Wenn die Börsenkurse fallen, regt sich Kummer fast bei allen, aber manche blühen auf: Ihr Rezept heißt Leerverkauf. Keck verhökern diese Knaben Dinge, die sie gar nicht haben, treten selbst den Absturz los, den sie brauchen - echt famos! Leichter noch bei solchen Taten tun sie sich mit Derivaten: Wenn Papier den Wert frisiert, wird die Wirkung potenziert. Wenn in Folge Banken krachen, haben Sparer nichts zu lachen, und die Hypothek aufs Haus heißt, Bewohner müssen raus. Trifft’s hingegen große Banken, kommt die ganze Welt ins Wanken - auch die Spekulantenbrut zittert jetzt um Hab und Gut! Soll man das System gefährden? Da muß eingeschritten werden: Der Gewinn, der bleibt privat, die Verluste kauft der Staat. Dazu braucht der Staat Kredite, und das bringt erneut Profite, hat man doch in jenem Land die Regierung in der Hand. Für die Zechen dieser Frechen hat der Kleine Mann zu blechen und - das ist das Feine ja - nicht nur in Amerika! Und wenn Kurse wieder steigen, fängt von vorne an der Reigen - ist halt Umverteilung pur, stets in eine Richtung nur. Aber sollten sich die Massen das mal nimmer bieten lassen, ist der Ausweg längst bedacht: Dann wird bisschen Krieg gemacht.
Rüdiger, guck mal hier: http://www.wallstreet-online.de/nachrichten/nachricht/2592519.html So kann man das Gedicht ohne großen Aufwand so schreiben, daß es einem Gedicht ähnlicher sieht, als einer Wurst...
Mea culpa - ich werde mich bessern.
Gast
#1038349
Das stammt aus 2008, nicht 1930. http://diepresse.com/home/wirtschaft/finanzkrise/426781/index.do?from=suche.intern.portal
Gast
#1038408
Tja Rüdi, das beweist mal wieder ausgezeichnet wie sehr Du dass glaubst was Du gern hättest. Denke mal über Deine kritische Distanz zu solchen Theorien nach. Ich habe übrigens eine englische Übersetzung gefunden: http://kentatakagaki.blogspot.com/ Es hat sich anscheinend rasend verbreitet ;-)
Gast
#1039054
Das Übliche von 'Rüdiger Knörig': Dicker Beitrag - dünner Inhalt.
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