Hallo,
Habe mich in letzter Zeit mit dem Thema BLDC wickeln beschäftigt, und
frage mich immer wieso mein kleiner BLDC schon bei im Verhältnis
geringen Leistungen abraucht während Tesla aus zwei Motoren die noch
nicht mal besonders groß sind ohne Probleme 460Ps kriegt?
Die Formel 1 geht noch weiter und hat einen Motor hervorgebracht der aus
28kG über 200 Ps schöpft. Können die alle zaubern oder stelle ich mich
mit meinen Motoren nur wahnsinnig blöd an? Ich meine sicherlich ist
meiner ein Direktläufer und dreht nicht bis 17.000 U/Min, aber trotzdem,
wie machen die das mit diesen irren Leistungen?
Sirius schrieb:> Hallo,>> Habe mich in letzter Zeit mit dem Thema BLDC wickeln beschäftigt, und> frage mich immer wieso mein kleiner BLDC schon bei im Verhältnis> geringen Leistungen abraucht während Tesla aus zwei Motoren die noch> nicht mal besonders groß sind ohne Probleme 460Ps kriegt?> Die Formel 1 geht noch weiter und hat einen Motor hervorgebracht der aus> 28kG über 200 Ps schöpft. Können die alle zaubern oder stelle ich mich> mit meinen Motoren nur wahnsinnig blöd an? Ich meine sicherlich ist> meiner ein Direktläufer und dreht nicht bis 17.000 U/Min, aber trotzdem,> wie machen die das mit diesen irren Leistungen?
Wenn du das mit einem Benziner vergleichst, musst das schiefgehen.
E-Motoren haben nun einmal von Haus aus eine höhere Leistungsdichte.
Außerdem wäre da noch der höhere Wirkungsgrad und Kühlaufwand:
Benziner: 30% (mit viel Glück!)
Elektro: 98% (bei 100kW schon drin)
Wenn man 100kW hat, hat man:
Benziner: 333kW Abwärme
Elektro: 2kW Abwärme
Mal locker Faktor 150. 2kW kühlen sich natürlich leichter als über 300
;-)
>Elektro: 98% (bei 100kW schon drin)
Dann ist es ein Motor der maximal bei 2% seines Blockierdrehmomentes
betrieben wird. Seine maximale Leistung hat er dann bei 50% Moment, also
2500kW.
Hmm schrieb:> Benziner: 30% (mit viel Glück!)> Elektro: 98% (bei 100kW schon drin)>> Wenn man 100kW hat, hat man:> Benziner: 333kW Abwärme> Elektro: 2kW Abwärme
Aua!
Das Prozentrechnen musst Du wohl noch ein bisschen üben...
Kann man denn nicht einen Motor auch so wickeln dass er weniger
Windungen hat und dafür dickeren Draht, dann müsste er doch mehr Strom
können?
Die durch weniger Windugen verlorenen Leistung müsste sich doch durch
mehr Spannung wieder ausgleichen lassen oder?
Sirius schrieb:> Kann man denn nicht einen Motor auch so wickeln dass er weniger> Windungen hat und dafür dickeren Draht, dann müsste er doch mehr Strom> können?> Die durch weniger Windugen verlorenen Leistung müsste sich doch durch> mehr Spannung wieder ausgleichen lassen oder?
Nein; Stichwort Skin Effekt und viele weitere Effekte.
>Kann man denn nicht einen Motor ..
Anstatt einem 12V/10A, 120W Motor hast Du dann einen 6V/20A, 120W Motor.
Dann kannst Du aber gleich Deinen 12V Motor mit 24V betreiben :)
Wichtig halt: Der Strom darf nicht größer als der Maximalstrom werden,
sonst wird der Motor entmagnetisiert.
Bei den Modellbaumotoren ist halt auch viel Zahlentrickserei dabei.
Selten ist ne vernünftige Kennlinie im Datenblatt. Schaut doch einfach
mal die BLDC Motoren von Maxon an. Die tricksen nicht und verstehen ihr
Handwerk.
Ich meine ... ich habe auch einen 120Watt PC Lautsprecher für 10Mark
hier (5€). Mit 2Watt Netzteil.
Die "Menge" (Vs) des Magnetfeldes in Motoren ist entscheidend für die
elektrische Arbeit (Ws) die während eines Durchlaufs durch das
Magnetfeld erzeugt werden kann.
Beim BLDC ist es die hohe Drehzahl zusammen mit der meist hohen
Polezahl,dass solch hohe Leistung erzeugt werden kann. (Also die hohe
Wechselfrequenz in den Läufer- oder Statorpolen)
In der Flugzeugtechnik kann ein 400Hz-Motor das Achtfache an Leistung
erzeugen als der gleiche Motor bei 50Hz. Bei Trafos erhält man die
gleiche Zahl. Bei BLDCS kommt man die kHzen.
Dazu kommt auch, dass man Unterschied zwischen einer Dauerleistung
(meist durch Kühlung begrenzt) und einer Kurzzeitleistung (ohne
Rücksicht auf Erhitzung )beachten muss.
Selbst bei Formel-1-Motoren sind die Leistungen nur scheinbar so hoch.
Die gibts nur für wenige Sekunden an der Obergrenze.
Also kurzm die Windungszahl gleich lassen oder noch leicht erhöhen und
dafür mehr Drahtstränge rein wickeln, müsste sich bei dem Chinesenmotor
machen lassen, die hälfte vom Innenleben besteht nur aus Luft und der
Stator ist auch nicht wirklich voll.
Die mechanische Leistung ergibt sich annähernd aus dem Drehmoment
multipliziert mit der Drehzahl. Das Drehmoment kommt vereinfacht
gesprochen aus den Feldstärken von Stator und Rotor. Dynamobleche haben
eine Sättigungsflussdichte von 1,2 bis 1,5 Tesla. Und der magnetische
Fluss berechnet sich aus dem Produkt von Flussdichte und der Fläche,
durch die der Fluss geht. Da wird der Anker entweder sehr groß (und
schwer) oder man kommt schnell an die Grenze. Früher waren auch die
Magnete entweder schwach oder sehr groß. Das hat sich mit den
Neodymmagneten extrem verbessert und so konnte da Gewicht und Volumen
gespart werden. Modellflugzeuge hatten noch vor wenigen Jahren
Benzinmotoren, da man nur damit genügend Leistung bei halbwegs geringem
Gewicht bekommen konnte. Elektromotoren waren bei gleicher Leistung viel
schwerer. Das hat sich - hauptsächlich durch die neuen Magnetmaterialien
geändert.
Und sonst kann man die Leistung auch durch Erhöhung der Drehzahl
steigern. Aber für manche Anwendungen machen hohe Drehzahlen wenig Sinn
und wenn man dann ein Getriebe benötigt, um in den benötigten
Drehzahlbereich zu kommen, ist die Gewichts- und Platzersparnis schnell
weg.
Also ist die Frage wann der Stator sättigt. Ist klar, wenn dessen
Magenetische Leitkapazität erreicht ist geht nix mehr: wie berechnet man
das?
Bei meinem Motor ist das Problem dass der den Berg schon hoch kommt, nur
dann ist die Wicklung hin... Also dürfte die nicht Stromfest genug sein?
Sirius schrieb:> während Tesla aus zwei Motoren die noch> nicht mal besonders groß sind ohne Probleme 460Ps kriegt?
Ein Tesla S 100D hat ca. 770PS. Was eine im Fahrzeugschein eingetragene
Dauerleistung von 87kW ergibt, für beide Motore zusammen.
Oliver
Oliver S. schrieb:> Ein Tesla S 100D hat ca. 770PS. Was eine im Fahrzeugschein eingetragene> Dauerleistung von 87kW ergibt, für beide Motore zusammen.
Pferdestärken gehören in den Stall und nicht in die Technik.
Überlass die PS den Berufslügnern (Werbeleuten) oder den Dummen, die
noch immer nichts von kW gehört haben wollen oder gar haben.
Peter R. schrieb:> Pferdestärken gehören in den Stall und nicht in die Technik.>> Überlass die PS den Berufslügnern (Werbeleuten) oder den Dummen, die> noch immer nichts von kW gehört haben wollen oder gar haben.
PS ist eine historisch entstandene Maßeinheit, wie Fuß, Pfund oder
Gallonen.
viele Leute verwechseln auch gerne
maximale elektrische Leistungsaufnahme
mit
dauerhaft möglicher mechanischen Leistungsabgabe.
(besonders bei chinesischen Hobby BLDCs ist das gern genommen)
und im oberen Grenzbereich ist nix mehr mit 98% Effizienz,
da reden wir auch bei BLDCs von vielleicht 50-60% wenn man denn Glück
hat.
Steuerung von BLDCs ist ebenfalls von Bedeutung,
timing der Kommutation, block oder sinus etcetera und pp..
Das kann schon n Unterschied von 15-20% der mechanischen Leistung
ausmachen.
nimmt man Permanentmagnete ist natürlich jeder einzelne Magnet selbst
auch ein wichtiger Faktor.
immerhin ist das Magnetfeld gegen welches sich der Rotor stemmt
massgeblich für das Drehmoment verantwortlich;
und ohne Drehmoment hat man auch keine Leistung.
Nimmt man hochdichte Neodymmagnete muss man die Temperatur schwer im
Auge behalten,
die können ihre CurieTemperatur schon bei 80°C haben,
nimmt man Ferromagnete hat man zwar weniger Drehmoment vergleichsweise
aber kann den Motor ggf auch noch bei fast 300°C betreiben (sofern der
Verguss das aushält... (also epoxy, drahtlack etc)
Kurz.. man kann daheim ne Menge erreichen,
und mit selbstgewickelten BLDCs die Leistung und Qualität von gekauften
durchaus übertreffen, aber das ist nicht trivial,
es braucht ein bisschen "Trial and error", etwas Geschick und noch mehr
Geduld.
Vor Urzeiten gab's ein schönes Video auf yt
(leider keinen Link :()
der Typ hat seinen Hobby BLDC (ich sag mal 6050 oder so)
von Hand gewickelt mit einer Passion und Symmetrie die clickspring-esque
gewesen ist.
jede Wicklung jeder Phase wurde so exakt gelegt als wolle er eine
Uhrmachermeisterprüfung ablegen;
die Magnete wurden alle gemessen und gematched dass nicht zwei auch nur
ein mT voneinander abwichen usw..
es war nur ein YT-Vorschlag und ich hab nicht wirklich wert darauf
gelegt;
also hab ich die meisten Details verdrän (daher kein link)
Aber soweit ich mich erinnere hat er die Leistung damit nahezu
verdoppelt (ggü dem gekauften BLDC in dessen case und ich meine auf
dessen stator er wickelte.. ja war ein outrunner glaub ich \bartkratz\
ja fast sicher...)
'sid
Sirius schrieb:
[...]
> Bei meinem Motor ist das Problem dass der den Berg schon hoch kommt, nur> dann ist die Wicklung hin... Also dürfte die nicht Stromfest genug sein?
wie "hin"?
Wicklungsschluss zw. Windungen? -> ist das Packet vergossen/verklebt?
Wicklungsschluss zum Stator? -> welche Isolation? Verarbeitungsqualität?
Komplett abgebrannte Windungen, oder nur teilweise verschmort?
Temperaturfestigkeit des Isolationslacks der Einzellitzen?
Wie warm war dein Motor nach der Aktion?
gibt es ein Datenblatt oder eine Typenbezeichung?
hast du schon einmal (von irgend einem Motor) eine Motorkennlinie
aufgenommen?
wie vielen Windungen mit welchem Querschnitt in welcher Konfiguration
sind auf deinem Defekten Motor?
Welche technischen Hilfsmittel stehen dir zur Verfügung?
Motür schrieb:> Anstatt einem 12V/10A, 120W Motor hast Du dann einen 6V/20A, 120W Motor.
Wichtig halt:
Maximalstrom der die Magnete entmagnetisiert.
Maximalstrom bei dem die Eisenkerne in die Sättigung gehen.
Könntest natürlich die Windungszahl vierteln, mußt aber dann den
vierfachen Querschnitt mit HF-tauglicher Litze wickeln. Du hättest dann
theoretisch 1/16 an Induktivität und kannst die Drehzahl erhöhen. Hast
aber dann einen 48V/40A Motor. Du hast aber dann einen schlechten
cos(phi) des Motors zu berücksichtigen, dh eine nicht unerhebliche
Blindleistung. Die Ansteuerschaltung und die Zuleitung muss dann aber
auch HF-Litze werden. Im Ergebnis viel Aufwand und schlechter
Wirkungsgrad.
Nebenbei halten die Wicklungen nicht lange wegen der Fliehkräfte. Es
gibt zwar hier auch noch spezielle Materialen zum verkleben und
umhüllen, aber wird dann sehr teuer (auch noch in Massenproduktion).
Sirius schrieb:> Bei meinem Motor ist das Problem dass der den Berg schon hoch kommt, nur> dann ist die Wicklung hin... Also dürfte die nicht Stromfest genug sein?
Wenn die Wicklung kaputt geht, ist das meist erstmal ein Problem mit der
Temperatur.
Wolfgang schrieb:> Wenn die Wicklung kaputt geht, ist das meist erstmal ein Problem mit der> Temperatur.
Glaube eher in dem Fall liegt es an der Kondition. Wenn der Motor statt
50% eher 95% Tretunterstützung leisten muss bergauf.
Die Gründe sind diese hier, von maßgeblich hin zu ferner:
-hoffnungsloses Überziehen der "Nenn"drehzahl, z.B. Faktor 5 oder 10.
-Leistungsangabe stimmt gar nicht mit Dauerbetrieb überein
-WaKü (Auto, z.B. Hybrid), oder extreme Luftkühlung(Modellbau)
-tatsächliche Verbesserungen wie hoher Kupferanteil und -Füllgrad
Ich kann in diesem Zusammenhang nur immer auf einen vorhandenen Papst
ECA 7032 blicken, dieser wäre mit seinen 90mm Durchmesser im Modellbau
ein wahres Monster. leider hat er nur 315W Dauerleistung. Ich wüsste
kaum, was man dort KONSTRUKTIV verbessern könnte, das ihn auch nur auf
über z.B. 500W brächte. Modellbau-Motoren dieser Größe haben angeblich
z.B. 12KW...
Dieter (Gast) schrieb:
>Nebenbei halten die Wicklungen nicht lange wegen der Fliehkräfte. Es
Und ich dachte, wir reden hier von BLDC-Motoren, bei denen üblicherweise
die Wicklungen auf dem Stator sind ...
Dieter schrieb:> Könntest natürlich die Windungszahl vierteln, mußt aber dann den> vierfachen Querschnitt mit HF-tauglicher Litze wickeln. Du hättest dann> theoretisch 1/16 an Induktivität und kannst die Drehzahl erhöhen. Hast> aber dann einen 48V/40A Motor. Du hast aber dann einen schlechten> cos(phi) des Motors zu berücksichtigen, dh eine nicht unerhebliche> Blindleistung. Die Ansteuerschaltung und die Zuleitung muss dann aber> auch HF-Litze werden. Im Ergebnis viel Aufwand und schlechter> Wirkungsgrad.>> Nebenbei halten die Wicklungen nicht lange wegen der Fliehkräfte. Es> gibt zwar hier auch noch spezielle Materialen zum verkleben und> umhüllen, aber wird dann sehr teuer (auch noch in Massenproduktion).
Die Wicklung steht bei dem Motor still, sie liegt in der Mitte darum
dreht sich died Felge die auch gleichzeitig die Magente enthällt. DIe
Drehzahl von dem Motor kann ich nicht anheben, da der keine untersetzung
hat sondern als direktläufer direkt mit dem Rad verbunden ist. EIne
Drehzahlerhöhung würde also auch immer eine Geschwindigkeitserhöhung
bedeuten, aber weniger Drehmoment, das ist schlecht.
Meine Idee ist jetzt, die STränge des Motors einzeln zu wickeln, also
quasi einen Draht mit 0,85mm drauf, dann den nächsten und dann wieder
den nächsten. Ich weiß dass manche den Draht wegen Skineffekt noch
verdrillen, aber ich glaube nicht dass der Motor so schnell dreht im
Betrieb dass Skineffekte eine Rolle spielen, das ist ein ausgesprochener
Langsamläufer auch weil er direkt im Rad sitzt.
Der Vorteil der von mir erdachten Methode müsste sein, dass man den
Draht viel sauberer auf den Stator kriegt, auch wollte ich als Schutz
zwischen Stator und Draht kein billiges Plastikzeug nehmen wie es die
Chinesen machen sondern Teflonband, das ich um die Hammer des Stators
wickle. Das müsste reichen dass die Wicklung nicht kaputt geht, und ist
viel Temperaturbeständiger als Kunstoff. In der Wicklung ist jetzt noch
eine Menge Luft weil da alles kreuz und quer gewickelt ist.
Haben denn die da unten noch nie von der Gleichung Mehr Kupfer = Mehr
Leistung gehört, oder wollen oder können sie nicht?
>den nächsten. Ich weiß dass manche den Draht wegen Skineffekt noch>verdrillen, aber ich glaube nicht dass der Motor so schnell dreht im>Betrieb dass Skineffekte eine Rolle spielen, das ist ein ausgesprochener>Langsamläufer auch weil er direkt im Rad sitzt.
Es geht hier nicht um eine Frequenz, die mit der Drehzahl zusammenhängt,
sondern um die PWM-Frequenz, mit der der Motor angesteuert wird. Über
die PWM, welche üblicherweise (zumindest im Modellbaubereich) einige
(10) kHz beträgt, wird sozusagen die mittlere Spannung für den Motor
gesteuert.
Jens G. schrieb:> Und ich dachte, wir reden hier von BLDC-Motoren, bei denen üblicherweise> die Wicklungen auf dem Stator sind ...
Hatte die Unterscheidung nicht beruecksichtigt bei der Aufzaehlung.
(Sonderfall BLDC ASM oder Rotor nicht ausgeschlossen). Ein
Fliehkraftproblem gibt es mit den Magneten des Rotors allerdings auch.
@TO
Bevor Du umbaust solltest Du erstmal gruendlich analysieren, was los
ist.
War der Motor schon immer zu schwach?
Es gibt Faelle, da wurden die Motoren fuer 22/24'' Raeder in 27/28''
eingebaut und die Steuerung getrimmt.
Hast Du das Dremoment versucht zu messen?
Ob es bei 20 oder 40Nm liegt.
Was man auch messen soll waere was der Motor als Generator an
Leerlaufspannung bringt.
Um zu schauen ob Wicklungen einen Schaden haben, gibt es noch den Trick
einen Gleichstrom durchzuschicken oder Kurzschluss und zu testen, wie
schwer sich das Rad dreht. Da braucht man aber vergleiche.
Dieter schrieb:> Um zu schauen ob Wicklungen einen Schaden haben, gibt es noch den Trick> einen Gleichstrom durchzuschicken oder Kurzschluss und zu testen, wie> schwer sich das Rad dreht.
Auch da wird ein BLDC genau das Drehmoment - in diesem Fall Haltemoment
- erzeugen, wie wenn bei niedriger Frequenz die Stratorerregung durch
die sich ändernde Rotorposition gesteuert wird.
Vergiss es an dem Motor brauchst du nicht mehr testen, das Fahrzeug
lässt sich fast nicht mehr schieben, weil der Motor Kurzschluss hat. Und
ich muss es wissen, immerhin hab ich es rund 3 km nach hause geschoben,
an Kondition fehlts also nicht :-) Der Motor war für Berge schon immer
zu schwach. Zu schwach im Sinne von er kommt zwar hoch aber er erhitzt
sich eben auch wahnsinnig dabei. Da wird es aber auch nur zwei
Möglichkeiten der Abhilfe geben: Mehr Stränge an Draht reinbauen, oder
aber größeren Motor reinbauen. Größerer Motor fällt flach, der Passt da
nicht rein, höchstens vielleicht noch einer bei dem der Motor die Ganze
Felge ausfüllt, aber in der Breite dürfte da nix mehr gehen...
Das Problem was ich da hab haben wohl alle, wie bekommt man aus wenig
Motor viel Leistung... Dann kommt da noch dazu dass ich nicht wie z.B.
die Ebikes ein Getriebe hab, also mit Der Drehzahl nicht hochgehen kann.
Du brauchst Drehmoment bei kleinen Geschwindigkeiten.
Entweder einen besseren Motor, 60..80Nm (zB von Heinzmann) oder Du
ergaenzt noch einen Radnabenvorderradmotor.
Hm, wie waere es mit Velospeedern als Zusatz:
http://www.velogical-engineering.com/velogical-velospeeder---standard-fahrradmotor-nachr%C3%BCstbar.
Mit etwas besserem Drahtmaterial lassen sich noch etwas die Ohmschen
Verluste reduzieren. Mit Waermeleitkit die Abwarme besser aufs Gehause
bringen. Rechne aber nicht mit mehr als 20% langsamere Aufheizung.
Ich nehm jetzt mal den besten Draht den ich gefunden hab (0,85mm von der
Firma Block aus Deutschland) kann laut Beschreibung bei einer Stärke von
0,85mm 2 Ampere, wobei ich nicht weiß unter welchen Bedingungen. Ich hab
auch schon überlegt einen weiteren Motor vom selben Typ wie im Hinterrad
verbaut vorne einzubauen, dürfte auch vom Fahren her viel besser sein so
mit Allrad...
Auch hab ich überlegt den Motor mit Öl zu füllen, wenn es nur nicht
immer so ein Ärger wäre, das dicht zu kriegen. ATF soll dafür gut
geeignet sein, leitet Wärme immerhin 10 Mal besser wie Luft.
Ich mach mal Annahmen, weil ich Dein Radnabenmotor nicht kenne:
Durchmesser ca. 20 cm x Tiefe ca. 10 cm (über alles).
Nun denke ich dass es für ein Elektromotor in diesen Abmessungen ein
"Erfahrungsoptimum" an Drehzahl x Drehmoment aka Maximalleistung gibt,
was da möglich wäre.
Wenn nun insbesondere die Drehzahl nicht zum Geschwindigkeitsbereich von
Zweirad-Raddurchmessern passt (also 0 ... 45 km/h ; die Obergrenze ist
streitbar...) dann ist so ein Direktantrieb halt bloss eine
Kompromissammlung.
Hierbei versucht v.A. die elektronische Steuerung zwar etwas akzeptables
rauszuholen, Zaubern ist aber trotzdem nicht.
Meine Erfahrung mit E-Motoren (Permamentmagneterregte bürstenkommutierte
Klassiker & BLDCs) zeigt mir dass Optimale Grössenverhältnisse eher bei
Länge = 2x Durchmesser und Drehzahlen eher oberhalb 4-stelligen UPM
liegen.
Passt also nicht wirklich zu den getroffenen Annahmen.
Was wäre also bei einem Zweirad-Radnaben-E-Antrieb anzupassen um
"besser" zu werden?
Hauptsächlich ein Getriebe zwischenschalten, fixe Reduktion geschätzt
irgendwo zw. 2:1 ... 8:1...
Vor meinem geistigen Auge zeichnet sich eine
Planetengetriebekonstruktion ab, wobei das Sonnenrad direkt das aussen
laufende Motorgehäuse ist. Gleichzeitg sofort auch das grosse Problem:
wie ist von zuinnerst, durch Schmierfilme, die Abwärme wegzuleiten?
Sirius schrieb:Sirius schrieb:> Bei meinem Motor ist das Problem dass der den Berg schon hoch kommt, nur> dann ist die Wicklung hin... Also dürfte die nicht Stromfest genug sein?
deswegen baut man einen Temperatursensor ein und regelt bei zu hoher
Temperatur die Leistung runter
Sirius schrieb:> Das Problem was ich da hab haben wohl alle, wie bekommt man aus wenig> Motor viel Leistung...
Mit hoher Motordrehzahl, dafür einem Planetengetriebe.
Sirius schrieb:> den Motor mit Öl zu füllen
Ginge gar nicht, da viel zu viskos. Solange der Motor nicht total
abgewürgt wird, ist die innere Luftumwälzung mehr als ausreichend zur
thermischen Kopplung zum Gehäuse.
Das genannte Problem ist offensichtlich der Urschleim-Fehler der
Antriebstechnik: zu geringe Gesamtübersetzung. Sobald ein Motor
mechanisch auch nur etwas zu viel Drehmoment abverlangt wird, kommt er
nicht mehr auf Nenndrehzahl. Schon sinkt die verfügbare Wellenleistung.
Dafür steigen die Verluste mit etwas mehr als dem Quadrat des Stroms.
Leider will der Nutzer die jetzt fehlende Leistung erst recht durch mehr
Strom ersetzen...
Wenn du EFFIZIENT einen durchschnittlichen DC-/EC-Motor antreiben
willst, belaste ihn sogar nur lediglich mit 1/3 bis 2/3 seiner
Nennleistung. Darüberhinaus wird er schnell zunehmend immer mehr zur
DC-Heizung.
Das Problem ist, dass der Motor gar nicht das ganze Rad ausfüllt,
sondern nur innen drin sitzt, und mit Speichen mit dem äußeren Teil
verbunden ist. Eigentlich dürfte dieser Motor für ein Fahrzeug der Größe
schlicht zu schwach sein. Leider kann man da auch kein Getriebe
einbauen, weil es technisch nicht geht, aber man könnte den Motor gegen
einen mit Getriebe vielleicht tauschen, sowas gibts.
Sirius schrieb:> zwischen Stator und Draht kein billiges Plastikzeug nehmen wie es die> Chinesen machen sondern Teflonband, das ich um die Hammer des Stators> wickle. Das müsste reichen dass die Wicklung nicht kaputt geht, und ist
Das ist keine gute Idee...
Wenn das Statorpaket nicht ordentlich lackiert ist, kann man z.B.
GFK-Platten aufkleben. Für die Innenisolierung verwendet man
Kapton-Klebeband. Die Festigkeit von Teflon kannst du als Kantenschutz
vergessen.
Wenn es sich um einen 250W Außenläufer für Schutzkleinspannung handelt,
kannst du auf jeden Fall auf Infos aus dem Modellbau zurückgreifen.
Schau dir ein den einschlägigen Foren die alten Motorenbau-Threads an
(ca. 2005-2012). Grundlagen und Bautipps, sowie Wicklungsrechner findest
du z.B.
auf der Seite von Dr. Ralph Okon http://powerditto.de/ und Christian
Persson http://www.drivecalc.de/
Wenn du freien Bauraum hast, kannst du an eine Luftkühlung nachdenken,
wie sie z.b. Kontronik bei der Pyro-Baureihe in die Motorglocke
integriert hat. Dein Problem ist aber unter anderem, dass (sofern die
Annahme der Überhitzung stimmt) auch die Permanentmagnete geschädigt
sein können. Je nach Qualität und Auslegung sind die
Temperaturfestigkeiten teilweise <120°C. Die Entmagnetisierung erkennt
man an der zu hohen Leerlaufdrehzahl im Vergleich zum funktionsfähigen
Motor. Diese Daten hast du aber leider alle nicht. Also kannst du nur
den Querschnitt die Windungszahl, Wickelschema (ganz wichtig!) und
verschaltung der aktuellen Wicklung ermitteln und über Probewicklungen
abschätzen, welchen Füllgrad du schaffen kannst.
Meist gehen sich mehr Windungen mit etwas größerem Querschnitt aus. Dann
hast du den Motor zumindeste einmal Instandgesetzt und kannst ihn
ausmessen und testen.
Vielleicht findest du auch ein vielversprechendes Wicklungsschema für
eine höhere elektr. Untersetzung bei dem gegebenen Nut/Pol-Verhältnis.
Das kann aber auch schon ausgereizt sein, oder fehlschlagen, weil es dem
Steller/Regler nicht schmeckt.
Viel Erfolg!
Ich weiß dass ich mir das alles von der alten Wicklung abschauen muss
sonst läuft garnix mehr nachher. Du meinst es gibt keine Möglichkeit
Teflonband wenn man es mehrlagig um den Hammer des Stators wickelt als
Schutzband zu nehmen? Ist leider gerade das einizge was ich da hab...
Ich hab vor den Motor so zu wickeln wie der schon gewickelt war, nur mit
ein Paar mehr Windungen um die einzelnen Hammer, und ein Paar mehr
Drähten Pro Strang. Langsam beschleicht mich auch der Verdacht dass
Chinesien gleich so richtig übel fies war, und statt dem guten, teuren
Kupfer Aluminiumdraht genommen hat, das würde einiges erklären...
Dafür ist er zwei Drittel leichter und spart gegenüber einem Kupferdraht
mit gleichem Widerstand Gewicht.
Im Automobilbau werden deshalb bei Fahrzeugen bei denen die
Starterbatterie im Kofferraum verbaut ist Batteriekabel aus Aluminium
verwendet.