Hallo Leute, ich habe keine Ahnung, brauche aber trotzdem saubere
Wäsche. Bis vor kurzem gab es eine Waschmaschinenhaltergemeinschaft im
Haus, die jetzt aber auseinandergebrochen ist. Nun soll eine eigene
Waschmaschine her.
Leider wohne ich in einer komischen Wohnung mit einer seltsamen
Wasserinstallation.
In der Küche hängt ein Durchlauferhitzer. Hinter dem Durchlauferhitzer
kommen zwei Rohre aus der Wand, die beide an den DLE angeschlossen sind.
Über T-Stücke sind dort noch zwei dünne Röhrchen angeschlossen, die zur
Mischbatterei über der Spüle führen. Die Mischbatterie der Spüle selbst
ist noch zusätzlich zentral in der Wand verankert - auch das könnte ein
Wasseranschluß sein, ich bin mir aber nicht sicher. Der DLE bedient auch
das Bad mit Warmwasser, vermutlich über die Rohre in der Wand hinter
selbigem. Einer wäre dann der Zufluß, der andere der Warmwasserausgang?
Jetzt weiß ich nicht, wie und wo ich in der Küche - dort kommt die
Maschine hin - Wasser für die Maschine abzapfen kann. Einen
Wasseranschluß für die Waschmaschine gibt es nämlich (noch) nicht, nur
diese Installation aus Spülenmischbatterie und DLE. Kann man in diese
dünnen chromfarbenen Metallrohre zwischen Durchlauferhitzer und
Mischbatterie ein T-Stück setzen und dort die Maschine anklemmen?
Wie heißen diese dünnen chromfarbenen Rohre? Wo gibt es T-Stücke und
sonstiges Material, das man dazu braucht? Braucht man Spezialwerkzeug?
Wie verhindert man, daß sich die Anordnung bei Abwesenheit desintegriert
und die Wohnung unter Wasser setzt?
Wie macht man am besten den Abfluß der Waschmaschine? Einfach den
Schlauch mit Kabelbindern in die Spüle hängen? Zum Fenster raus?
Irgendwie mit einem weiteren T-Stück an das Waschbecken anforschen?
Wie ihr seht, bin ich nicht besonders schlau und auf eure Hilfe
angewiesen.
Danke... ein Saubermann.
Dirk J. schrieb:
> Installateur beauftragen.
Würde ich auch empfehlen, am Besten über den Vermieter/Hausverwalter. Es
ist zwar kein Hexenwerk noch ein Eckventil zu setzen, aber in einer
Mietwohnung wäre ich aus versicherungstechnischen Gründen vorsichtig.
Wer zahlt bei Wasserschaden, wenn die Installation nicht korrekt war und
von dir ausgeführt wurde?
Du, eine handelsübliche Maschine braucht kaltes Wasser. Laß dir ein
Ventil setzen, denn eine durchfeuchtete Wand kostet deutlich mehr. Den
Abfluss kann man selber machen, da gibts notfalls im Baumarkt welche die
2 Zusätzliche Abflüsse haben. Den Durchlauferhitzer läßt du besser in
ruhe.
>Den Abfluss kann man selber machen
In normalen Siphons (unter der Spüle) ist in der Regel ein Anschluss für
Spül- oder Waschmaschine. Dort kann der Abwassserschlauch 'rein.
Ansonsten gibt's die wie gesagt im Baumarkt.
Ok, mir ist natürlich klar, daß ich an dem DLE nichts rumzuschrauben
habe. Aber ein T-Stück in die Leitung zwischen DLE und Spülen-Armatur
reinzusetzen, das sollte doch gehen, oder?
Ich habe auch schon rausgefunden, daß diese dünnen Rohre in
"Quetschverbindungen" reingehören und daß man diese im Baumarkt für ein
paar Euros kaufen kann.
Wie würdet ihr das machen? Ich würde einfach Aufputz einen halben Meter
von dem T-Stück weg zu einem Anschlußhahn für die Waschmaschine. Dazu
bräuchte es dann noch einen Hahn, der so einen Quetschanschluß hat.
Hi,
Du brauchst für die waserseite Nen Kugelharn mit Rückschlagventiel
(Vorsrift) und für die abwaserseite reicht es bei sifon sonnen einlas
T-Stück und den Schlauch befestigt da dran mit soner Schraubschelle.
K. J. schrieb:
> Hi,>> Du brauchst für die waserseite Nen Kugelharn mit Rückschlagventiel> (Vorsrift) und für die abwaserseite reicht es bei sifon sonnen einlas> T-Stück und den Schlauch befestigt da dran mit soner Schraubschelle.
Du meinst wohl 'Kugelhahn'?
Erstens sind Kugelhähne in der Hauswasserleitung nicht zulässig (je nach
Versorger unterschiedlich) und zweitens muss das Rückschlagventil an den
Haupthahn (vor oder hinter die Wasseruhr).
Für den Waschmaschinenanschluss genügt in diesem Fall ein stinknormales
Eckventil (Baumarkt), dort kann auch das 8mm - Kupferrohr angeschlossen
werden.
Nur daß ein Eckventil eben nicht geht, weil man das ja an ein Rohr in
der Wand anschließt. Ich bräuchte einen Hahn, der eine Flanschplatte zum
Andübeln an die Wand hat und als Zulauf seitlich einen Quetschanschluß
für das dünne Rohr.
Saubermann schrieb:
> Nur daß ein Eckventil eben nicht geht, weil man das ja an ein Rohr in> der Wand anschließt. Ich bräuchte einen Hahn, der eine Flanschplatte zum> Andübeln an die Wand hat und als Zulauf seitlich einen Quetschanschluß> für das dünne Rohr.
Genau für diesen Zweck gibt's im Baumarkt Montagewinkel, in die du das
Eckventil 'reinschrauben kannst: 90°-Bogen mit 1/2" für Eckventil, 2
Löcker zum an-die-Wand-bohren und Lötanschluss für's Rohr.
Oder einfach im Baumarkt mal stöbern, die haben sicher was Passendes,
und wenn's ein stinknormaler Wasserhahn mit 3/4"- Anschluss für den
Waschmaschinenschlauch ist.
Ihr seit mir vielleicht ein paar Klempner.
Ist ja auch das falsche Forum.
Also...
Frischwasser(kalt, da die Geräte eigene Heizungen haben)
In der Wand muß sich ein Wandteller o.ä. mit Rohrgewinde
(Innengewinde 1/2 o.3/4")befinden wo ein normaler Wasser-
hahn mit Dichtungsband festgeschraubt wird. Wenn nicht,
aufstemmen(oder Aufputz) und neu verlegen von einem Rohr
in der Nähe, aber bitte hinter dem Wohnungshaupthahn und
nicht, wie bei mir, irgendwelche Handwerker mal gemacht
haben, nach Belieben am Steigrohr. Haushaupthahn ist schwer
zugänglich und am Wohnungshaupthahn ist nur WC und Kalt-
wasser Spültisch dran. Murks.
Am 3/4"Außengewinde des Hahns kann dann der Schlauch
direkt angeschraubt werden weil eine Tülle am Schlauchende
gewöhnlich serienmäßig ist.
Wenn ein einfaches Eckventil für eine Spül-oder Waschtisch
einer entsprechenden Batterie vorhanden ist muß man sich
nur EIN Doppelspindel-Eckventil(mit 3/4" Außengewinde) für
den Schlauchanschluß, besorgen und austauschen. Ein zweiter
Hahn für die Maschine ist da gleich integriert. Da sollte
dann ein 3/4" Außengewinde dran sein wo man den Schlauch
der Maschine dann auch einfach direkt anschließen kann.
Beim Verlassen des Hauses sollte man den Hahn für die
Maschine immer zudrehen weil der unter Druck stehende
Schlauch auch unbemerkt platzen kann. Dann hat man den
Schlamassel und die Nerven liegen dann schnell blank.
Es gibt zwar auch Geräte mit einem Flex-Schlauch und einer
Box dran. Das ist dann so eine Schutzmaßnahme gegen
Schlauchbruch. Ich weiß jedoch nicht, ob das bei allen
Geräten jetzt üblich ist. Ich würde mal die Versicherung
fragen unter welchen Schadensumständen die zahlt.
Übrigens von der Quetschtechnik(für Kupferrohr) würde ich
die Finger lassen weil man dafür eine Hydraulische Zange
benötigt und die Handhabung erst mal gelernt werden muß,
mal ganz abgesehen davon das so ein Gerät nicht überall
ausleihbar und dann ganz schön Geriebenes kostet. Üblich
sind entweder Kupferrohre löten oder verzinktes Stahlrohr
zum Verschrauben aus dem Baumarkt. Rohrzange reicht.
Für handwerklich Begabte ist das verzinkte Rohr und Teflonband
(Handwerker nehmen auch gern Hanf) wohl die beste Lösung,
denn zum Löten ist auch ein Brenner und Erfahrung nötig.
(Hat bei mir auch am Anfang nicht geklappt und mußte
Lehrgeld zahlen).
Bei verzinktem Stahlrohr gibts ein reichhaltiges Sortiment
an unterschiedlichen Teile aber wenn ein Gewinde aufs Rohr
geschnitten werden muß benötigt man eine Kluppe, die auch
nicht jeder hat und beherrscht, wenn er es vorher nicht
gezeigt bekommt.
Abwasser
Hier kann man wie weiter oben schon beschrieben einen speziellen
Siphon(Traps)kaufen(sofern ein Wasch- oder Spülbecken
vorhanden ist) wo ein Abzweig für den Abwasserschlauch einer
Maschine(Wasch.. oder Spül..) eingearbeitet ist.
Am Abzweig des Siphons ist das meist eine Schlauchtülle für
verschiedene Schlauchdurchmesser (in der Regel 1"). Man kann
den Schlauch aber auch ohne Becken an einen Siphon anschließen.
Man sollte dann aber den Siphon abdichten damit ein Überlauf
bei Rückstau vermieden wird und es nicht so nach Kloake stinkt.
Wenn noch Fragen sind, schau ich hier nochmal vorbei?
Ok, das hat schonmal weitergeholfen!
Also Eckventile jeglicher Art habe ich nicht. Der DLE ist direkt auf
das, was aus der Wand kommt, aufgeflanscht. Da will ich auch die Finger
von lassen.
Aus dem DLE kommen zusätzlich zwei dieser dünnen, biegbaren Röhrchen,
die direkt zur darunter installierten Mischbatterie für die Spüle gehen.
Dort würde ich gerne das T-Stück einsetzen und dann mit einem
gleichartigen Rohr weiter zu einem an die Wand zu dübelnden Hahn, an
welchen ich den Schlauch der Maschine anschließe. Die Maschine wird
direkt neben der Spüle stehen.
Abwasserseitig werde ich mir dann wohl so einen Siphon mit
Zusatzanschluß besorgen müssen, vorgesehen ist da bisher nichts. Doof
ist, daß ich einen "Doppelsiphon" habe für zwei Spülbecken
nebeneinander. Hoffentlich gibt es da was geeignetes.
Der Hahn würde natürlich nur aufgedreht werden, wenn ich die Maschine
benutze. In meiner Abwesenheit laufenlassen würde ich die Maschine auch
nicht. So paranoid bin ich.
Noch was.
Es sieht so aus, also ob der Auslauf von der Mischbatterie das gleiche
Gewinde hätte wie der Waschmaschinenschlauch. Das wäre zumindest eine
Übergangslösung, im Singlehaushalt läuft die Maschine ja nur 1 bis 2 mal
pro Woche, wenn's hoch kommt.
@Saubermann:
Bist du dir sicher, daß es ein Durchlauferhitzer ist? Was versorgt denn
das Teil im Badezimemr? Nur das Waschbecken, oder auch die Dusche /
Badewanne?
Möglicherweise ist es nur ein druckloses Warmwasser-Gerät. Die haben
vorne so eine kleine Glimmlampe dran, und köcheln den ganzen Tag vor
sich hin, und halten das Wasser warm.
Weitere Hinweis zur Identifikation:
Ein Durchlauferhitzer zieht ca. 18, 21 oder 24 KW an Leistung
(dreiphasig!), und ist eigentlich imemr seperat abgesichert.
So ein einfaches Warmwassergerät zieht ca. 1-2 KW, und ist über die
normale Haus-Sicherung angeklemmt.
Schau einfach mal auf das Typenschild von deinem Warmwasser-Gerät, und
melde was da drauf steht.
>Das ist dann so eine Schutzmaßnahme gegen>Schlauchbruch. Ich weiß jedoch nicht, ob das bei allen>Geräten jetzt üblich ist.
Nennt sich Aquastopp und ist erst so ab ca. 500 € in Geräten eingebaut.
Die billigeren haben einen mechanischen und die etwas teureren einen
elektronischen. Das ist dann das kleine Kästchen mit bisschen Elektronik
direkt am Wasseranschluß. Je nach Firma können die auch noch
unterschiedlich viele Funktionen haben. Zumindest bei elektronischen
muss man das Wasser nicht mehr dauernd abdrehen, erst bei längerer
Abwesenheit.
Es gibt auch diese Schlauchplatzsicherungen, die werden als Adapter auf
den Hahn geschraubt. Ist 'ne einfache Kugel auf 'ner Feder, die bei zu
starkem Durchfluss (Schlauch geplatzt) die Leitung dichtsetzt.
Ist bei kleineren Leckagen unwirksam, aber eine preiswerte Alternative.
Der Aquastop hat um den Wasserschlauch einen Wellschlauch, in dem
Elektroden sind, die auf Wasser ansprechen. Die Elektronik schließt dann
das Magnetventil, das auf dem Hahn sitzt (das 'kleine Kästchen').