mein Problem werden einige wohl eher nicht kennen, nämlich dass der PC zu wenig verbraucht, aber von Anfang.
Ich nutze den meinen PC eigentlich nur für Office, Mails und bissl Internetsurfen oder mal nen YT Video schauen. Dafür brauche ich nicht die High-End-Gaming-Machine ;)
Angesichts der Stromkosten hab ich mir ein relativ sparsames System zusammengestellt, aber ich es läuft nicht stabil, wenn es nichts zu tun hat.
Wenn ich nebenher ein Video abspiele o.ä. ist alles ok, die Installation BS ist also scheinbar in Ordnung (Debian 11).
Aktuell besteht es aus einem Intel Atom MB mit integrierter Grafik und einer SSD. Dazu ein Markennetzteil, also schon was Besseres, kein Chinaböller. Problem ist, die "kleinste" im ATX Formfaktor hat 350W, (war erstaunt, dass die Palette bis 1500W reicht)...
Nur braucht mein System im Idle (ruhender Desktop oder beim Lesen von Dokumenten) gerade einmal 15W. Hab so ein Leistungsmessgerät für die Steckdose und da werden 20W angezeigt. Ziehe ich Wirkungsgrad und Eigenverbrauch (Lüfter) ab, komme ich auf die 15W.
Brauchen ATX-Netzteile eine Mindestlast? Im Datenblatt hab ich nichts gefunden.
Oder liegt es daran, dass die 12V-Rail garnicht genutzt wird?
Lastwiderstände hab ich zwar noch ein paar, aber das ist ja nicht Sinn der Sache. Bestenfalls eine herkömmliche HDD dazu einbauen, dann sind die 12V belastet, wenn auch nur wenig.
Soweit ich weiß, kann aber auch falsch sein, ist eine Spannung die Referenz und die anderen richten sich danach (wer sich auskennt weiß was ich meine).
Schau ins Datenblatt des Netzteil nach der Belastbarkeit der Rails.
Wenn da nicht explizit "0 bis" und kein Sternchentext ist, ist das genau dein Problem.
Bequiet hatte vor Jahren mal von einigen Geräte der 300er Klasse "V2" gemacht, die eben dieses Problem nicht mehr hatten, aus der Zeit gibt es auch in manchen BIOSen die Einstellung "Power Load", die halt einfach ein bissel mehr Saft zieht (schlechteres Energiemanagement).
Aber bei moderner Hardware hätte ich gedacht das es das nicht mehr gibt.
die Lösung: ein paar RGB-Leuchtstreifen. Hilft und macht die Kiste mindestens bis zu 32% schneller!
hab ich mir ein relativ sparsames System zusammengestellt,
Wenn ich nebenher ein Video abspiele
Finde den Fehler!
a) nebenher was anderes machen lassen
b) Video abspielen
Möchtest du deinen PC zum Arbeiten benutzen, oder wofür?
Wer Strom sparen will, benutzt den PC nicht fürs Videozeug. Kostet Zeit, bremst MATLAB in den Berechnungen aus und führt zu Mehrbedarf an ON-Zeit des PCs. Das Netz wird belastet, man kriegt weniger Bandbreite auf den Server, die Libraries und das Repository.
Bin letzte Woche durch die Abteilung gelaufen, weil es Probleme und Meldungen der Entwickler gab, dass sie so lange Compile-Zeiten mit Visualstudio hätten. Es sollen schnellere PCs angeschafft werden, weil die 3,5 GHz Quad-Core nicht reichen. Und was sehe ich:
3 von 5 Entwicklern (die Inder) haben nebenher die Live-Übertragungen von Kricket, Baseball und Hockey geschaut. D.h. man programmiert 30min eine Änderung rein, lässt dann 20min lang VisualStudio das NuGet bauen und guckt dabei entspannt, Bananeessend die indische Kricket-Liga. Die beiden anderen Entwickler hatten Internetradio laufen bzw schauten Youtube-Videos, wenn "sie gerade nichts machen konnten, weil der PC compiliert".
Nach einem kleinen Hinweis an die IT waren diese livestreams dann nicht mehr zugänglich. Ergebnis: VS compiliert mit mehr CPU Power und hat weniger Belastung des Servers beim Zugriff auf LIBs. Damit dauert ein Package nur noch 12-15min, die die Entwickler nun dazu nutzen, um ihre SW besser zu dokumentieren. Tasktracker wurde entsprechend aufgesetzt.
Also die schon erwähnte PicoPSU sollte es tun wenn es an zu geringer Last liegt.
Aber ich vermute es ist eher ein anderes Problem. Evtl. kannst du die eine PicoPSU mal leihen zum testen?
Problem ist, die "kleinste" im ATX Formfaktor hat 350W,
(war erstaunt, dass die Palette bis 1500W reicht)...
Chinesische 1500 Watt. Heisst: für wenige Millisekunden, nur in besonders kühler Umgebung und mit beliebig instabiler Ausgangsspannung. Dass der Computer damit noch läuft, verspricht dir niemand.
Nur braucht mein System im Idle (ruhender Desktop oder beim Lesen von
Dokumenten) gerade einmal 15W.
Das ist bei Büro PC ganz normal (nicht speziell wenig), sollte ohne Probleme gehen. Vielleicht kannst du das Netzteil zurück geben.
Was ist denn genau das Problem bzw. welche Symptome treten auf?
Meistens ein Reboot (warm), d.h. aus dem RAM gehen keine Inhalte verloren, ich kann normal weiterarbeiten.
Ich werde mal eine "herkömmliche" HDD dazu einbauen, da hab ich eh noch welche rumliegen und mehr Speicher schadet nie ;)
Beleuchtung würd nichts bringen, das Gehäuse ist geschlossen. Ist aber auch nicht mein Fall, brauche das nicht.
Hab mal gegoogelt, es gibt tatsächlich ATX-Netzteile ohne Mindestlast, für den Industriebedarf, aber bei den Preisen sollte man sich lieber vorher hinsetzen ;/
Oder liegt es daran, dass die 12V-Rail garnicht genutzt wird?
Das ist unwahrscheinlich, praktisch jedes auch nur mäßig aktuelle Mainboard versorgt sich in erster Linie aus der 12V-Schiene. Die individuell benötigten Spannungen erzeugt es daraus selbst mit Onboard-Schaltreglern.
Die Zeit, wo ein Mainboard im wesentlichen mit 5V oder auch mit 3.3V versorgt wurde, sind schon sehr lange vorbei.
Der 5V-Zweig dient eigentlich nur noch der Speisung der USB-Buchsen, der PCIe-Bus (sofern auf Deinem Board Steckplätze dafür vorhanden sind) beispielsweise wird nur mit 3.3V und 12V versorgt. USB-Karten für PCIe haben deswegen entweder einen Schaltregler oder einen zusätzlichen Stromversorgungsanschluss, der separat mit dem Netzteil zu verbinden ist (wahlweise über den "alten" Festplattenanschluss oder über einen SATA-Stromvervorgungsanschluss).
hab ich mir ein relativ sparsames System zusammengestellt,
Wenn ich nebenher ein Video abspiele
Finde den Fehler!
a) nebenher was anderes machen lassen
b) Video abspielen
Möchtest du deinen PC zum Arbeiten benutzen, oder wofür?
Wer Strom sparen will, benutzt den PC nicht fürs Videozeug. Kostet Zeit,
bremst MATLAB in den Berechnungen aus und führt zu Mehrbedarf an ON-Zeit
des PCs. Das Netz wird belastet, man kriegt weniger Bandbreite auf den
Server, die Libraries und das Repository.
Brauchen ATX-Netzteile eine Mindestlast? Im Datenblatt hab ich nichts
gefunden.
Oder liegt es daran, dass die 12V-Rail garnicht genutzt wird?
Lastwiderstände hab ich zwar noch ein paar, aber das ist ja nicht Sinn
der Sache. Bestenfalls eine herkömmliche HDD dazu einbauen, dann sind
die 12V belastet, wenn auch nur wenig.
Soweit ich weiß, kann aber auch falsch sein, ist eine Spannung die
Referenz und die anderen richten sich danach (wer sich auskennt weiß was
ich meine).
Irgendwelche Ideen?
Danke schonmal!
Mein NAS mit dem leistungsmäßig kleinsten ATX BeQuiet Netzteil verbraucht nur ca. 16 Watt, auch an der Steckdose gemessen. Das kommt mit Verlusten auch ziemlich genau hin mit allen Verbrauchern bei mir. Tut mir Leid dass ich außer nem Negativbeispiel nicht viel beitragen kann.
Das ist unwahrscheinlich, praktisch jedes auch nur mäßig aktuelle
Mainboard versorgt sich in erster Linie aus der 12V-Schiene.
Da hast Du Recht, nur das Board ist schon älter, kann auch nur 32bit, daher hab ich auch Debian, denn Ubuntu unterstützt keine 32bit Architektur mehr :(
Jeder einigermaßen anständig konfigurierte PC braucht im idle-Zustand weniger als deine o.a 15 Watt, auch mit aktuellen Hochleistungsprozessoren mit dutzenden Kernen. Und jedes normale Netzteil hat damit überhaupt kein Problem.
Meistens ein Reboot (warm), d.h. aus dem RAM gehen keine Inhalte
verloren, ich kann normal weiterarbeiten.
?????
Wie soll das denn gehen? Beim Reboot wird das OS neu geladen. Alle vorher laufenden Programme müssen neu gestartet werden. Nicht gespeicherte Änderungen gehen ganz sicher verloren.
Meistens ein Reboot (warm), d.h. aus dem RAM gehen keine Inhalte
verloren, ich kann normal weiterarbeiten.
?????
Wie soll das denn gehen? Beim Reboot wird das OS neu geladen. Alle
vorher laufenden Programme müssen neu gestartet werden. Nicht
gespeicherte Änderungen gehen ganz sicher verloren.
Screensaver ;) Oder Wackelkontakt am Monitorkabel. Mein Monitor würde in solchen Fällen ein paar Sekunden zum "booten" brauchen.
Meistens ein Reboot (warm), d.h. aus dem RAM gehen keine Inhalte
verloren, ich kann normal weiterarbeiten.
?????
Wie soll das denn gehen? Beim Reboot wird das OS neu geladen. Alle
vorher laufenden Programme müssen neu gestartet werden. Nicht
gespeicherte Änderungen gehen ganz sicher verloren.
Er meint sicherlich den "Power Save" Mode. Da werden ja die aktuellen RAM- und Register-Daten in ein Pagefile geschrieben und beim Restart geht es dann genau da weiter wo man aufgehört hat inkl. geöffneter Programme. Der Rechner ist dann aus. warm-reboot ist da schon der richtige Begriff für.
Mir fehlt allerdings die Vorstellungskraft, wie das Netzteil den Wechsel in diesen Modus auslösen kann. Und wenn es den Rechner lange genug versorgen kann, bis alles ins Pagefile ausgelagert ist, warum dann überhaupt die Abschaltung?
hab ich mir ein relativ sparsames System zusammengestellt
Da vermute ich doch eher, dass er Windows auf extrem aggressives Energiesparen konfiguriert hat, so das es absichtlich bei ein paar Minuten Inaktivität in den "Power Save" Mode wechselt.
Mir fehlt allerdings die Vorstellungskraft, wie das Netzteil den Wechsel
in diesen Modus auslösen kann.
Kann ein Netzteil auch nicht.
Es gibt übrigens zwei dieser Modi - was Rene als "Power Save" bezeichnet, heißt /suspend to disk/ bzw. bei Windows "Ruhezustand".
Da wird der Systemzustand in einer Datei namens hiberfil.sys gespeichert und beim nächsten Einschalten bootet der PC und lädt den Systemzustand aus dieser Datei. Das dauert je nach Geschwindigkeit der Festplatte/SSD mehrere Sekunden.
Daneben gibt es aber auch noch /suspend to ram/. Dort wird lediglich der Prozessor schlafengelegt, das RAM aber weiter mit Strom versorgt. Unter Windows heißt das "Energiesparmodus" oder auch "Standby".
Beim Wiederaufwachen ist der PC deutlich schneller wieder aktiv als beim "Ruhezustand". Geht aber während des "Energiesparmodus" die Stromversorgung verloren, gehen alle nicht auf der Fesptlatte/SSD gespeicherten Daten verloren und der Effekt entspricht einem Druck auf den Resetknopf.
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Allerdings: Nichts von dem trifft hier zu, denn auf dem nach wie vor geheimen alten 32-Bit-PC läuft ein Linux, das all' diese Dinge nicht ohne Aufforderung macht.
Vielleicht hat ja auch nur das (völlig überdimensionierte) Netzteil einen Hau weg.
Daneben gibt es aber auch noch /suspend to ram/. Dort wird lediglich der
Prozessor schlafengelegt, das RAM aber weiter mit Strom versorgt. Unter
Windows heißt das "Energiesparmodus" oder auch "Standby".
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Allerdings: Nichts von dem trifft hier zu, denn auf dem nach wie vor
geheimen alten 32-Bit-PC läuft ein Linux, das all' diese Dinge nicht
ohne Aufforderung macht.
Da ist nix geheim (s.u.) und der TE kann "Standby" in der Energieverwaltung mit einem Click aktivieren/einstellen. Laufende Programme können via IPC kundtun, daß man auf sie Rücksicht nehmen möge. VLC, Firefox bei Videowiedergabe usw. tun IMHO genau dies. Wäre ja auch blöd, wenn die Wiedergabe von Video oder Stream durch "Standby" beendet würde.
Unten folgendes beschreibt eigentlich genau diesen Vorgang:
Angesichts der Stromkosten hab ich mir ein relativ sparsames System
zusammengestellt, aber ich es läuft nicht stabil, wenn es nichts zu tun
hat.
Wenn ich nebenher ein Video abspiele o.ä. ist alles ok, die Installation
BS ist also scheinbar in Ordnung (Debian 11).
nur das Board ist schon älter, kann auch nur 32bit
Also noch aus XP-Zeiten, etwa 20 Jahre alt. Die waren aber nicht gerade sparsam.
Was ist denn so unsäglich schwer daran, mal die genaue Bezeichnung des MoBo abzulesen?
Wurde ja schon mehrfach nachgefragt.
Allerdings: Nichts von dem trifft hier zu, denn auf dem nach wie vor
geheimen alten 32-Bit-PC läuft ein Linux, das all' diese Dinge nicht
ohne Aufforderung macht.
Je nach Konfiguration kann es das natürlich auch ohne Aufforderung tun.
Da ist nix geheim (s.u.) und der TE kann "Standby" in der
Energieverwaltung mit einem Click aktivieren/einstellen. Laufende
Programme können via IPC kundtun, daß man auf sie Rücksicht nehmen möge.
VLC, Firefox bei Videowiedergabe usw. tun IMHO genau dies. Wäre ja auch
blöd, wenn die Wiedergabe von Video oder Stream durch "Standby" beendet
würde.
Vielen Dank, das war die Lösung!
Energiespareinstellungen alles auf "aus" und jetzt keine Probleme mehr!
(Manchmal sitzt das Problem eben doch /vor/ dem Bildschirm ;)
Doch. Das verwendete Board ist nicht genannt worden, trotz mehrfacher
Nachfrage.
Intel Atom D525 @ 1.8GHz, dual-core w/Hyper-Threading Technology
Integrated Intel GMA 3150 graphics, VGA and LVDS-OUT Supports up to 4GB
RAM (DDR3).
Drei genau dieser Boards laufen hier seit Jahren stabil in je zwei Maschinen (LinuxCNC) und einem Server - alle mit PicoPSU. Nur noch saubere 12V dran - fertig.
Was das "überdimensionierte" NT betrifft: Ich wollte gerne beim ATX
Format bleiben und das kleinste hat nunmal 350W.
Tja, das ist dann halt sehr ineffizient. Aber so eine alte Möhre wie der D525 ist auch ineffizient; einen Computer mit vergleichbarer oder eher höherer Rechenleistung kann man auch mit deutlich weniger Leistung betreiben. Und der würde einen auch nicht dazu zwingen, eine 32-Bit-Version eines Betriebssystems zu verwenden - schon einer der allerersten NUCs von Intel (mit Celeron N2830) war etwas schneller als der D525, und die komplette Kiste konnte man mit einem einfachen 12V-Steckernetzteil betreiben. Bestücken konnte man 8 GB RAM, die mit einem 64-Bit-Betriebssystem auch genutzt werden konnten. Und so ein Ding verbraucht dann primärseitig gemessen < 10 Watt.
Stand der Technik ist das auch nicht, das Ding kam vor 9 Jahren raus.