@Frank:
Temperatursensoren arbeiten üblicherweise auf dem Prinzip der
temperaturabhängigen Widerstandsänderung (NTC, Pt100, Pt1000, ...). Bei
Siliziumsensoren (Dioden, B-E-Strecken, ...) wird die Abhängigkeit der
Diodenspannung von der Temperatur ausgenutzt und bedarf auch noch häufig
ein Linearisierung. (Hoch)Integrierte Temp-Sensoren machen das
heutzutage häufig so, dass sie ein serielles Datenübertragungsprotokoll
verwenden (IIC, SPI, ...) und die Temperatur bereits im 'Klartext' an
die Applikation bzw. Controller überträgt.
Ergo, ohne einen zusätzlichen Hardwareaufwand wirst Du wohl kaum einen
Sensor finden, der dir direkt ein Analogsignal offsetkorrigiert und
entsprechend skaliert ausgibt.
Allerdings kann ich mich noch grau an einen Sensor erinnern, der so was
in der Art gemacht hat. Die Typenbezeichnung war, wenn ich mich recht
erinnere, LM3911. Ob dieser heute noch produziert wird, bzw. noch
irgendwo zu haben ist, kann ich nicht sagen.
Na jedenfalls hat er bei 25°C eine Ausgangsspannung von ca. 2.89V (oder
ähnlich) gehabt und dann je Kelvin Temperaturänderung 10mV draufgegeben
oder abgezogen - je nach dem ob sich die Temperatur erhöht oder
erniedrigt hat.
Aber selbst dieser kommt nicht völlig ohne Zusatzbeschaltung aus, d.h.
er braucht noch mindestens ein paar Komponenten, wie Widerstände, und
auch eine Betriebsspannung.
Ach ja, ein LM35 (habe bei mir grad mal gesucht) könnte da auch noch für
Dich interessant seit. Er arbeitet im Prinzip genauso wie der LM3911,
dürfte aber, im Gegensatz zum LM3911, wohl noch zu haben sein (Reichelt,
Conrad, etc.).