Hallo
ich würde gerne eure meinung zu meinem gahlt wissen.
ich bin Dipl.-Ing. Elektrotechnik Fh und arbeite für einen Dienstleitser
in NRW. Ich bin jetzt 1,5 Jahre im betrieb und verdiene (Tarifgebundener
denstleister) ca. 2000 euro netto, wobei ca 300 - 400 davon
pendlerpauschale von der firma sind.
Frage: Werde ich abgezockt oder ist das ganz normal? :(
eine kollegin die mal bei der telekom angefangen hatte, verdiente 1500
netto.
da hab ich schon gestaunt
was meint ihr?
Normalerweise müssten schon als ANFÄNGER nach 6 Monaten Probezeit
32500 € p. a. als Basisgehalt drin sein. Dazu noch die Aufschläge, wie
Fahrtgeld, Qualifikationszulage und Projektzulage.
Wenn deine 30000 € p. a. alles beinhalten sollten --> übelste Abzocke.
Falls nein und noch Boni und Zusätze draufkommen --> keine Abzocke aber
unterdurchschnittlicher Verdienst.
Angemessen wären mindestens 36.000 €.
Tja,
habe das Gefühl, dass wir bezüglich Niedriglohnklasse in nächster Zeit
noch einiges lesen werden.
Die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sind nicht gerade rosig.
Und in diesen Zeiten kann man auf des Pudels Kern blicken und erkennt,
wie gut oder schlecht manch ein Mensch (Arbeitgeber) ist.
Sei froh, dass du was hast! In D gibt es bald keine Jobs mehr und für
Anfänger schon gar nicht!
Ich bin Manager auf Zeit beim Elektrounternehmen Nummer 1. Meine
business unit hat einen Aushang an der FAU Erlangen. "Ingenieure
gesucht".
Es haben sich 4 Leute in der Abteilung vorgestellt, von denen ich weis.
Alle 4 waren gut geeignet, wie ich selber sehen konnte. Die PA hat
angeblich 38 Bewerbungen erhalten und vorsortiert. Ich kenne die
PA-Assistentin, die das macht.
Eingestellt wurde einer. Ein einziger. Und er arbeitet über einen
Dienstleister in einer zuliefernden Abteilung, die ihn vorerst an uns
verleiht und dies auch nur, weil einer gekündigt hat, der zu wenig
Gehalt hatte. Die Elektrofirma Nummer 1 zahlt nämlich nicht mehr Nummer
1!
Darüber hinaus wird niemand mehr eingestellt in 2009. Unser Bereich ist
dabei jedoch der, der überhaupt noch einstellen darf, da er der, mit dem
größten Gewinn 2008 war und 2009 einigermassen neutral bleiben wird.
Wenn die schon keinen einstellen, dann weis ich nicht, was sie
Absolventen machen sollen. In 2006 und noch bis Mitte 2008 habe ich
nahezu jedem jungen Mann, der fertig wurde, einen guten Tipp geben
können, weil ich ständig von offenen Stellen wusste. Heute ist das
anders.
Auch mein Vertrag läuft im September aus. Danach mache ich Pause und
warte auf bessere Zeiten. Selbst für mich gibt es derzeit keine
Angebote.
Ach ja: Die Personalabteilung wurde auch bereits reduziert. Teile davon
sind bereits nach Tschechien ausgelagert. Dort sitzt eine promovierte
Sozialökonnomin der Universität Prag und bearbeitet für 1850,- brutto
die Bewerbungen.
> würdet ihr mir raten zu kündigen und nach einen neuen job zu suchen?
Falsche Reihenfolge. Richtig wäre:
Nach einem neuen Job suchen und dann kündigen.
Geld ist nicht Alles, man kann Geld gegen Spass rechnen, aber wenig Geld
und freudlose Arbeit (bei der Pendlerzulage zudem wohl noch
betriebsentfernungsbedingt Überstunden ohne Ende) ist es erst recht
nicht.
Ing schrieb:
> Bruttolohn für April 08 - Dezember 08 = 24000€>> 3 monate müsste man hinzurechnen, ca. 6000 müssten dann noch> hinzukommen...also ca 30000.
Wie bitte? Wie sollen 30.000 Euro Jahreslohn brutto mit einem
Monatsgehalt von 2.000 Euro netto zusammenpassen? Oder bist Du
verheiratet, hast fünf Kinder, und bekommst noch Unterhalt von Deiner
Ex-Frau? ;-)
Ich bin Dipl.Ing. Elektrotechnik, arbeite seit ca 8 Jahren als ganz
normaler Softwareentwickler. Mein Bruttogehalt letztes Jahr betrug
63000€, incl. Weihnachts/Urlaubsgeld, bei 35h/Woche.
Lass dich nicht verarschen.
"63k bei 35 wären ja schon über 72k je 40h. Das ist schon satt."
Solche Hochrechnungen sind sinnlos.
In der Firma kann man nämlich gar nicht 40h arbeiten. Deshalb wird er
dort auch nie die 72k bekommen.
Es ging mir ums Vergleichsgehalt, weil andere nämlich sehr wohl 40h
arbeiten. Wie man so liest, z.T. für weniger.
Irgendwie scheinen Alter, Erfahrung und Knowhow, sowie die Arbeitszeit
nicht so viel mit dem Gehalt zu tun zu haben.
Da gibt es Leute, die den ganzen Tag nur umherlaufen und telefeonieren,
mit Kollegen quatschen, rauchen und bestenfalls 5h arbeiten und trotzdem
überdurchschnittlich verdienen.
>Irgendwie scheinen Alter, Erfahrung und Knowhow, sowie die Arbeitszeit>nicht so viel mit dem Gehalt zu tun zu haben.>Da gibt es Leute, die den ganzen Tag nur umherlaufen und telefeonieren,>mit Kollegen quatschen, rauchen und bestenfalls 5h arbeiten und trotzdem>überdurchschnittlich verdienen.
Man darf bei der Gehaltsaushandlung halt nicht auf den Mund gefallen
sein und muss sich verkaufen können.
Jetzt in der Systemkrise aber nachbessern zu wollen ist nahezu
unmöglich. Da droht höchstens die Kündigung.
Heute sollte man sich beim Gehalt lieber an den Hartz 4-"Leistungen" als
Bottom orientieren.
Da gibt's ca. knapp 700 € an direkten Leistungen. Sprich, Löhne wo über
1000 € netto rauspringen sind fair entlohnt. 1600 € bis 2000 € netto
sind hingegen schon relativ fürstlich.
@Helmut
>>Solche Hochrechnungen sind sinnlos.>>In der Firma kann man nämlich gar nicht 40h arbeiten. Deshalb wird er>>dort auch nie die 72k bekommen.
Das ist richtig. Es gibt zwar noch viele "Alte" mit 40h Verträgen, aber
seit ich da bin (also ca 8 Jahre) kann man praktisch keinen mehr
bekommen, es sei denn, man wird zumindest Teilprojektleiter. Wenn man
die Chance bekommt und vor Allem, wenn man das will.
> Da gibt es Leute, die den ganzen Tag nur umherlaufen und telefeonieren,
mit Kollegen quatschen, rauchen und bestenfalls 5h arbeiten und trotzdem
überdurchschnittlich verdienen.
Diejenigen, die was können und daher in der Firma was zu tun haben,
haben gar keine Zeit, sich um ihre Entlohnung zu kümmern, Netzwerke zu
pflegen, den Buschfunk abzuhören. Und die gefühlte Verantwortung für das
Projekt hält sie davon ab, jede Gelegenheit zur Gehaltssteigerung zu
nutzen, aussdem haben sie dank Überstunden sowieso keine Gelegenheit,
ihr Geld auszugeben, für das neueste iPhone, den 5.1 Sourround
Projektor, Surfbrett und Haus am See, insofern fehlt ihnen der Anreiz,
stets nach mehr Geld Ausschau zu halten.
wow...so wie es aussieht verdiene ich unter norm. klar, wenn der beruf
spass macht merkt man es nicht so aber irgendwie muss ich auch leben.
naja mal sehen, was ich machen kann. wenn ich einen neuen job auf die
schnelle finde dann ist es schön, ansonsten lass ich mich nicht gerne
veräppeln. ;)
Dann bin ich halt arbeitslos..besser als für einen hungerlohn zu
arbeiten.
Andere bekommen weniger. Nimm nicht die Gehälter der in besseren Zeiten
eingestellten Arbeitnehmer als Massstab und auch nicht die Gehälter
derjenigen die das Glück hatten in großen Firmen eingestellt zu werden.
Arbeitslosigkeit macht keinen Spass auf Dauer und Hartz-4 erst recht
nicht, denn dann hast du wirklich kein Geld und Vermögen mehr. Behalt
auf jeden Fall deinen Job bis du was anderes hast. Kannst dich ja
nebenbei immer mal wieder auf andere Stellen berwerben.