Hallo,
habe ein Problem. Mein altes Intel Pentium M 1.4GHz will nicht mehr so
richtig und ich muss mich wohl oder uebel nach Ersatz umschauen.
Dabei bin ich auf das Samsung NC10 Netbook gestossen. Von der reinen
Ausstattung her, reicht es mir hin. Klein, handlich und leicht.
Daheim benutze ich ohnehin einen externen Monitor, Eingabegeräte und
Speichermedien. Also haette ich auch mit dem fehlenden optischen Laufwer
kein Problem.
Ich bin jedoch etwas unsicher bzgl. der Prozessorleistung. Mein altes
Notebook mit dem Intel Pentium M 1.4Ghz reichte mir immer aus.
Wie kann ich die Leistung des im Netbook verbauten Intel Atom N270 / 1.6
GHz im Vergleich zu meinem alten Intel Pentium M 1.4Ghz einschätzen?
Ich spiele nicht und benutze das MS Office 2003, Eagle 5.3 und max. noch
Gimp oder CorelDraw 12.
Bei gleicher Systemleistung würde ich mich wohl auf das Samsung NC10
Netbook mit einer Speichererweiterung auf 2GByte Hauptspeicher
einlassen.
Kann mir jemand einen Faktor zum Vergleich nennen?
Gruß und Dank.
Christian
Der Atom dürfte langsamer sein, weil er weniger Cache hat.
Der Pentium M hat 1 (Banias) oder sogar 2 (Dothan) MByte
2nd-level-Cache, der Atom aber hat nur 512 kByte.
Allerdings ist der Kern des Atoms etwas fortschrittlicher,
möglicherweise wird dadurch der Cacheverlust partiell kompensiert.
Der Atom Core ist aufgrund seiner völlig anderen Arbeitsweise pro Takt
erheblich langsamer als der Pentium-M Core. Der Unterschied im Cache
kommt noch hinzu. Das Ziel vom Atom-Design war nicht Performance sondern
kompromisslose Reduktion vom Stromverbrauch. Von der Arbeitsweise her
ist das eher Rückschritt als Fortschritt.
Das wird zwar je nach Anwendung etwas vom Hyperthreading kompensiert,
aber in der Praxis ist der 1600er Atom grob vergleichbar mit dem
ebenfalls in eeePCs verbauten 900er Celeron. Eine 1400er Pentium-M, vom
Core her auch ein Celeron aber mit grösserem Cache, ist folglich
beträchtlich schneller.
http://de.wikipedia.org/wiki/Intel_Atom
(Wenn Du den vorangegangenen K'ommentar nicht ver'standen has't - in
keiner Sprache wird der Plural durch Anhängen von Apostroph-S gebildet)
Wie schon richtig gesagt, ist der Atom langsamer als ein
gleichgetakteter Pentium-M. Der Atom mit 1.6GHz entspricht etwa einem
Celeron-M mit 900MHz.
Allerdings hat der Atom Hypherthreading, wovon manche Anwendungsfälle
gut profitieren.
>Allerdings ist der Kern des Atoms etwas fortschrittlicher,>möglicherweise wird dadurch der Cacheverlust partiell kompensiert.
Das ist, wie ja schon bemerkt wurde, Unsinn.
Entscheidend ist, daß der Atom aus Stromspargründen eine
In-Order-Pipeline hat, welche viel Performance kostet.
>Entscheidend ist, daß der Atom aus Stromspargründen eine>In-Order-Pipeline hat, welche viel Performance kostet.
unglücklich formuliert...
sie kostet nicht performance sondern sie ist nicht so performant wie
"state of the art" pipes...
finde nicht das halb voll halb leer passt :D
ich wollte nur das klar zum ausdruck kommt, dass sie keine performanz
"frisst" sondern die performanz nicht liefert... :)
Im Prinzip ein reizvolles Teil, aber auch hier ist wie auf dem
Intel-Board ein i945GC drauf, der mehr Leistung benötigt, als der
Prozessor, was den Gedanken des stromsparenden Prozessors irgendwie ad
absurdum führt. Beim Intel-Board ist übrigens nicht der Prozessor,
sondern der Chipsatz aktiv gekühlt, ob das Board hier auch wirklich ohne
Lüfter vertrieben wird, halte ich für unsicher. Oft werden auf den
Pressewerbebildern die unästhetischen Details weggelassen ...
Warum aber kein DVI, sondern wieder nur dieser analoge VGA-Rotz?
Ist schön wenn man Strom sparen will. Dann aber sollte man auch an
Monitor&Co denken und gleich ein Netbook nehmen.
Für Desktops kriegt man für's gleiche Geld auch normale µATX mit 2,xGHz
Dual-Core Prozessor und ist um ein Vielfaches schneller.
Yep, für den Desktop ist der Atom Unfug. Intel hatte den ja eigentlich
als ARM-Konkurrenz für embedded Systems und PDAs und so Zeug gebaut.
Der geringe Unterschied beim Stromverbrauch geht im Gesamtsystem
praktisch unter. Der Leistungsunterschied aber nicht.
Der Atom ist nett für die Netbooks. Wenn's bloss mal eine ähnlich
sparsame Northbridge gäbe, oder besser noch gleich integriert damit
rausgekommen wäre. Aber als Antrieb eines NAS braucht man eben keine
Pseudo-3D-Grafik.
> Sparsame Rechner baut man mit AMD:> http://www.tomshardware.com/de/athlon-2000-Atom-230-Undervolting,testberichte-240084.html>> Der Intel-Atom ist nicht mehr als ein Hype - und das sehr erfolgreich.
Das ist, wie so vieles, was "tomshardware" veröffentlicht, natürlich
teilweiser Quark. Denn der Vergleich trifft nur dann zu, wenn der Atom
mit ineffizienten Chipsätzen gekoppelt wird, wie das beim oben erwähnten
Foxconn-Board mit dem 945GC der Fall ist.
Wird aber statt dessen der 945GSE verwendet, der halt ein paar Dollar
teurer ist, dann sieht die Angelegenheit schon anders aus.