Hi,
ich habe Platinen anfertigen lassen - allerdings lassen sie sich fast
nicht löten - es ist als wenn da irgendwas drauf wäre, mich wundert
auch die goldene Farbe - kennt das jemand ( war meine erste gefertigte
Platinen-Bestellung - daher kann auch sein, dass das ein
Anfänger-Fehler ist)
Würde mich super freuen, wenn jemand einen Tipp hätte.
Gruß
Tim
Beschichtung sicher nicht, es sei denn, bei der Produktion wäre gehörig
etwas schiefgelaufen.
Das Oberflächenfinish sieht nach chemisch Nickel/Gold (ENIG) aus, die
Farbe ist so in Ordnung.
Sind das deine ersten durchkontaktierten, zweiseitigen Platinen?
Dadurch, daß mehr Metall erhitzt werden muß, mußt du entsprechend mit
dem Lötkolben mehr Wärme zuführen, bevor das Zinn ordentlich verläuft.
Vielleicht ist es das?
Nicht alles was nach Gold aussieht, ist auch welches- aber in diesem
Fall schon....
Allerdings lässt sich Gold nicht so gut benetzen wie Zinn oder Bleizinn-
und wenn's aus China kommt, ist es fast katastrophal.
Hi,
zur erste Frage: Nein ist eine einseitige Platine
zur Zweiten: Kommt aus Bulgarien
Man kann quasi normal Löten - aber das Lot bildet auch nach längere
Zeit fast noch eine Perle, die man dann "wegbrechen" kann
Gruß
Tim
Bensch wrote:
> Allerdings lässt sich Gold nicht so gut benetzen wie Zinn oder Bleizinn-> und wenn's aus China kommt, ist es fast katastrophal.
Gold lässt sich super benetzen, es bildet nämlich keine lästigen
Oxidschichten und die Löslichkeit in Zinnloten ist auch bestens (fast
schon zu gut).
Wenn sich "Gold" nicht benetzen lässt, dann ist entweder was drüber oder
drunter nicht in Ordnung!
Nein, speziell bei bleifreien Loten ist die Benetzung von Gold
schlechter. Das Zinn ist kein Problem, da es aufschmilzt.
Ganz schlimm ist minderwertige Vergoldung, daher mein Hinweis auf China.
Ich hab damit genügend schlechte Erfahrung- nicht von meinen
Leiterplatten, sondern von solchen, die ich netterweise für eine
befreundete Firma gelötet hab, da sie noch keine bleifreie Welle hatten.
Bensch wrote:
> Nein, speziell bei bleifreien Loten ist die Benetzung von Gold> schlechter. Das Zinn ist kein Problem, da es aufschmilzt.
Nö. Das Gold ist nicht das Problem!
> Ganz schlimm ist minderwertige Vergoldung, daher mein Hinweis auf China.
Ein bekanntes Problem, insbesondere bei schlechten bzw. sehr dünnen
Goldschichten, ist die Oxidation der Schicht drunter, was ja oft Nickel
ist. Das oxidierte Nickel lässt sich dann schlecht löten, weil die
Benetzung schlecht ist und das bissl Gold drüber im Lot in Lösung geht.
Das klingt ja so, als sei von Deinem Dienstleister nach Entwicklung und
Ätzen die Photobeschichtung nicht ordentlich von der Platine abgelöst
worden.
Sag doch mal, was der Dienstleister kostet. Sicher bist Du aus
Preisgründen in Bulgarien gelandet (sofern Du da nicht wohnst), oder?
Link?
Wir hatten auch Probleme mit vergoldeten Pads. Weis der Teufel wiso..
Bisher dachte ich auch immer Gold sei am Besten für sowas, aber HAL geht
wesentlich besser...
Marco Beffa wrote:
> Wir hatten auch Probleme mit vergoldeten Pads. Weis der Teufel wiso..> Bisher dachte ich auch immer Gold sei am Besten für sowas, aber HAL geht> wesentlich besser...
Kann ich übrigens für Q-PCB absolut nicht bestätigen. Habe sowohl HAL
als auch Au-Ni bei denen fertigen lassen, letzteres ist eindeutig
besser zu löten (was nicht heißen soll, dass das HAL deshalb schwer
benetzbar wäre, aber das Au saugt einem das Zinn förmlich aus dem
Lötkolben).
Das wird eine Platine von Virus aus Bulgarien sein. Nehmen wir auch ab
und zu. Die ENIG-Oberfläche war bei uns bisher immer einwandfrei und bei
dem Preis...
~60 Euro für 160x100 einschließlich Versand und 5 AT habe ich in D noch
nicht gefunden.
>~60 Euro für 160x100 einschließlich Versand und 5 AT habe ich in D noch>nicht gefunden.
Doch, gibt's, aber nur für Gewerbliche Kunden! Fischer Leiterplatten
prototypenservice. Eurokarte 5AT ohne Versand €48.60. Für 11 Euro sollte
sich das Plättchen dan auch noch verschicken lassen...
Gruss
rayelec