Wer repariert mein Oszilloskop?

OP #439643
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Liebe Mitbastler,

gestern war kein guter Tag für mich, denn main Oszi ist hin. Hab mich 
auch blöd angestellt: mit ner Spule gearbeitet und wahrscheinlich durch 
eine unabsichtlich getrennte Verbindung Spannungsspitzen 'reinbekommen. 
Es ist ein Hameg 203-5 20MHz analog-2-Strahl-Oszi, ich schätze mal so 20 
Jahre alt.

Ich hänge sehr an dem Teil, habe auch alle Unterlagen, also für alle 4 
enthaltenen Platinen habe ich Bestückungs- und Schaltpläne. Das Gerät 
sieht innen sehr ordentlich, überschaubar und auch nicht so furchtbar 
hochintegriert aus. Die Röhre ist wahrscheinlich auch noch ganz, denn 
beim Einschalten zeigt sich ein Punkt in der Bildschirmmitte - nur daß 
der sich weder in x- noch in y-Richtung bewegt.

Ob der Hersteller sich für so ein altes Gerät interessiert, bezweifle 
ich; außerdem zahle ich dann wahrscheinlich 90% Marketing-Luftblasen und 
nur 10% an den Techniker, der es evtl. repariert.

Daher die Frage: Wer kennt sich gut aus, (vorzugsweise, aber nicht 
zwangsläufig aus Berlin) und hat Zeit und Lust zur Reparatur? Wenn er 
wieder geht, wär mir das 50 Euro wert..?

Unterlagen als pdf kann ich versenden, bitte bei Interesse melden bei

c.pietsch at web.de
Persönliche Seite #439664
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Hallo,

wenn du die Schaltpläne hast, ist es doch nicht so schwierig, hab meines 
auch selbst retariert (als Elektronikanfänger).
Schau erst mal ob alle Spannungen vorhanden sind, gibt einen Stecker auf 
der Hauptplatine wo man die schön abgreiffen kann (Achtung bei der 
Hochspannung, nicht dass dein Multimeter auch noch kaputt geht).
Wenn da alles passt, würde ich mir die X, Y Ablenkansteuerung ansehn und 
so weiter....

Viel Erfolg,
Christian
Gast #439908
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Der 2kV-Zweig liefert so gut wie keinen Strom. Bekommst zwar ordentlich 
eine gewischt, das wars dann aber auch. Lebensgefahr besteht da i. d. R. 
keine, dennoch sollte man natürlich vorsichtig sein und im Zweifelsfall 
nur FAchleute dran lassen.
Gast #440144
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Um mal wieder aufs Thema zurückzukommen: Schon mal bei Hameg direkt 
probiert? Ein Nachbar von mir, der eine Firma für Medizinelektronik hat, 
erzählte mal, daß Hameg nicht nur einen überraschend guten, sondern auch 
preisgünstigen Service hätte, auch bei älteren Geräten und ggf. zu einem 
Pauschalpreis. Ist zwar nur aus ein Tip aus zweiter Hand, aber 
vielleicht hilft's ja.
Gast #440250
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Hi!
Selbermachen! Da lernst du auch was dabei. Auf der 230V Seite mit dem 
notwendigen Respekt und die 2KV sind eigentlich gut zu sehen(dick 
isoliertes Kabel mit breitem Kragen). So um die 1000V dümpeln an der 
Röhre auch noch rum. Also einfach schön aufpassen, dann wird das schon.
Hameg hat übrigens wirklich einen guten Service, als ich Unterlagen für 
einen HM207 brauchte kamen die umgehend als Email.

Viel Erfolg, Uwe
Persönliche Seite #440306
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Hameg Österreich ist da nicht so super,
Hab für mein 203-6 um Unterlagen begeten, mit der Antwort, dass es für 
so alte Geräte nix mehr gibt.
In den Schaltplänen stehen viele Testpunkte drinnen, einfach mal der 
Reihe nach durcharbeiten.
Steck das Oszi am besten an einen Trenntrafo, dann sind die 230V auch 
schon nur mehr halb so gefährlich und wenn du nur mit einer Hand in das 
Ding greifst, kann dir theoretisch nix passieren.

Viel Erfolg,
Christian
Gast #440383
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Hallo Ihr Kenner,

wenn es nicht so traurig wäre, könnte ich über die göttliche Unkenntnis, 
die aus einigen Beiträgen spricht, echt lachen. Ja klar, die 2kV brechen 
sehr schnell zusammen, nur steckt beim älteren Scopes wie dem Hameg 203 
noch kein leistungsbegrenzender Wandler dahinter bzw. davor, sondern 
eine 480V-Trafowicklung, die auch mal locker und hinreichend dauerhaft 
die 30mA liefert, die unsereinem glatt den Atem stocken lassen... und 
der 10k Serien-R in der Leitung hält dann mit Sicherheit länger durch 
als ein Personenschutz-FI-Schalter.

Kurzum, die Meinung dass i.d.R. keine Lebensgefahr besteht und es nicht 
mehr als Fingerverbrutzeln wird, teile ich definitiv nicht, ebenso wenig 
stimme ich zu, dass die Hochspannung schön ordentlich mit dick 
isoliertem Kabel und breitem Kragen abseits vom Rest geführt wird - nee, 
die liegt voll auf der Platinen mit dem Röhrensockel. Eine Oszi-Röhre 
ist eben keine Fernseh-Bildröhre.

Eher gehe da noch ohne Trenntrafo für die 230VAC dran. Die waren bei 
allen Oszis, die ich bisher von innen gesehen habe, eh immer ordentlich 
isoliert. Und selbst wenn nicht, sind das nur eine Handvoll Anschlüsse, 
die ich auch kurz nachträglich mit gutem Iso-Band umwickeln kann.

Nachtrag an X. H.: Sobald kein Trafo mit klar einzugrenzendem 
Primärstromkreis, sondern ein Schaltnetzteil im Spiel ist, gehe ich ohne 
Trenntrafo nicht mehr dabei. Die 20 oder Euro, je nach Leistung, sind 
mir mein Leben allemal wert.

Gruß Johannes
Gast #440480
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Hallo,

vorweg: ich kenne den Hameg nicht...

Der Strahl steht einfach nur in der Mitte rum und lässt sich durch 
nichts beeinflussen? Auch nicht mit x/y-Verschiebung usw.?

Ist zumindest dann ein seltsames Fehlerbild, wenn es so zustande 
gekommen ist, wie Du schreibst.
Danach würde ich eine abgeschossene Eingangsstufe tippen. Dann wäre es 
aber wohl eher so, daß y-Ablenkung nicht ginge und der Strahl in der 
Mitte bleibt, weil nicht gtriggert wird. Die Lage-Verschiebung sollte 
dann aber gehen und wenn es bei dem Teil einen Auto-Mode o.ä. gibt, 
sollte er eigentlich auch seinen Strich schreiben.

Gruß aus Berlin
Michael
(Firma: Nisch-Aufzüge) Persönliche Seite #440813
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Kann es sein das die kompletten Ablenverstärker ne eigen Stromversorgung 
haben (unabhängig von hochspannun und fokusierung). Währe nicht unsinnig 
ne saubere raucharme Sspannung für die messverstärker, unbelastet von 
hohen Leistungen, dann würde ich die und ihre eventuell vorhandene 
Sichererung mal näher untersuchen. ;-)

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