Habe hier eigenartige Effekte in der Wohnung. Symptome:
Wenn ich ins Bad gehe, das Licht einschalte, passiert es oft, dass es eher "zoegerlich" angeht, so aehnlich wie ganz alte Energiesparlampen, die eine Weile brauchten, bis sie mit voller Helligkeit leuchteten. Sind aber LED-"Lampen". Manchmal flackert es auch eine Weile.
Gut, sind die LEDs am sterben, kennt man ja, habbich jetzt fuer ein paar Wochen gedacht. Dann ist mir aufgefallen, dass in der Deckenleuchte ja 2 LED-Lampen stecken, die dann synchron dimmen/flackern. Hm.
Und die traditionellen Gluehbirnen im Spiegelschrank dazu auch synchron. Hmm.
Letzthin hielt dieser Effekt so lange an, dass ich im Sicherungskasten mal ein bisschen messen konnte. Oha: Auf einer Phase eher nur so 150..180V gegen N. Und zwar /vor/ dem FI. Also wo die "Steigleitung" von unten, vom Zaehlerschrank kommt. Kein Schmurgeln hoer- oder riechbar. Keine Schmurgelspuren an den Schraubverbindungen sichtbar.
Im Schlafzimmer (selbe Phase) sieht's wohl auch so aus. Da dachte ich auch, mein TV wuerde langsam die Biege machen, denn der hat beim Einschalten manchmal ein paar Anlaeufe gebraucht, bis er ging; und dann und wann hat sich dabei auch die Settopbox (Steckernetzteil), die normalerweise permanent an ist, "gepowercycled". Hmmm..
Am E-Herd (haengt an allen 3 Phasen): Kein ungewoehnliches Verhalten, wenn der aber an ist, sind auch 230V an der verdaechtigen Phase...Dann ist auch das Badlicht ok.
Hmmmm...
Im Zaehlerschrank unten: Moderner, elektronischer Zaehler. Kein Geruch. Keine Messmoeglichkeiten, ohne was zu demontieren. Muss ich nicht, will ich nicht.
Hab Vermieter Bescheid gesagt, damit ist's eigentlich fuer mich gegessen.
Aber die wiss. Neugierde plagt mich doch.
Vom Verhalten her passt das fuer mich eher nicht in die Kategorie: angegammelter Kontakt irgendwo.
Latrinengeruechten zu Folge haben ja elektronische Stromzaehler die Moeglichkeit, aus der Ferne abgeschaltet werden zu koennen.
Wenn das stimmt, werden die ja dann wohl irgendwelche Leistungshalbleiter dafuer drinnen haben, die normalerweise leiten. Wie wahrscheinlich isses denn, dass da so ein Verhalten auftritt - also eher zoegerliches Leiten nur bei kleinen Stroemen?
Latrinengeruechten zu Folge haben ja elektronische Stromzaehler die
Moeglichkeit, aus der Ferne abgeschaltet werden zu koennen.
Wenn das stimmt, werden die ja dann wohl irgendwelche
Leistungshalbleiter dafuer drinnen haben, die normalerweise leiten. Wie
wahrscheinlich isses denn, dass da so ein Verhalten auftritt - also eher
zoegerliches Leiten nur bei kleinen Stroemen?
Das hängt alleine von der Grösse deines Aluhuts ab.
Dann würde ich mal den Zähler als nächsten Kandidaten in Betracht ziehen. Bei den elektronischen wird gern der Strom im N durch die Platine gezogen. Ist die marode gibt es so einen floatenden Sternpunkt. Bedeutet wenn du da nur 180V hast ist irgendwo im Haus 280V auf der Leitung. Der Herd könnte diesen Fehler zufällig "gerade ziehen", denn er bildet, wenn alle Phasen belastet sind, einen Sternmittelpunkt fürs ganze Haus.
Wie wahrscheinlich isses denn, dass da so ein Verhalten auftritt - also
eher zoegerliches Leiten nur bei kleinen Stroemen?
Lockere Klemmen drücken den Draht nicht gasdicht an den Kontakt, der kann oxidieren und bei wenig Strom (LED Lampe) wird die Oxidschicht eventuell nicht durchbrochen, leitet aber etwas. Viel Strom lässt Funken fliegen, das Oxid ist dann weg.
Wenn ich ins Bad gehe, das Licht einschalte, passiert es oft, dass es
eher "zoegerlich" angeht, so aehnlich wie ganz alte Energiesparlampen,
die eine Weile brauchten, bis sie mit voller Helligkeit leuchteten. Sind
aber LED-"Lampen". Manchmal flackert es auch eine Weile.
Kenne ich von alten Lichtschaltern, deren Kontakte am Ende sind. Aber das kann man hören.
Vor dem FI würde ich auf eine Schraubverbindung tippen die man vergessen hat festzuziehen.
Sehr wilde Theorie warum es bei stärkerer Belastung funktioniert:
Durch die Funkenbildung dehnt sich der Leiter thermisch soweit aus, dass die (Schraub)verbindung fest genug wird und der Übergangswiderstand hinreichend klein.
Ich würde damit anfangen in dem betroffenen Stromkreis die Netzimpedanz und Schleifenimpedanz zu messen, bzw. messen zu lassen.
Lockere Klemmen drücken den Draht nicht gasdicht an den Kontakt, der
kann oxidieren und bei wenig Strom (LED Lampe) wird die Oxidschicht
eventuell nicht durchbrochen, leitet aber etwas. Viel Strom lässt Funken
fliegen, das Oxid ist dann weg.
Ja, sowas hatte ich mir auch gedacht. Aber das Verhalten ist fuer sowas doch auch eher ueber lange Zeit (Wochen) recht konstant. Und ein bisschen was muffeln muesste schon auch. Die LEDs haben im Zweifelsfall vielleicht so 20W zusammen, und wenn dann so 40..60V Spannungabfall auftreten, sollte das schon fuer ein paar Watt verluste sorgen. Und ein paar Watt an einer Klemmstelle sollte man schon riechen koennen...
Lose klemmstelle. Geht am E-Herd wirklich jede Platte und der Ofen Ober/unterhitze? Oder brückt der einfach ausreichend eine andere Phase rüber, so dass die anderen Sympthome weg sind? Bei Eingeschaltetem E-Herd müssen immer noch ~400V zwischen jeder Phase am FI sein. Es kann schon sein, dass die große last den Kontakt temporär wieder zum verschweißen bringt, und er dann beim abkühlen wieder abreißt und wackelig wird. Feuergefahr!
Mit welchem Messgerät hast du die Spannung gemessen? Duspol?
Könnte sein, dass auf der besagten Phase Hochfrequenz vagabundiert und somit dein Messgerät Mist anzeigt.
Hast du ein sogen. Balkonkraftwerk? einen Wechselrichter der eventuell Müll einspeist?
Hast du ein sogen. Balkonkraftwerk? einen Wechselrichter der eventuell
Müll einspeist?
Und damit das Netz der einen Phase auf 170V runterzieht? Das Licht flackert schließlich, die Spannungsänderungen sind also real und nicht einfach ein falscher Messwert.
Und damit das Netz der einen Phase auf 170V runterzieht? Das Licht
flackert schließlich, die Spannungsänderungen sind also real und nicht
einfach ein falscher Messwert.
Latrinengeruechten zu Folge haben ja elektronische Stromzaehler die
Moeglichkeit, aus der Ferne abgeschaltet werden zu koennen.
Wenn das stimmt, werden die ja dann wohl irgendwelche
Leistungshalbleiter dafuer drinnen haben, die normalerweise leiten.
Keine Halbleiter, sondern Relais! Und daran liegt es sicher nicht.
Keine Halbleiter, sondern Relais! Und daran liegt es sicher nicht.
Danke, das ist mit >60dB Abstand der hilfreichste Beitrag hier.
Kloppt euch nicht. Gemessen habbich mit einem altehrwuerdigen Elavi 3 Analogmultimeter, 2kOhm/Volt. Keine HF, keine Balkonkraftwerke. Keine Sternpunktverschiebung. Nur bissl erhoehter Netzinnenwiderstand auf einer Phase bei niedrigen Stroemen...
Und nein, ich habe nicht versucht, auf cos(phi)=1.05 zu ueberkompensieren ;-)
er hat aber auch nicht IMMER Recht das denkt er nur.
Jeder kann mal irren oder bei grau schwarz sehen wo andere weiß sehen.
Die Welt ist mehr analog als digital.
Das Balkonkraftwerk gabs ja nur in der Einbildung des Bombycidae.
Du verwechselst das mit den vielen französischen Konjunktivformen.
Wenn hier jemand so frägt, wie der TO, nimmt man nicht an, dass derjenige den Gegenstand mit einer nennenswerten Wahrscheinlichkeit haben müsse.
Um zu belegen den Unterschied erkannt zu haben, mußten wir die französische Frage frei übersetzen mit Ergänzungen wie "Sicherlich hast Du den Gegenstand nicht, aber falls doch, dann wäre folgendes ...."
Die Frage nach so einer Anlage ist berechtigt. Es gibt Messgeräte, die lassen sich von sowas verwirren. Das Messgerät nannte der TO später, welches dafür nicht anfällig ist. So ein Schätzeisen hatte ich vor 20 Jahren für 3 Euronen aus dem Wühltisch gezogen im türkischen Viertel, weil es aus Zeit- und Kostengründen nicht anders ging. Das Messgerätes reagierte auch empfindlich auf Mobiltelefone in der Nähe.
Für LAN over Power gibt es Powerline Filter zum Teilsegmente "Sperren" um größere Installationen, wie z.B. Hotels oder Mietshäuser mit Powerlinetechnologie zu vernetzen. Durch diese Sperr-Filter stören sich die Segmente nicht gegenseitig. Wenn so etwas noch verbaut sein sollte, gibt zwar selten aber doch die eine oder andere Überraschung.
In einem Wohnblock hatte auf einer Phase so ein (vergessenes) Filter eine Macke. Kann aber nicht mehr nennen, ob es das Filter oder irgendwo die Verkabelung über das Filter war.
Klemme mal im Bad einen stärkeren Verbraucher mit an den betroffenen Stromkreis, einen Fön, Heizlüfter... wird das Licht noch schwächer, wenn ja durfte es nicht ganz so lange dauern und die betroffene Stelle wird das kockeln anfangen. Ich vermute einen schlechten Kontakt (Klemme) in einer Abzweigdose oder es ist im Verteiler etwas locker.
Stimmt. Aber etwas zu impulsiv im Thread. Besser wäre es gewesen, zu schreiben man möge auf die Antwort des TO zum Messmittel und Geräten warten. D.h. die Frage am Ende war gut und da hätte der Post enden sollen.
Ergänzend könnte noch genannt werden, bei längern Mitgliedern im Forum nehme ich an, dass nach häufigen Ursachen schon gesucht wurde und eher die selteren zutreffen könnten.
Das erste Schimpfwort in dem Thread kam von H H. Tja, deeskalierend zu antworten, wird er nie lernen. Viel besser wäre es gewesen zu schreiben "Diese Ursache, sehr unwahrscheinlich" oder nur ein Wort "Unwahrscheinlich".
Die Welt ist nunmal nicht schwarz oder weiß, sondern hat auch viele Grautöne dazwischen.
Worauf die Vermutung verneint wurde, aber viele davon ausgingen, dass er nun noch etwas aktiv (bewaffnet mit seinem Messgerät) suchen würde.
In Deutschland wüßte ich keinen Netzbetreiber, der einen Stromzähler mit Steuersignalempfänger und integrierten elektronischen Relais (Nulldurchgangsschalter) jemals installiert oder getestet hätte.
Vielleicht liegt das auch nur an den Gutmenschen, die bekannt dafür sind am Ende nur ein Chaos zu hinterlassen.
Und warum?
Weil diese nicht einsehen können, dass das auch für die Realität gilt:
Das "NASA-Spiel" ist eine simulierte Überlebensübung, bei der eine Gruppe von Personen in einer Extremsituation Entscheidungen treffen muss, um das Überleben zu sichern, wobei nicht alle gerettet werden können. Ziel ist es, die Gruppendynamik, Kommunikation und Entscheidungsfindung zu reflektieren und zu verbessern.
Die Gutmenschen wollen nur helfen und natürlich dabei auch etwas im Rampenlicht stehen. Wenn jemand wissen will, was die Ursache ist, wird natürlich gedrängt da noch mehr zu machen, als an der Stelle, wo der TO aufhörte zu messen.
Meine Fresse, hier hat sich ja echt die Creme de la Creme des Forums ein Stelldichein gegeben und gegenseitig mit purer Kompetenz ueberboten. Unterirdisch, echt. :-( Naja, irgendwie war's ja auch keine Ueberraschung und zu erwarten.
Also, Elektriker war da: Gab da einen gecrimpten Kabelschuh, dessen Plastik verfaerbt war und einen schmurgelig-schwarzen Strich aufwies...
Hager hatte mal eine Serie mit Federklemmen Abgangsseitig (Prinzip Klappwago), wo der Federdruck nicht ausreichte. Ordentlich Spannungsabfall, hübsch warm, bis hin zum Abschalten. Wäre eine Möglichkeit(!) gewesen.
Das sagt ChatGPT:
Der Meier-Stuller-Effekt: Perseiden-induzierte Phaseninterferenz in häuslichen Niederspannungsnetzen
Abstract:
Jährlich im August erreicht der Meteorstrom der Perseiden sein Maximum. Bei diesem Ereignis kommt es nach den bahnbrechenden, jedoch noch nicht peer-reviewten Untersuchungen von Meier und Stuller in seltenen Fällen zu einer resonanten Kopplung zwischen der von den Perseiden freigesetzten Radiostrahlung und dreiphasigen Hausnetzen. Das Resultat: Auf einer Phase sinkt die Spannung, während die beiden übrigen Phasen gleich bleibt oder sogar leicht ansteigen. Dieses neu entdeckte Phänomen wird als Meier-Stuller-Effekt bezeichnet.
Einleitung:
Die Perseiden entstehen durch Partikel des Kometen 109P/Swift-Tuttle, die mit bis zu 59 km/s in die Erdatmosphäre eintreten. Beim Eintritt erzeugen sie ionisierte Plasmaspuren, die ein breites elektromagnetisches Spektrum emittieren. Unter günstigen Bedingungen (wolkenfreier Himmel, niedrige atmosphärische Feuchte) kann diese Strahlung stehende Wellen im 50-Hz-Bereich anregen, die mit der Netzfrequenz interferieren.
Mechanismus:
Die Feldmessungen von Meier und Stuller zeigen, dass sich in Gebäuden mit bestimmten Verkabelungslängen und Erdungsimpedanzen eine phasenselektive destruktive Interferenz ausbilden kann:
• Betroffene Phase: Durch Überlagerung mit der Perseidenwelle sinkt die Spannung auf ca. 180 V.
• Andere Phasen: Bleiben nahe 230 V oder zeigen eine leichte Überspannung durch konstruktive Interferenz.
• Hauptfaktor: Metallische Dachflächen oder Regenrinnen wirken als parasitäre Empfangsantennen.
Messungen:
Spektralanalysen ergaben eine Überlagerungsfrequenz von ~50 kHz, eingebettet in den 50-Hz-Sinus, was auf modulierte Ionisationsstrahlung hindeutet. Das Phänomen tritt ausschließlich während des Perseidenmaximums auf und verschwindet danach vollständig.
Fazit:
Der Meier-Stuller-Effekt stellt eine faszinierende Schnittstelle zwischen Astronomie und Elektrotechnik dar. Er erinnert daran, dass selbst kosmische Ereignisse unvorhergesehene Auswirkungen auf den Alltag haben können – bis hin zu lauwarmem Kaffee am Morgen.
Was genau macht ein Kabelschuh mit (jetzt verfärbtem) Plastik zwischen
Zaehler und Vorsicherungen?
Schnauf, ists nicht langsam mal gut - ich mein, soooo spannend issn gammeliger Kontakt auch nicht, auch wenn's mich gewundert hat, dass das monatelang recht konstant mit so einem, dem ohmschen Gesetz eher zuwiderlaufenden Spannungsabfall lief. Und vorher sicher Jahrzehnte voellig OK.
Ich hab' ihn gefragt, was er da gemacht hat. Er hat aber nix gesagt. Aber er wohnte schon laenger da als ich...