Spannung nach gleichrichter höher *verwirrt*

OP #621540
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Hallo,

Ich wollte mir nen simplen Verpolungsschutz bauen.

Hab ne nen 24V Netzteil und des hat nen DC Stecker (Hohlstecker).
Da ja je nach Netzteil(Hersteller, land, ....) die Polarität anderst 
definiert ist (Stift Vcc oder GND) wollte ich nen Gleichrichter nehmen 
um meine Schaltung zu schützen.

Im Keller schnell nen B250C1500 geholt, lag da so rum und angeschlossen.
Jetzt habe ich das Phänomen, dass ich am Ausgang des Gleichrichters ca. 
31,8V habe.

Jedoch verträgt meine Schaltung nur 24V, deswegen ja auch des Netzteil. 
Und bisher war mir klar dass am Gleichrichter so ca. 2x 0,7V abfallen.

Liegt das nur daran dass keine Last dran hängt?

Will ja nicht meine tolle Schaltung zerstören! Oder nochmal zusätzlich 
nen Festspannungsregler reinpacken? -> find ich überflüssig, wieso kauf 
ich dann nen 24V Festspannungsnetzteil :)

Gruß
Julien
#621550
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>Will ja nicht meine tolle Schaltung zerstören! Oder nochmal zusätzlich
>nen Festspannungsregler reinpacken? -> find ich überflüssig, wieso kauf
>ich dann nen 24V Festspannungsnetzteil :)

Ist unwahrscheinlich,dass das Netteil ein "Festspannungsnetzteil"
ist. Wird wohl eher aus Trafo+Graetz+Elko bestehen.
Dann hast Du die Leerlaufspannung ohne Last gemessen.
Was soll denn versorgt werden?

Gruß
Digger
OP #621556
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ok also mit nem 2k2 Widerstand liegt die Spannung immer noch bei 24,1V.

also keine veränderung.

Das ding ist übrigens folgendes:
http://www.reichelt.de/?SID=28HUziXX8AAAIAAB8EgmIefa5f45fd58d66ececa5f75f213526fe;ACTION=3;LA=4;GROUP=D485;GROUPID=598;ARTICLE=35161;START=0;SORT=besch;ALL=1;OFFSET=1000

Habt ihr noch vorschläge was des sein kann?

- defekter gleichrichter?

Gruß
Gast #621583
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Vermutlich liefert dein Netzteil 24V Wechselstrom.
Dass die Spannung nach dem Gleichrichten höher ist, ist völlig normal.

Bei Wechselstrom wird die Effektivspannung gemessen.
Wenn man das Ganze gleichrichtet, dann laden sich die 
Pufferkondensatoren aber auf die Spitzenspannung auf.

Und die ist nunmal höher als die Effektivspannung.
Bei einer Sinusspannung ist die Spitzenspannung ca um Wurzel(2) höher 
als die  Effektivspannung.

24Veff*Wurzel(2)=33,9411VSpitze
Und wenn man den Spannungsabfall an den Dioden und andere Verluste 
einrechnet kommt man ungefähr auf deine 31,8V.

Wenn du also einfach einen 24V Festspannungsregler anschließt ist alles 
in Butter.

mfg Ich
Gast #621596
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Äh dir ist schon klar, dass nach dem Glätten des Signals, also mit Hilfe 
eines groß genugen Kondensators, die Spannung eigentlich der 
Effektivspannung entsprechen müsste?
Oder wie erklärst du dir den Begriff "Effektiv"-Spannung? Effizienz... 
Ich glaube kaum dass der Strom danach mehr Effizienz hat als vorher, das 
wäre ein Wunder.
Die 31 V sind zwar die Spitze, aber es kommen nach dem Gleichrichter nur 
24 V raus.
Naja, die Lösung ist ihm ja aber sowieso schon bekannt...
Gast #621601
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Wenn du in Wechselstromtechnik auskennen würdest, dass wüsstest du dass 
ich recht habe.

Nur bei einem Lastwiderstand von exakt 0 Ohm folgt die Spannung dem 
hochgeklappten Sinus.

Solange der Last-Widerstand größer ist, läd sich der Kondensator auf die 
Spitzenspannung (in diesem Fall 3die theoretischen 33,9411Volt) auf.

Um Den Betrag um den die Spannung von einer Sinusspitze zur Nächsten 
abfällt nennt sich Brummspannung.

Schau's dir doch einfach mal mit einem Oszi an.
(Pass dabei aber auf dass du mit dem Masseanschluss keinen Kurzen 
Reißt.)

Da auch in diesem Fall das Ohmsche Gesetz gilt wird keine Energie aus 
dem Nichts erzeugt.
Es fließt nur im Ladevorgang des Kondensator's ein entsprechend höherer 
Strom.

Wenn du mir nicht glaubst, dann frage doch einfach Mr. Google oder Wicki 
zum Thema Wechselstrom, Effektifspannung, Spitzenspannung, Brummfaktor 
usw.

mfg Ich
#621603
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Julien hat doch längst verraten, um was für ein NT es geht! Es handelt 
sich NICHT um ein Wechselspanungs-NT, sondern um ein DC-Schaltnetzteil! 
Daher hat das ganze nichts mit Wechselstromtechnik etc. zu tun.

Bliebe als Erklärung noch die Brummspannung (Peter), oder das NT ist 
nicht leerlauffest, und kommt daher erst bei einer Mindestlast in Form 
des Widerstandes auf die 24V Nennspannung.
Gast #621607
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@Ich

Du hast aber schon mitbekommen, dass der OP ein geregeltes 24V 
Schaltnetzteil einsetzt? Ich verstehe auch nicht, von welchem 
Kondensator Du sprichst.

Was meinst Du mit:

> Nur bei einem Lastwiderstand von exakt 0 Ohm folgt die Spannung dem
> hochgeklappten Sinus.

Welches Zeug rauchst Du?
Gast #621610
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Tschuldigung.

Dass hatte ich übersehen.
Denn die Fragestellung hatte genau zu einem Wechselspannungsnetzteil 
gepasst.

Wenn das Netzteil DC ausgiebt und 24V hat, nach dem Gleichrichter 31V 
gemessen werden könnte es nur daran liegen dass die Ausgangsspannung 
nicht sauber geglättet wird und dadurch das DMM etwas durcheinander 
kommt.

Dass könnte man leicht herausbekommen indem man einen ordentlichen Elko 
anhängt.

Wenn das auch nicht hilft muß man mit nem Oszi nachschauen was sich da 
wirklich abspielt.

mfg Ich
#621634
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Ich denke auch, dass auf der Gleichspannung ein Wechselanteil drauf ist. 
Der wird ja vom DMM nicht gemessen, wenn du Gleichspannung mist. Hinter 
dem Gleichrichter bleibt aber durch die Dioden des Gleichrichters die 
Spannung auf dem Spitzenwert des Wechselanteils stehen, wird also 
dadurch mit Gleichspannungsmesser messbar.
Gast #621649
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Nein das Netzteil liefert keine Wechselspannung, siehe Link oben:
Produktbeschreibung:
50 Watt Kompaktschaltnetzteil mit 2,1mm Hohlstecker

Eingang: 90...264VAC
Ausgang: 24V
Strom: 2,1A


Eigentlich erwarte ich bei einem Schaltnetzteil eine relativ sauber 
gesiebte Spannung...
Gast #621670
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Euer Gerätsel wird wenig nützen. Ohne dass er da mal ein Oszi dranhängt 
wird es dafür keine allgemeingültige Erklärung geben. Aus 24 Volt 
Gleichspannung können nun mal durch 2 Dioden keine 31 Volt werden. Geht 
halt nicht.
OP #621933
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So ich möchte mich auch nochmal zu Wort melden.

Zum Spaß hab ich auch mal mein Oszi drangehängt. Irgendwelche 
Wechselspannungsanteile konnte ich direkt nach dem Netzteil (ohne 
Gleichrichter) nicht feststellen.

Es war eine saubere Gleichspannung zu messen.

Ich gehe einfach davon aus dass dieses Netzteil eine Mindestlast 
benötigt um sauber arbeiten zu können. Mit dem 2k2 Widerstand erhielt 
ich brauchbare Werte und da meine eigentliche Schaltung einen 
Innenwiderstand von > 150k Ohm aufweist, sollte es auch im Einschalten 
keine Probleme geben. Bisher läuft alles sehr gut und ohne Fehler :)

Gruß
Beitrag #6857542 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6857545
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Julien M. schrieb:
> Liegt das nur daran dass keine Last dran hängt?

Das Netzteil ist für eine Last von bis zu 2,5A ausgelegt. Mit 2,2kΩ 
entsprechend 10mA belastest du es zu wenig.

Wenn so ein Schaltnetzteil unterfordert ist, schnellt seine 
Ausgangsspannung schon bei einem einzigen Impuls auf über 24V hoch. Das 
Netzteil merkt dies und blockiert erstmal so lange, bis die 
Ausgangsspannung wieder unter 24V sinkt. Dann gibt es wieder einen 
Impuls ab, der zu viel Energie liefert, usw.

Oder anders gesagt: Bei zu wenig Last ist die Ausgangsspannung eben 
nicht stabil sondern hat ungefähr die Form von Sägezähnen.

Wenn du daran nun einen Gleichrichter gefolgt von einem Kondensator 
hängst, dann lädt sich dieser zweite Kondensator auf die Spitzenspannung 
auf. Genau die hast du gemessen.
Gast #6857550
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Julien M. schrieb:
> Ich gehe einfach davon aus dass dieses Netzteil eine Mindestlast
> benötigt um sauber arbeiten zu können. Mit dem 2k2 Widerstand erhielt
> ich brauchbare Werte

Was deiner obigen Aussage widerspricht, dass es dabei zu viel (Spitzen-) 
spannung ausgibt.

> und da meine eigentliche Schaltung einen Innenwiderstand
> von > 150k Ohm aufweist, sollte es auch im Einschalten
> keine Probleme geben.

Anders herum wäre es plausibel. Mit noch weniger Last provozierst du 
eine noch weniger stabile Ausgangsspnnung.

> Bisher läuft alles sehr gut und ohne Fehler :)

Na dann, viel Glück. Ich hätte das Bild (Vergleich von vor und hinter 
dem Gleichrichter) gerne mal gesehen.
Gast #6857717
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Du schrieb:
> Es wird doch immer geschrieben man solle die Suchfunktion nutzen. Und
> die meisten Themen sind zeitlos. Wo ist das Problem?

M.M.n. noch eine Sinnvolle Ergänzung: mit was für einem Voltmeter wurde 
gemessen?

Billig-DMMs vom Grabbeltisch & Co haben durchwegs kein "TrueRMS" und 
zeigen abseits von Batteriegleichspannung irgendwelche Werte an. Mit 
etwas Pech sogar bei "Netzspannungssinus"[TM] unbrauchbar.

Die (kleine, hochfrequente) Restwelligkeit eines zu knapp belasteten 
SNTs + nachgeschalten Dioden + Innenbeschaltung DMM führt öfters als 
nicht zu den verblüffendsten Anzeigewerte...

"Wer misst, misst Mist" - diesen Grundsatz bitte NIE ausser Acht lassen.

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