Hallo zusammen!
Mir und ca 15 meiner Kommilitonen wurde eine wichtige Prüfung nicht
anerkannt, da keine Prüfungsanmeldung vorlag. Dadurch wird uns das
Praktikumssemester (5. Sem.) nicht anerkannt. Grund war hier ein
umwandeln von Praktika in Vorlesungen und vise versa und die damit
verbundenen Änderungen im Anmeldungssystem für die Klausuren, und das
mitten im Semester. Der Nachteil, wenn man der erste Jahrgang des neuen
Bachelor Studiengangs ist und als Versuchskaninchen herhalten muss...
Die Einzelheiten sollen hier aber nicht diskutiert werden.
Mir geht es eher darum, was ich in der Zwischenzeit mache, immerhin muss
ich 1 Jahr aussetzen. Normalen Job suchen? Praktikum? Studentenjob? Ich
bin recht vielseitig, bin technisch versiert und handwerklich begabt,
habe aber als Pflegehilfskraft, Küchenhilfe, Bauarbeiter oder Bürofuzzi
auch schon in anderen Bereichen gearbeitet.
Was spricht nun für was? Praktika sind immer gut, kommt mir auch, die
Zukunft betrachtend, am sinnvollsten vor. Allerdings muss ich auch meine
laufenden Kosten decken (300-400€ mtl. reichen mir, bin sparsam), was
bei der momentanen Lage nicht bei allen Firmen gegeben ist. Praktikum
und Job gleichzeitig ist Zeitlich nicht machbar.
Was denkt ihr?
MfG,
Gelackmeierter
P.S.: Bachelor Mechatronik/Feinwerktechnik, 4.Semester
Etwas Arbeiten, was auch bildungsmäßig sinnvoll ist?
Also entweder direkt für das Studium sinnvoll (SW-Entwickeln
für Informatikstudium etc.) oder auch nicht direkt zum Fach gehört,
aber das Wissen trotzdem erweitert.
Späteren Stoff vorziehen? oder gibts da nix mehr?
Ich hab "damals" das praxsissemsster und das 7. semester getauscht ..
4. 7. 6. Praxis(5.) Diplomarbeit(8.)
Also, ich würde vorschlagen, einfach die Vorlesungen weiterzubesuchen!
Es kann Euch ja niemand aus dem Hörsaal rausschmeißen! Wenn Ihr
ordentlich immatrikuliert seid, dürfte es doch auch kein Problem sein,
Prüfungen abzulegen, oder?
Wenn Du mich fragst, ist das eine Riesensauerei, die sich die Hochschule
Euch gegenüber gerade leistet. Leuten, die sich in Treu&Glauben darauf
verlassen, sich für ein Praktikum angemeldet zu haben, nachträglich die
Zulassung zu entziehen, nur weil "irgendwas" an der Prüfungsordnung
geändert wurde!
Hab Ihr Euch schonmal über Eure Rechte informiert (Fachschaft, UStA
etc.)?
15 Leute?
Dann geht ALLE zum Prüfungsamt und macht solange Stress (=verhandeln
nicht rumpöbeln ;) ) bis das anerkannt wird!
Also an meiner Uni war das kein Problem als ich mal zu ner Prüfung nicht
richtig angemeldet war einfach mit dem für den Studiengang Zuständigen
Prof geredet und der hat das klar gemacht.
Möchte dazu nur folgendes sagen:
"Mit schlechten Gesetzen und guten Beamten läßt sich immer noch
regieren. Bei schlechten Beamten aber helfen uns die besten Gesetze
nichts." - Otto Fürst von Bismarck
@Joe (Gast)
So schlau wie du daher redest, hast du bestimmt deinen von dir
vorgeschlagenen Weg gewählt. Allerdings schon in der Grundschule, wenn
man nach der Rächdshraipung geht
@... ... (docean);Jürgen R. (hobbyloeter);Frederik Krämer (Firma: HS
Bochum) (n0ll4k)
Wir sind der erste Jahrgang im Bachelor Studiengang, dementsprechend
gibt es keine Vorlesungen die ich Vorziehen kann. Leider. War auch mein
allererster Gedanke, aber es wird überhaupt nichts angeboten. Einzig
noch von den Diplomern, aber die bringen mir nichts, da bei uns alles
neu "strukturiert" wurde.
Unser Widerspruch ist noch in Bearbeitung, allerdings stellen die sich
recht stur. Sauhaufen...
Hm hing das Praksissemester nicht aber an der Menge der Creditpoints?
Zumindest wurde uns das so erklärt.
Heißt ja dann, dass ihr alle ausstehende Prüfungen haben müsst um so
nicht auf die Anzahl zu kommen, oder sehe ich das falsch?
An sonn sten echt versuchen mit den Professoren zu reden.
Gruß John-Eric
Zieh doch das Studium generale oder Studium universale vor. Außerdem
kannst Du mehr Wahlpflichtfächer ansetzen, als vorgeschrieben sind.
Bildung schadet nie.
@vorziehen
Bei mir war es so das die diplomer bachelor-ersatz-vorlesungen bekommen
haben...wer nicht im normalen turnus drin war
Vlt. werden dir diplomer Prüfungen als bachelor Prüfungen anerkannt??
Hier muss die Fachschaft für Abhilfe sorgen. Die haben den besten
Draht zu Profs und so weiter..
Und wie oben schon gesagt sachlich bleiben, nicht laut werden in Ruhe
die Situation und die Auswirkungen vortragen.
Niemand ist daran interessiert das ihr ein Jahr länger macht, auch das
Prüfungsamt oder die Profs nicht...
Vielleicht sollte man man abklären, bei wem letztendlich die
Verantwortung liegt.
Wenn die mitten im Semester was ändern und euch nicht darüber
informieren oder nur unzureichend, dann kann ein wenig "Stress machen"
das Problem lösen. Immerhin verlangen die ja Studiengebühren, dann kan
man auch erwarten, dass man nicht rumgeschubst wird. Als Student hat man
nunmal nicht immer das Glück, einen Job zu bekommen, und die Zeit hat
man ja auch nicht gestohlen.....
Ja, Vorraussetzung fürs Praxissemester sind ausreichend Punkte. Außerdem
müssen einige Prüfungen bestanden sein, zu welchen auch meine Annulierte
gehört. Einmal wenn ich mal ne glatte 1 schreib... (98/100 Punkte)
Wo die Verantwortung liegt weiß keiner, bei den Studenten allerdings
nicht.
Im vierten Semester ist ein Praktikum angesetzt gewesen, welches
kurzfristig in eine Vorlesung umgewandelt wurde. Im Online-System zur
Prüfungsanmeldung meldetetn sich die Betroffenen dann fürs Praktikum an,
nachdem der entsprechende Prof ein Umbenennen des Praktikums in eine
Vorlesung in jenem System versicherte. Das ist allerdings nicht
geschehen. Glück hatten die, die sich, warum auch immer, auch für die
Prüfung aus dem 3. Semster angemeldet haben. (welche von uns nicht
geschrieben wurde, da uns empfohlen wurde, diese erst nach dem Praktikum
im 4. Semester zu schreiben)
Wenn das so ist wie von dir dargestellt, dann ist das eine Sauerei die
du der Uni (welcher?) nicht durchgehen lassen solltest.
Geh:
1. zum Prüfungsamt
2. zur Stundentenvertretung
3. zum Anwalt
in dieser Reihenfolge, dann sollte sich das Problem lösen lassen.
Was ist bitte aus dem Revolutionsgeist von früher geworden? Okay, wenn
man keine Lust hat zu demonstrieren kann man sich doch zumindest mit
FÜNFZEHN Mann zusammentun und sich einen Anwalt nehmen.
Hochschulen versuchen meistens alles zu tun, um ein Gerichtsverfahren zu
verhindern, meistens genügt schon die Androhung eines solchen.
Studium-Pausierer schrieb:
> Wir sind der erste Jahrgang im Bachelor Studiengang, dementsprechend> gibt es keine Vorlesungen die ich Vorziehen kann. Leider. War auch mein> allererster Gedanke, aber es wird überhaupt nichts angeboten. Einzig> noch von den Diplomern, aber die bringen mir nichts, da bei uns alles> neu "strukturiert" wurde.>> Unser Widerspruch ist noch in Bearbeitung, allerdings stellen die sich> recht stur. Sauhaufen...
Dann würde ich euch dringend empfehlen, euch zusammenzutun und
juristische Hilfe holen und dann dem Verein aber massivst aufs Dach
steigen.
Verhandeln kann man vorher, aber es ist kein Fehler, bei Zeiten
durchblicken zu lassen, daß man sich nicht kampflos geschlagen geben
wird.
Das Problem bei einem Rechtsstreit ist, dass er Zeit braucht. Was hat
man davon, wenn man nach einem Jahr recht bekommen hat? Bekommt man dann
das verlorene Jahr zurück? Nö, man steht genau da, wo man ohne
Rechtsstreit auch gestanden hat, aber fühlt sich noch stärker im Recht
Klagen ist nicht unbedingt der beste Weg, weil sich sowas im Fachbereich
rumspricht und der eine oder andere Professor auf die Idee kommen
könnte, eine Klausur mit 100% Durchfallquote zu stellen. Und an die
Bachelor Thesis möchte ich erst gar nicht denken bzw. an deren
Bewertung.
Na super, ich dachte, dieser ganze Bolognoa-Mist soll das studieren
beschleunigen?
Da sieht man es mal wieder!
Unerhört finde ich, daß sich noch quergestellt wird, obwohl man es
verbockt hat.
Da sieht man doch, daß die verantwortlichen Leute noch gar kein
richtiges Konzept hatten!
Ich kann das mitfühlen, bei uns gab es auch ein paar Kracher, aber das
schlägt ja dem Faß den Boden aus!
Über Recht kann der Anwalt eher befinden als ein Forum. Da der Schaden
auch bei erfolgreichem juristischen Verfahren nicht mehr zu vermeiden
wäre, kann der Anwalt evtl. eine einstweilige Verfügung bewirken, mit
der das es erst einmal unter Vorbehalt normal weitergeht. Bei einer
solchen Verfügung wird ein Richter nur sondieren, wodurch weniger
unwiederbringlicher Schaden entsteht.
Es schadet denke ich auf keinen Fall, wenn Ihr gemeinsam einen Anwalt
aufsucht. Der kann den Fall prüfen und Euch daraufhin Vorschläge für ein
weiteres Vorgehen unterbreiten. Was Ihr dann macht, liegt dann immer
noch in Eurer eigenen Entscheidungsgewalt.
Sollte es übrigens zum Rechtsstreit kommen und das Gericht stellt fest,
dass die Uni im Unrecht ist, dürfte das auch entsprechende
Schadensersatzansprüche eurerseits gegenüber der Uni begründen. Man kann
sich ja dann mal ausrechnen, wieviel das ist, wenn 15 Mann ein Jahr
länger studieren als zu arbeiten. Wie hoch der Schadensersatzanspruch
allerdings wirklich ausfällt, da hab ich keinerlei Erfahrungen mit. Da
kann dann auch wieder ein Anwalt mit ersten fundierten Aussagen
weiterhelfen.
Eventuell genügt ja sogar schon, dass der Anwalt nochmals ein
entsprechendes Schreiben zu Eurer Beschwerde/Widerspruch nachreicht. Da
muss ja noch nichtmal von Klage oder Klageandrohung die Rede sein. Der
weiß schon, wie sowas vormuliert werden muss.
Was ich nicht verstehe ist, daß es anscheinend keine weiteren
Vorlesungen gibt, die Ihr "einschieben" könntet.
Was ist mit denen, bei denen die Prüfung nicht annuliert wurde (Ihr
seide ja "nur" 15 Leute)? Für die muß es doch was geben. Dann könnt Ihr
doch mit denen in die Vorlesung gehen!
Ein Schreiben eines Anwalts, der im Namen von uns allen wirkt, folgte
direkt unseren Einsprüchen. Mal sehen was dabei herauskommt.
Allerdings sagte ich ja schon in meinem ersten Beitrag, dass das
eigentlich nicht weiter diskutiert werden soll. Mir ging es eher um
Vorschläge was ich evtl. arbeiten kann.
Auf keinen Fall darfs Du dir die Adresse des Vorsitzenden des
Prüfungsamtes raussuchen, um ihm in den nächsten Monaten, wenn die Sache
rum ist, regelmäßig die Reifen plattzustechen.
Da darfst auch nicht aus Protest heimlich in der Bibliothek Bücher
beschädigen, um Dich auszutoben.
Was Du machen kannst: Der örtlichen Presse gegenüber Ross und Reiter
nennen.
Hallo Studium-Pausierer,
is muss doch eine Studienordnung geben, die regelt, was Vorlesung, was
praktikum usw. ist.
Zumindest müssen Veranstaltungen irgendwo im Vorlesungsprogramm o.ä. mal
als irgendwas davon angekündigt worden sein.
Wenn das dann im laufenden Semester geändert wird, kann das doch nicht
wirklich zulässig sein und ich würde beim Prüfungsamt, Dekan, Rektor auf
den Tisch hauen. Notfalls solltet ihr drüber nachdenken, ob nicht
rechtliche Schritte in betracht kommen. Ein Jahr zu verlieren ist doch
schon ordentlich und es scheint sich nicht um einen Einzelfall zu
handeln, dass sich diese Maßnahme rechtfertigt. Viellecht kann euch die
Fachschft / der Asta weiterhelfen.
15 Leute und keiner traut sich einen Antrag an den Prüfungsausschuss zu
richten, wenn euch dadurch ein ganzes Jahr flöten geht???
Bei uns haben mal ca. 200 Leute eine Klausur geschrieben (in zwei
Hörsälen) und die Hälfte hat eine Stunde später als die anderen von
einem (eher unerheblichen) Fehler in der Klausur erfahren. Eine
Studentin hat einen Antrag gestellt und der Ausschuss hat allen 200(!)
den Versuch als Freiversuch(!!!) genehmigt.
Also nur Mut, der Prüfungsausschuss beißt nicht!
> Auf keinen Fall darfs Du dir die Adresse des Vorsitzenden des> Prüfungsamtes raussuchen, um ihm in den nächsten Monaten, wenn die Sache> rum ist, regelmäßig die Reifen plattzustechen.
Das kann man immer noch nach erflogreich abgeschlossenem Studium machen
;)