selber galvanisch verzinken

Gast #1354950
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Hallo

Ich habe einen kleinen Versuch gemacht um selber Schrauben zu verzinken. 
man nehme gesättigte Zinkchloridlösung ein Zinkplättchen als Anode und 
ein zu beschichtendes Metallteil (Schraube).

die Anode (Zink) an (+), die Schraube an (-) Stromfluss habe ich auf 
200mA begrenzt.

Dann wanderen die ZinkIonen auf die negativ gelatene Schraube. Soweit 
funktioniert alles.

Aber die Oberfläche des verzinkten Teils wird anstatt glänzend (so wie 
man es bei neuverzinkten Schrauben aus dem Baumarkt kennt) nur grau und 
matt. unter dem Microskop erkennt man auch, dass es keinen geschlossenen 
Überzug gibt, sonder nur so kleine pickel...

kennt sich jemand damit aus? was mache ich noch falsch?

bin für jeden Tipp dankbar.

Gruss

Hanns
Gast #1355407
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einerseits wird die Zusammensetzung deines Elektrolyts nicht stimmen
und andererseits muß das Werkstück im Bad bewegt werden.
Vermutlich fehlt auch Glanzbildner. Ich kann leider mit dem Namen
einer geigneten Substanz nicht dienen. Galvaniseur fragen?
In der Industrie benutzt man Trommeln(ähnlich wie ein Zementmischer)
aus Kunststoff wo man die Elektrode in die Werkstücke reinsteckt, so
das sich die Werkstücke und das Elektrolyt ständig in der Bewegung 
durchmischt und so eine gleichmäßige Metallabscheidung erzeugt wird.
Die andere Elektrode steckt dann an den Anoden.
Wahrscheinlich ist auch dein Strom zu hoch, so das feinste Gasblasen
am Werkstück entstehen und die Metallabscheidung stören.
Wenn du an deinem Werkstück für einen kontinuierlichen 
Elektrolytaustausch
sorgst, müßte die Metallabscheidung besser werden.
Ein Fachverlag für die Galvanik ist der Leuze-Verlag wo man weiter
recherchieren kann.
Gast #1359825
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hmm. ich habe nun mein elektrolyt modifiziert. d.h. ich hab ihn selber 
gemacht. Salzsäure (15%) und darin Zinkstaub aufgelöst bis sich keine 
reaktion mer ergab.... ca. 3 tage lang stehenlassen, dann abgefiltert. 
mit diesem elektrolyt bildet sich viel die feinere Oberfläche als vorhin 
aber glänzen tut sie immer noch nicht. leider sagt google auch nichts 
über den glänzer... hmmm...
Gast #1359843
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Ich habe mal gehört, dass ein Großteil der Süßstoffproduktion in der 
technischen Galvanik landet. Wenn Du schon experimentierst, dann 
versuch' doch auch mal die Zugabe von Zückli. Ich bezweifle auch, das 
HCl die richtige Basis für das Elektrolyt ist, das wäre zu einfach.

...
Gast #1359889
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Sicher das es Messing war? Denn Legierungen kann man
gewöhnlich nicht galvanisieren weil die Legierung
dabei zerlegt wird. Galvanik wird nämlich auch benutzt
um hochreine Metalle zu erhalten. Es kann auch ein
Vergoldungsprozeß gewesen sein.
#4231555
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Hallo,

bei der Verzinkung ist es wichtig, dass der PH-Wert genau stimmt. Es 
gibt sowohl basische als auch saure Elektrolyte. Ohne Glanzbildner 
erhält man oft ein mattes Ergebnis. Zink lässt sich aber gut polieren 
und wird durch das Chromatieren noch besser. Ein schönes Video könnt Ihr 
hier sehen: [[https://www.youtube.com/watch?v=lClU6arrtvY]]

Beste Grüße

Peter R.
#7791001
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Er gibt auch keine Angabe zur Spltromspannung

Bauteile müssen erst entfettet werden. Stromspannung 12v DC

Und glänzend wird beim galvanisieren nichts, damit es glänzt muss es vorsichtig mit einer Bürste oder fließ poliert werden.

Zur elektrolyt Herstellung Essigbad und dort 2 zinkelektroden eintauchen und mit einer Spannung von 12v dv und 1,5 ampere Stromstärke versorgen. Nach ca 20-30 Minuten ist dann das elektrolyt fertig.

Jaaa ich weiß das der beitrag Asbach uralt ist.

#7791151
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Mit saurem Elektrolyt wirst mehr graue Überzüge, wie auf alten verzinkten Stahleimern erhalten. Glanzzink wird mit einem zyanidischen Bad, das stark alkalisch ist, erzielt. Zyanide (Salze der Blausäure) erhält man aber nur gewerblich, weil das Zeug schweinegiftig ist. Für rauhe, picklige Überzüge gibt es viele Ursachen. Die Oberfläche muß peinlich sauber sein, Oxide und Verzunderungen müssen abgeätzt werden, es muß zuvor entfettet werden und der durch das Anätzen ins Metallgitter diffundierte Wasserstoff muß entfernt werden. Dann beim Verzinken ist die Stromdichte wichtig. Ist die zu hoch, dann wird der Überzug ebenfalls rauh und grau. Besonders tricky ist das bei Gussteilen. Die brauchen eine höhere Stromdichte, das sich überhaupt Zink drauf abscheidet und wenn die Obefläche geschlossen ist, muß die Stromdichte runter, damit der Überzug glänzend wird. Woher ich das weiß? Ich habe Anfang der 90iger mal eine Zeitlang in der Galvanik gearbeitet und hauptsächlich die Zinkstrecke gefahren.

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