Hi,
ich suche ein Display für mein nächstes Projekt. Ein Floureszenz-Display
würde mir gut gefallen. Pollin bietet da sogar was als 16x2 siehe
http://www.pollin.de/shop/shop.php?cf=detail.php&pg=OA==&a=MDI0OTc4OTk=
Allerdings benötigt das Display als Versorungsspannungen 6,5V und 42V !
Wie werden denn diese Spannungen aus 5V erzeugt ????
Gibts da einen Step-Up-Wandler oder wie wird das gemacht ?
Gruß und Danke für die Tipps
Andreas
Also soweit ich das beurteilen kann brauchst du doch nur 5 V und ca. 38
V. Die Zahlen, die du genannt hast sind die Maximalwerte. Empfohlen sind
5 und 38 Volt.
Somit kannste direkt 5V nehmen, und für die 38 V brauchst nen Step-Up.
MfG
Marius
UBoot-Stocki wrote:
> Allerdings benötigt das Display als Versorungsspannungen 6,5V und 42V !> Wie werden denn diese Spannungen aus 5V erzeugt ????
Wie Marius schon schrieb: 42V ist der Maximalwert. Irgendwas zwischen 30
und 40V ist OK. (Bei mir läuft das Display mit 36V wunderbar)
> Gibts da einen Step-Up-Wandler oder wie wird das gemacht ?http://www.mikrocontroller.net/articles/MC34063#StepUp_Schaltungvariante_1
Hi,
erstmal vielen Dank für die Infos.
"Bei mir läuft das Display mit 36V wunderbar"
D.h. Du hast genau dieses Display? Könntest Du mir freunlicher Weise ein
Foto vom Display in Betrieb zukommen lassen?
Welche Step-up Variante brauche ich denn? Die "normale" oder die für
"mehr Strom" ?
Gruß
Andreas
Matze wrote:
> D.h. Du hast genau dieses Display? Könntest Du mir freunlicher Weise ein> Foto vom Display in Betrieb zukommen lassen?
Gerne.
Das Display ist momentan ziemlich gedimmt, man kann es auch heller
leuchten lassen.
> Welche Step-up Variante brauche ich denn? Die "normale" oder die für> "mehr Strom" ?
Die normale reicht. Die Spule ist auch ziemlich unkritisch, irgendwas im
Bereich von 100-2000µH ist geeignet, da das Display nur sehr wenig Strom
bei den 30-40V benötigt (ich messe für die gesamte Schaltung knapp unter
200mA bei 5V, wovon das Display auf den 5V den meisten Strom zieht
(>150mA), wegen den Heizdrähten).
Nein, die sind SMD auf der Unterseite. (Es sind ja nur die 4
Widerstände, der Timingkondensator und die Diode vom 34063 und dann noch
ein paar 100nF rund um den AVR usw.).
http://www.nomad.ee/micros/mc34063a/index.shtml
Damit kann man sich grob die Bauteilwerte errechnen lassen.
Hallo,
ich denke, benedikt hat den Kleinkram als SMD auf der Lötseite genau wie
die Kondensatoren am AVR und am Quarz.
PS: auch Mist, sogar viiiel zu langsam... ;-)
Gruß aus Berlin
Michael
Das Display klingt interessant, hat jemand zufällig noch so eins zu
Hause liegen und würde es verkaufen? Ich habe keine Lust extra bei
Pollin zu bestellen, wo ich den Preis des Displays nochmal als
Versandkosten draufzahle... Danke.
mfG, Sven
Sven S. wrote:
> PS: @Benedikt: Könntest du die genaue Beschaltung des MC34063 posten,> die du für das VFD verwendest?
Ich habe genau diese Schaltung verwendet:
http://www.mikrocontroller.net/articles/Bild:34063_stepup.gif
Nur anstelle der 1N5818 habe ich eine 1N4148 verwendet, die Spule hat
1mH und den Spannungsteiler R1/R3 habe ich so dimensioniert, dass ich
(mit den Widerständen die ich da hatte) irgendwo zwischen 30 und 40V
lande.
Wenn ohnehin schon ein µC auf dem Board ist, kann man den Schaltregler
auch ohne den MC34063 aus einer Spule, einer Diode, einem
N-Channel-LogicLevel-MosFet, einem Widerstand und einem
Speicherkondensator bauen. Das Gate des MosFet kann über den Widerstand
(100Ohm) an einen PWM-Ausgang des Controllers gehängt werden. Optional
kann die Ausgangsspannung über einen Spannungsteiler einem ADC-Pin
zugeführt werden, so daß man einen geschlossenen Regelkreis erhält. Dann
ist das Dimmen des Displays ein Kinderspiel.
Travel Rec. wrote:
> Wenn ohnehin schon ein µC auf dem Board ist, kann man den Schaltregler> auch ohne den MC34063
Schaltregler mit µC haben immer ein Problem: Ein Fehler in der Software
und die Spannung steigt ungeregelt an.
> Dann ist das Dimmen des Displays ein Kinderspiel.
Den entsprechenden Befehl an das Display zu senden halte ich für
einfacher.
Davon abgesehen ist das Dimmen per PWM (so wie es das Modul intern
macht) besser, denn bei einer Reduzierung der Spannung leuchten die
Segmente ungleichmäßiger (zumindest bei dem Grafik VFD kann man das gut
erkennen).
>Schaltregler mit µC haben immer ein Problem: Ein Fehler in der Software>und die Spannung steigt ungeregelt an.
Daß Fehler in der Software sein können, ist prinzipiell für alle an den
Controller angeschlossene Hardware kritisch. Eine beidseitig
angesteuerte H-Brücke wäre z.B. so ein Fall. Man muß schon gucken, was
man da zusammenkodiert. Die regelbaren Spannungen auf dem STK500 und
STK600 werden übrigens auch über Software geregelt ;-)
>Davon abgesehen ist das Dimmen per PWM (so wie es das Modul intern>macht) besser,
Okay, wußte nicht, daß das Display sowas kann. Umso besser.
Hallo Travel Rec,
hast du vielleicht eine Internetseite, die näher über das Thema
"selbstkonstruierter Schaltregler" informiert? Das ist Finde ich ein
spannendes Thema! Besonders die Dimensionierung der Bauteile wäre
interessant.
@ Benedikt: Hast du ganz normale (nicht low-ESR) Elkos an den MC34063
geklemmt? Die low-ESR-Typen sind ja nicht ganz so einfach zu beschaffen.
Das soll auch erstmal einer verstehen, Reichelt bietet zwar Schaltregler
an, aber keine low-ESR-ELKOs.
Wie kommt es eigentlich, dass du in jedem Display-Threat mitreden
kannst? Wie viele Displays hast du zuhause? :)
Sven S. wrote:
> @ Benedikt: Hast du ganz normale (nicht low-ESR) Elkos an den MC34063> geklemmt?
Ja, einfach irgendwelche Standardtypen. Ich sehe das mit den Low ESR
Elkos nicht ganz so extrem. Und bei derart niedrigen Strömen (10-20mA)
ist das auch nicht so schlimm wenn der Elko jetzt nicht ganz Low ESR
ist. Erst wenn es in den 2 stelligen Ampere Bereich geht, mache ich mir
wirklich über die Elkos Gedanken. Es ist nicht die beste Lösung, aber es
funktionierte bisher. Wenn man die Low ESR Elkos nirgends bekommt, dann
bleibt mir auch nicht viel mehr übrig. Notfalls werden einfach mehrere
kleine Elkos parallel geschaltet, dann noch ein paar 100nF oder µF
Keramik, das muss reichen.
> Wie kommt es eigentlich, dass du in jedem Display-Threat mitreden> kannst? Wie viele Displays hast du zuhause? :)
Ich arbeite schon vor vielen Jahren nebenbei bei einer Firma die sich
auf das Thema LCD + Ansteuerung spezialisiert hat. So hat sich das halt
entwickelt, dass ich von dem Thema fasziniert bin. Mittlerweile habe ich
leider zuviele Displays rumliegen (dank Pollin). Ich finde die
Herausforderung unbekannte Displays anzusteuern immer wieder interessant
(und da hat Pollin leider einiges zu bieten).
>Hallo Travel Rec,>hast du vielleicht eine Internetseite, die näher über das Thema>"selbstkonstruierter Schaltregler" informiert?
Nö, gerade nicht, aber es gibt diese Standardbeschaltung von MosFet,
Spule, Diode und Speicherkondensator in Buck- oder Boost-Konfiguration.
Die Ansteuerung des FETs unternimmt hier ein PWM-Ausgang, der entweder
kontinuierlich über die Breite des PWMs steuert oder im lückenden
Betrieb mit festem PWM. Mein aktueller Regler arbeitet nach letzterem
Prinzip mit 7 Bit und >30kHz und ist auf 0.1V konstant, was für die
Anwendung hinreichend genau ist. Siehe Anhang.
Travel Rec. wrote:
> Mein aktueller Regler arbeitet nach letzterem> Prinzip mit 7 Bit und >30kHz und ist auf 0.1V konstant, was für die> Anwendung hinreichend genau ist.
Also quasi wie der 34063, als Zweipunktregler? Wie liest du die Spannung
ein, mit ADC oder dem Komparator?
Mit dem ADC. Der läuft im Free-Running Mode nebenher und sampled außer
dem Regler noch 7 andere Quellen. In der ADC_Ready-ISR werden die
Spannungswerte für den Regler verglichen und die PWM phasensynchron ein-
oder ausgeschaltet.
Travel Rec. wrote:
> Wenn ohnehin schon ein µC auf dem Board ist, kann man den Schaltregler> auch ohne den MC34063 aus einer Spule, einer Diode, einem.....
Im Prinzip stimmt das schon. Hab ich auch mal gemacht. Die Schaltung
wurde aus einem LiPo-Akku versorgt, das Display sollte aber 5V haben.
Die wurden dann mit dem Controller mittels PWM erzeugt.
Aber wenn nicht eine ganz zwingende Notwendigkeit besteht, mache ich das
nicht wieder. Viel zuviele Nachteile bei nur einem Vorteil (man spart
ein IC und ein paar Kleinteile).
1) SW-Fehler wirken sich direkt zerstörend aus. Klar, bei einer H-Brücke
auch, aber man kann das hier leicht vermeiden.
2) Man kann nicht vernünftig debuggen. Hälst du die Mühle an, steht
deine Regelung bzw. Deine Spannung am Schaltreglerausgang ist futsch,
was auch zerstörend wirken kann.
Also ich sehe da zu wenig Vorteile und halte es inzwischen für eine
"Bastellösung" auch wenn auf dem STK das gleiche gemacht wird :-) Wenn
einem natürlich die paar mm² Platz fehlen auf der Platine, dann wird es
schwierig oder wenn es bei Millionenstückzahlen auf den Preis drückt ;-)
Meine Meinung :-)
Gruß 900ss
Ist schon klar, es gibt Vor- und Nachteile bei beiden Varianten. Wenn
bestimmte Voraussetzungen erfüllt oder nicht erfüllt sind, kann entweder
die eine oder die andere Lösung besser sein.
Zur Sicherheit bei der Controller-Variante: Watchdog einschalten //
Pulldown am MOSFET, der beim Controller-Reset den MOSFET sperrt // PWM
erst bei laufender Main aktivieren // PolySwitch in der Speiseleitung.
... und vielleicht noch den Spannungsteiler am ADC mit Dioden absichern
bevor der Controller wegen Überspannung am kleinen Widerstand (>VDD)
gegrillt wird ...
Analog wrote:
> ... und vielleicht noch den Spannungsteiler am ADC mit Dioden absichern> bevor der Controller wegen Überspannung am kleinen Widerstand (>VDD)> gegrillt wird ...
Naja, bei einem Spannungsteiler mit 680k sollten die internen
Schutzdioden das abkönnen. Da wird vermutlich der Mosfet eher in Rauch
aufgehen, als dass der AVR kaputt geht.
Wäre den eine Regelung über den Komperator auch möglich?
Wollte demnächst nämlich mal nen VFD mit dem Tiny2313 ansteuern der hat
nur kein ADC und würde dann auch gerne mal versuchen die Spannung
mittels des COntrollers zu erzeugen.
>Wäre den eine Regelung über den Komperator auch möglich?
Na sicher doch. Dazu stellst Du einen Komparatoreingang auf interne
Referenz und den anderen schaltest Du über einen Spannungsteiler and die
Ausgangsspannung. Sobald diese erreicht ist, kippt der Komparator und
der Controller schaltet die PWM ab. Unterschreitet die Ausgangsspannung
den festgelegten Wert, wird die PWM wieder eingeschaltet und so weiter.
Der Wert der Widerstände des Spannungsteilers, bezogen auf die Referenz,
bestimmt die Höhe der Ausgangsspannung. Bei der Lösung mit dem ADC kann
die Ausgangsspannung zur Laufzeit verändert werden, beim
Analog-Komparator nicht oder nur mit höherem externen Schaltungsaufwand.
Travel Rec. wrote:
> Sobald diese erreicht ist, kippt der Komparator und> der Controller schaltet die PWM ab. Unterschreitet die Ausgangsspannung> den festgelegten Wert, wird die PWM wieder eingeschaltet und so weiter.
Schaltest du die PWM wirklich ab (falls ja, wie machst du das synchron?
Ich wüsste jetzt spontan nicht, wie man das synchron machen könnte),
oder setzt du nur die PWM zwischen 0 und einem anderen Wert hin und her?
>oder setzt du nur die PWM zwischen 0 und einem anderen Wert hin und her?
Genau so, da das OCR doppelt gepuffert ist und immer bei Timer_TOP
automatisch übernommen wird. Somit werden Gliches im PWM verhindert und
die Spule bekommt immer feste Pulsbreiten zu sehen.