Hallo,
Ich bin mit meinem Biostudium durch und wollte mal in die Runde fragen,
was ihr so für Noten insgesamt bzw. in der Diplomarbeit hattet. Klar:
Bio und E-Technik sind nicht vergleichbar, aber ich denke allgemeines
Interesse gibt es hier eh nur für Noten in technischen Fächern...
Grüße,
Melissa
Studienarbeit: 1.0
Diplomarbeit: 1.0
Schnitt: 1.9
2er und 3er im Pflicht-, 1er und 2er im Wahl(pflicht)bereich
Bei uns galt die inoffizielle Formel für SA/DA: Note 2.0 = Leitung 4.0
>Bei uns galt die inoffizielle Formel für SA/DA: Note 2.0 = Leitung 4.0
Und dann kommt noch dazu, dass man nur in x.0, x.3, x.7 benoten kann. Da
ich teilweise auf der auf der anderen Seite sitze, macht sich das sehr
schlecht, wenn man zwischen Arbeiten noch ein wenig unterscheiden will.
Bei vielen Studies muss man sich schon ab einer 2.0 verteidigen, warum
eine so "schlechte" Note gegeben wurde. Aber zum Glück hat jede Arbeit
genug Punkte an denen man ansetzen kann ;-)
Positiver Nebeneffekt einer strengen Bewertung ist, dass sich das rum
spricht und mit der Zeit irgendwie nur noch die guten/sehr guten Studis
kommen. Es gibt doch eine ganze Menge Leute, die wirklich was leisten
wollen und sich anstrengen, und für eine gute Note auch gute Arbeit
leisten.
Steffen.
> Was ist denn eine Studienarbeit? Ist das was FH-spezifisches?
Nein, ich war auf einer FH, da gab es das nicht. Von Studienarbeiten
haben mir ein paar Uni-Absolventen erzählt. Du machst da eine Arbeit,
eine Art Projekt. Das Thema ist teilweise frei wählbar, und die
Durchführung ist mitten im Studium, ich glaube aber im Vordiplom.
Themen wäre der Aufbau eines µC-Boards oder Software für ein Board,
theoretisch auch ein Internetseite mit allem, PHP, MySQL usw... da sind
die Grenzen aber weit gesteckt.
An unserer FH gab es sowas zumindest nicht als Pflichtveranstaltung,
und wenn, dann hieß es da Projekt.
In einigen Fächern (überwiegend Labore) gab es Projektarbeiten, das
war der Studienarbeit sehr ähnlich.
Nach mir (bei den Bachelor) gab es sowas (unter den Namen Projekt) um
schon vorab Credits für ein Fach bekommen zu können.
So allgemein kann man das eh nicht beantworten, Bildung ist Ländersache,
da kochen viele Bundesländer ihr eigenes Süppchen. Und die Hochschule
machen aus den länderspezifischen Vorgaben auch noch je was eigenes.
V. Baumann wrote:
> Was ist denn eine Studienarbeit?
In Bayern: eine halbe Diplomarbeit, (meistens) direkt vor der
Diplomarbeit. Wurde inzwischen durch die Bachelorarbeit ersetzt.
Also ich studiere in Bayern und bei uns gibts sowas nicht. Aber ist
wahrscheinlich von Studiengang zu Studiengang unterschiedlich. Bei uns
gabs dafür ein Industrie-(pflicht-)Praktikum als Zulassungsvoraussetzung
zur Diplomarbeit.
Bei uns heißt das "Studienarbeit in Projektform" und soll (moeglichst in
Gruppenarbeit) das selbstständige Arbeiten an realistischen Projekten
ermöglichen. Das koennen selbst gewählte Themen sein, vielfach kommen
aber auch Aufträge aus der Wirtschaft (hab auch sowas gemacht).
Abzulegen ist das ganze im Hauptstudium, wird vierfach gewichtet und
verlangt eine detailierte Ausarbeitung in Textform. Entsprechend kann
man das ganze auch als Generalprobe für die Diplomarbeit sehen.
Die Studienarbeit ist meines Wissens im Zuge des Bachelors bei uns
abgeschafft worden.
Steffen wrote:
> Bei vielen Studies muss man sich schon ab einer 2.0 verteidigen, warum> eine so "schlechte" Note gegeben wurde. Aber zum Glück hat jede Arbeit> genug Punkte an denen man ansetzen kann ;-)
Da muss ich an meinen ehemaligen Mathe-Prof. denken. Dessen Motto war
ungefaehr:
"sehr gut" fuer Jemanden, der ihm zeigen kann, wo es lang geht.
"gut", wenn man mit ihm mithalten kann.
"befriedigend", wenn man das Meisste kapiert zu haben scheint.
"ausreichend", wenn er nicht voellig an einem verzweifelt ist.
Kurz: Das Semester hat sich praktisch zwischen 3 und 5 bewegt...
"Ausreichend ist doch eine tolle Note, das heisst doch, dass es fuer Sie
ausreicht."
Wir ham zwei Projektgruppen (Gruppen!) + Studienarbeit (Keine
Gruppenarbeit!) + Diplomarbeit im Hauptstudium - Industriepraktikum kann
man irgendwann während des Studiums - jedoch vor der Diplomarbeit -
machen.
An meiner FH (Technische Informatik) hieß die Studienarbeit
Projektarbeit, was eine kleine Diplomarbeit war. Die Einschätzung von
oben, dass es quasi nur Noten zwischen 1,0 und 2,0 gibt, kann ich
bestätigen. Dabei gilt 2,0 als eher ausreichend denn gut.
Projektarbeit: 1,0
Diplomarbeit: 1,0
Gesamtschnitt: 2,2
>V. Baumann wrote:>> Was ist denn eine Studienarbeit?>In Bayern: eine halbe Diplomarbeit, (meistens) direkt vor der>Diplomarbeit. Wurde inzwischen durch die Bachelorarbeit ersetzt.
auch in meinem bachelorstudiengang gibts vor der bachelorarbeit noch
eine studienarbeit, jedoch nur 3 semester und keine 6 wie bei den
diplomern
Studienarbeit: 1,3
Diplomarbeit: 1,0
Schnitt: 1,9
Der einzige in meinem Semesterverband der NIE eine Prüfung wiederholen
musste. Immer alles auf Anhieb bestanden. Nicht das ich extrem gestrebt
hätte. Ich war nur zu faul mich 2x auf eine Prüfung vorzubereiten.
Helden der Nation:
eine 4.0 (ohne geht einfach nicht!) rest reichte es für 2,2 und ne 1.3
im Diplom. Bei uns war ich im Jahrgang damit im obersten Feld (mit
Auszeichnung!) Wobei bei der alten Studienordnung die Diplomnote sehr
reingeschlagen hat! 1.0 gab es nur für Leute, die Ausland ne Arbeit
gemacht haben - jedenfalls war zu meiner Zeit so. Aber seit ein paar
Jahren versuchen die Profs. die Noten zu "verbessern", damit man mehr
möglichkeiten am Arbeitsmarkt hat. Ein paar Alte versuchen Ihr Ding
durchzuziehen. Da war das Motto "Vier gewinnt!" In guten Fächern war
30-50% = 5.0 nicht so selten. Da waren dann auch viele mündliche
"Gespräche" in der dritten Runde möglich. Aber die Zeiten ändern
sich....
Später habe ich an der gleichen FH ein Aufbaustudiengang im anderen
Fachbereich studiert. 1.3 Gesamtnote mit 10% Einsatz (mal Abens was
gemacht) - einfach nur peinlich, wie die Fahbereiche sich unterscheiden!
Dein Satzbau und deine Syntax sprechen aber auch nicht unbedingt für
dich... einfach nur peinlich, dass Ingenieure sich nichtmal ordentlich
artikulieren können.
Diese Notenaufrechnerei ist sowas von albern. Was nutzt mir die tolle
1,9 (seit wann werden Diplomnoten eigentlich so detailliert angegeben?
Kenn das nur gerundet), wenn ich die guten Noten in den falschen Fächern
bekommen hab? uC programmierung 4, VHDL 4 und elektrische schaltungen 4,
dafür mathe 1-3 jeweils mit 1,0... Das bringt überhaupt nichts, und sagt
noch nichtmal was über die Qualifikation aus. Ich hatte genug Profs, die
gute Noten verschenkt haben, und andersrum Profs, bei denen gute Noten
unmöglich waren. Es ist kein Problem, auch dem besten Programmierer des
Jahres derartig miese Aufgaben vorzusetzen, dass er die 1,0 keinesfalls
schafft. Sagt das was über ihn aus?
Deutschland muss von dem Scheiss mal runterkommen. Genau wie diese N.C.
Kacke. Wenn ich Elektrotechnik studieren will, warum hindert mich meine
schlechte Note in Religion daran? Aber solange Absolventen ohne
Berufserfahrung ein Einstiegsgehalt von 60k€ fordern, wird sich wohl
nichts ändern.
> (seit wann werden Diplomnoten eigentlich so detailliert angegeben?> Kenn das nur gerundet)
Die Endnote war bei uns auf zwei Stellen gerundet, nur die Noten aus der
die Endnote besteht, sind halt im üblichen 3.0 3.3 3.7 Format.
>Der einzige in meinem Semesterverband der NIE eine Prüfung wiederholen>musste. Immer alles auf Anhieb bestanden. Nicht das ich extrem gestrebt>hätte. Ich war nur zu faul mich 2x auf eine Prüfung vorzubereiten.
Glaubst du irgendeine Firma interessiert das? Wenn du sowas in einem
Vorstellungsgespräch sagst bist du gleich unten durch!
E-Technik (FH)
Diplomarbeit:
Schriftlicher Teil: 1,0
Verteidigung: 1,0
Studienarbeit: 1,7
Gesamt: 1,9
(FH) Technische Informatik
Diplomarbeit: 1.0
Durschnitt: 1.5
(FH) Informationstechnik
Masterarbeit: 1.1 (zählt 30 % von der Endnote)
Diplomarbeit wird als Studienarbeit gewertet.
(1 Semester Theorie, weil Diplom an der gleichen FH)
(1 Semester Masterarbeit)
Durchschnitt: 1.3
Dieses Notengehabe hier geht ja auf keine Kuhhaut!!!
Gute Note sind eine Pflicht und zwar für jeden selbst. Denn wenn man
nicht mindestens eine 2 in den relevanten Fächern hat dann kommt man bei
einer Bewerbung an der Sekretärin überhaupt nicht vorbei. Alles andere
muss man dann sowieso beweisen. Ob nun bei Einstellungstests oder in der
Probezeit. Ergo: Je besser die Noten im Studium waren, desto besser sind
die Chancen auch eine positive Antwort auf eine Bewerbung
zurückzubekommen. Ob es dann was wird, hängt von jedem selbst ab!!!
Aber protzt nur schön weiter mit eueren fiktiven Noten. Das ist völliger
Blödisinn hier.
Bei uns an der Uni gab es als Abschlussnote nur ganzen Noten, sprich..
Sehr gut, gut , befriedigend...
ergo, bei Gesamt 2,6 sprang dann ein befriedgend am Ende raus.
Ein Blick in die Statistiken zeigt, daß in Biologie die besten Noten
vergeben werden. Der Durchschnitt für ein Uni-Diplom beträgt 1,3. Gerade
in Biologie werden gute Noten inflationär vergeben, mit etwas
Schlechterem als einer 1 muss man sich schon arg dämlich angestellt
haben.
Andersrum bedeutet das, daß man ohne eine 1,0 schon eine gefragte,
spezielle Studienrichtung braucht oder ordentlich was nebenher aufweisen
muss, damit man aus der Masse hervorsticht.
Komisch, dass alle genau eine 1,9 schaffen... Komische Rundungen
irgendwie. Meine Diplomnote ist mit 2 stellen hinterm Komma angegeben,
und ebenso kenn ich die Rundung auf Noten im x.0, x.3, x.7 Prinzip sowie
die "sehr gut, gut, befriedigend, ausreichend" benotung. Aber von einer
1,9 hab ich (außer hier) noch nie gelesen. Ist es das Ego?
>> Komisch, dass alle genau eine 1,9 schaffen... Komische Rundungen>> irgendwie. Meine Diplomnote ist mit 2 stellen hinterm Komma angegeben,>> und ebenso kenn ich die Rundung auf Noten im x.0, x.3, x.7 Prinzip sowie>> die "sehr gut, gut, befriedigend, ausreichend" benotung. Aber von einer>> 1,9 hab ich (außer hier) noch nie gelesen. Ist es das Ego?
bei uns (TU München) sind die Endnoten beim Diplom nur auf eine
Nachkommastelle, alles andere wird abgeschnitten...selbst eine
1,99999... ist eine 1,9. Die Stufung .0, .3 und .7 gibt es nur bei den
ganzen Einzelnoten...und das hat nix mit Ego zu tun, das steht so auch
in unserer Prüfungsordnung drinnen ( siehe
http://portal.mytum.de/archiv/kompendium_rechtsangelegenheiten/allgemeine_pruefungsordnung/ADPO-Lesbare-F-mit-5-And-S-v-13-1-09.pdf/download)
> Beim Juristen ist die 4.0 eine Supernote. Eine 3 ist die> meisten fast unerreichbar.
Nein, auch bei Juristen ist eine 4,0 nur "ausreichend". Aber irgendwie
muß man halt die Spreu vom Weizen trennen...
E-Technik/TI (Uni)
Studienarbeit: 1,3
Diplomarbeit: 1,0
Gesamt: 1,6
Die Studienarbeit wurde bei uns an der Uni auch als eine halbe
Diplomarbeit bewertet. Der Arbeitsaufwand und Projektumfang unterschied
sich allerdings nicht sonderlich (weder bei mir noch bei Kommilitonen).
Lediglich die Bewertung war bei der Studienarbeit nicht so 'streng'.
Ihr Leichenschänder wieder!
Meine Diplomarbeit wurde mit 1,3 bewertet, womit ich auch höchst
zufrieden war. Es handelte sich um eine sehr anspruchsvolle Meßtechnik.
Wobei sich am Ende noch Details ergaben, die ungeklärt blieben, und ich
im Schlußwort bemerkte, daß dort an diesem Punkt am Ende meiner Arbeit
nochmals eine weitere Arbeit zu weiteren Detailuntersuchungen aufgesetzt
werden müsse. Aber das war OK so. Der Prof. hatte das gut verstanden,
und meine Arbeit gewürdigt.