quarzoszillator 3. Oberschwingung

OP #1013159
Lesenswert?

Hi,

Ich bräuchte für mein OSD einen 27 MHz Quarz
http://datasheets.maxim-ic.com/en/ds/MAX7456.pdf

Diesen bekommt man (zumindest bei Reichelt) nur als 
Oberschwingungsquarz.
Artikel-Nr.: 27,0000-HC18

Im Datenblatt steht , dass man einen mit Grundschwinnugn verwenden soll:
>Selecting a Clock Crystal
>Choose a 27MHz parallel resonant, fundamental mode
>crystal. No external load capacitors are needed. All
>capacitors required for the Pierce oscillator are included
>on-chip.

Jedoch kann man auch einen TTL - Quarzoszillator verwenden.
>uses a 27MHz crystal or can be driven by an external
>27MHz TTL clock at CLKIN. For external clock mode...

Jetzt will ich mir also aus dem Quarz einen Quarzoszillator bauen.

Es gibt ja einige Quarzoszillatorschaltungen, (zB. 
http://de.wikipedia.org/wiki/Quarzoszillator, Quarzkochbuch) jedoch 
keine Angabe wie ich die 3. Oberschwingung verwenden kann.

Kann mir da jemand einen Tipp geben?

mfg
J.K
OP #1013568
Lesenswert?

>Kauf dir einen fertigen Quarzoszillator.

ja, aber wo bekomm ich so einen? Die einzigen Quarze die ich finde sind 
4. Oberschwingung. Quarzostillatoren mit 27Mhz find ich gar nicht.

hab jetzt an altes Modellfunk-auto gedacht. In der Fernbedienung sitzt 
ein Quarz:
27145N also 27,145 MHz oder? Kann ich auch nicht verwenden

mfg J.K
OP #1013647
Lesenswert?

danke für die Antworten.

Hab jetzt doch eine Schaltung gefundnen im Kapitle 6. des 
Quarzkochbuchs.

Werd ich mal ausprobieren, vllt spar ich mir eine weitere Bestellung 
(Porto wegen 1. Bauteil ist mir fast zu hoch)

@helmi:
Danke für die Schaltung, behalt ich als Notlösung im Hinterkopf!


mfg
J.K
OP #1013742
Lesenswert?

Leider hab ich kleine (große) Probleme bei der Dimensionierung:


http://www.qsl.net/dk1ag/Kap6.pdf
Seite 15
Clapp-Guriett-Schaltung

>Die Resonanzfrequenz des Schwingkreises wB muß zwischen der
>Grundwellenfrequenz wGW (bzw. nächstniedrigem Oberton) und dem gewünschten
>Oberton wOT liegen.

grundschwingung 9 MHz, 2.Oberton 18MHz 3.OS = 27MHz
Also nimm ich mal 21 Mhz an (zwischen nächstniedrigem Oberton und dem 
gewünschten Oberton)


mit wGW < wb < wOT => wb=


cb und ca zu dimensionieren hab ich jetzt meine Probleme.
Das ist ab Seite 13 beschrieben.

Leider finde ich keinen vernünfigen Ansatz.

Als Transistor möchte ich einen BC547 verwenden.

Kann mir jemand weiter helfen?

mfg
J.K
OP #1013895
Lesenswert?

>grundschwingung 9 MHz, 2.Oberton 18MHz 3.OS = 27MHz
>Also nimm ich mal 21 Mhz an (zwischen nächstniedrigem Oberton und dem
>gewünschten Oberton)

hab grad gelesen, dass es gar keine 2. oberschwingung gibt. dh. wb kann 
niedreiger gewählt werden.


Das Problem bei Obertönen ist doch, dass man die Grundschwingung 
kurzschließen muss. Dazu dient vermutlich die Spule.

nur bei der Dimensionierung hab ich so meine Probleme.

Anhang: Die Schaltung aus dem Quarzkochbuch.

mfg
J.K
Angehängte Dateien:
#1014096
Lesenswert?

@  J. K. (rooot)

>Das Problem bei Obertönen ist doch, dass man die Grundschwingung
>kurzschließen muss. Dazu dient vermutlich die Spule.

Ja. CB und L bilden einen Parallelschwingkreis, dessen Resonanzfrequenz 
bei der gewünschten 3. Oberschwingung liegt, hier als 27 MHz. Dort hat 
er einen sehr grossen Widerstand, d.h. die Spannung vom Emitter wird 
kaum belastet und koppelt über CA an die Basis, der Oszillator schwingt. 
Der Schwingkreis sollte möglichst schmalbandig sein, d.h. eine hohe Güte 
besitzen. D.h. die Spule muss möglichst klein, der Kondensator möglichst 
gross sein. Jenseits der Resonanzfrequenz sinkt der Widerstand des 
Schwingkreises, bei niedrigen Frequenzen macht die Spule einen 
"Kurzschluss", bei hohen der Kondensator CB.

MFG
Falk
OP #1014224
Lesenswert?

Danke für die Antworten.

Was nimmt man dan am besten für Werte an?

zb.
daraus würde sich eine Spule von
1,05µ also

L = ~1µH
ergeben.

hört sich für mich nicht so schlecht an?!

Die beiden linken wiederstände sind zum einstenllen des 
Transistorarbeitspunktes.

Der rechte als Gegenkopplung.

Außerdem brauch ich noch den gegenkoppelwiderderstand.

mfg
J.K
#1014237
Lesenswert?

@  J. K. (rooot)

>c_b=33pF

>27 * 10^6 = \frac{1}{2 \pi \sqrt{L  33 10^{-12} } }

>daraus würde sich eine Spule von
>1,05µ also

>L = ~1µH
>ergeben.

>hört sich für mich nicht so schlecht an?!

Klingt bischen viel für 27 MHz. Ich würde ich Richtung 100nH tendieren.

MFG
Falk
OP #1014285
Lesenswert?

ralf wrote:
> oder ein 27MHz Grundwellenquarz bei Conrad für 0.68 €
> Artikel-Nr.: 155257 - 62

wär natürlich das einfachste

>Nicht ganz, du musst den Schwingkreis parallel zu CX2 legen.

Ich werd mal das probieren.

Die CX Kondensatoren sind auch schon intern. Außen hab ich eine XFB 
(Crystal Feedback) und CLKin. XFB wird wohl dann der CX2 Punkt sein.


Danke für eure Hilfe!

MFG
J.K
OP #1017571
Lesenswert?

Also Spule hab ich leider keine passende :-(.

Will immer noch nicht wegen 1 Bauteil bestellen :-).

Hab jetzt einige Seiten gefunden, die sich Luftspulen selbst wickeln.
zB. http://www.b-kainka.de/bastel95.htm

da es ja eh "nur" ein Bastelprojekt ist, kann ich das ja auch mal
probieren, dachte ich mir.

Beim Berechnen der Spule frag ich mich folgendes:
Ist bei der Fläche(dem Durchmesser) auch die Drahtdicke dazugerechnet,
oder nimmt man da das Innenmaß?

Ach ja: Warum sind die 1 µH bei 27Mhz zu viel?

mfg
J.K

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren