessen.

Leider war hier die Verkabelung & die Elektronik nicht optimal.
Irgendwann mach ich alles nocheinmal sauber neu.


Aber auch in diesem Fall könnte die Messmethode mittels Keramik 
Kondensatore einmal ein guter Anfang sein alles näherungsweise zu 
vermessen bevor man in ein teures Labor geht.
(Firma: Raich Gerätebau & Entwicklung) #6332576
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Ich denke, deine Herangehensweise ist zu überdenken. Was hilft es dir, 
wenn das gut bezahlte Ingenieurbüro dir sagt, dass da Beschleunigungen 
von xg auftreten? Besser die Schäden genau analysieren und überlegen, 
wie man die durch verbessertes Design vermeiden kann. Wegen deiner 
Elektronik wird der Maschinenhersteller sein Werk nicht ändern.
Grüsse
#6332596
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Gebhard R. schrieb:
> Was hilft es dir,
> wenn das gut bezahlte Ingenieurbüro dir sagt, dass da Beschleunigungen
> von xg auftreten?

winwin schrieb:
> Auf dem letzten Modell der Maschine, die ich mit meiner Elektronik
> ausgerüstet habe kommt es vermehrt zu Problemen die ich auf zu hohe
> Vibration zurückführe.

Wenn ich das richtig verstehe hat winwin vor dem "letzten Modell" schon 
andere Modelle ohne Probleme mit seiner Elektronik ausgestattet? Dann 
kann eine vergleichende Messung der Beschleunigungskräfte hilfreich 
sein.
Natürlich ist auch ohne Messungen die mechanische Entkoppelung der 
"Schüttelmaschine" zur Elektronik über z.B. Gummidämpfer / 
Schwingmetalle sinnvoll. Einfach ausprobieren.
Grüße von petawatt
Gast #6335325
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Mein Kollege, Herr Zimmermann, kann das machen. Eurofins in Reichenwalde 
bei Berlin hat einen großen Shaker für entsprechende Messungen und 
Simulationen. Vom Satelliten bis zur Eisenbahnbremse läuft da alles 
durch. Eurofins ist für viele Normen akkreditiert. Neben dem Umweltlabor 
sind am Standort noch EVM-, Radio- und Safety-Labore für elektrische / 
elektronische Geräte und Maschinen.


https://www.eurofins.de/electrical-and-electronics/media-center/seminare/seminar-mechanische-umweltsimulation/
Gast #6376330
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Ich würde mal den VNB211 von ifm anschauen. Kostet Geld, kann aber auch 
einiges. Interner Speicher, die SW dazu gibt es so zum Download.
Was dann noch übrig bleibt ist zu wissen was man eigentlich messen 
möchte, a oder v, RMS oder Peak, in welchem Frequenzbereich usw. und was 
man dann mit den gewonnenen Erkenntnissen macht falls für die Anwendung 
betreffend Schwingung vielleicht gar keine Grenzwerte definiert wurden.
Gast #6386538
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winwin schrieb:
> Welches Labor bzw Unternehmen kann mir die Vibrationen erfassen?

Und du meinst, wenn du dem Maschinenhersteller sagst, dass seine 
Maschine zu starke Vibrationen hat, baut der eine neue Maschinenversion, 
damit deine Elektronik funktioniert? Eher sucht er sich einen 
Hersteller, der damit keine Probleme hat.

Realistischer ist, dass du deine Elektronik vibrationsssicher machst, 
dazu brauchst du, wenn du selber testen willst, einen Rütteltisch.

Georg
Gast #6386545
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georg schrieb:
> Realistischer ist, dass du deine Elektronik vibrationsssicher machst,

Ich gehe mal davon aus, dass er genau das vor hat. Aber dafür braucht er 
logischerweise Daten über Art, Richtung und Stärke dieser Vibrationen.
Aus diesem Grund wird er gefragt haben, wer so etwas messen kann.
#6386661
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npn schrieb:
> georg schrieb:
>> Realistischer ist, dass du deine Elektronik vibrationsssicher machst,
>
> Ich gehe mal davon aus, dass er genau das vor hat. Aber dafür braucht er
> logischerweise Daten über Art, Richtung und Stärke dieser Vibrationen.
> Aus diesem Grund wird er gefragt haben, wer so etwas messen kann.

Bevor man misst kann man sich Gedanken mache.

Es handelt sich dabei um Maschinen mit Verbrennungsmotor und Hydraulik
in der Gewichtsklasse 1000kg.
die Masse ist egal, da sie um mehrere Zehnerpotenzen grösser ist als die 
Masse der Elektronik. Der Dackel wird mit dem Schwanz wackeln nicht 
umgekehrt.

Verbrennungsmotor - ???
Was denn für einer? Die Massenmomente und Vibrationseigenschaften der 
üblichen Bauarten sind bekannt.

Hydraulik - Was denn: Die Kraft- oder die Arbeitsseite?
Wenn der Verbrennungsmotor die Hydraulikkraftmaschine treibt, dann 
rüttelt die Hydraulikkraftmaschine ja normal nicht besonders.

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