Hallo Forum! Ich finde nur Mikrowellengeräte, die mit 700 oder mehr Watt
Nominalleistung angegeben sind. Ich suche ein Gerät mit deutlich weniger
(300-500) NominalWatt und einem 28 cm Drehteller. Kennt jemand ein
solches Gerät?
Außerdem wäre es hilfreich, wenn ihr bei Eurer Mikrowelle die
elektrische Leistungsaufnahme messen und berichten könntet.
Im Einzelnen:
Ich möchte gern ein Mikrowellengerät im Auto an einer Powerstation zum
Aufwärmen von Speisen betreiben. Ich bereite unterwegs nie Speisen zu.
Dreht man den Leistungsschalter einer Mikrowelle herunter, so sinkt die
elektrische Leistungsaufnahme nicht. Die volle Leistung wird nur
seltener getaktet eingeschaltet und die Heizpausen werden länger. Das
hat zur Folge, dass die Powerstation diese hohe Leistung aufbringen
muss. Meine Mikrowelle, deren höchste Leistungsstufe mit 800 Watt
beschriftet ist, nimmt 1350 Watt auf. Dies wurde mit einem Messgerät
ermittelt, das laut c't mit teuren Referenzgeräten übereinstimmt. Für
diese 1350 Watt braucht es eine vergleichsweise riesige Powerstation,
aber nur einen winzigen Anteil der Akkukapazität (1350 Watt x 2 Minuten
= 45 Wh) zum Aufwärmen einer Portion. Es wäre also hilfreich, eine
Mikrowelle mit weniger Leistungsaufnahme zu haben, die dann zum
Aufwärmen länger laufen muss. Die dann notwendigen 1000 Watt kann eine
recht kompakte Powerstation aufbringen, was mich zur obigen
Ausgangsfrage bringt.
Außerdem würde es mich freuen, wenn ihr bei Eurer Mikrowelle die
Leistungsaufnahme messen und berichten könntet.
Versuche es mit einer Mikrowelle mit Inverter. Soweit ich mich erinnere,
mußte ich für meine Experimente extra eine kleine Duty Cycle Platine
bauen um der Stromversorgung beim Inverter die volle Leistung
abzufordern (100% waren eben nicht „High“ sondern irgendeine PWM).
Soweit ich erinnere wurde damit die Leistung des Magnetrons
kontinuierlich gesteuert. Nichts anderes macht der Einstellknopf vorne
am Gerät.
Das Bild zeigt den Inverter.
> Außerdem würde es mich freuen, wenn ihr bei Eurer Mikrowelle die> Leistungsaufnahme messen und berichten könntet.
Nennleistung 1450W, Nennausgangsleistung 900W (beide laut Typenschild),
tatsächliche Leistung bei 100% gut 1600W (laut Messgerät (nicht
Schätzeisen)), mit Erwärmung langsam fallend.
HTH
g457 schrieb:> Nennleistung 1450W, Nennausgangsleistung 900W (beide laut Typenschild),> tatsächliche Leistung bei 100% gut 1600W (laut Messgerät (nicht> Schätzeisen)), mit Erwärmung langsam fallend.
Vielen Dank! :-) So weiß ich, dass meine Messungen in der richtigen
Größenordnung liegen.
Es erhärtet sich somit die Vermutung, dass eine Mikrowelle mit nicht
mehr als 500 Watt Nennausgangsleistung sicher an einer 1000 Watt
Powerstation betrieben werden kann.
Thomas R. schrieb:> Versuche es mit einer Mikrowelle mit Inverter.> [..]> Soweit ich erinnere wurde damit die Leistung des Magnetrons> kontinuierlich gesteuert.
Wenn ich das Magnetron richtig verstanden habe, lässt es sich nur in
einem sehr kleinen Bereich steuern. Ich denke, dass auch Invertergeräte
es takten, wie man es von den klassischen Trafogeräten mit mechanischer
Uhr kennt. Vielleicht takten sie schneller?
Meine Mikrowelle ist von 1993, für 700 Watt Abgabe nimmt sie 1275 VA /
1170 Watt aus dem Netz.
µweller schrieb:> im Auto an einer Powerstation .. betreiben
Die Powerstation muß so ausgelegt sein, dass sie die Scheinleistung
liefern kann - also einfach Strom messen und mit der Spannung
multiplizieren.
Habe das hier im Netz gefunden. Paßt zu meinen damaligen Erkenntnissen.
Ich bin über die Inverter gestolpert weil ein Funker einen ausführlichen
Artikel geschrieben hatte um diese Art von Netzteil für seine HF
Endstufe zu verwenden. Offensichtlich benötigen die größeren
Röhrenendstufen auch kV in dieser Größenordnung. Seinen Artikel mit ganz
detaillierter Schaltungsbeschreibung habe ich auf die Schnelle aber
nicht mehr gefunden....
Also müsste mit einer Inverter Mikrowelle dein Problem lösbar sein?!
Hat mir keine Ruhe gelassen!
Darin wird erklärt wie man aus einem Inverternetzteil ein "normales"
Netzteil für 2kV bauen kann. Auf dem Weg findet der Autor einiges über
die Funktion des Netzteiles heraus.
Für dich im wesentlichen: bis herunter zu 40% der Nominalleistung wird
das über die Spannung linear geregelt. Unter 40% wird in 22 Sekunden
Blöcken getaktet. Das ist intuitiv richtig weil die Röhre sonst
irgendwann nicht mehr funktionieren könnte.
Also: eine möglichst (Leistungs)kleine Invertermikrowelle kaufen und mit
den Einstellungen spielen.
Thomas R. schrieb:> Also: eine möglichst (Leistungs)kleine Invertermikrowelle kaufen und mit> den Einstellungen spielen.
WENN er seine Suppe in endlicher Zeit kochen möchte, würde ich nicht
unter 700W gehen und lieber gleich einen leistungsfähigeren Inverter
suchen. Meine 1000W-MW braucht z.B. eine Minute für einen Pott Milch aus
dem Kühlschrank auf ca. 40 Grad zu bringen.
oszi40 schrieb:> Thomas R. schrieb:>> Also: eine möglichst (Leistungs)kleine Invertermikrowelle kaufen und mit>> den Einstellungen spielen.>> WENN er seine Suppe in endlicher Zeit kochen möchte, würde ich nicht> unter 700W gehen und lieber gleich einen leistungsfähigeren Inverter> suchen. Meine 1000W-MW braucht z.B. eine Minute für einen Pott Milch aus> dem Kühlschrank auf ca. 40 Grad zu bringen.
Kann aber doch sein, daß er die PowerStation beim Fahren aufladen kann?
Dann ist der limitierende Faktor die Leistung des WR, nicht der
Energieinhalt der PowerStation. Und Zeit muß er mitbringen, das ist nun
mal so :-)
Muss es microwelle sein? Ich bin auf Dämpfer umgestiegen und hab auf
ebay einen kleinen tragbaren Dämpfer gekauft. Da kann man die Speisen
auch gleich darin transportieren. Sieht aus wie eine große Thermoskanne
mit Griff.
Walta
Wobei sich mir die Frage stellt warum man überhaupt über 230Volt gehen
muß? Wenn die Erzeugung der Betriebsspannung für das Magnetron über
einen Inverter erfolgt könnte der doch gleich für 12Volt DC Speisung
ausgelegt werden. Bei dem riesigen RV Markt in den USA wird es zumindest
dort so etwas ganz sicher geben. Und 12 Volt DC sind auf beiden Seiten
des Atlantik gleich 😎😎
NB: Offensichtlich hat sich die Idee nicht durchgesetzt weil die
angebotenen Geräte durch den Anschluß am Zigarettenanzünder sehr stark
in der Leistung reduziert waren (schlappe 100Watt). Würde man die für
den direkten Batterieanschluß bauen (wie ja auch ein 2kW
Wechselrichter!!) wäre das überhaupt kein Problem.
> Wenn die Erzeugung der Betriebsspannung für das Magnetron über> einen Inverter erfolgt könnte der doch gleich für 12Volt DC> Speisung ausgelegt werden.
700W/12V= 58A
Handlich.
Geht problemlos mit SMD; notfalls mit dem Auto-Starthilfeakku im
Taschenlampenformat:
https://www.pearl.de/a-ZX2905-1420.shtml
oszi40 schrieb:> WENN er seine Suppe in endlicher Zeit kochen möchte, würde ich nicht> unter 700W gehen und lieber gleich einen leistungsfähigeren Inverter> suchen. Meine 1000W-MW braucht z.B. eine Minute für einen Pott Milch aus> dem Kühlschrank auf ca. 40 Grad zu bringen.
Aufwärmen eines handelsüblichen Fertiggerichtes bei 700 Watt in 2
Minuten =>
bei 500 Watt ~ 50 Sekunden länger. Ich würde das als "endliche Zeit"
qualifizieren.
Thomas R. schrieb:> Also müsste mit einer Inverter Mikrowelle dein Problem lösbar sein?!
Das hört sich gut an, zumal sich unter dem Stichwort "Inverter
Mikrowelle" tatsächlich Produkte finden lassen. Danke für den guten
Tipp! :-)
Es gibt auch elektrische Lunchboxen zum erwärmen der Speisen. Diese
haben in der Regel nur wenige hundert Watt Leistung.
Gedacht sind die, um im Büro das Mittagessen aufzuwärmen und auf einer
bestimmten Temperatur zu halten. Das Essen wird dann halt nicht in 1 min
bereit, sondern eher in 20-30 Minuten.
Muss jeder für sich selbst abschätzen, ob das eine Option ist, dafür
wird sie vermutlich eine rein ohmische Last an deiner Powerstation sein.
µweller schrieb:> Thomas R. schrieb:>> Also müsste mit einer Inverter Mikrowelle dein Problem lösbar sein?!>> Das hört sich gut an, zumal sich unter dem Stichwort "Inverter> Mikrowelle" tatsächlich Produkte finden lassen. Danke für den guten> Tipp! :-)
Danke für die Blumen!
Ein Erfahrungsbericht wäre dann bestimmt auch für andere Nutzer
wünschenswert.
BTW: Wir hatten einmal eine Senseomaschine im RC, die angeblich € 180
gekostet hatte. Das war eine "Spezialausführung" für Camper mit nur ein
paar hundert Watt statt der üblichen 1.000. Tatsächlich hatte jemand den
Boiler nur mit einer simplen Diode auf halbe Leistung gebracht. Geht bei
einer µW natürlich NICHT. Der Boiler war trotzdem hin, Frostschaden.
µweller schrieb:> Ich finde nur Mikrowellengeräte, die mit 700 oder mehr Watt> Nominalleistung angegeben sind. Ich suche ein Gerät mit deutlich> weniger (300-500) NominalWatt und einem 28 cm Drehteller. Kennt> jemand ein solches Gerät?
Ich habe eine voll funktionsfähige, ältere Mikrowelle im (trockenen)
Keller stehen. Laut Typenschild hat sie folgende Leistung:
Mikrowellenleistung 650W
elektrische Anschlussleistung 1200W
Würde das noch für Dich passen? Dann melde Dich per PM.
Ich habe erst neulich eine alte Siemens-Mikrowelle von 1986 gesehen.
Leistung 600 W. Anschlußwert allerdings 3,1 kW, weil "Mikrowelle Plus"
mit Umluft, Unter-, Oberhitze und Grillfunktion. :)
Nach Ablauf ihrer Nutzungsdauer kann man damit die Zufahrt zu
Weihnachtsmärkten blockieren. Ich habe mal den Trafo ausgebaut, weil der
noch aus echtem Eisen und Kupfer besteht.
Bitte alte Mikrowellen nicht weiter benutzen. Das ist
Energieverschwendung pur!
Die damals verbauten Ferritmagnete auf den Magnetrons verlieren an Kraft
und der Wirkungsgrad sinkt dramatisch.
Abdul K. schrieb:> Das glaube ich erst wenn es nachgemessen wurde.
Dann Kauf dir heute eine MW und messe die abgegebene Leistung. Laß sie
30 Jahre stehen und messe dann nochmal. 😎
Scherzkeks: natürlich lassen Magnete nach und damit deren Feldstärke.
Kann man auch bei permanenterregten Motoren feststellen.
µweller schrieb:> Ich möchte gern ein Mikrowellengerät im Auto an einer Powerstation zum> Aufwärmen von Speisen betreiben.
Wenn es keine fertige MW sein soll, wird es wohl nicht ganz so einfach,
den Mikrowellentrafo umzuwickeln für Inverterbetrieb. Außerdem muß der
Drehtellermotor dann auch umgebaut werden.
Abdul K. schrieb:> Meine hat bald die gewünschten 30J. Das Ding will einfach nicht> verrecken. Nur der Drehmotor ist defekt.
Das ist doch genau was ich sage: die Dinger halten wirklich "ewig",
werden dabei aber immer ineffizienter ohne daß man es merkt.
oszi40 schrieb:> µweller schrieb:>> Ich möchte gern ein Mikrowellengerät im Auto an einer Powerstation zum>> Aufwärmen von Speisen betreiben.>> Wenn es keine fertige MW sein soll, wird es wohl nicht ganz so einfach,> den Mikrowellentrafo umzuwickeln für Inverterbetrieb. Außerdem muß der> Drehtellermotor dann auch umgebaut werden.
Umwickeln wird wohl kaum möglich sein, das Funktionsprinzip des
Netzteiles ist ein völlig anderes.
Wenn du schon ein Bild benutzt, dann wenigstens ein richtiges! In deinem
Bild ist die eigentliche HV Diode nicht beschriftet (schwarz, unten) und
das weiße lange Plastikding enthält keine Diode sondern eine HV
Sicherung.
Wollvieh W. schrieb:> weil der> noch aus echtem Eisen und Kupfer besteht.
du meinst, nicht aus St37/S235 Stahlblech und Kupfer kaschierten
Aluminiumdrähten.
:)
Grüsse - Microwave
Thomas R. schrieb:> Also: eine möglichst (Leistungs)kleine Invertermikrowelle kaufen und mit> den Einstellungen spielen.
Eine alte 1kW Inverter µ~ zieht bei '100W' etwa 4A@235V wenn sie sendet.
Bei '1000W' sind es ~7A, bei '600W' ~4,5A.
Mikrowellenraumheizung! schrieb:> Thomas R. schrieb:>>> Also: eine möglichst (Leistungs)kleine Invertermikrowelle kaufen und mit>> den Einstellungen spielen.>> Eine alte 1kW Inverter µ~ zieht bei '100W' etwa 4A@235V wenn sie sendet.> Bei '1000W' sind es ~7A, bei '600W' ~4,5A.
Ist doch genial. Damit kann er seinen Wechselrichter genau ausreizen.
Wobei ich die 4A bei angeblichen 100Watt bezweifle (nicht deine
Messung!). Die Differenz kann nicht im Inverter verheizt werden, dafür
sind die Kühlkörper gar nicht groß genug. Aber da ist ja noch die
Beleuchtung, Drehteller und Lüfter….
Microwave schrieb:> Wollvieh W. schrieb:>> weil der>> noch aus echtem Eisen und Kupfer besteht.>> du meinst, nicht aus St37/S235 Stahlblech und Kupfer kaschierten> Aluminiumdrähten.>> :)>> Grüsse - Microwave
Mit Verlaub: ein Trafo für 50Hz würde aus St37 sicher nicht
funktionieren! Dafür braucht es schon spezielleren Stahl. Aber die
Ironie ist schon verstanden.
Noch on Top: die alte HV Wicklung läßt sich recht bequem entfernen weil
ja nur aus Alu 😎
Thomas R. schrieb:> Mit Verlaub: ein Trafo für 50Hz würde aus St37 sicher nicht> funktionieren! Dafür braucht es schon spezielleren Stahl.
Ja, typischerweise ein mit Silizium legierter Stahl.
Thomas R. schrieb:> Bitte alte Mikrowellen nicht weiter benutzen. Das ist> Energieverschwendung pur!Abdul K. schrieb:> Das glaube ich erst wenn es nachgemessen wurde.
Und danach glaube ich das nicht mehr.
Vorhin ein Glas mit 200g Wasser rein, 23°C. Das müsste nach 92 Sekunden
sieden, zuverlässig sichtbar hatte ich es bei 120 Sekunden. Nun hat aber
auch das Glas Masse, 210g, die mit erwärmt wird.
Das sieht mir nicht nach einem Leistungsverlust aus, das Gerät besitze
ich seit 1993.
Zwischenfrage: Der Wirkungsgrad wird hier immer als gesetzt angesehen.
Hängt der nicht aber wesentlich von der Anpassung der "Speise" an die
Sendestufe ab? Form, Material, Struktur, Position im Garraum, Masse etc.
sind doch nicht immer gleich. Gilt ein Teller Suppe als optimale Last
oder der Rest vom Rollbraten in der Mikrowellenschale?
Thomas R. schrieb:> Mit Verlaub: ein Trafo für 50Hz würde aus St37 sicher nicht> funktionieren!
Oooch, könnte schon funktionieren =) Vielleicht wären es dann halt
einfach 2 kW Leistungsaufnahme bei irgendwie 500 W Magnetronleistung =D
Ähnlich wie ein extra lauter Staubsauger halt, 2 kW Leistungsaufnahme,
300 W Saugleistung (plakativ gesagt, kenne nicht genaue Werte^^)
Grüsse - Microwave
µweller schrieb:> Außerdem würde es mich freuen, wenn ihr bei Eurer Mikrowelle die> Leistungsaufnahme messen und berichten könntet.
Hallo,
Kandidat war der Bauknecht MWS600WS aus einer Zeit als die Autos noch
ohne KAT fahren durften.
Nennwert ist 1,1 kW Anschlußleistung, 600Watt HF-Leistung.
Gemessene Stromaufnahme: 1123 Watt bei cos Vieh 0,98 (Phi).
________________
Neues Gerät, konventionell aufgebaut, Ambiano:
Nenn-Leistungsaufnahme: 1100W, 700W HF, keine Messung durchgeführt, nur
abgelesen. Ist ein Billiggerät von Aldi, hat sein erstes Jahr
durchgehalten.
________________
MWH von 1992 hole ich nicht aus dem Schrank ganz hinten, hatte nur so
400W HF, wenn ich mich recht erinnere.
__________________
Panasonic NN-SD-27 Inverter-Gerät 1 kW HF, steht im Schrank, ist mir für
den Test zum Rausheben zu schwer.
So ein Inverter-Gerät könnte die passende Alternative sein. Die
Haushalts-Mikrowellenherde sind nicht gerade Beispiele für besten
Wirkungsgrad, eher "schnell" und wieviel Strom die ziehen, ist im
Haushalt fast egal, da nur kurz in Betrieb und der Anschluß gibt ja 2,2
kW und mit "Wohlwollen" etwas mehr her.
mfg
Christian S. schrieb:> Die Haushalts-Mikrowellenherde sind nicht gerade Beispiele für besten> Wirkungsgrad, eher "schnell" und wieviel Strom die ziehen, ist im> Haushalt fast egal, da nur kurz in Betrieb
Ja, zur Erhitzung kleiner Mengen, wie sie typisch für einen Singel-
Haushalt sind, brauchen sie m.E. am wenigsten Energie.
Thomas R. schrieb:> Bitte alte Mikrowellen nicht weiter benutzen. Das ist> Energieverschwendung pur!>> Die damals verbauten Ferritmagnete auf den Magnetrons verlieren an Kraft> und der Wirkungsgrad sinkt dramatisch.
Und wo ist jetzt die Energie-/Umweltbilanzrechnung dazu? Ab welchem
Alter darf/soll/muss man einen Mikrowellenofen wegschmeißen (und damit
die Umwelt belasten) und stattdessen einen neuen kaufen (welcher
ebenfalls bei der Herstellung die Umwelt ziemlich belastet und eine
Menge Energie benötigt) um bei dem geringfügig besserem Wirkungsgrad
dann umwelt-/energietechnisch besser auszusteigen?
Arbeitest du in der Werbeabteilung eines Mikrowellenherstellers?
µweller schrieb:> Meine Mikrowelle, deren höchste Leistungsstufe mit 800 Watt> beschriftet ist, nimmt 1350 Watt auf.
Das ist nicht außergewöhnlich.
> Es wäre also hilfreich, eine> Mikrowelle mit weniger Leistungsaufnahme zu haben,
Das erfordert aber ein anderes Magnetron, welches nicht mehr unbedingt
Standard ist und damit teurer wird - auch weil die Elektronik eine
andere sein wird. Zudem sind kleinere Leistungen noch schlechter im
Wirkungsgrad! Dann wären wir bei 55%-60%.
> die dann zum Aufwärmen länger laufen muss.
Was den Wirkungsgrad des gesamten Prozesses weiter senkt! Eine optimale
Aufheizphase ist kurz. Ansonsten kannst du auch mit 10 Watt heizen und
kommst nur auf +5 Grad und fütterst ab dann nur noch die Verluste.
Macht Wirkungsgrad 40%-45% und damit 1.5mal mehr Energie, 30% mehr Zeit
und wahrscheinlich auch 50% mehr Kosten!
Kauf dir eine stärkere Microwelle und eine ordentliche Versorgung!
µweller schrieb:> Aufwärmen eines handelsüblichen Fertiggerichtes bei 700 Watt in 2> Minuten =>> bei 500 Watt ~ 50 Sekunden länger. Ich würde das als "endliche Zeit"> qualifizieren.
Das würde ich mal bestreiten, denn das wäre praktisch der gleiche
Verlust an Wärme obwohl fast 50% länger heizt wird. Das stimmt mal
definitiv nicht.
Realistische Werte wären z.B.:
1000W , 2min = 2000
800 W , 3min = 2400 = +20%
600 W , 5min = 3000 = +25%
400 W , 10min = 4000 = +33%
Die % sind die zusätzliche Zeit für die wachsenden Verluste.
dfIas schrieb:> Der Wirkungsgrad wird hier immer als gesetzt angesehen.> Hängt der nicht aber wesentlich von der Anpassung der "Speise" an die> Sendestufe ab?
Das wird sicherlich so sein. Das ist aber mit einem Stück Fleisch in der
Pfanne auch so, da dieses keinen vollflächigen Kontakt hat.
Um etwas Vergleichbares zu machen, stellt man eben ein Glas Wasser in
die Mikrowelle, das dürfte gut angepasst sein.
Harald W. schrieb:>> Wirkungsgrad, eher "schnell" und wieviel Strom die ziehen, ist im>> Haushalt fast egal, da nur kurz in Betrieb> Ja, zur Erhitzung kleiner Mengen, wie sie typisch für einen Singel-> Haushalt sind,
Nicht nur dort. Wenn man z.B. Dinge aus dem Gefrierschrank nimmt, kann
man diese in der Mikrowelle auftauen, bevor sie in den Kochtopf kommen -
spart Kochzeit ein.
Microwelliger schrieb:>> die dann zum Aufwärmen länger laufen muss.> Was den Wirkungsgrad des gesamten Prozesses weiter senkt! Eine optimale> Aufheizphase ist kurz.
Das ist in der Praxis anders. Ich mache z.B. einen Topf Tomatensauce und
friere drei Portionen ein, ist genau so viel Abwasch wie eine. Mit
Vollgas in den Mikrowellenofen, ist die oben verbrannt und hat in der
Mitte noch einen Eisklumpen. Kohlrouladen oder Grünkohl lassen sich
ebenfalls sehr gut einfrieren, auch da ist langsam auftauen der einzig
sinnvolle Weg. Ich hätte noch weitere Beispiele, wo viel Leistung
kontraproduktiv ist.
Microwelliger schrieb:> Realistische Werte wären z.B.:
Deine nicht. Sie sind theoretisch, aber jucken in der realen Küche
niemanden.