Wer von euch kleine Kinder hat, sollte sie mal schnell ans Tv setzen:
dort laeuft ab 15:50 eine perfekt gemachte Zeichentrickversion der
Geschichte vom Nussknakcer mit der Musik von Tschaikovsky. Sehr gut
gemacht. Es psielt das London Symphonic Orchestra.
>Wer kleine Kinder hat, sollte den Fernseher abschaffen und statt dessen>sich mit den Kindern beschäftigen, und nicht die Kinder vor der Glotze>parken.
Du warst zufällig auch mal irgendwann ein Kind? Dann erinnere dich mal
daran, dass Kinder auch aus sich heraus ein Interesse an Zeichentrick
haben. Ich habe als Kind immer gerne gewisse Zeichentricksendungen
gesehen.
Heutzutage scheint aber seit den Diskussionen um verwahrloste Kinder das
TV-Bashing modern zu sein, nach dem Motto, "die Glotze" ist immer
schlecht und andere Beschäftigung ist immer gut.
Viele Menschen scheinen zunehmend Schwierigkeiten zu haben mit unseren
Technischen Errungenschaften richtig um zu gehen.
Ich habe mich NIE "vor der Glotze parken lassen"! Mir haben gewisse
Tricksendungen stets Freude bereitet, also was soll daran falsch gewesen
sein?
Hast du eigentlich überhaupt Kinder? Kannst du überhaupt mitreden?
Kennst du die Interessen von Kindern? Weißt du überhaupt wie
unterschiedlich Kinder sein können?
Zur empfohlenen Sendung, sieht wirklich sehr nett aus. Schöne flüssige
Animationen (aber Tom und Jerry hat auch "holprig" damals Spass gemacht
:-)).
Die Kinder sind nicht geparkt, sondern wir schauen gemeinsam. Kindern
fehlt heute stark der Bezug zur klassischen Musik und solche qualitativ
teuren und hochwertigen Produktionen sieht man immer seltener.
Wenn Du der Meinung bist, dass das was Du machst, für Deine Kinder gut
ist, dann ist es gut für Deine Kinder!
Dann hast Du darüber nachgedacht, und Fernsehen ist nicht immer
schlecht. Irgendwie gehört es zum Leben. Und sich gemeinsam etwas
Schönes anschauen, ok. Wir haben gestern abend mit unserer 16jährigen
Tochter "Der Große Diktator" mit Chaplin geschaut. Und anschließend
stundenlang diskutiert. Das hatte auch Charme.
Und Käpt'n Blaubär könnten wir uns immer noch stundenlang anschauen.
Der Große Diktator ist ein tolles Werk. Hab auch gestern zufällig
irgendwo ein Stück von Moderne Zeiten mitgesehen. Chaplin mit den zwei
Schraubenschlüsseln und ner Ölkanne lief Amok - einfach schön mit
anzusehen. Uralt aber ein absoluter Bringer.
> Wer kleine Kinder hat, sollte den Fernseher abschaffen und statt dessen> sich mit den Kindern beschäftigen, und nicht die Kinder vor der Glotze> parken.
Die Dosis macht das Gift!
Bitte nicht alles über einen Kamm scheren!
Super RTL ist sehr darauf bedacht, pädagogisch wertvollen Inhalt
anzubieten.
Da werden Kinder nicht verkorkst wie bei RTLII, MTV, VIVA....
Ich wasche täglich mein Hirn............
...mit dem Fernseher ;-)
Spaß beiseite.
In Maßen genossen und mit bedacht braucht man die Glotze nicht gleich zu
verteufeln.
Wir brauchen mehr Wissenschaftliche Sendungen. Real sieht es aber so
aus, dass immer mehr Esotherik kommt und pseudowissenschaftlicher
Unsinn, wie Mysteryserien, die die Kinder nur verdummen.
Ich z.B. bin großer Stargate-Fan. Auch wenn manche es für Unsinn halten
kann ich serwohl Realität von SciFi unterscheiden. Daher ist es auch
öfter mal vorgekommen das manche in der Serie gesagten Sachen (die
wohlgemerkt der Realität entsprechen) in der Schule zufällig gefragt
wurden.
Ich meine nur so ganz einfache Sachen wie z.B. die Zeitverzerrung bei
starker Gravitation eines Schwarzen Loches. Das ist realität
zumindestens in der theoretischen Physik.
Deshalb bin ich der Meinung das Fernsehen (für die Leute die Realität
von Ausgedachtem unterscheiden können) durchaus Vorteile hat und man
etwas lernen kann.
Die wissenschaftlichen Sendungen, obwohl oberflächlich und eher auf
niedrigem Niveau, will der Zuschauer aber nicht sehen. Für kleine Kinder
ist die Sendung mit der Maus manchmal noch interessant. Aber ältere
Kinder/Schüler sind schon mit dem niedrigem Niveau von Quarks & Co
überfordert bzw interessieren sich eher für Big Brother und anderen
Blödsinn.
Der TV bringt an Inhalten genau das, was die Leute sehen wollen, also
das was Einschaltquoten und Werbeeinnahmen bringt.
> Kindern> fehlt heute stark der Bezug zur klassischen Musik und solche qualitativ> teuren und hochwertigen Produktionen sieht man immer seltener.
Welchen Erkenntnissgewinn soll klassische Musik denn bringen? Wem es
gefällt möge es hören so viel er will. Aber den Kindern es aufzwängen
ist doch Unsinn. Genauso Unsinn, wie entspechende Sendungen als
qualitativ hochwertig zu bezeichnen. Andere Sendungen sind genauso viel
oder wenig qualitativ. Ob mir oder dir irgendeine Musik- oder
Kunstrichtung gefällt oder nicht, hat nichts mit Qualität sondern nur
mit individuellen Vorlieben zu tun. Kunst ist dabei immer nur Vergnügen
und hat keinen praktischen Nutzen. Da wir eine Industriegesellschaft
sind, wäre es viel wichtiger, bei unseren Kindern das Interesse an
Naturwissenschaft, Technik und Mathematik zu wecken. Denn nur das bringt
unseren Lebensstandard weiter.
bla wrote:
>> Kindern>> fehlt heute stark der Bezug zur klassischen Musik und solche qualitativ>> teuren und hochwertigen Produktionen sieht man immer seltener.>> Welchen Erkenntnissgewinn soll klassische Musik denn bringen? Wem es> gefällt möge es hören so viel er will. Aber den Kindern es aufzwängen> ist doch Unsinn.
Kindern kannst du Klassik auf diese Art sowieso nicht 'aufzwingen'.
Wenn sie es nicht mögen, dann merkst du das nach 30 Sekunden.
Man merkt, dass du keine Kinder hast.
> sind, wäre es viel wichtiger, bei unseren Kindern das Interesse an> Naturwissenschaft, Technik und Mathematik zu wecken.
Du wirst lachen: Klassische Musik und Mathematik haben einiges
gemeinsam. Viele Menschen die sich mit Klassik beschäftigen sind
auch gut in den Naturwissenschaften.
Klassik muss man bewusst hören. Man muss lernen zuzuhören.
Ein Instrument in einem Orchester zu spielen, bedeutet sich
in eine Gruppe einzufügen, die eigenen Interessen zurückstellen
und das gemeinsame in den Vordergrund zu stellen. Das heist nicht,
dass man nicht individuell sein kann. Aber die Noten geben einen
Rahmen an, in dem man sich frei bewegen kann.
Alles Tugenden von denen der Nachwuchs durchaus mehr haben könnte.
Das ist was völlig anderes, als in einer Show gecastet zu werden
um dann auf der Bühne reihum an die Kante zu kommen und seinen
Stiefel runterzugrölen.
Sagt mal, wenn alle so übers Fernsehen schimpfen - warum schaut dann
noch einer? Jeden, aber auch wirklich jeden, den man fragt, beschwert
sich über die aktuelle Fernsehlandschaft. Und trotzdem sind solche
Oberdoof-Sendungen wie Big Brother,
Dieter-Bohlen-macht-ein-paar-möchtegern-Superstars-fertig oder TV-Total
äusserst erfolgreich.
Im übrigen bin ich der Meinung, dass es durchaus sehenswerte Sendungen
gibt. Insbesondere die öffentlich-rechtlichen Sender produzieren eine
grosse Anzahl an wirklich sehenswerten Dokus und Reportagen, bringen
gute (und werbefreie...) Filme sowie Sportübertragungen. Da liegt es
halt auch an den Eltern, dass man den Kindern solche Sendungen
schmackhaft macht und sie nicht bloss in einen geistigen Tiefschlaf mit
RTL oder Sat1 schickt. Und gerade Kinder sind ja für fast alles
begeisterungsfähig, wenn die Eltern sich ein wenig Mühe geben.
>Und gerade Kinder sind ja für fast alles>begeisterungsfähig, wenn die Eltern sich ein wenig Mühe geben.
Eben! Und das heißt basteln, (vor-)lesen, musizieren, gemeinsam spielen,
wandern ...
Und ganz selten vielleicht EINE Sendung GEMEINSAM sehen und hinterher
darüber sprechen ..
>Welchen Erkenntnissgewinn soll klassische Musik denn bringen?
Es gibt eine Studie die klar aufgezeigt hat, daß es einen deutlichen
Zusammenhang zwischen erworbener Intelligenz von Kindern und Musik gibt.
Der Grund: Die Musik (komplexe Musik ist gefordert, nicht unbeding
Klssik), speziell auch der theoretische Musikuntericht ist die Lernform,
welche beide Gehirnhälften sehr stark gleichzeitig arbeiten lässt. Man
kann die Ergebnisse sogar bei Magnetresonanzuntersuchungen sehen, wenn
die Gehirnaltivität gemesen wird: Bei den stark musisch beschulten
Jigendlichen arbeiten bei der Lösung komplexer Fragestellungen deutlich
mehr Hirnanteile im Verbund zusammen. Da Matthematik oft solche
Fragstellungen hat, profitieren Mathematiker von einer Musikausbildung.
Umgekehrt auch etwas.
Fazit: Musik ist eine sehr gute Lernform.
Obendrein ist es noch so, daß man sogar die körperliche Entwicklung noch
daran koppeln kann, wenn das Kind noch aktiv ein Instrument spielt.
>..., profitieren Mathematiker von einer Musikausbildung.
100% Zustimmung!
Ergänzung:
Auch gute motorische Fähigkeiten begünstigen Mathe-Lernen.
Untersuchungen zeigen, dass Vorschul-/ Grundschulkinder, die kaum einem
Strich -besonders rückwärts- folgen können bzw nicht auf einem Bein
balancieren können, erhebliche Probleme beim Lernen des Einmaleins
haben. Die Zahl der Kinder, die motorische Störungen haben (und häufig
übergewichtig sind) hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen.
Und ein Beispiel für eine m.E. lohnenswerte Zeichentrickserie: Ende der
80er gab es die Serie Janosch's Traumstunde. Da wurden Geschichten ruhig
erzählt, von wenigen guten Bildern begleitet. Nachher konnten die Kinder
Szenen nachspielen, Fragen stellen, das Buch wurde vorgelesen oder
selbst gelesen: Dies hat Freude gemacht, den Sprachschatz erweitert und
dauerhaft Spuren im Gehirn hinterlassen.
Dies war ganz das Gegenteil von vielen nervigen Zack-Boing- Filmen, die
für Sprache überhaupt nichts bieten und durch ständige hektische Bild-
und Schnittfolgen Kinder überfordern. Wer's nicht glaubt, braucht nur
Kinderverhalten nach dem "Genuss" solcher Sendungen beobachten ...