Also auch, wenn ich das linkeste Beispiel für etwas ungeschickt halte
und so nicht machen würde, so extrem sehe ich es nicht. Es gibt immer
tausend Dinge, die man beachten muss und man muss immer irgendwo
Kompromisse machen. Und ein Kondensator so angebracht, ist immer noch
viel besser, als gar keiner.
Leider ist dies ein Bereich, wo man keine einfachen klaren Aussagen
machen kann, man muss vielmehr ein Gefühl dafür bekommen. Und das
bekommt man, wenn man sich mal mit dem Oszi hinsetzt, und ein paar
Experimente macht.
Der Blocker soll ja Stromspitzen auffangen, die z.B. beim Schalten von
Ausgängen entstehen. Also könnte man mal einen AVR so programmieren,
dass alle Ausgänge gleichzeitig getoggelt werden, diese dann möglichst
noch kapazitiv belasten und dann mal den Ripple auf der Versorgung mit
einem Oszi messen.
Das Wichtigste ist vor allem Niederohmigkeit: Der Kondensator muss
niederohmig angeschlossen werden. Niederohmig heißt auch induktionsarm,
weil bei Spannungsprüngen diese dann "hochohmig" werden.
Es kommt auch immer drauf an, ob man nur Digital-Elektronik auf der
Platine hat oder ob da auch noch Analog drauf ist.
Viel Anregung gibt es in Büchern über EMV-gerechtes Gerätedesign.
Winfried