Gast
#1097010
Heute hatte ich die etwas zweifelhafte Ehre, mein neues Projekt zu beginnen: Ich arbeite bei einem (dem!) großen Anbieter von Automatisierungslösungen, allerdings bin ich nicht direkt dort drin (ist wohl bei denen keiner) sondern komme über einen Anbieter aus Nürnberg, bei dem ich seit 6 Monaten fest angestellt bin. Das Projekt wurde mir als DER Prüfstein meiner Karriere beschrieben, laut Projektbeschreibung soll ich eine Spezialsoftware programmieren (Thema möchte ich nicht sagen). Ich habe diese Technologie speziell studiert und besitze umfassende Kenntnisse. Abgesprochen war, dass ich sowohl auf dem Gebiet der Zulassung, der Softwareprüfung und des QM-Testes arbeiten soll. Schon vor Weihnachten waren alle Sachen abgesprochen. Jetzt komme ich dort an und finde ein riesen Chaos: Die Platine, die ich in Betrieb nehmen soll, kommt gerade aus der Fertigung, es ist keine Bootsoftware drauf, es gibt keine Doku. Ausserdem habe ich weder Rechner, noch Software, noch Account. Ich konnte den ganzen Tag nichts machen und auch die nahe Zukunft sieht so aus, weil der Entwickler im Urlaub ist. Doku irgend welcher Art ist nicht auszutreiben und laut der anderen Entwickler auch nichts existent. Die machen kaum Doku- aus Zeitgründen, obwohl sie es aus ISO-Gründen müssten. Gibt es das? Jetzt hat der Projektleiter entschieden, dass ich weas ganz anderes machen soll und darf Anfängersoftware programmieren, wie ich es vor 10 Jahren gemacht habe. Die haben aber auch kein Lasten- oder Pflichtenheft, keine Spezifikation oder sonst was. Was soll man davon halten? Die holen sich einen Consultant ins Haus nd setzen ihn unvorbereitet an ein Chaosprojekt! Ist das die Norm? Ich bin erst seit kurzer Zeit in der Firma- und war vorher nur bei einem Endkunden, davor bei einem anderen Dienstleister bei einem anderen Endkunden - allerdings 2 Jahre. Habe heute noch kurz mit meinem Teamleiter telefoniert: Der meint, zur Zeit gäbe es nichts Besseres. Wie sehen bei euch die Projekte aus?