Chinaschrott 2

Gast #1264309
Lesenswert?

Ich glaub nicht dass das gefaket ist. Wir haben auch mal eine Lieferung 
bekommen mit dem gleichen 'Inhalt'.
Bei einer Umstellung, die wir nicht mitbekommen hätten, hätten wir jetzt 
ein echtes Problem.
Gast #1264310
Lesenswert?

Nu' ma gaaanz langsam!

Genau so haben wir in den 60-70ern auch gemurkst.

Und um die verhasste Konkurrenz zu täuschen, haben wir Bauteile im 
Modulgehäuse verbaut, mit nichts drin aber mit 8 Lötanschlüssen.

Diese spärlich bestückte Eurokarte wurde dann für DM 1.000,- verkauft.

Als Anerkennung hat uns auf Messen die Konkurrenz zum genialen 
Ingeniuering gratuliert.


Ach ja, die goldenen Zeiten....
#1264359
Lesenswert?

Rüdiger Knörig schrieb:
> Hatte Intel da nicht mal für den 486 so einen besonderen Koprozessor?

Andersrum
Die ersten 486SX waren ganz normale 486, bei denen der KoProz entweder 
defekt oder absichtlich abgehängt war. Dort kriegte man also manchmal 
eigentlich mehr fürs Geld.
#1264472
Lesenswert?

Rüdiger Knörig schrieb:

> Ich meine ja den angeblichen Koprozessor, der eigentlich nur ein
> elektronischer Schlüssel zur Aktivierung des vorhandenen Koprozessors im
> 486SX war.

Nö, das war ein vollwertiger 486DX, der den kastrierten 486SX 
abschaltete und somit ersetzte.
#1264608
Lesenswert?

A. K. schrieb:
> Nö, das war ein vollwertiger 486DX, der den kastrierten 486SX
> abschaltete und somit ersetzte.

Echt? Den Coprocessor hätte man sozusagen an Stelle eines Prozessors 
direkt verwenden können? Is' ja der Hit. :D

Ich überlege grade, ob ich sowas damals irgendwann mal hatte... lange 
her und ich war noch jung. ;)

/Hannes
Moderator Persönliche Seite #1264629
Lesenswert?

Johannes Studt schrieb:

> Echt? Den Coprocessor hätte man sozusagen an Stelle eines Prozessors
> direkt verwenden können? Is' ja der Hit. :D

Gewissermaßen ja (technisch wäre es wohl nicht gegangen).

Ist doch'n cooler Marketingtrick.  Du kannst den IC-Schrott noch
verscherbeln, bei dem in der Endprüfung die FPU kaputt war, und
verkaufst dem Kunden anschließend noch einen zweiten Prozessor
dazu.

Dafür hatte man sich extra den ,,guten Namen'' des SX-Suffixes aus
der 386er Zeit geborgt.  Dort war das ein Kennzeichen für einen
32-bit-Prozessor, dessen externer Bus aber reduziert worden war,
sodass er sich einfacher in (im Vergleich zum 80386DX preisgünstige)
Boarddesigns aus der 286er Zeit integrieren ließ.  Die Performance-
Einbuße eines 80386SX gegenüber einem 80386DX war relativ gering,
aber man bekam trotzdem ein komplett VM-fähiges 80386-32-bit-System,
für das es aus Softwaresicht kaum Unterschiede zum 80386DX gab.

Die FPU war aber beim 386 noch in jedem Falle als 80387 (SX oder
DX, je nach CPU) nachzurüsten.  Der 80486DX hatte sie dagegen von
vornherein integriert.
#1264630
Lesenswert?

Johannes Studt schrieb:

> Echt? Den Coprocessor hätte man sozusagen an Stelle eines Prozessors
> direkt verwenden können? Is' ja der Hit. :D

Die FPU aus dem 486 rauszuoperieren wäre nicht wirklich möglich gewesen, 
dazu steckte die zu tief in die Pipeline integriert drin.

Da es andererseits einen grossen Markt für günstigere CPUs gab, hat 
Intel den eben mit FPU-freien 486SX bedient. Anfangs waren das kaputte 
oder kaputtierte 486DX, später gab es dann welche mit kleinerem Die ganz 
ohne FPU. Oft nicht gesockelt sondern direkt draufgelötet.

Und wenn ein Hersteller wollte, dann durfte er einen zusätzliche Sockel 
drauflöten, in den der Kunde einen 487 reinstecken konnte. Das war 
nichts anderes als ein geringstfügig anders verdrahteter 486DX.

Aber was ist daran so krass? Es gab mal Rechner, die wurden schneller 
wenn man eine Steckkarte rauszog oder als einziges Teil den Taktgeber 
auswechselte. Weil die in verschiedene schnellen aber sonst technisch 
identischen Modellen verkauft wurden.

Und bei Digital-Scope-Familien, die in 25,40,60,100 MHz Versionen 
verfügbar sind, wäre ich kein bischen überrascht, wenn der technische 
Unterschied zwischen den meisten oder sogar allen Versionen nur aus ein 
paar anders dimensionierten R/C-Gliedern im Analogteil besteht. Dafür 
kostet die 100MHz Version dann aber das Doppelte.

Als Scopes noch analog waren, da war die teure Röhre ein wesentlich 
frequenzbestimmendes Teil, daher die Skalierung sinnvoll. Im Zeitalter 
von DSOs ist das innerhalb einer Baureihe weitgehend Marketing.
Gast #1264676
Lesenswert?

>wäre ich kein bischen überrascht, wenn der technische
>Unterschied zwischen den meisten oder sogar allen Versionen nur aus ein
>paar anders dimensionierten R/C-Gliedern im Analogteil besteht.

Wieso so kompliziert?
ein und dieselbe Firmware prüft in welchem Gerät sie läuft und 
funktioniert entsprechend!

Das ist bei den Produkten in meiner Firma auch so - das hält die 
Produktionskosten niedrig (nur eine Baureihe!!) und der Kunde bekommt 
das, wofür er bezahlt!
Gast #1265000
Lesenswert?

Katzeklo schrieb:
> Wenn man 10 Tausend solcher Dinger verbaut hat, lacht man nicht mehr.

Sowas kann aber auch nur dir passieren. Ach nein, halt - "Katapulski", 
"Troll Blaubär", "Charlys Tante", "Gast" sicher auch - hab' ich jemanden 
vergessen?
#1265034
Lesenswert?

Hartmut Kraus schrieb:
> Katzeklo schrieb:
>> Wenn man 10 Tausend solcher Dinger verbaut hat, lacht man nicht mehr.
>
> Sowas kann aber auch nur dir passieren. Ach nein, halt - "Katapulski",
> "Troll Blaubär", "Charlys Tante", "Gast" sicher auch - hab' ich jemanden
> vergessen?

Ach der neue Obertroll gib wieder was zum besten.
Gast #1265376
Lesenswert?

M. W. schrieb:

Achtung, wieder was zum Überlegen:

> Ach der neue Obertroll gib wieder was zum besten.

Das hättest du wohl gerne, du willst ja auch nur mein Bestes. Kriegst du 
aber nicht. <:-)

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren