muß man standby bei TDA7240 potentialfrei schalten oder geht es mit uC?

Gast #1400710
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Habe noch etwas gestöbert. Der TDA7240 (Datenblatt anbei) gefällt mir 
noch besser, hat einen Standby-Eingang, der ist im Datenblatt mit einem 
Schalter gekennzeichnet. Wenn ich jetzt vom uC aus diesen Eingang 
bedienen will, kann ich dann direkt einen uC-Ausgang dort anschließen? 
Oder bekomme ich dann mehr als 5V auf den Port und ich sollte lieber 
einen NPN-Transistor nehmen? Oder muß ich ganz potentialfrei schalten 
mit Relais?
Angehängte Dateien:
Gast #1400744
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Das Datenblatt gibt nur zwei Informationen zum Standby-Eingang her:

1. Standby Strom 200uA
2. Schaltschwelle < 1V

Insofern eigentlich kein Problem für einen uC. Selbst wenn die Spannung 
höher als 5V sein sollten, können die Schutzdioden des uC den Strom im 
allgemeinen ab. Eventuell einen Widerstand (1kOhm) in Serie schalten.


Mit dem NPN-Transistor wäre es natürlich "sauberer". Merkwürdig ist der 
mit 22uF schon recht "dicke" Elko am Standby-Eingang. Im DB als "ripple 
rejection" angegeben. Warum am Standby-Eingang???
Wird der Eingang auf Ground gezogen, fliesst ein hoher Entladestrom, 
daher auch mit Transistor noch einen Widerstand in Reihe schalten.

Gruss
Mike
Gast #1401025
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Hallo Mike,

>Insofern eigentlich kein Problem für einen uC. Selbst wenn die Spannung
>höher als 5V sein sollten, können die Schutzdioden des uC den Strom im
>allgemeinen ab. Eventuell einen Widerstand (1kOhm) in Serie schalten.

Mag ja sein, daß das dem Microkontroller nichts aus macht, aber 
vielleicht dem TDA7240? Vielleicht mag er nicht, daß sein Potential 
irgendwo hingezogen wird? Wenn im Schaltplan ein Schalter zu sehen ist, 
dann sollte dort auch ein Schalter hin, z.B. etwas mit Open-Drain oder 
Open-Collector.

>Mit dem NPN-Transistor wäre es natürlich "sauberer". Merkwürdig ist der
>mit 22uF schon recht "dicke" Elko am Standby-Eingang. Im DB als "ripple
>rejection" angegeben. Warum am Standby-Eingang???

Was für den Standby nach Masse gezogen wird, ist oft ein Teil einer 
Konstantstromquelle für die Eingangsstufe oder eine Treiberstufe, so wie 
beim STK4040. Dann macht auch der 22µF wieder Sinn.

>Wird der Eingang auf Ground gezogen, fliesst ein hoher Entladestrom,
>daher auch mit Transistor noch einen Widerstand in Reihe schalten.

Das ist richtig! Ich schätze mal, man wird an diesem Eingang so um die 
1,4V messen, entsprechend zwei vorgespannten pn-Übergängen. Wird der 
Eingang unter 1V gezogen geht die Konstantstromquelle aus.

Ich würde einen 470R Widerstand zum Entladen ausprobieren. Das gibt eine 
Zeitkonstante von rund 10msec, was zu einem nahezu klick- und 
störgeräuschfreien Ausschalten führen sollte.

Kai Klaas

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