Säurefeste Handschuhe

OP #1149518
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Kennt jemand ein paar bei Reichelt? hab eben schonmal geschaut aber 
außer Gartenhandschuhe, ESD Handschuhe oder Elektronikschutzhandschuhe 
nichts gefunden. BEi Conrad z.B. gibts ein Paar, allerdings hab ich 
meine Bestellung bei Reichelt getätigt (CeBit Karte war 
ausschlaggebend).
Persönliche Seite #1149534
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OP #1149582
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ich werde wohl ne Acryl Küvette aus 6 mm starken Material und als 
Chemikalien

Ätzmittel, Natriumpersulfat
Entwickler, Natriumhydroxid

nutzen und als Handschuhe

http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=2;GROUP=R62;GROUPID=2741;ARTICLE=65450;START=0;SORT=artnr;OFFSET=1000;SID=27hAs3BqwQARsAAEzFDDAde4885750aa2621b203661a87fdb207b

Falls irgendwas nicht passen sollte, Macht mich bitte darauf aufmerksam.

Edit: Werde die Küvette mit Baumarktsilikon kleben. Also nicht 
spezielles Aquariumsilikon, weil ich im Netz gelesen habe das da nur der 
Stoff der das Schimmeln verhindert raus ist, weil sonst die Fische Bauch 
nach oben schwimmen würden.
Gast #1149730
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ganz so einfach ist das nicht wie ihr euch das vorstellt. Nicht jeder 
Kautschuk Handschuh ist für jede Chemikalie geeignet. Besorgt euch ein 
Sicherheitsdatenblatt von den Stoffen (gibt es beim Lieferanten der 
Chemikalie). Darin ist das Material aufgeführt aus denen der Handschuh 
bestehen muss damit er gegen die Chemikalie resistent ist. Geeignet 
müssten z.B. die Einmalhandschuhe "Dermatril" von KCL oder ähnliche 
Typen von Ansell sein. Diese gibt es ggf. in Fachgeschäften für 
Arbeitsschutzausrüstung. Eventuell auch bei Conrad. Oder bei KCL einmal 
nach Muster fragen.
Persönliche Seite #1149742
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Klaus wrote:
> ganz so einfach ist das nicht wie ihr euch das vorstellt. Nicht jeder
> Kautschuk Handschuh ist für jede Chemikalie geeignet. Besorgt euch ein
> Sicherheitsdatenblatt von den Stoffen (gibt es beim Lieferanten der
> Chemikalie). Darin ist das Material aufgeführt aus denen der Handschuh
> bestehen muss damit er gegen die Chemikalie resistent ist. Geeignet
> müssten z.B. die Einmalhandschuhe "Dermatril" von KCL oder ähnliche
> Typen von Ansell sein. Diese gibt es ggf. in Fachgeschäften für
> Arbeitsschutzausrüstung. Eventuell auch bei Conrad. Oder bei KCL einmal
> nach Muster fragen.

Ja da hast du schon recht ich habe auch aber ich habe halt die 
Erfahrungen mit den zwei Ätzmitteln gemacht und kann von mir aus sagen 
das ein Latex Hanschuh Eisen II clorif und Naatriumpersulfat aushält, 
und der nitrilhanschuh hält mal sicher auch zichmlich viel aus, find ich 
aber unpraktisch, aber wer auf nummer sicher gehen will sollte nicht bei 
reichelt bestellen, habe gehört Neoprenhandschuhe seien auch nicht 
schlecht.
Gast #1149767
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das fatale an der Sache ist, das du es u.U. nicht auf Anhieb erkennst ob 
die Handschuhe für die Chemikalie geeignet sind. Bei Schutzhandschuhen 
gibt es eine Durchdringungszeit. Die wird vom Hersteller für die 
jeweilíge Chemikalie angegeben. Diese zählt ab dem ersten Kontakt mit 
der Chem..

z.B. Aceton durchdringt einen Latexhandschuh innerhalb von 2 Minuten. 
Ein Handschuh aus Butylkautschuk dagegen in 480 Minuten.

Die Dermatrill Einmalhandschuhe sind von der Stärke wie die Erste Hilfe 
Handschuhe im Verbandskasten.

Es gibt also schon gravierende Unterschiede.

Zudem würde ich mir eine Schutzbrille bei den genannten Chemikalien 
gönnen.

Zum Thema Natriumpersulfat gab es hier schon einmal ein ausführliche 
Posting da das Zeug nicht ganz ohne ist.
Gast #1149774
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> auch im Sicherheitsdatenblatt steht, dass Latexhandschuhe das aushalten
> (Seite 3) wir haben in der Schule auch Eisen 3 Clorid und verwenden zum
> Ätzen Einmalhandschuhe...

ich werde morgen im Geschäft mal meine Kataloge wälzen. Mal schauen was 
so geeignet ist und bei den gängigen Händlern so zu kaufen gibt.
Persönliche Seite #1149789
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Den Entwickler aber dann nicht in die geklebte Acrylglasküvette geben. 
Das Silikon kann Essigsäure entwickeln, das riecht man beim 
Kleben/Aushärten, und die schwächt den Entwickler ab.

Und die Beständigkeit Stabilität des Klebers im alkalischen Entwickler 
ist vermutlich auch nicht toll. Nicht dass dir die gefüllte Küvette 
auseinander fällt.

Die Stabilität des Silikonklebers gegen Natriumpersulfat kenne ich 
nicht. Ich würde eine kleine Kleberwurst aushärten lassen und eine 
Stunde in warme (50°C) Natriumpersulfat-Lösung reinlegen und danach 
vergleichen.

EDIT:

Bei den Handschuhen würde ich nicht mit Einmalhandschuhen anfangen. Da 
schwitzt man sich zu Tode. Spätestens beim zweiten Mal ziehst du die 
nicht mehr an. Lieber im Baumarkt etwas festere Gummihandschuhe kaufen, 
die man mit Baumwollhandschuhen drin tragen kann und in denen etwas 
Platz ist. Was die Plattenleger anziehen, um Fliesen mit Salzsäure 
abzureiben, hält auch den schwachen Entwickler und das Persulfat aus.
Gast #1149817
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> Bei den Handschuhen würde ich nicht mit Einmalhandschuhen anfangen. Da
> schwitzt man sich zu Tode. Spätestens beim zweiten Mal ziehst du die
> nicht mehr an.

da müssten bei uns in der Firma die Mitarbeiter/-innen alle mit 
tropfnassen Händen herumlaufen. Ist aber nicht so !
Persönliche Seite #1150272
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> Aber acrylkleber is doch noch weniger geiegnet oder wie?

weniger geeignet als garnicht ist schwer möglich ;)
Vergiss die Idee mit dem Silikon ganz schnell, damit kannst du kein 
Plexiglas kleben. Am geeignetsten ist Dichlormethan, das ist allerdings 
nicht unbedingt recht gesund ;)
Auf was du unbedingt achten musst, wenn du mit einem Lösemittel klebst, 
sind saubere und absolut gerade Schnittkanten, die man leider nicht 
bekommt, wenn man sich das Zeug im Baumarkt zuschneiden lässt.
Insgesamt rate ich dazu, die Küvette lieber aus Glas zu bauen, das 
Material schneidet einem ein Glaser aus Resten gerne für ein Bierchen 
zu.

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