Wechselrichter von mod. Sinus auf Sinus umbauen

Gast #6886721
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Hallooo,
ich habe einen Wechselrichter (amazon.de/dp/B00Q52LDF8)geschenkt 
bekommen.
Der geht so weit auch ganz gut.
Keine Ahnung warum der der ihn mir geschenkt hat doof gefunden hat.
Ich mag ein Amateurfunkgerät am Wohnmo. dranhängen daher die Frage:
Kann man einen modifizierten Sinus auf Sinus umbauen?
Eigentlich müsste man da doch nur einen Tiefpass dahinter hängen?

Hat sowas schon jemand gemacht?
Gast #6886725
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Ralf Liebau schrieb:
> Kann man einen modifizierten Sinus auf Sinus umbauen?
> Eigentlich müsste man da doch nur einen Tiefpass dahinter hängen?

Du unterschätzt den Aufwand ganz erheblich.

Während bei dem Billigstumrichter die Ausgangsstufe mit 50Hz läuft, muss 
diese beim Sinusumrichter mit einigen 10kHz arbeiten. Und auch die Art 
der Ansteuerung ist deutlich verschieden. Das Tiefpassfilter ist dann in 
der Tat unkompliziert.
Gast #6886787
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Einen Versuch wäre es Wert, einen Trenntrafo dahinter zu schalten, der 
könnte die Spannungskurve noch ein bisschen glätten. Evtl. Noch eine 
Drosselspule primärseitig in Reihe. Was hast du denn für ein Funkgerät? 
Vielleicht lässt es sich ja auch mit Gleichspannung betreiben, dann 
brauchst du nur ein Netzteil, das sich mit dem Wechselrichter verträgt 
(und umgekehrt). Schaltnetzteile sind an so einem modifizierten Sinus 
eher ungünstig, weil sie meist einen dicken Elko nach dem 
Netzgleichrichter haben, der durch die "eckige" Spannungsform des 
Wechselrichters immer wieder mit Gewalt geladen wird.
Wenn du im Wohnmobil eh schon 12 Volt hast, dann wäre es auch eine 
Überlegung wert, alle Verbraucher möglichst mit einer solchen niedrigen 
Spannung zu betreiben. Ich habe einem Freund erst kürzlich den 
Wechselrichter ausgeredet - der einzige 230-V- Verbraucher wär seine 
elektrische Zahnbürste gewesen...
Gast #6886871
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Stefan ⛄ F. schrieb:
> H. H. schrieb:
>>>> Eigentlich müsste man da doch nur einen Tiefpass dahinter hängen?
>>> Im Prinzip ja.
>> Nein, das klappt nicht.
>
> Genauer gesagt müsste ein Filter sein, der nur 50 Hz Sinus durch lässt.
> Ich denke, das meinte der TO auch.

So einen Wunderfilter gibt es aber nicht.
Gast #6886881
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H. H. schrieb:
> So einen Wunderfilter gibt es aber nicht.

Als passives Filter nicht, aber als aktives Filter schon. Es gibt im 
Harz  eine Firma, die baut so etwas für 50, 60 und 400 Hz (mit 
Luftfahrzulassung) Netze. Nur wäre es für den TO wesentlich preiswerter 
einen besseren Wechselrichter zu kaufen.
#6887302
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Patrick schrieb:
> Einen Versuch wäre es Wert, einen Trenntrafo dahinter zu schalten, der
> könnte die Spannungskurve noch ein bisschen glätten.

Das habe ich mir für ein (billiges) Notstromaggregat auch schon überlegt 
(<500W). Wäre das (mit Erdung - also ohne Netztrennung) sinnvoll (nur 
zur "Glättung)? Ja, ich werde es (irgendwann) ausprobieren - aber 
hypothetisch nehme ich eine gewisse "Glättung" des Sinus an. Ist das 
realistisch? (Den Trenntrafo habe ich "rumliegen" - und das wäre ggf. 
eine sinnvolle Einsatzmöglichkeit).
Gast #6887311
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Hugo H. schrieb:
> aber
> hypothetisch nehme ich eine gewisse "Glättung" des Sinus an. Ist das
> realistisch?

Ein Teil der Oberwellen wird als Kernverluste den Trafo anwärmen. 
Ansonsten ist die Streuinduktivität so eines Trafos viel zu klein um da 
nennenswert etwas zu bewirken.
Gast #6887392
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von Hugo H.
>Ich hätte eigentlich
>erwartet, das er das Rechteck zumindest etwas "abrundet".

Die Störungen werden nicht nur über die Leitung übertragen,
sondern die Schaltung selbst strahlt auch Störungen ab.
Weiter oben ist ja schon gesagt worden, daß ganze muß
in ein Metallgehäuse eingesperrt werden. Die Störfrequenzen
müssen dann an den Leitungen die da rein- und rausgehen
mit dem Gehäuse kurzgeschlossen werden.
Dieser Aufwand ist den Herstellern meist zuviel,
weil es ja billig sein soll.
#6887411
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Günter Lenz schrieb:
> Die Störungen werden nicht nur über die Leitung übertragen,
> sondern die Schaltung selbst strahlt auch Störungen ab.
> Weiter oben ist ja schon gesagt worden, daß ganze muß
> in ein Metallgehäuse eingesperrt werden. Die Störfrequenzen
> müssen dann an den Leitungen die da rein- und rausgehen
> mit dem Gehäuse kurzgeschlossen werden.

Ja, O. K., wenn ich solch ein Metallgehäuse habe - kurzschließen heißt 
für mich mit Kondensatoren (macht ja sonst keinen Sinn ). Jetzt frage 
ich mal - doof wie ich bin - welcher Wert (Eingangs- und Ausgangsseitig) 
wäre denn angemessen?
Kann ich irgendwo (ein Link wäre schön) Informationen dazu finden?

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