Tyler Durden wrote:
> ich wollte nach langer Zeit meine Homepage mal wieder aktivieren. Ich
> hatte damals Frontpage benutzt, was gut aussah, allerdings das Problem
> hatte, dass FP einen Haufen an ominösen Unterverzeichnissen mit noch
> ominöseren Dateien angelegt hat
Das sah auch nur vorne gut aus, der HTML-Code, den Frontpage produziert,
ist einfach SCHROTT.
> und am Ende alles ein undurchsichtiger
> Haufen war, der noch dazu dank der nicht vorhanden
> Hoster-FP-Unterstützung auf zB eine Suchfunktion verzichten musste.
Jo, das ist Pech, aber verständlich. Was verstehst du denn unter
"FP-Unterstützung"? Ich mein, abertausende Seiten kommen ohne son
Blödsinn aus, warum du nicht? Dazu muss man sich halt von vorneherein
einmal Gedanken drum machen, wie man sein Projekt strukturiert. Später
großartig umbauen ist kompliziert, siehste ja.
> Jetzt habe ich Online-Editoren gefunden, die zwar gute Seiten erstellen,
> die aber kaum erweiterbar sind wenn die Onlinedinger mal verschwinden.
Richtig.
> Dann dachte ich NVU. Da bin ich aber nicht im Geringsten durchgestiegen,
Tja, ein Anfang: http://de.selfhtml.org/
Ansonsten bedient man NVU eigentlich genauso, wie den alten Netscape
Composer.
> die Verwaltung einer Seite mit Unterseiten etc. war komplett obskur und
> unbrauchbar.
Die ist nicht unbrauchbar, sondern schlicht, übersichtlich und absolut
Normal. Normalerweise benutzt man z.B. FTP, um die Seiten ins Netz zu
laden, und baut sich seine eigene Struktur auf. Das ist portabel und man
kann seine Seite schnell umziehen, wenns nötig ist. Oder nutzt direkt
ein Content-Management-System.
> Gut, dachte ich, ich könnte Joomla nehmen. Gesagt getan, aber ein paar
> Wochen später habe ich Probleme mit meinem Hoster bekommen weil die
> Seite für einen Spambot gehijackt wurde.
Tjo, kommt vor. Was wurde denn gehackt?
> Anscheinend ist Joomla was Sicherheit angeht eine Katastrophe.
Nö, ne Katastrophe ist nur, wie man es falsch konfigurieren kann. Viele
große Unternehmen nutzen Joomla / Mambo mit Erfolg und ohne feindliche
Übergriffe -- auch mit Joomla muss man sich intensiv auseinandersetzen,
um es vernünftig einsetzen zu können, es ist eben unglaublich komplex.
Gerade die hunderttausend Plugins und Mambots und dann noch von
Drittanbietern, das erfordert reichlich Sachverstand.
> Was ich also suche ist ein WYSIWIG-Editor, der zukunftsichere Seiten
> generiert
NVU und Quanta sind da recht ok. Frontpage baut Mist, Word auch.
Dreamweaver macht manchmal auch Spaß, aber da kommt man um Quelltext
auch nicht immer drumrum. Die Beispieldesigns von Frontpage finde ich
z.B. recht gelungen. Gerade für Einsteiger sind die CSS-basierten Dinger
ideal, das hält den HTML-Code schön übersichtlich.
> die nicht mit komplett obskuren Verzeichnissen unterlegt sind,
Das ist DEINE Sache.
> der es gestattet die Verlinkungen zwischen Seiten dynamisch zu ändern
> und der vor allem ein modernes, schlichtes Design ermöglicht.
Das ist auch DEINE Sache. Ich verweise auf die CSS-basierten Vorlagen
von Dreamweaver.
> Ich kann
> kein html programmieren und habe von CSS keine Ahnung. Leider fehlt mir
> die Zeit mich da so reinzuknien, dass da was wirklich gutes rauskommt.
> Also Tips wie "nimm Notepad" helfen mir nicht.
Doch. Kein WYSIWYG-Programm wird alledem gerecht. Nimm dir doch maln
einfaches Layout an die Hand: Wie Tags funktionieren, durchschaut man
auf den ersten Blick. Alles Weitere kommt von selbst. Klar, Interesse
muss man schon mitbringen, aber dafür hast du nachher eine saubere
Seite, die vollkommen unabhängig von irgendwelchen Programmen ist.
Ansonsten: Joomla verstehen lernen (was auch nicht leichter ist, als
HTML zu lernen) oder Wordpress benutzen.
Nochmals: Ganz ehrlich, überleg dir, ob es mehr Sinn macht, dich in ein
Programm einzuarbeiten, oder gleich HTML zu lernen und dir damit alle
Türen zu öffnen. HTML geht einfacher und schneller, als du vielleicht
denkst.