Markus W. schrieb:
> Erik schrieb:
>> Ist das der Ohm-Wert, den ein Schwingquarz annimmt, wenn es auf der
>> Serienresonanz betrieben wird
>
> Es ist der ohmsche Anteil der Gesamtimpedanz.
... und damit letzlich der Verlustwiderstand, der über die Schärfe der
Resonanz entscheidet.
In Oszillatorschaltungen mit (aus Stabilitätsgründen) wenig
Verstärkungsüberschuss kann ein zu hoher ESR verhindern, dass der
Oszillator überhaupt schwingt.
Deshalb schreiben z.B. manche Hersteller von µC im Datenblatt vor, dass
der ESR des Quarz- oder Keramikresonators einen bestimten Wert nicht
überschreiten darf.
P.S.:
Erik schrieb:
> Sind in der Praxis niedrigere oder höhere ESR-Werte besser, wenn man das
> so sagen kann?
Niedrigere.
Aber Vorsicht: Ein niedriger ESR, also eine hohe Schwingkreisgüte, führt
auch dazu, dass in dem Resonator eine enorme Blindleistung pendelt.
Das kann dazu führen, dass der Quarz schon mit geringer Treiberleistung
zu Bruch geht.
Der 32kHz Stimmgabelquarz einer Armbanduhr z.B. hat eine Güte von 80.000
. Eine so hohe Güte braucht man, wenn die Uhr pro Tag nur 1 Sekunde
falsch gehen soll.
Das bedeutet andererseits, dass bei einer Antriebsleistung von nur 1µW
bereits 80mW mechanische Energie in dem Winzling zirkulieren!