Chinaschrott 2

Gast #1264310
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Nu' ma gaaanz langsam!

Genau so haben wir in den 60-70ern auch gemurkst.

Und um die verhasste Konkurrenz zu täuschen, haben wir Bauteile im 
Modulgehäuse verbaut, mit nichts drin aber mit 8 Lötanschlüssen.

Diese spärlich bestückte Eurokarte wurde dann für DM 1.000,- verkauft.

Als Anerkennung hat uns auf Messen die Konkurrenz zum genialen 
Ingeniuering gratuliert.


Ach ja, die goldenen Zeiten....
#1264608
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A. K. schrieb:
> Nö, das war ein vollwertiger 486DX, der den kastrierten 486SX
> abschaltete und somit ersetzte.

Echt? Den Coprocessor hätte man sozusagen an Stelle eines Prozessors 
direkt verwenden können? Is' ja der Hit. :D

Ich überlege grade, ob ich sowas damals irgendwann mal hatte... lange 
her und ich war noch jung. ;)

/Hannes
Moderator Persönliche Seite #1264629
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Johannes Studt schrieb:

> Echt? Den Coprocessor hätte man sozusagen an Stelle eines Prozessors
> direkt verwenden können? Is' ja der Hit. :D

Gewissermaßen ja (technisch wäre es wohl nicht gegangen).

Ist doch'n cooler Marketingtrick.  Du kannst den IC-Schrott noch
verscherbeln, bei dem in der Endprüfung die FPU kaputt war, und
verkaufst dem Kunden anschließend noch einen zweiten Prozessor
dazu.

Dafür hatte man sich extra den ,,guten Namen'' des SX-Suffixes aus
der 386er Zeit geborgt.  Dort war das ein Kennzeichen für einen
32-bit-Prozessor, dessen externer Bus aber reduziert worden war,
sodass er sich einfacher in (im Vergleich zum 80386DX preisgünstige)
Boarddesigns aus der 286er Zeit integrieren ließ.  Die Performance-
Einbuße eines 80386SX gegenüber einem 80386DX war relativ gering,
aber man bekam trotzdem ein komplett VM-fähiges 80386-32-bit-System,
für das es aus Softwaresicht kaum Unterschiede zum 80386DX gab.

Die FPU war aber beim 386 noch in jedem Falle als 80387 (SX oder
DX, je nach CPU) nachzurüsten.  Der 80486DX hatte sie dagegen von
vornherein integriert.
#1264630
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Johannes Studt schrieb:

> Echt? Den Coprocessor hätte man sozusagen an Stelle eines Prozessors
> direkt verwenden können? Is' ja der Hit. :D

Die FPU aus dem 486 rauszuoperieren wäre nicht wirklich möglich gewesen, 
dazu steckte die zu tief in die Pipeline integriert drin.

Da es andererseits einen grossen Markt für günstigere CPUs gab, hat 
Intel den eben mit FPU-freien 486SX bedient. Anfangs waren das kaputte 
oder kaputtierte 486DX, später gab es dann welche mit kleinerem Die ganz 
ohne FPU. Oft nicht gesockelt sondern direkt draufgelötet.

Und wenn ein Hersteller wollte, dann durfte er einen zusätzliche Sockel 
drauflöten, in den der Kunde einen 487 reinstecken konnte. Das war 
nichts anderes als ein geringstfügig anders verdrahteter 486DX.

Aber was ist daran so krass? Es gab mal Rechner, die wurden schneller 
wenn man eine Steckkarte rauszog oder als einziges Teil den Taktgeber 
auswechselte. Weil die in verschiedene schnellen aber sonst technisch 
identischen Modellen verkauft wurden.

Und bei Digital-Scope-Familien, die in 25,40,60,100 MHz Versionen 
verfügbar sind, wäre ich kein bischen überrascht, wenn der technische 
Unterschied zwischen den meisten oder sogar allen Versionen nur aus ein 
paar anders dimensionierten R/C-Gliedern im Analogteil besteht. Dafür 
kostet die 100MHz Version dann aber das Doppelte.

Als Scopes noch analog waren, da war die teure Röhre ein wesentlich 
frequenzbestimmendes Teil, daher die Skalierung sinnvoll. Im Zeitalter 
von DSOs ist das innerhalb einer Baureihe weitgehend Marketing.
Gast #1264676
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>wäre ich kein bischen überrascht, wenn der technische
>Unterschied zwischen den meisten oder sogar allen Versionen nur aus ein
>paar anders dimensionierten R/C-Gliedern im Analogteil besteht.

Wieso so kompliziert?
ein und dieselbe Firmware prüft in welchem Gerät sie läuft und 
funktioniert entsprechend!

Das ist bei den Produkten in meiner Firma auch so - das hält die 
Produktionskosten niedrig (nur eine Baureihe!!) und der Kunde bekommt 
das, wofür er bezahlt!

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