Hallo,
In meiner Firma sind zur Zeit ca.640 Leute beschäftigt.Bis ende April
werden es nur noch ca.480 sein.Für diese Mitarbeiter soll eine
Transfergesellschaft gegründet werden.Ich weiß,jetzt schreien viele
los,Transfergesellschaft schlecht,dient nur dazu die Arbeitslosigkeit
rauszuschieben.
Da aber ernsthafte Zweifel dran bestehen,das die Firma in 1 Jahr noch
exestiert,spiele ich mit dem Gedanken,mich freiwillig nach ca.20
Dienstjahren
zu melden und in die Transfergesellschaft zu wechseln.
Hat jemand erfahrung mit so etwas oder was würdet Ihr in meiner
Situation machen.
gruss
vom Vielleicht bald Transfergesellschaftsmitarbeiter
> nach 20 Dienstjahren dürftest jetzt Du Mitte 40 sein. In diesem Alter> solltest Du in der Lage sein selber Entscheidungen zu treffen.
Damals war noch alles i.O.. Wenn man Arbeit hatte, dann hat man sich
nicht nach neuer umgeschaut bzw. sich nicht für den "neumodischen" Kram
interessiert bzw. gab es keinen Grund sich zu informieren.
Sich in dieser Art weitere Informationen zu besorgen finde ich nicht so
problematisch.
Hallo,
ich habe diesen Thread als ernstgemeinte Frage eröffnet.
Ich kann meine Entscheidung sehr wohl alleine treffen,ich habe ja auch
nur um eure Meinung gebeten.
Klar sind meine Rechte weg,aber wenn die Firma in 8 Monaten zu macht
sind sie auch weg.
Meine Frage zielt auch daraufhin,ob hier jemand schon diesen Weg
gegangen ist
und ob er es bereut oder zufrieden damit geworden ist.
Bitte nur ernstgemeinte Antworten,zum Spassen ist mir zur Zeit nicht.
gruss
vielleicht bald arbeitssuchender
Die Transfergesellschaft (Auffanggesellschaft) hat nur den Zweck, Dich
auf ein geringeres Einkommen zu setzen, das dann Basis für die Bemessung
des ALG ist.
...
Hallo,
so wie ich das rausgefunden habe,wird das ALG nach der
Transfergesellschaft nach dem letztem Einkommen beim alten Arbeitgeber
berechnet.
Bitte berichtigen wenn ich da was falsch verstanden habe.
Hallo,
das stimmt.Aber ich wäre 12 Monate da bei 80 % meines letzten einkommens
plus Abfindung.Danach 12 Monate ALG.
Bei meiner Firma sieht es ziemlich düster aus.Wenn die sagen wir mal in
6 Monaten zumacht,dann bekomme ich 12 Monate ALG und dann Alg2,ohne
Abfindung.
Ausserdem,wenn ich bei meiner Firma bleibe,dann ab sofort kein
Urlaubsgeld,Weihnachstgeld,sämtliche freiwilligen zulagen gestrichen,14
% Lohnkürzung,Era Ausgleichszahlungen gestrichen usw.
Viel bleibt da auch nicht übrig.
Ruf beim Amt an und frag nach auf was sich die ALG Grundlage stützt !
Könntest du hier ja mal schreiben wenn es geht. Ansonsten einfach die
Vorteile und Nachteile gegenüberstellen ... auch öffentlich für die, die
dir später folgen ...
Abzüge Firma:
Urlaubsgeld
Weihnachstgeld
sämtliche freiwilligen zulagen
14 % Lohnkürzung
Era Ausgleichszahlungen
Abzüge Transfergesellschaft:
Urlaubsgeld
Weihnachstgeld
sämtliche freiwilligen zulagen
20 % Lohnkürzung
Era Ausgleichszahlungen
Vermutlich lohnt es sich in so einer Situation, einfach mal ein paar
hundert Euros in einen Arbeitsrecht-Fachanwalt zu investieren. Den
brauchst Du evtl. so oder so bald.
Bei "normalen" Versicherungen bracuht man etwa 3 Monate vorlauf. Evtl.
geht Arbeitsrecht auch sofort los.
Bekommt man nicht noch Insolvenzgeld wenn die Firma pleite geht ? Evtl.
solltest du mal Insolvenz für die Firma beantragen.
Hallo,
also Alg wird nach dem letztem Einkommen beim alten Arbeitgeber
berechnet.
Jetzt Vorteile und Nachteile:
Abzüge Firma:
Urlaubsgeld
Weihnachstgeld
sämtliche freiwilligen zulagen
14 % Lohnkürzung
Era Ausgleichszahlungen
wenn Firma zu:
Urlaubsgeld
Weihnachstgeld
sämtliche freiwilligen zulagen
33 % Lohnkürzung
Era Ausgleichszahlungen
Bei Transfergesellschaft:
Abfindung
Abzüge Transfergesellschaft:
Urlaubsgeld
Weihnachstgeld
sämtliche freiwilligen zulagen
20 % Lohnkürzung
Era Ausgleichszahlungen
Was ich wissen möchte ist,ob die Weiterbildungsmassnahmen etwas bringen
oder nur Zeitvertreib sind um das Jahr rumzukriegen?
Nein ich bin kein Quimonda-Mitarbeiter.
Ist aber egal,sieht ja überall sehr schlecht aus.
Nanu ?
Fachkräfte werden doch händeringends gesucht !
Bei Opel, Daimler, Qimonda, HRE, ...
Wurde uns doch hirnwäschenmässig gepredigt, von Westerwelles,
Christiansens, Gesamtmetall, ... medienmässig seriös begleitet von
massgebenden Meinungsmachern von BILD über FAZ, Focus, Spiegel bis Welt
...
Selbst unsere Fr. Dr. aus der Ex-"DDR", einschlägig erfahren als
Sekretärin für "Agitation und Propaganda", teilte uns gleichermassen
unwidersprochen mit, der "Aufschwung" sei inzwischen beim "Bürger"
( weniger bei den sozialschmarotzernden Pennern und noch weniger bei den
intelligent in Luxembuerg/Monaco-Stiftungen investierenden
"Leistungsträgern" der Gesellschaft ) angekommen !
> Was ich wissen möchte ist,ob die Weiterbildungsmassnahmen etwas> bringen oder nur Zeitvertreib sind um das Jahr rumzukriegen?
Dreimal darfst Du raten...
> Was ich wissen möchte ist,ob die Weiterbildungsmassnahmen etwas bringen> oder nur Zeitvertreib sind um das Jahr rumzukriegen?
Das kommt auf den Bildungsträger an. Das sind nunmal
privatwirtschaftliche Betriebe, die nur das Ziel haben, Gewinne zu
erwirtschaften. Da sie oft mit den Mitarbeitern der Behörden verfilzt
sind, fehlt der Wettbewerb auf Qualitätsebene. Die Animateure (äähh:
Dozenten) sind oftmals selbst Langzeitarbeitslose, die gelegentlich
einen für eine Maßnahme befristeten Dozentenvertrag bekommen.
Das Bild im Anhang zeigt das vom Dozenten gezeichnete Tafelbild bei
einer Trainingsmaßnahme "Elektrotechnik" eines angesehenen
(zertifizierten) Bildungsträgers vor etwa einem Jahr
(Maßnahmekennzeichnung oben rechts entfernt). Man beachte neben der
Beschaffenheit der Ausbildungsräume besonders die Kabelfarben an der
Wechselschaltung, was Rückschlüsse auf die fachliche Qualität der
gesamten Maßnahme erlaubt.
Ich räume ein, dass es vermutlich auch (positive) Ausnahmen gibt, in
meinem Bekanntenkreis ist ihnen aber noch niemand begegnet.
...
>...Kabelfarben...
Der Dozent hatte wohl bloß keine schwarze Kreide.
(Hat wohl improvisiert).
Die Gerätesymbole/Kabelkreuzung/Schaltersymbole
sind aber schon Asbach-Uralt.
(Lampen werden schon seit Anfang der 70er ohne
Kreis gezeichnet).
Das ist definitiv nicht Normgerecht.
> Was ich wissen möchte ist,ob die Weiterbildungsmassnahmen etwas> bringen oder nur Zeitvertreib sind um das Jahr rumzukriegen?
Das hängt zum Einen von der Transparenz der Kursinhalte ab und
ob potenzielle Arbeitgeber ein Zertifikat überhaupt anerkennen.
Am meisten zählt immer noch langjährige Berufserfahrung.
Gammeln wäre dagegen schädlich im Lebenslauf.
Ein Auslandsaufenthalt wäre auch nicht schlecht.
> Was an den Kabelfarben soll den so verkehrt sein? Laut DIN VDE 0293-308> sieht das ziemlich korrekt aus.
Grün-Gelb als Korrespondierenden verwenden entspricht der DIN???
...
Diese Aussage trifft nicht zu,
Du erhällst zwar einen geringeren Betrag aber es gilt für die Agentur
für Arbeit (Arbeitsamt) der BRUTTO-Durchschnitt der letzten 12 Monate,
die der Arbeitnehmer im Erwerb war.
Hoffen wir doch alle gemeinsam, dass wir schenller wieder in Brot und
Arbeit stehen.
ciao.
Meine Meinung, hoffe etwas hilfreicher als so einiges anders hier.
Die Transfergesellschaft dient den Interessen anderer. Ein Element der
Korruption deutscher Machart.
Du bist für die Zeit aus der Statistik raus, das will die Politik.
Andere verdienen an dir: Das wollen die sog. Träger.
Du bist dennoch wenn auch indirekt bei der sog. Arbeitsagentur:
Das will diese getarnte Behörde.
Du verlierst deine Rechte aus den Kündigungsschutz: Das will die Firma
und evtl. mit billigen jungen Kräften weitermachen.
Wäre dem nicht so könntest du dir mit den Mitteln die andere an dir
verdienen dir eine sehr viel bessere Fortbildung gestalten (z.B könnten
dann Universitäten entsprechendes anbieten).
Deine Entscheidung kann dir keiner abnehmen, ob die Transfergesellschaft
dir bei irgendetwas hilft wäre ein glücklicher Zufall. Für dich wurde
Sie aber nicht geschaffen
Die Darstellung der Firmenleitung kann stimmen, muss aber auch nicht.
Wie sich die Märkte entwickeln in denen dein AG tätig weißt du besser
als jeder hier, wäre aber hilfreich zumin. die Branche zu nennen.
Sorry für die etwas rhetorische Schreibe. Es hilft evtl. mehr das ganze
einzuordnen.