Hallo zusammen,
ich möchte die Abgastemperatur an einem Holzofen messen - möglichst
direkt am Ofenrohr (aussen, nicht im Rohr).
Das kann ziemlich heiß werden (ist irgendwie der Sinn :-P )
Naja, jetzt stellt sich die Frage, gibt es einen Temperatursensor (kein
Bimetallfühler), der in diesem Bereich (200°C und mehr) noch arbeitet?
(Das ist deutlich ausserhalb des üblichen Bereichs - ich habe nur einen
Beitrag hier gefunden, der Schreiber hatte sich für eine Diode
entschieden)
Wie das Ausgabesignal aussieht ist erstmal relativ egal, ich bin grad am
planen und bin noch etwas flexibel (wobei mir ein Analogwert am liebsten
wäre).
(µC wird ein Mega16, Uart ist für PC Kopplung, TWI für eventuelle
Erweiterung, INT0-2 für andere Dinge verplant (u.a. IR / Taster))
Aber auch periodisches Polling eines digitalen Wertes wäre machbar.
Von der µC Seite her kein Ding, aber ein normaler Sensor tropft
vermutlich einfach weg.....
(OK, ich könnte etwas Abstand halten und einen LM135 verwenden, das ist
Plan B...)
Aber vielleicht hat jemand von euch noch eine bessere Idee?
Danke
Christian
Optimal wäre ein Platinsensor (PT100 oder PT1000). Wenn es nicht aufs
Grad ankommt ist auch der Beschaltungsaufwand vertretbar. Ausserdem kann
man den dann als quasi linear ansehen und muss sich keinen Stress mit
Umrechnungen geben. Je nach Bauart vertragen die auch über 700°C, kannst
ihn also auch innen Ofen hängen ;)
Grtz,
Grille
PT100 geht ein ganzez Stück über 300°C - ich glaube bis zu 850°C.
Ansonsten gehen auch Thermoelemente wie z.B. Typ:K (NiCr/Ni) oder Typ:L
(FeCu/Ni), aber das ist wohl Aufwendiger wegen der Vergleichsstelle.
Thermo-Element?
Da das aber normal weichgelötet ist das Lot wohl wegschmilzt, müsste man
das mal hartgelötet probieren - so heiß wird der Ofen dann hoffendlich
nicht.
@Thermoelement:
Die Teile gibbet auch in geschweisst (sollten die jenseits der 1k°C auf
jeden Fall sein). Thermoelemente finde ich für so eine, wohl eher
weniger anspruchsvolle Aufgabe, viel zu schwierig auszuwerten, da man
sehr hochohmig messen muss und wie schon gesagt eine Vergleichsstelle
braucht.
@PT100:
Für einfache Anwendungen kann man einen PT1000 (1kOhm bei 0°C) mit einem
möglichst Temperatustabilen Widerstand als Spannungsteiler schalten und
einfach mit dem ADC vom Controller messen. Da hat man von 0-300°C über
1kOhm Widerstandsänderung, was eine ausreichende Spannungsänderung am
ADC für eine Messung im °C Bereich ergeben dürfte. Schätze mal, dass +/-
5°C nicht schlimm sein dürften, beim Rauchgas, sodass kalibrieren
eigentlich auch entfallen kann, wenn der 2. Temperaturstabile R
einigermaßen genau ist.
Kleines Rechenbeispiel zu dem PT1000:
mit 1K R gegen gnd liegen bei 5Vcc ca. 2,5V an, dh. man kann die interne
Referenzspannung von 2,54V (oder so ähnlich) verwenden, um die Auflösung
noch etwas zu verbessern (gegenüber Vref=Vcc). bei 300°C hat der PT1000
ca. 2,1KOhm, es liegen also ca. 1,7V am ADC an. Damit ergibt sich bei
10bit Auflösung ca. 350 Schritte, also könnte man so auf 1°C genau
anzeigen. Mit ein Bisschen Rechenaufwand und sorgfältiger Wahl der
Komponenten müsste das auch einigermaßen genau sein.
Ein Thermoelement ist Niederohmig, das stimmt. Man muss aber hochohmig
messen, da das Thermoelement eigentlich ein Generator ist. D.h es ezeugt
Strom da zwischen Element und Vergleichsstelle ein Temperaturunterschied
herrscht. (ähnlich wie ein Peltierelement)
Wenn du jetzt niederohmig misst, ist deine erzeugte Spannung gleiich
wieder weg.
Gruß
Roland
Hallo, also wir haben einen Holzkessel daheim da müsste ein PT100 drin
sein. Hab schon Temperaturen von 400°C+ auf dem display gehabt müsste
also funktionieren
Hallo,
schau dir mal das Multimeter M345pro an.
Kann Temperaturen bis 750Grad +-3Grad messen und gegebenfalls noch
seriell ausgeben. Außerdem ist das Multimeter relativ preiswert.
mfg
Guten morgen,
ich habe sowas ähnliches schon mal gemacht.
Die Temeratur wird zwar direkt im Rohr gemessen (bis zu 700°C)
Hab das ganze mit einem Typ K Termoelement in Verbindung MAX6675
gemacht.
Das ganze hat dann einen SPI Schnittstelle. Einfacher gehts fast nicht
mehr ;-)
Gruß
Jürgen
Es sollten sowohl PT Widerstand als auch Thermoelement gehen. Der
Aufwand für die Auswertung sollte vergleichbar sein und das Multimether
wäre eine relativ einfache Lösung. Die Thermoelemente sind meistens
kleiner, aber dafür nicht nicht so genau. Für die Messung der
Gastemperatur sollte das aber reichen, denn die größere Frage ist da wo
man denn eigentlich mißt, und wie das Verhältnis von Strahlungskopplung
zu Kopplung ans Gas ist.
Wegen der geringeren Größe und daher schnelleren Reaktion würde ich ein
Thermoelement vorziehen. Die gibt es auch relativ gut geschütz als
Mantelthermoelement in einer dünnen Edelstahlhülle (0,5 - ca. 2 mm).
> aber dafür nicht nicht so genau
Das ist auf der Seite der Sensorik genormt (gibt
Thermoelement-Genauigkeits-Klassen). Variiert von 0.5 Grad bis 4 Grad
Genauigkeit, je nach Typ (K, usw) und Temperaturbereich.
http://www.bubthermo.de/d06/Seite_05______Techn._Erlauterungen_Thermoelemente.pdf
Auf der Auswerteseite können beim MAX6674/5 (wenn ich mich richtig
erinnere) 2 Grad Fehler dazukommen.