Magnet aus Festplatte

Gast #981205
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Hi!

Ich habe heute eine Festplatte komplett zerlegt. Der Motor für die 
Schreib/Leseköpfe besteht aus zwei extrem starken Magnetplatten, 
zwischen denen sich eine flache Spule bewegt, die  den Schreib/Lesearm 
antreibt.

Jetzt das verwunderliche: Wenn ich so eine Magnetplatte auf meinen 
Blechtisch lege, pappt die volle Kanne an. Hat richtig viel Kraft.

Jetzt das, was mich verwundert: Wenn ich sie jedoch um 180° drehe, 
passiert überhaupt nichts! Wie wenn das gar nicht magnetisch wäre!

Wie kann das sein? Der eigentliche Magnet ist auf eine Metallplatte 
aufgebracht, kann die das Magnetfeld so gut abschirmen? Ist das 
MU-Metall?
#981222
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Das liegt vermutlich daran, dass das Metall den Magneten kurzschließt. 
Wenn ich das noch richtig im Kopf habe, dann sind Nord und Südpol 
nebeneinander. Wenn da jetzt also ein Ferromagnetisches Metall 
draufliegt, bildet diese den Weg für die Feldlinien. Ein wenig kommt 
auch durch das Metall durch, aber im Vergleich zum reinen Magneten ist 
das sehr gering.
Gast #981242
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Damit die Ringspule am Lesekopf zwischen den Platten eine seitliche 
Kraft erfährt muss sie sich in einem inhomogenen Magnetfeld bewegen.

Man kann das sehen in dem man mit einem kleinen Stabmagnetchen die 
Platte abfährt und so sieht wie jeweils das Feld gepolt ist.

Habs letztens mal ausprobiert als ich versuchsweise eine Festplatte zum 
Spiegelgalvo umgebaut hab.

Aber Achtung: die Magnetplatten sind so stark, dass bei mir der 
Stabmagnet hinterher nicht mehr wusste wo Norden und Süden ist.
Gast #981447
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>Haste in der Schule kein Physikbuch gehabt??? ;-)

Ich schon... aber Du scheinst nicht zu bemerken, dass ein Stabmagnet was 
anderes ist. Die Feldlinien bei meinen Magneten treten nicht seitlich 
aus, sondern vertikal. Wie bei einem Hufeisenmagneten (danke Uhu), der 
sozusagen ein gebogener Stabmagnet ist.

Aber wie kann man eine Platte derart magnetisieren?
Gast #981463
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Permanentmagnete werden erzeugt in dem man ein geeignetes Material in 
ein sehr starkes Magnetfeld bringt. Die Remanez des Materials sorgt 
dafür, dass das externe Magnetfeld im Material eingefroren bleibt.

D.h. solang kein stärkeres Magnetfeld daherkommt oder die 
Curie-Temperatur überschritten wird.

Man braucht also nur ein geeignet geformtes externes Magnetfeld...
Moderator Persönliche Seite #981551
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Wie herum die Magnete polarisiert sind, kannst du gut erkennen,
wenn du mal beide Magnete aufeinander legst.  (Vorsicht!  Quetsch-
gefahr!)  Sie ,,passen'' nur in der Richtung aufeinander, wie sie
in der Platte eingebaut waren.  Wenn du sie (im zusammengeklebten
Zustand) um 180° drehst, stoßen sie sich ab bzw. es gelingt dir
gar nicht, sondern sie kleben versetzt aufeinander.

Damit ist klar, dass das eine Ende ein Nordpol und das andere ein
Südpol ist.  Das Blech auf der Rückseite bietet einen magnetischen
Rückschluss, sodass dort kein Feld mehr außerhalb des Blechs
existiert.

Mittlerweile sind diese Magnete auch wieder kleiner und leichter
geworden.  Ich habe hier noch welche in der Kiste liegen, die von
vor mehr als 10 Jahren stammen, da willste wirklich deine Finger
nicht dazwischen klemmen.
Gast #982797
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Ja, du lachst, aber die sind wirklich saugefährlich. Trotz 
Vorsichtsmassnahmen habe ich mich auch schon ganz böse mit zwei von 
diesen Teilen verletzt. Ein Kollege hatte den "halben Finger" offen. Der 
Fingernagel wächst seitdem leider nicht mehr so wie er sollte.

Die sind so schon lustig, solange alles gut geht.

Hirnverflüssiger gibt es an der Tanke oder im Getränkemarkt, falls du 
wirklich welchen suchst.

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