20mA Stromschnittstelle

#91183
Lesenswert?

Sagt mal bei TTY gibt es doch mehrere Definitionen, oder täuscht mich
das? Ich denke da so an 0-20mA und 4-20mA?
Wenn ich jetzt eine 4-20mA Schnittstelle habe, wie werden dort die
Daten übermittelt? ist das im Sinne einer PWM, oder wie muss man sich
das erklären?

MfG Carsten
Gast #91184
Lesenswert?

Hallo Carsten,
Du wirfst da 2 völlig verschiedene Sachen in einen Topf.

TTY ist eine digitale current loop (20mA) Schnittstelle die Daten in
beliebigen Formaten übertragen kann.

0..20 bzw 4..20mA ist eine analoge Übertragung, bei der die
Information im Wert des Stromes steckt. Beide Versionen sind im Prinzip
gleichwertig, wobei die 4mA zur Speisung eines Messumformers und/oder
zur Überwachung der Leitung auf Unterbrechung benutzt werden können.

Dieter
#91185
Lesenswert?

Hallo Dieter,
ok dann geht es mir um die analoge Schnittstelle.
Dort habe ich aber auch nur 2 definierte Signale (4mA und 20mA)?
Muss ich dann die Signale wie bei einer PWM auslesen, sprich auf
steigende fallende und steigende Flanke triggern und dann das
Zeitverhältnis bilden?

Carsten
Gast #91187
Lesenswert?

nein, 4mA entsprechen dem min. Messwert, 20mA dem max. Messwert. 12mA
entsprechend halber Wert. Was das ganze dann physikalisch bedeutet,
kommt auf den Messumformer dann.
Bsp Temperaturtransmitter 0..40°. 4mA entsprechen 0°, 20mA 40° und
jeder Messwert irgendwas dazwischen.
Vorteil des ganzen: nur eine 2Drahtleitung zu den jeweiligen
Messstellen erforderlich und vor allem unabhängig von Leitungslänge und
evtl. Kontaktwiderständen, mehrere Empfänger können einfach in Reihe
geschaltet werden.
Speisung -> Transmitter -> vor-Ort-Anzeige -> zus. Grenzwertschalter ->
SPS/Regelung. Durch alle fliesst der identische Strom. Hat nat. alles
seine Grenzen, definiert über die Gesamtbürde.
Zus. gibts noch die Möglichkeit, mittels Hart-Modem auf der
current-loop digitale Daten über die Leitung in beide Richtungen zu
übertragen, das ist aber eine andere Geschichte.
Gast #91189
Lesenswert?

ja, ist analog. Einfach im Empänger einen 250-Ohm-Widerstand einbauen
und über diesem die Spannug messen, ergibt eine Spannung von 1..5V.
Normalerweise nimmt man dafür Messwiderstände mit 0,1% Genauigkeit und
geringem TK, aber wenn es nicht ganz so drauf ankommt, tuts auch ein
normaler Metallschichtwiderstand.
Gast #91191
Lesenswert?

Viele Messumformer verfügen im 4-20ma Signal codiert auch über digitale
Informationen des Messsignals über FSK z.B. Dies ist deshalb der Fall,
weil die Daten meist im Umformer Ad-gewandelt, Linearisiert und dann
ins Analoge rücktransformiert werden, um an allemöglichen Umgebungen
andocken zu können.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren