Hallo,
Ich suche einen Drehencoder/Drehtaster der sich 360° dreht und
eigentlich nur 2 Taster ersetzen soll.
Hintergrund:
Ich baue derzeit ein Android Smartphone zum Radio um. Hat bisher schon
hervorragend funktioniert, nur möchte ich diesmal ein schöneres Gehäuse.
Am Smartphone sind die zwei Volume Tasten, die ich gerne herausführen
und in die Frontplatte verlegen möchte.
Dazu wäre eben eine Art 360° Drehencoder schön. Aber ich möchte direkt
die Taster ersetzen ohne irgendwelche Zusatzhardware zwischen Smartphone
und Drehencoder.
Gibt es so etwas?
Quasi, für mich als Laie - eine Dreheingabe, die nach rechts gedreht,
den Volume+ Taster betätigt und nach links den Volume - Taster betätigt.
Vielen Dank für eine Hilfe!
Torsten S. schrieb:> Gibt es so etwas?
Ohne zusätzliche Elektronik nicht. Die brauchst Du, um aus den Signalen
des Drehimpulsgebers Deine selektiven Tastendrücke zu erzeugen.
Sowas gab es - allerdings habe ich es nur einmal in einem prof. VHS
Player von JVC gesehen und auch gleich geplündert. Drehte man linksrum,
wurde ein Kontaktpaar getastet, drehte man rechtrum, ein anderes, das
Ding war ein Produkt von ALPS.
Allerdings wirklich nur ein einziges Mal gesehen und deswegen fehlen mir
auch Suchbegriffe für dich.
Wenn Du bastlerisch nicht 2 linke Hände hat:
Nimm ein beliebiges Poti (möglichst groß mit dicker Achse,
Blechgehäuse), entferne die Rückplatte mit dem Widerstand,löte an den
Achsstummel einen dicken Draht (Zeiger, Nagel, ..) und anstelle der
Rückwand ein Stück Lochrasterplatine o.ä.
Darauf rechts und links der Drehachse je einen Mikrotaster mit
Federstreifen, fertig.
Für die Mittenrückstellung (bei Bedarf) verlängerst Du den dicken Draht
über die Achse hinaus und befestigst daran eine kleine Zugfeder.
Zusammen mit frischem Silikonfett an der Achse läßt es sich gut bedienen
und läuft sanft in die Mittelstellung zurück.
Hatte ich so über 20 Jahre im WZ-Verstärker im Einsatz.
Hi,
ich würde da einfach so einen kleinen dig. Joistick nehmen.
Da sind dann zwar auch Tasten rauf und runter aber die musst du ja nicht
verwenden.
Oder muss es zwingend was zum drehen sein?
Gruß.
Hallo, vielen Dank für die tolle Hilfestellung!
Bastlerisch habe ich definitiv keine linken Hände, allerdings ist es das
Radio für ein Kind. Da könnte die Bastellösung vielleicht zu schnell an
ihre Grenzen kommen. Stichwort Überbeanspruchung...
Zum Drehen wäre eben ganz schön, da das Radio optisch an die schönen
alten Holzradios aus den 50er 60er Jahren angelehnt sein wird.
Mittlerweile habe ich mir selber noch überlegt, dass ich auch eine Maus
zerlegen kann, um die 2 Tasten der Maus und das Drehrad nutzen kann für
die Eingabe. Die Maus kann dauerhaft über den USB Anschluss des
Smartphone angeschlossen bleiben. Die Stromversorgung geht hinten
sowieso direkt rein, ohne Akku.
Die Auswertung der Eingabe und die Umsetzung in die Radio App übernimmt
Tasker.
Grundsätzlich hätte ich gern zwei Drehdrück - Taster am Gerät, einen um
durch das Menü zu scrollen und um das Radio generell einzuschalten. Den
anderen wie schon beschrieben für die Lautstärke.
Wenn ich schon Zusatzhardware benötige für die Auswertung der echten
Drehencoder, gibt es da was, was ich dann mit Android auswerten und
nutzen kann? Hat sich damit schon jemand zufällig beschäftigt?
Vielen Dank
Torsten S. schrieb:> Wenn ich schon Zusatzhardware benötige für die Auswertung der echten> Drehencoder, gibt es da was, was ich dann mit Android auswerten und> nutzen kann
Wozu? Du kannst einen winzigkleinen Controller verwenden, der aus den
Drehsignalen Auf/Ab-Tastendrücke macht, die schliesst du da an wo die
bisherigen Tasten angeschlossen sind. Ganz transparent.
Georg
Stimmt., du hast Recht! Das muss ich mir noch durch den Kopf gehen
lassen.
Zwischenzeitlich fiel mir noch ein, dass der USB Host Anschluss des
Smartphone ja generell alle Art von Eingabegeräten erkennen müsste. So
vielleicht auch ein Gamepad, etc.
Möglicherweise ergibt sich dadurch ja eine "Fast-Fertig-Lösung", eben
auch für mehr als die Lautstärke Regelung.
Ich habe in einer lernfähigen Fernbedienung von Philips mal was gesehen
: Es erinnerte mehr so an ein Glücksrad vom Rummel. Also die Dinger, die
in der Nähe des Umfangs lauter Stifte haben. Man dreht die Scheibe mit
der Hand und oben rattert ein kleines Fähnchen über die Stifte, bis die
Scheibe auf "leider verloren" (angezeigt durch das Fähnchen) stehen
bleibt.
Wenn mann nun statt des Fähnchens einen Taster nimmt, der einen Kontakt
schliest, wenn er nach rechts gedrückt wird und einen anderen, wenn er
nach links gedrückt wird und das Ganze natürlich sehr viel kleiner baut
als das Vorbild, hat man mechanisch die Lösung gefunden...
Viel zu kompliziert. Er will nur zwei Taster mit einer Links- oder
Rechtbewegung.
Und ich weiss, wo es die Teile gibt: Auf dem Schrottplatz. Bei vielen
Autos ist im Tacho zur Urzeitverstellung so ein Ding verbaut, genau was
Du suchst. Links für Stunden, rechts für Minuten.
Such' Dir am besten 91-98er Nissans.
P.S: Wenn du nix findest kann ich dir das Ding auch zuschicken, aber
such zuerst.
Philipp G. schrieb:> Viel zu kompliziert. Er will nur zwei Taster mit einer Links- oder> Rechtbewegung.
Nö, will er nicht:
Torsten S. schrieb:> Ich suche einen Drehencoder/Drehtaster der sich 360° dreht und> eigentlich nur 2 Taster ersetzen soll.
Und das Dings in meinem Nissan dreht keinesfalls 360°, sondern höchstens
30° nach links und rechts.
Matthias S. schrieb:>> Viel zu kompliziert. Er will nur zwei Taster mit einer Links- oder>> Rechtbewegung.> Nö, will er nicht:
Ich denk schon.
Matthias S. schrieb:>> Ich suche einen Drehencoder/Drehtaster der sich 360° dreht und>> eigentlich nur 2 Taster ersetzen soll.>> Und das Dings in meinem Nissan dreht keinesfalls 360°, sondern höchstens> 30° nach links und rechts.
Ja, so 30° kommt hin. Er will damit die Volume +- Tasten ersetzen. Ich
glaube nicht, dass er mit zwei Fingern eine volle 360° Drehung
vollziehen will, warum auch?
Philipp G. schrieb:> Ja, so 30° kommt hin. Er will damit die Volume +- Tasten ersetzen. Ich> glaube nicht, dass er mit zwei Fingern eine volle 360° Drehung> vollziehen will, warum auch?
Er möchte das "feeling" eines Potis haben.
Luca E. schrieb:>> Ja, so 30° kommt hin. Er will damit die Volume +- Tasten ersetzen. Ich>> glaube nicht, dass er mit zwei Fingern eine volle 360° Drehung>> vollziehen will, warum auch?>> Er möchte das "feeling" eines Potis haben.
Das hat er mit dem Nissan _Dreh_schalter ja auch.
Ein Poti federt selten zurück in die Nullstellung.
Philipp G. schrieb:> ... zur Urzeitverstellung ...
Die Urzeit ist schon lange, lange her. Da waren noch nicht mal Menschen
angedacht, geschweige denn irgendwelche Verstellmechanismen für
Elektronik.
Selbst mit einem Poti kannst du ohne Hardware/Software keine Taster
ersetzen.
Wenn er einen Drehencoder haben will dann kommt er ohne Zusatzschaltung
nicht aus.
Will er so einen drehschalter haben wie bei manchen alten Videorecordern
dann geht es ohne Zusatzschaltung.
Aber das will er ja nicht
Dominik K. schrieb:> Will er so einen drehschalter haben wie bei manchen alten Videorecordern> dann geht es ohne Zusatzschaltung.> Aber das will er ja nicht
Eben. Und für ein Poti im Sinne von 'linker Anschlag 0, rechter Anschlag
max' fehlt im die Rückmeldung.
Philipp G. schrieb:> Ein Poti federt selten zurück in die Nullstellung.
Braucht es ja auch nicht.
Was er sucht ist ein Drehencoder, der statt des Graycodes einfach nur
Impulse bei rechts- bzw. linksdrehen ausgibt.
Luca E. schrieb:> Braucht es ja auch nicht.> Was er sucht ist ein Drehencoder, der statt des Graycodes einfach nur> Impulse bei rechts- bzw. linksdrehen ausgibt.
Dafür fehlt ihm die Synchronisation zum Android.
Philipp G. schrieb:> Dafür fehlt ihm die Synchronisation zum Android.
Ich verstehe immer noch nicht, was du sagen willst. Nein, der Nissan
Hebel hat kein Poti-Feeling, weil, wie du selber schreibst:
> Ein Poti federt selten zurück in die Nullstellung.
Aber genau das tut der Nissan Steller.
Und ein Android-Lautstärkesteller muss auch nicht synchronisiert werden
- was soll das überhaupt sein?
> Und für ein Poti im Sinne von 'linker Anschlag 0, rechter Anschlag> max' fehlt im die Rückmeldung.
Er will auch keine Rückmeldung, weil die sowieso auf dem Bildschirm
steht. Alles, was der TE sucht, ist:
Luca E. schrieb:> Was er sucht ist ein Drehencoder, der statt des Graycodes einfach nur> Impulse bei rechts- bzw. linksdrehen ausgibt.
So isses. Ich habe gleich zu Anfang gepostet, das es sowas schon gab, ob
ALPS das heute noch fertigt und verkauft, muss man eben mal rausfinden.
Ansonsten brauchts nun mal ein MC mit Progrämmchen oder eine Schaltung
mit Logikgatter.
Matthias S. schrieb:>> Dafür fehlt ihm die Synchronisation zum Android.>> Ich verstehe immer noch nicht, was du sagen willst. Nein, der Nissan> Hebel hat kein Poti-Feeling, weil, wie du selber schreibst:>>> Ein Poti federt selten zurück in die Nullstellung.> Aber genau das tut der Nissan Steller.
Das ist klar, hier bin ich mit Dir einig. Die fehlende Federwirkung war
auf das Poti bezogen.
Matthias S. schrieb:> Und ein Android-Lautstärkesteller muss auch nicht synchronisiert werden> - was soll das überhaupt sein?
Ich weiss nicht, was Du mit ALPS meinst? Haben deren Schalter keine
Endanschläge? Dann verstehe ich Dich.
Wenn es aber ein klassisches Poti sein soll, muss dieses optimaler weise
mit dem Android synchronisiert zur Ausgabelautstärke laufen:
Beispiel: Poti hat einen Anschlag links (Volume 0), und einen Anschlag
rechts (Volume max).
Kind hört Radio.
Kind dreht Volume Regler auf 0.
Kind schaltet Radio aus.
Kind dreht Volume Regler von ganz links nach ganz rechts -> Volume max.
Kind schaltet Radio ein.
Kind will lauter machen, aetsch, geht nicht. Ist schon am Anschlag
rechts.
Kind muss verstehen, dass man nun ganz ganz nach links drehen muss, bis
zum Anschlag, und dann wieder nach rechts zur gewünschten Lautstärke.
Kind haut Radio putt.
Klar was ich meine, Matthias?
Philipp G. schrieb:> Ich weiss nicht, was Du mit ALPS meinst? Haben deren Schalter keine> Endanschläge? Dann verstehe ich Dich.
Lies doch einfach den Beitrag. Es gab in diesem prof. VHS Player von JVC
einen Drehencoder, der beim Rechtsdrehen ein Kontaktpaar taktete und
beim Linksdrehen ein anderes. Wenn ich Lust habe, durch die Kälte zum
Schuppen zu traben, hol ich das Ding mal rein und mache Fotos.
Dieser Drehencoder hat keine Anschläge, sondern nur, wie moderne Teile,
eine Rastung.
Philipp G. schrieb:> Kind hört Radio.
Woher kommt plötzlich ein Kind? Und warum sollte ein Telefon, was man
aus- und dann wieder einschaltet, die Lautstärkeeinstellung vergessen?
Bei meinem alten Wischhandy jedenfalls merkt sich das Dings die
Lautstärkeeinstellung.
Ausserdem sind Kinder flotter auf den Telefonen unterwegs als alte
Knacker.
Torsten S. schrieb:> Hallo, vielen Dank für die tolle Hilfestellung!> allerdings ist es das> Radio für ein Kind. Da könnte die Bastellösung vielleicht zu schnell an> ihre Grenzen kommen. Stichwort Überbeanspruchung
daher matthias.
Lies jetzt bitte nochmal mein Beispiel.
Philipp G. schrieb:> Ich weiss nicht, was Du mit ALPS meinst? Haben deren Schalter keine> Endanschläge? Dann verstehe ich Dich.
Ein Drehencoder hat generell keine Endanschläge.
Um mal bei deinem Beispiel zu bleiben:
Kind hört Radio.
Kind dreht Volume Regler nach links.
Android verringert Lautstärke.
Kind dreht weiter nach links.
Lautstärke bleibt auf 0.
Kind schaltet Radio aus.
Kind dreht Volume Regler von ganz links nach ganz rechts -> Nichts
passiert, da Radio aus.
Kind schaltet Radio ein.
Kind will lauter machen, dreht den Encoder nach rechts.
Kind dreht weiter nach rechts, Lautstärke bleibt auf max.
Kind lässt Radio ganz.
Philipp G. schrieb:> Ich weiss nicht, was Du mit ALPS meinst? Haben deren Schalter keine> Endanschläge?
Du bist eigentlich der einzige, der hier ständig Endanschläge
reinbringt. Die waren nirgends gefordert. Und die Probleme, die du
nennst wie "Synchronisation mit Android" entstehen nur aus diesen
Endanschlägen.
Der TE möchte etwas, das sich wie ein typischer Drehencoder nutzen
lässt, aber das nicht sowas wie einen Quadraturcode ausgibt, sondern
sich elektrisch so verhält wie zwei Taster, einen der der beim
Linksdrehen betätigt wird und einen beim Rechtsdrehen.
Rolf M. schrieb:> Du bist eigentlich der einzige, der hier ständig Endanschläge> reinbringt. Die waren nirgends gefordert. Und die Probleme, die du> nennst wie "Synchronisation mit Android" entstehen nur aus diesen> Endanschlägen.> Der TE möchte etwas, das sich wie ein typischer Drehencoder nutzen> lässt, aber das nicht sowas wie einen Quadraturcode ausgibt, sondern> sich elektrisch so verhält wie zwei Taster, einen der der beim> Linksdrehen betätigt wird und einen beim Rechtsdrehen.
Ja, schon klar. Er hat nun mal das klassische Radio erwähnt.
Philipp G. schrieb:> Ja, schon klar. Er hat nun mal das klassische Radio erwähnt.
Ja aber nur optisch!
Ich hatte mal was ähnliches gemacht per HID um im Flugsimulator ein
Volume Poti zu simulieren mit einem Drehencoder.
Geht aber wie gesagt nur mit Zusatzhardware dazwischen.
Wenn man den klassischen Drehencoder nimmt.
Ich hätte Dir jetzt zwei mögliche Lösungsansätze, die etwas Geschick
vorausgesetzt, sehr einfach zu realisieren sind - und - funktionieren
werden. Die eine ist rein elektromechanisch, die andere mit einem uC.
1)
Die RC Helis (für die Gäste im Forum, die ferngesteuerten Modellbau
Helikopter) sind heutzutage alle ein bisschen ähnlich gebaut. Meist ist
ein Brushless Motor mit einem Ritzel, welcher den Hauptrotor über einen
Zahnkranz antreibt. In der Nabe des Zahnrads ist ein Freilauf drin (für
die Autorotation u.W).
Suchbegriffe: TREX 450 Main Gear
Kosten nix und sind qualitativ hochwertig.
Du besorgst Dir zwei solcher Zahnkränze. Wenn Du keinen Zugang zu einem
3D Drucker hast, und auch keine Fräsmaschine mit Teilapparat, mit Dremel
auf den Zahnkranz sagen wir 20 'Nocken' oder grosse 'Zähne' reindremeln.
Nun schiebst Du beide auf die Welle, der eine verkehrt darauf, und
befestigst unten je ein Endschalter.
https://www.bing.com/search?q=endschalter&qs=n&form=QBRE&sp=-1&pq=endschalter&sc=8-11&sk=&cvid=533C56F57685489EA26FC6B619AE1EDC
2)
Arduino Nano. Und halt doch ein Poti. Du übergibst den Ausschaltvorgang
dem Arduino Nano. Beim Ausschalten schickt der immer, sagen wir, 20
Pulse auf den 'Volume - Eingang'. Beim Anschalten fährt je nach
Potistellung die Lautstärke langsam hoch.
Beim Drehen des Potis misst Du die Spannungsdifferenz, erhöhen schickt
Pulse an Volume+, die andere Richtung an Volume-.
Das schöne an der zweiten Lösung ist, du lernst was über uC und
benötigst wirklich nur sehr wenig Zusatzbauteile. Auch das Coding ist in
wenigen Zeilen gemacht.
Gruss, Philipp
Philipp G. schrieb:> Arduino Nano. Und halt doch ein Poti.
Warum ein Poti? Mit einem Drehencoder umgeht er das von dir
angesprochene Problem mit der Synchronisation. Aber soweit waren wir
schon gestern.
Rufus Τ. F. schrieb:> Ohne zusätzliche Elektronik nicht.
Oooch, ich könnte mir schon eine kleine Mechanik vorstellen, die aus
einer Drehbewegung zwei unterschiedliche Tastendrücke erzeugt. Aber ob
der TO auch genügend Feinmechanik-Fertigkeiten im Kreuz hat, ist
natürlich unklar.
W.S.
Drehtaster gibts muß es doch fertig geben. Sowas hab ich im Ofen, um die
Zeiten einzustellen.
2 Schaltstellungen nach links, 2 rechts, jeweils langsam/schnell f.
rückwärts/vorwärts. Anschläge und gefederte Rückstellung in die
Mittenposition.
batman schrieb:> Drehtaster gibts muß es doch fertig geben. Sowas hab ich im Ofen, um die> Zeiten einzustellen.> 2 Schaltstellungen nach links, 2 rechts, jeweils langsam/schnell f.> rückwärts/vorwärts. Anschläge und gefederte Rückstellung in die> Mittenposition.
Das es die gibt steht außer Frage.
Der TO will aber 360° drehen.
Da nützen all die Vorschläge nix mit: Poti, Drehtaster oder Freilauf aus
einem TRex 450.
Ich verstehe gerade den Sinn nicht.
Ein Freilauf ist ein Lager welches in der einen Richtung die innere
Welle frei drehen lässt und in der anderen Richtung sperrt und sich mit
der Welle zusammen bewegt.
Wenn ich 2 dieser Lager übereinander baue, wobei 1 verkehrt herum sitzt
sperrt es entweder in beide richtungen und dreht sich frei in beide
Richtungen.
Von einer 360° Lösung total weit entfernt.
Vor allen Dingen... du weißt wie groß so ein HZR vom TRex ist? Wo soll
der das denn einbauen?
Ich hab solche Freiläufe auch an Wellen von Druckern, ca. 6mm
Duchmesser.
Die Idee ist wohl, die Dinger nicht als Lager einzusetzen, sondern die
Welle normal drehbar zu lagern und zusätzlich je einen Freilauf pro
Richtung, der dann einen Zahnkranz in einer Lichtschranke dreht oder
einfach einen Schalter über einen Nocken betätigt o.ä.
Originell aber irgendwie bischen sinnlos.
Hallo guten Abend,
leider bin ich außer der Bastelei noch anderweitig stark eingebunden...
Mich wundert es, dass mein kleines Problemchen solche Wellen schlägt.
Hat denn keiner der hier Mitschreibenden etwas von dem Wandel der
Lautstärkeverstellung in den 90ern mitbekommen???
In den Radios der 80er (Auto, Radio) hatten die Radios die Poti
Regelung. Danach in den 90ern kam die Tastenbedienung auf, weil es halt
gerade "in" war, viele Tasten auf ein Gerät zu bretzeln.
Davon kamen allerdings wieder viele namhafte Hersteller ab, weil einfach
die Haptik nicht die gleiche war, im Auto z.B. kann man eben schneller
aufdrehen, als auftasten. Moderne gute Geräte haben eben wieder den
Drehknopf.
Diesmal allerdings eben digital ausgewertet, als Drehencoder...
Dies nur kurz als Begründung meines Wunsches.
Ich möchte keine Mittelstellung, kein Poti mit Endlagen, sondern einfach
nur beim Drehen des Rades nach rechts lauter, bzw. nach links leiser
stellen wollen. Für mich stimmt damit die Optik und fürs Kind die Haptik
(kein Überdrehen einer Endstellung möglich - nur eine Anzeige im
Display, dass bei 100% wirklich Schluss mit laut ist).
Dafür ist ein Drehencoder tatsächlich perfekt geeignet. Ich dachte nur,
dass es das auch einfach als fertigen Dreh"taster" gibt und mir nur der
richtige Suchbegriff für Google fehlt.
Ist offensichtlich nicht so einfach wie ich anfangs dachte, _also habe
ich mich umorientiert_.
Wenn schon ein Board zwischen Android und Eingabe hängt, dann kann ich
ein paar mehr Eingaben ermöglichen.
Nun hat sich meine ursprüngliche Fragestellung geändert; kennt einer ein
nach Möglichkeit ein Board, gerne auch als DIY Anleitung, welches mir
ermöglicht, zwei Dreh-drück-encoder über USB an den Android USB Host
zu stecken? Wenn es die Eingaben als Tastatureingabe sendet, kommt
Android/Tasker locker damit zurecht und ich habe weniger Arbeit.
Grundsätzlich ist programmieren und Feinmechanik kein Problem, nur der
Tag ist leider immer zu kurz für meine vielen Wünsche...
Für einzelne Drehencoder über USB gibt es einige Fertig und einige DIY
Anleitungen, z.B. https://www.thingiverse.com/thing:2035590.
Geschaut habe ich mittlerweile bei Adafruit, Sparkfun oder beim
Aliexpress, aber nichts gefunden.
Leider habe ich so etwas wiederum nicht für mehrere Drehencoder
gefunden, die wiederum Tastatur Eingaben weitergeben z.B. Drehencoder 1:
nach rechts drehen - sendet Taste Q; nach links drehen - sendet Taste W.
Zwei Dreh-drück-encoder würde ich nun nehmen für,
Drehencoder 1: Drücken zum Ein/Ausschalten, drehen für das Menü
und
Drehencoder 2: Drücken für Mute, drehen für die Lautstärkeregelung.
Ganz schön langer Text, aber ich möchte verhindern, dass hier noch die
Fäuste fliegen...
Vielen Dank, Torsten
Sowas ähnliches hat die "Mighty Mouse" von Apple in ihrer kleinen grauen
Kugel, und ich glaube auch der Blackberry: für jede der Richtungen
links/rechts/oben/unten wird eine eigene Achse gedreht. Auf der aber
leider ein Magnet und daneben ein Hallsensor sitzt.
Ich hätte sowas gerne für das Mäusekino meiner Klimaanlage im Auto. Von
16 auf 32°C in 0,5°-Schritten sind 32 Tastendrücke!!! Da man wegen der
Entprellung nicht beliebig schnell tippen darf, braucht das mehrere
Sekunden, die man einhändig fährt. Oder man hält die Taste 5-10 Sekunden
fest.
In dem Fall bräuchte man also eh eine elektronische Mimik, die ein
beherzte Rundumdrehung in gebremste Einzeltastungen unterteilt. Im
Prinzip wäre das eine wunderbare Anwendung für ein kleines IC. Wird nur
keine Industriekunden geben, die sowas kaufen.
Neben dem Adafruit Teil könnte auch der IO Warrior oder ein eigenes
Projekt mit V-USB geeignet sein, wenn du AVRs programmieren kannst.
Ich würde aber erstmal ausprobieren, ob z.B. eine USB Tastatur vom
Telefon akzeptiert wird und welche Tasten die Lautstärkefunktion tragen
- wenn überhaupt.
https://www.codemercs.com/de/io-warriorhttps://www.obdev.at/products/vusb/index-de.html
Torsten S. schrieb:> Mich wundert es, dass mein kleines Problemchen solche Wellen schlägt.
Das liegt daran, daß es - zumindest unter den von dir vorgegebenen
Randbedingungen - eben gerade nicht klein ist.
> In den Radios der 80er (Auto, Radio) hatten die Radios die Poti> Regelung. Danach in den 90ern kam die Tastenbedienung auf, weil es halt> gerade "in" war, viele Tasten auf ein Gerät zu bretzeln.> Davon kamen allerdings wieder viele namhafte Hersteller ab, weil einfach> die Haptik nicht die gleiche war, im Auto z.B. kann man eben schneller> aufdrehen, als auftasten. Moderne gute Geräte haben eben wieder den> Drehknopf.> Diesmal allerdings eben digital ausgewertet, als Drehencoder...
Genau. An einem Mobiltelefon ist aber kein Platz für einen solchen
Drehgeber. Deswegen dort wieder Tasten, statt des haptisch besseren
Drehgebers.
> Ich möchte keine Mittelstellung, kein Poti mit Endlagen, sondern einfach> nur beim Drehen des Rades nach rechts lauter, bzw. nach links leiser> stellen wollen. Für mich stimmt damit die Optik und fürs Kind die Haptik> (kein Überdrehen einer Endstellung möglich - nur eine Anzeige im> Display, dass bei 100% wirklich Schluss mit laut ist).> Dafür ist ein Drehencoder tatsächlich perfekt geeignet.
Korrekt. Nur ist ein Drehgeber eben ein Drehgeber. Der will elektrisch
anders ausgewertet werden als zwei Tasten. Mit einem kleinen µC - 4 I/Os
reichen ja schon - wäre die Umsetzung von Drehgeber auf zwei Tasten
trivial. Aber wenn du forderst:
Torsten S. schrieb:> ohne irgendwelche Zusatzhardware zwischen Smartphone und Drehencoder
dann geht es halt nicht so einfach.
> Nun hat sich meine ursprüngliche Fragestellung geändert; kennt einer ein> nach Möglichkeit ein Board, gerne auch als DIY Anleitung, welches mir> ermöglicht, zwei Dreh-drück-encoder über USB an den Android USB Host> zu stecken? Wenn es die Eingaben als Tastatureingabe sendet, kommt> Android/Tasker locker damit zurecht und ich habe weniger Arbeit.
Fertig wäre mir das nicht bekannt. Mit sehr viel mehr Knöpfchen und
Rädchen gibt es das als Bedienpult für DJ's. Aber für nur zwei Encoder
macht sich keiner die Mühe. Andererseits ist das halbwegs trivial. Für
den Software-USB-Stack für AVR gibt es schon fertigen Code [1] für ein
HID-Device. Da müßte man nur noch die Auswertung für zwei Drehgeber
anflanschen und das Ganze auf einen ATMega brennen.
> Zwei Dreh-drück-encoder würde ich nun nehmen für,> Drehencoder 1: Drücken zum Ein/Ausschalten, drehen für das Menü und> Drehencoder 2: Drücken für Mute, drehen für die Lautstärkeregelung.
Dein Problem ist, daß du nicht nur Sonderwünsche hast, sondern auch noch
erwartest, daß andere vor dir genau die gleichen Sonderwünsche gehabt
haben. Ich würde ja schon die Prämisse in Frage stellen, ob ein
Smartphone überhaupt eine sinnvolle Basis für ein "Radio" darstellt.
Immerhin konnte man gut 100 Jahre vor der Erfindung des Smartphones
schon Radios bauen. Und die hatten auch haptisch geeignete
Bedienelemente.
[1] https://www.obdev.at/products/vusb/prjhid.html
Ich glaub die Leute kommen einfach gar nicht mehr auf die Idee, ein
Problem mit irgendwas anderem als einer App zu lösen.
Daß man ein Radio als Radio verwendet, paßt da schon nicht mehr ins
Weltbild.
Ich verstehe leider nicht, warum ich mich und meine Beweggründe
erklären muss.
Ich habe doch versucht, beim zweiten Post zu erklären, warum ich meine
Meinung mittlerweile geändert habe zum geplanten Aufbau.
Wenn dann natürlich Aussagen des ersten Posts gegen Aussagen des zweiten
Posts gestellt werden, dann verstehe ich das ehrlich nicht.
Oder Aussagen wie, ein Radio per Smartphone passe nicht zum "Weltbild".
Das passt wiederum nicht in mein Weltbild.
Oder eben die Frage, warum das Radio "neu" erfunden werden müsse, da es
das ja bereits vor 100 Jahren gegeben hätte.
Wenn man so an das Thema ran geht, dann könnten ja sämtliche
Entwickler/Architekten/Planer/Visionäre einpacken, da es quasi alles
schon gibt. Bestes Beispiel: Hyperloop - Dampflokomotive...
Meine Lösung mit dem Smartphone ist für mich deshalb die beste, weil
es am Ende ein Netzwerkradio und Teil des Smart Home ist. Sämtliche
Musik kommt vom NAS, kein Hantieren und Zerkratzen von CDs möglich.
Radio Sender sind weltweit möglich, was ich mit UKW/DAB nunmal nicht hin
bekomme. Aktuell sind lokale Radiosender (Sachsen) genauso auf der
Liste, wie auch Sender aus Berlin bzw. aus Amerika von reinen
Internetradios.
Oder die Steuerung von mir über das Netzwerk, wenn das Kind z.B. wieder
mal partout nicht einsieht, dass es eine sogenannte "Zimmerlautstärke"
gibt. Oder die Option für später problemlos ein Bluetooth Kopfhörer
nutzen zu können.
Oder die Option, dass dieses Endprodukt "Radio" Teil meines Smart
Home ist. Bestes Beispiel ist die Vernetzung der Rauchmelder im Keller,
mit einem lauten Warnsignal im Kinderzimmer. Ebenso, dass die bunte SMD
Strip Beleuchtung im Kinderzimmer über das Endprodukt "Radio" mit
gesteuert wird. Sei es, über das Radiodisplay (Smartphonedisplay), über
mich von der Stube aus, über das Smart Home zur Signalisierung von
Events (Feueralarm/jemand klingelt an der Haustür/das Festnetztelefon
klingelt/etc...)
Die genannten Beispiele sind übrigens keine Fantasie, sondern bereits im
Einsatz. Wie ich bereits im Eingang geschrieben habe, will ich nur ein
schöneres Gehäuse für mein Radio/Gerät mit der Option einer Drehregelung
für die meistgenutzte Eingabe an einem Radio: Der Lautstärkeverstellung.
Mir ist absolut klar, dass es für all das keine Notwendigkeit gibt, daß
es alles bereits als Einzellösung im Handel zu erwerben gibt.
Vernetzte Rauchmelder, SMD Strip mit Fernbedienung, Bluetooth Kopfhörer
mit Sendeeinheit, fertige Radios mit Internetanbindung...
Wie gesagt, es ist mein kleines Projekt, und damit mein kleines
Problemchen.
Mir muss auch keiner sagen, was mein "wahres" Problem wäre.
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*Ich danke auf jeden Fall allen Mitschreibern für die guten Tips und
Hinweise*, die mich zum Umdenken bei der Planung bewegt haben.
Dadurch haben sich tatsächlich Lösungen aufgetan, *auf die ich selber
nicht gekommen bin*.
Torsten S. schrieb:> Dafür ist ein Drehencoder tatsächlich perfekt geeignet. Ich dachte nur,> dass es das auch einfach als fertigen Dreh"taster" gibt und mir nur der> richtige Suchbegriff für Google fehlt.
Also, hättest du gleich zum Anfang das Zauberwort "Drehencoder"
geschrieben, dann hätte dies den ganzen Thread wesentlich vereinfacht.
Allerdings ist mir noch schleierhaft, wie du so ein Android-Smartphone
zum Kinder-Radio umbauen willst. Eigentlich müßtest du ja entweder in
dessen Firmware herumändern, um die ganze Bedienung von Touchscreen auf
drangebastelte Tasten und Knöpfe zu ändern - oder du müßtest eben die
Touches mit einer Mechanik nachempfinden, also auf Knopfdrehen außen
dann drinnen in geeigneter Weise auf dem Display herumwischen.
Sowas kommt mir doch sehr abenteuerlich vor.
W.S.
W.S. schrieb:> Also, hättest du gleich zum Anfang das Zauberwort "Drehencoder"> geschrieben, dann hätte dies den ganzen Thread wesentlich vereinfacht.
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil:
Torsten S. schrieb:> Ich suche einen Drehencoder/Drehtaster der sich 360° dreht und> eigentlich nur 2 Taster ersetzen soll.> Allerdings ist mir noch schleierhaft, wie du so ein Android-Smartphone> zum Kinder-Radio umbauen willst.
Ist doch super als Recycling. Was soll man sonst mit den ganzen alten
Dingern anfangen? Viele haben ein UKW Radio eingebaut, Netzwerkanbindung
ist auch da, IP Radio gibts als App.
Bedienung läuft über den Touchscreen, nur eben die Lautstärke liegt ja
meistens auf Hardware Tasten.
W.S. schrieb:> Allerdings ist mir noch schleierhaft, wie du so ein Android-Smartphone> zum Kinder-Radio umbauen willst. Eigentlich müßtest du ja entweder in> dessen Firmware herumändern, um die ganze Bedienung von Touchscreen auf> drangebastelte Tasten und Knöpfe zu ändern - oder du müßtest eben die> Touches mit einer Mechanik nachempfinden, also auf Knopfdrehen außen> dann drinnen in geeigneter Weise auf dem Display herumwischen.
Die meisten Smartphones haben echte Tasten für die Lautstärke, und die
Auswahl der "Sender" (also Server) und lokalen Files wird man eh am
besten über den Touchscrenn machen.