Hallo Zusammen,
ich bin Dipl- Ing. Elektrotechnik und arbeite schon 2 jahre in einer
Firma als Softwareentwickler. Ich hatte eigentlich vor beruflich was zu
erreichen sprich vielleicht mal eine "kleine" Karriere zu machen, welche
wie ich bis jetzt nicht sehen kann. Was denkt Ihr, soll ich die Firma
wechseln trotz der Wirtschaftskriese oder doch noch in der Firma
verweilen ( der Job ist hier garatniert sicher). Denkt Ihr oder würdet
Ihr es wagen oder doch ruhig aber sicher seinen mittleren ingenieurs
Lohn heim schleppen solang es "krieselt"?
Roman
Ich an deiner Stelle würde einfach mal sehen was für Unternehmen für
mich so in Frage kommen und dann die eine oder und andere Bewerbung
schreiben. Also nicht sofort kündigen und sich halsüberkopf ohne
Sicherheit in die Jobsuche stürzen, sondern einfach mal schauen was sich
so ergibt. Wenn was passendes kommt ists schön, wenn nicht, hast du
immer noch deinen alten Job. Verlieren tust du so nichts.
BLEIBEN!
Ein Wechsel nach 2 Jahren ist zwar im ersten Job nicht ungewöhnlich,
aber wird auch im Lebenslauf nicht allzu positiv gesehen. Nach 5 Jahren
ist laut Heiko Mell ein guter Zeitpunkt, dann ist man immer noch jung
und kann wirklich Berufserfahrung für sich geltend machen. Auch als
erster Karriereschritt sind 5 Jahre ein guter Zeitpunkt, denn hält man
diesen Rhytmus durch, dann ist man auch in Großkonzernen mit Mitte 50
ganz oben. Schafft nur natürlich nur eine Minderheit.
In 3 Jahren geht es wieder aufwärts mit der Wirtschaft und gerade in
diesen Phasen bieten sich die Möglichkeiten aufzusteigen. Und wenn die
neue Firma ein Fehlgriff ist, so findet man dann auch leicht Ersatz.
Naja ich bin skeptisch bezüglich 5 Jahren. Es ist doch eine sehr lange
zeit. Also in dieser Stelle wo ich habe kann ichs mir nicht so
vorstellen. Ich denke ich werde es diess Jahr versuchen.
Was denkt Ihr, wie wird eine Werkstudententätigkeit bewertet. Kann sie
auch als Berufserfahrung geltend gemacht werden?
Roman
> Naja ich bin skeptisch bezüglich 5 Jahren. Es ist doch eine sehr lange> zeit. Also in dieser Stelle wo ich habe kann ichs mir nicht so> vorstellen. Ich denke ich werde es diess Jahr versuchen.
Man muss auch dazu sagen, dass Heiko Mell zwar 5 Jahre propagiert, aber
auch zugibt, das 2-3 Jahre heute ziemlich häufig sind.
Ich werde es (allerdings aus Unzufriedenheit) ähnlich handhaben. Wobei
die Finanzkrise (noch ist es keine Wirtschaftskrise) ein wichtiger
Faktor ist.
> Also nicht sofort kündigen und sich halsüberkopf ohne Sicherheit in die> Jobsuche stürzen, sondern einfach mal schauen was sich so ergibt.
Also kündigen bevor der neue Vertrag wirklich unterschrieben ist,
wäre absolut fahrlässig. Die Reihenfolge ist immer dieselbe:
-Bewerben.
-Das passende Angebot herauspicken.
-Egal wie gut man mit Chef kann, erst den neuen Vertrag
unterschreiben.
- Dann kündigen.
>Was denkt Ihr, wie wird eine Werkstudententätigkeit bewertet. Kann sie>auch als Berufserfahrung geltend gemacht werden?
Mit einer Werkstudententätigkeit kannst du deinen Lebenslauf verfeinern,
wenn sie sich thematisch gut einfügt. (Hat früh gewusst was er wollte,
ist konsequent seinen Weg gegangen, hat sich zielorientiert
spezialisiert usw.) Auch wenn sie sehr nah am angestrebten Job oder gar
bei der gleichen Firma ist, macht sie sich unter Umständen gut.
Mal hier mal da was gemacht zu haben kann beim Einstieg als Lückenfüller
dienen, ist nach 2 Jahren meines Erachtens aber wenig wert. Der Kandidat
war noch orientierungslos und wollte halt Geld verdienen...
Pfeife. Nach 2 Jahren kann man noch gar nichts. Ein paar Zeilen Code
reingehaemmert, und schon soll die grosse Karriere anfahren ? So schnell
geht das nicht. Also wenn du nun schoen noch etwas bleibst, und dann
reichts mit 30 .. 35 zum Projektleiter. Falls das zu wenig ist, resp die
Ambitionen viel groesser sind, dann solltest du nochmal ein Studium
anhaengen, ein MBA oder was Weiterfuehrendes.
Verdienst Du angemessen? Falls nein, umschauen wie oben beschrieben.
Falls ja, würde ich bleiben. Einen sicheren Job sollte man nicht
unterschätzen. Und was ist große Karriere? Da denkst Du in 10 Jahren mal
ganz anders. Die "große Karriere" machen nur die wenigsten. Viele
BWL-Studenten träumen von J- Ackermann und sind dann Einkaufsleiter bei
Obi. Wenn Du mal eine Familie hast, wirst Du merken, daß andere Dinge im
Leben wichtiger sind, als die große Karriere mit all ihren Anhängseln,
z. B. Herzinfarkt. Höre v. a. auf Dich und nicht auf andere, die immer
meinen vorn zu sein. Willst Du das wirklich, im Strom "höher, weiter,
supertoll" mitschwimmen oder einfach nur das eine Leben, was Du hast so
schön wie möglich machen. Arbeit ist zum Leben da und nicht das Leben
für die Arbeit.
hahaha Heiko Mell, hast du von ihm auch ne Anleitung wie man sich den
Arsch abwischt ?
das Leben lässt sich nicht nach Fahrplan leben, mach das was du für
richtig hälst.
Hi.
In heutigen Zeiten ist das Rumpsringen nicht wirklich angesagt. Bleib
lieber bei dienem sicheren Arbeitsplatz. Ich gehe davon aus dass du dich
erkundigt hast welche Möglichkeiten du in deinem Betrieb jetzt hast.
Der nächste Schritt ist sich zu bewerben und zu schauen welche
Möglichkeiten du außerhalb hast und wieviel Geld du reinholen kannst.
Erst dann würde ich das abwiegen.
Momentan würde ich es nicht tun wegen dem Kriesengejammer usw.
Generell kann ich dir sagen dass es heute nicht mehr so einfach ist
Karriere zu machen, selbst wenn du verdammt gut sein soll. Gute Leute
machen heute auch Drecksjobs und auf die Dauer.
Wenn ich ehrlich bin, würde ich die Sicherheit vorziehen, mir irgendwann
mal ein Häuschen bauen und das wars.
Es gab auch mal Zeiten da bin ich 500km weit zum besseren Job umgezogen
bin da ich diesem Gelaber über mehr Flexibilität aufgessesen war. Hat
sich aber nur bedingt gelohnt.
Gruß.